Joachim Poß (SPD)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Joachim Poß
Geburtstag
27.12.1948
Berufliche Qualifikation
Verwaltungsleiter
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Gelsenkirchen
Wahlkreis
Gelsenkirchen
Ergebnis
54,3%
Landeslistenplatz
56, Nordrhein-Westfalen
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(...) Es ist richtig, dass der Bund SWAPS in der Bundesschuldenverwaltung einsetzt.
Die SPD-Bundestagsfraktion plädiert dafür, den freien Handel von sogenannten Credit Default Swaps (CDS) zu verbieten. Dies sind Absicherungen für Wertschwankungen auf Staatsanleihen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Fragen an Joachim Poß
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
11.08.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Poß,

wie kann man als Bürger verhindern, daß die Vereinbarung mit der Schweiz und
Herrn Schäuble verhindert wird?

Wie kann es sein, daß die normalen Steuerzahler Jahr für Jahr ihre Steuererklärungen
machen müssen, von Finanzbeamten zum Teil falsch informiert - oder sogar vorsätzlich belogen werden, und auf der anderen Seite Steuerhinterzieher staatlich gefördert und unterstützt werden?

Warum werden die Künstler, Sportler, Rennfahrer - mit z.B. Wohnsitz in der Schweiz, die Einnahmen und Gewinne in der BRD erzielen nicht dazu verpflichtet auch hier Steuern zu bezahlen?
D.h. vor Rennen oder Auftritt oder vor Ausstrahlung von Werbung in TV müssen die Personen
Einkommens-Steuer bezahlen.

Wie kann es sein, daß die kompletten Daten von Handy-Nutzern - bei sogenannten Smartfone- an Abo-Fallen-Steller weiter gegeben werden?

Wie kann es sein, daß die Bedingungen für den Abschluß eines Abos im Internet und auf Handy nicht so sind, daß der Nutzer klar und deutlich auf Abo und Kosten hingewiesen wird?
Wie bewerten Sie das neue Gesetz dazu?

Wie kann das sein, das alte Mitbürger/innen unerwünschte Anrufe erhalten, den Alten die persönlichen Daten abgetrickst werden, und danach erfolgen bis zu 30 Abbuchungen pro Monat
( nach einem Anruf - Daten werden weitergegeben, Telefonate zurechtgeschnitten)?

Warum müssen Angehörige Monat für Monat - wenn es herauskommt - diese Gelder zurückbuchen lassen, statt die Konten der Betrüger zu sperren?

Gibt es Gesetze, die das verhindern, daß die Banken Abbuchungen vornehmen dürfen?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Joachim Poß
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18.10.2012
Joachim Poß
Sehr geehrter Herr ,

zum Steuerabkommen mit der Schweiz hat die SPD-Bundestagsfraktion sich klar positioniert: Wir lehnen Schäubles Dumping-Tarif für Steuerhinterzieher ab. Erst gestern haben die SPD-Abgeordneten im Finanzausschuss des Deutschen Bundestages gegen das vorliegende und in vielen Punkten mangelhafte Abkommen gestimmt. Da auch die Bundesländer, in denen die SPD Regierungsverantwortung trägt, das Abkommen im Bundesrat ablehnen, wird das Abkommen in der aktuellen, unzureichenden Form wohl nicht verabschiedet werden. Der Bürger hat also durchaus die Möglichkeit bei den nächsten Wahlen zwischen verschiedenen Positionen zu wählen und die Partei zu unterstützen, die seine Interessen in dieser Frage vertritt. Im Gegensatz zur schwarz-gelben Bundesregierung lehnt die SPD das Abkommen vehement ab. Da Sie darüber hinaus - ebenso wie in Ihrer letzten Anfrage an mich vor einigen Wochen - eine Vielzahl weiterer verschiedener Themen ansprechen, empfehle ich Ihnen, das Gespräch mit dem für Ihren Wahlkreis zuständigen Bundestagsabgeordneten Michael Gerdes zu suchen.

Mit freundlichen Grüßen

Joachim Poß
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Frage zum Thema Dauerhafter Euro-Rettungsschirm ESM
13.09.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Poß,

da Sie der finanzpolitische Sprecher der SPD im deutschen Bundestag sind, werden Sie mit dem Sachverhalt der BVerG-Entscheidung vom 12.09.2012 sicher detailliert vertraut sein.

Der Zweite Senat des BVerfG forderte mit seiner Entscheidung, die völkerrechtliche Sicherstellung

a) der Haftungsbeschränkung für sämtliche Zahlungsverpflichtungen der BRD auf 190.024.800.000 Euro, welche nur mit Zustimmung des deutschen Vertreters in den ESM-Gremien zu höheren Zahlungsverpflichtungen führen darf.

b) dass die Unverletzlichkeit der Unterlagen und die Schweigepflicht der für den ESM tätigen Personen einer umfassenden Unterrichtung des Bundestages nicht im Wege stehen darf.

In beiden Fällen muss seitens der BRD zum Ausdruck kommen, dass man insgesamt nicht an den ESM-Vertrag gebunden sei, wenn die geltend gemachten Vorbehalte unwirksam sein sollten.

Wie wurde die völkerrechtliche Sicherstellung der BVerfG-Auflagen umgesetzt?
Welche ESM-Vertragsunterlagen wurden von Bundespräsident Gauck an welcher Stelle unterschrieben?
Wodurch ist das Einverständnis der restlichen ESM-Mitglieder zu den Auflagen des BVerfG dokumentiert und völkerrechtlich sichergestellt?

Herzlichen Dank für Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Joachim Poß
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18.10.2012
Joachim Poß
Sehr geehrter Herr ,

auch wenn ich als stellvertretender Fraktionsvorsitzender kein finanzpolitischer Sprecher bin, beantworte ich Ihnen gerne Ihre Fragen:

Den Vorgaben des Verfassungsgerichts wurde durch eine gemeinsame interpretative Erklärung der ESM-Vertragsstaaten genüge geleistet. Diese Erklärung lautet in der deutschen Übersetzung:

"Die Vertreter der Vertragsparteien des am 2. Februar 2012 unterzeichneten Vertrags zur Einrichtung des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM), die am 26. September 2012 in Brüssel zusammengetreten sind, vereinbaren folgende Auslegungserklärung: "Artikel 8 Absatz 5 des Vertrages zur Einrichtung des Europäischen Stabilitätsmechanismus (im Folgenden "Vertrag") begrenzt sämtliche Zahlungsverpflichtungen der ESM-Mitglieder aus dem Vertrag in dem Sinne, dass keine Vorschrift des Vertrags so ausgelegt werden kann, dass sie ohne vorherige Zustimmung des Vertreters des Mitglieds und Berücksichtigung der nationalen Verfahren zu einer Zahlungsverpflichtung führt, die den Anteil am genehmigten Stammkapital des jeweiligen ESM-Mitglieds gemäß der Festlegung in Anhang II des Vertrags übersteigt.

Artikel 32 Absatz 5, Artikel 34 und Artikel 35 Absatz 1 des Vertrages stehen der umfassenden Unterrichtung der nationalen Parlamente gemäß den nationalen Vorschriften nicht entgegen.
Die obengenannten Punkte stellen eine wesentliche Grundlage für die Zustimmung der vertragschließenden Staaten dar, durch die Bestimmungen des Vertrags gebunden zu sein."

Darüber hinaus hat Deutschland bei der Hinterlegung seiner von Bundespräsident Gauck unterschriebenen Ratifikationsurkunde in einer weiteren einseitigen Erklärung auf die gemeinsame Erklärung nochmals Bezug genommen. Die Erklärung ist damit im Sinne der Wiener Vertragsrechtskonvention zwingend bei der Auslegung des Vertrages heranzuziehen. Die ESM-Gesetze hatte Bundespräsident Gauck bereits am 13. September unterzeichnet.

Sollten Sie an weiteren Details in dieser Frage interessiert sein, empfehle ich Ihnen einen Blick in die Bundestagsdrucksache 17/10767. Diese finden Sie auf der Homepage www.bundestag.de unter dem Menüpunkt Dokumente.

Mit freundlichen Grüßen

Joachim Poß
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Frage zum Thema Finanzen
21.09.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Poß.

unter www.tagesschau.de wird am 21.09.2012 über ein dickes Plus im Steuersäckel berichtet. Die Jahreseinnahmen sollen über dem Schätzerniveau liegen.
Setzen Sie, sehr geehrter Herr Poß, und Ihre Partei sich doch bitte dafür ein, dass die kalte Progression im Interesse der steuerzahlenden Bürger mit unterem und mittlerem Einkommen beseitigt wird.
Die arbeitenden und steuerzahlenden Menschen sorgen schliesslich durch ihre Arbeitsleistung mit für diese ausserordentlichen Erträge/Mehreinnahmen und sollten daran teilhaben .

Werden Sie meine Bitte erfüllen?

Mit freundlichen Grüssen

Antwort von Joachim Poß
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08.11.2012
Joachim Poß
Sehr geehrter Herr ,

leider erweckt das - wie Sie schreiben - "dicke Plus im Steuersäckel" oftmals falsche Erwartungen. Die Steuereinnahmen liegen zwar etwas höher als ursprünglich erwartet; unterm Strich macht der Bundesfinanzminister aber nach wie vor Schulden. Steuersenkungen auf breiter Front - und darauf liefe Ihr Vorschlag letztendlich hinaus - wären daher Steuersenkungen auf Pump. Das wäre in meinen Augen keine seriöse Politik. Letztendlich würden hier für kurzfristige Steuersenkungen langfristige Schulden aufgebaut.
Um den gestiegenen Lebenshaltungskosten Rechnung zu tragen, wird die SPD aber für eine Anhebung des steuerlichen Grundfreibetrags zum Januar 2013 eintreten. Insofern werden auf diesem Wege die Auswirkungen der viel zitierten "kalten Progression" zumindest gemildert.

Mit freundlichen Grüßen

Joachim Poß
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Frage zum Thema Gesundheit
22.09.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Poß,

da auch ich an Borreliose erkrankt bin,möchte ich Ihnen
gerne folgende Fragen :

1) Was unternehmen Sie im Hinblick auf zeckenübertragene Infektionen wie Lyme-Borreliose?

2) Machen Sie sich für die Meldepflicht stark?

3) Was unternehmen Sie für bessere Informationen in der Bevölkerung?

4) Welche Ärzte in Gelsenkirchen,nehmen Borreliose ernst,kennen sich damit aus und behandeln diese Krankheit ?

5) Warum werden die Krankenkassen vom Staat nicht aufgefordert,sich dieser Krankheit
endlich anzunehmen und die Patienten NICHT im Stich zu lassen ?

6) Es werden so viele Millionen ausgegeben für den Rettungsschirm u.s.w. .....WARUM nicht für die Behandlung der Patienten ?

7) Es wird für Wahlen soviel Geld für Reklame ausgegeben....WARUM nicht für die Patienten,Hilfsorganisationen u.s.w. die gegen diese Krankheit kämpfen ?

Ich bedanke mich im voraus für Ihre Antworten
und verbleibe mit Hoffnung auf positive Antworten

Antwort von Joachim Poß
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08.11.2012
Joachim Poß
Sehr geehrte Frau ,

leider bin ich weder Mediziner, noch zählt die Gesundheitspolitik zu meinen Arbeitsschwerpunkten. Insofern kann ich natürlich auch keine Empfehlungen für bestimmte Ärzte aussprechen. Hier ist eher der Hausarzt Ihres Vertrauens erster Ansprechpartner.

Unabhängig davon hoffe ich aber doch, dass alle Leistungserbringer im Gesundheitswesen eine so schwerwiegende Infektion wie die Lyme-Borreliose ernst nehmen und angemessen behandeln. Ebenso sollten auch die Krankenkassen sicherstellen, dass alle an Lyme-Borreliose erkrankte Patienten die notwendige Behandlung erhalten.

Sollten Sie über konkrete Hinweise verfügen, dass in unserem Gesundheitssystem nicht alle zur Verfügung stehenden, erfolgreichen Behandlungsmethoden der Erkrankung ausgeschöpft werden, bitte ich Sie um eine konkrete Darstellung des Vorgangs an joachim.poss@bundestag.de . Gerne werde ich dann den Fall den zuständigen Gesundheitspolitikern zur Kenntnis geben.
Auf jeden Fall wünsche ich Ihnen gute Besserung!

Mit freundlichen Grüßen

Joachim Poß
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Frage zum Thema Finanzen
25.10.2012
Von:
von

Sehr geehrter Herr Poss,

gerade habe ich gelesen, dass Sie sich in den Passauer Nachrichten dahingehend geäussert haben den Griechen mehr Zeit zu geben! Ihnen dürfte doch klar sein, dass Zeit auch Geld bedeutet. Für mich ist das alles nicht zu fassen! Die jeweiligen Regierung lügen und betrügen mindstens seit man sich in den Euro gemogelt hat. Wie lange will man sich noch vorführen lassen? Ich war von Beginn an gegen jede Art von pekunierer Hilfe, was im Übrigen auch klar geregelt ist in den Verträgen von Lissabon (§26 NoBailOut). Daher nur eine kurze und knappe Frage. Wann ist Schluss mit Zahlungen an die hellenische Republik?

Wäre Griechenland ein normaler Gläubiger einer Sparkasse, hätte der Kredit schon längst gekündigt werden müssen, da man immer wieder gemachte Zusagen nicht einhält.

Deutschlands imenser Schuldenberg wurde von Regierungen gleich welcher Couleur angehäuft wieviele Schulden wollen Sie kommenden Generationen noch hinterlassen?

Für eine Beantwortung wäre ich Ihnen sehr dankbar.
Ich bin zwar politisch sehr interessiert, alleine wählbar ist für mich keine Partei mehr, ein
Treppenwitz der Geschichte ist, wohl, dass ausgerechnet Honeckers Enkel gegen den ESM sind und waren

Mit freundlichen Grüssen

von
Antwort von Joachim Poß
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22.11.2012
Joachim Poß
Sehr geehrte Frau von ,

es ist eigentlich nicht verwunderlich, dass - wie Sie schreiben - Honeckers Enkel gegen den ESM sind. Jedenfalls dann nicht, wenn man davon ausgeht, dass auch im Hinblick auf wirtschaftspolitischen Sachverstand der Apfel nicht weit vom Stamm fällt. Ansonsten gilt: Auch ein - wie Sie es plakativ formulieren - "Einstellen der Zahlungen an die hellenische Republik" würde den Deutschen Steuerzahler eine Menge Geld kosten. Denn wir sind uns doch wohl darüber einig, dass Griechenland dann auch seinen sowohl direkt als auch indirekt gegenüber dem deutschen Steuerzahler eingegangenen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen können wird. Zusätzliche dazu kämen aber durch die dann zu erwartenden Verwerfungen unkalkulierbare Folgen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland auf uns zu. Letztendlich wird es bei dem anstehend Ringen um Lösungen immer darum gehen, eine vernünftige Lösung der aktuellen Krise in Europa zu finden, ohne die legitimen Interessen der Bevölkerung in Deutschland aus den Augen zu verlieren. Wer dabei hofft, dass es vermeintlich simple Lösungen geben könnte, der übersieht, welch weitreichende Folgen die weiteren Entwicklungen in Griechenland auf die übrigen Südeuropäischen Staaten und damit letztendlich auf den deutschen Arbeitsmarkt haben können.

Mit freundlichen Grüßen

Joachim Poß
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