Gabriele Fograscher (SPD)
Abgeordnete Bundestag

Grunddaten
Gabriele Fograscher
Geburtstag
06.05.1957
Berufliche Qualifikation
Erzieherin, Fachlehrerin
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Nördlingen
Wahlkreis
Donau-Ries
Ergebnis
15,9%
Landeslistenplatz
14, Bayern
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(...) Wenn man also zwischen den Zeilen liest, geht es dabei vor allem um wirtschaftliche Interessen, denen Vorrang vor der Forderung nach Einhaltung der Menschenrechte in den jeweiligen Ländern eingeräumt wird.
Die Lieferung der Kampfpanzer an ein Land wie Saudi-Arabien verstößt allerdings eindeutig gegen die "Politischen Grundsätze der Bundesregierung für den Export von Kriegswaffen und sonstigen Rüstungsgütern" vom 19. Januar 2000, die solche Lieferungen in Spannungsgebiete untersagen. In solch einem "Spannungsgebiet" liegt aber Saudi-Arabien eindeutig mit seinen direkten Nachbarschaften zu Ländern wie Irak, Jemen, Ägypten und vor allem Syrien. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
06.07.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Fograscher

Die Rolle der Datenschützer auf Bundes- oder Landesebene verkömmen langsam zu Marionetten von SCHWARZ/GELB.
Mich regt es maßlos auf, dass jeder sich meiner Daten bemächtigen kann , um mich mit Werbung loder unangemeldeten Hausbesuchen nerven darf.
Ich hatte damals meine Daten sperren lassen, weil ich weder durch Werbung, noch durch Polit- Propaganda in Wahlzeiten belästigt werden wollte.
Was wird die SPD unternehmen, damit Bürger vor illegalen Adressenhändlern und sonstigen windigen Unternehmen geschützt werden oder sich schützen können?
Antwort von Gabriele Fograscher
1Empfehlung
09.07.2012
Gabriele Fograscher
Sehr geehrte Frau ,

herzlichen Dank für Ihre Frage zum neuen Melderecht über abgeordnetenwatch.de.
Im November 2011 hatte die Bundesregierung einen Gesetzentwurf zur Fortentwicklung des Meldewesens in den Bundestag eingebracht. Aus Sicht der SPD-Bundestagsfraktion war dieser Entwurf eine gute Beratungsgrundlage, denn er sah eine Stärkung des Datenschutzes vor.
Doch leider haben die Fraktionen von CDU/CSU und FDP einen Änderungsantrag zu diesem Gesetz in den Innenausschuss des Deutschen Bundestages eingebracht, der die guten Ansätze des Gesetzentwurfes ins Gegenteil verkehrt und eine massive Verschlechterung des Datenschutzes bedeutet. Die Regierungsfraktionen haben diesen Änderungsantrag mit ihrer Mehrheit beschlossen, die SPD-Bundestagsfraktion hat dagegen gestimmt.
Leider haben wir als SPD-Bundestagsfraktion derzeit keine Mehrheit im Deutschen Bundestag. Wir werden aber das Gesetz im Bundesrat stoppen. Wir werden uns dann für Änderungen einsetzen, die den Datenschutz stärken.

Mit freundlichen Grüßen

Gabriele Fograscher, MdB
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
08.07.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Fograscher,

das umstrittene Melderechtsrahmengesetz ist am Abend des 28. Juni vom Deutschen Bundestag verabschiedet worden - und ich erkenne an, dass die SPD-Fraktion hierzu bereits am 29. Juni eine Pressemitteilung herausgab (mit all den Punkten, die erst jetzt zum großen Thema in den Medien wurden).

Dennoch würde ich gern wissen:

  • Warum ist dieses Gesetz quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit und ohne Debatte verabschiedet worden?
  • Warum hat die SPD-Fraktion außer der Herausgabe einer Pressemitteilung nicht massiver interveniert?
  • Haben Sie (persönlich oder als Fraktion) Versuche unternommen, bei den Medien Gehör zu finden für dieses Thema?

Ich danke Ihnen im Voraus herzlich für die Beantwortung der Fragen.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Gabriele Fograscher
bisher keineEmpfehlungen
09.07.2012
Gabriele Fograscher
Sehr geehrter Herr ,

herzlichen Dank für Ihre Mail zum Melderecht über abgeordnetenwatch.de.
Zu Ihren Fragen:
Das Gesetz zur Fortentwicklung des Meldewesens ist nicht ohne Debatte verabschiedet worden, die Reden wurden zu Protokoll gegeben und sind dem Protokoll der Sitzung des Bundestages beigefügt.
Die SPD-Bundestagsfraktion und ich als zuständige Berichterstatterin haben bereits in den abschließenden Beratungen im Innenausschuss darauf hingewiesen, dass die Änderungen, die die Koalitionsfraktionen vorgelegt hatten, einen massiven Abbau des Datenschutzes bedeuten. Jedoch haben die Regierungsfraktionen dann diese Verschlechterung des Datenschutzes mit ihrer Mehrheit beschlossen. Wir als SPD-Bundestagsfraktion haben dagegen gestimmt, auch bei den abschließenden Beratungen im Plenum.
Selbstverständlich haben wir diesen Sachverhalt an die Medien herangetragen, er fand nur zu dem Zeitpunkt keine große Beachtung.

Mit freundlichen Grüßen

Gabriele Fograscher, MdB
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Frage zum Thema Gesundheit
22.11.2012
Von:
Uhl

Sehr geehrte Frau Fograscher,

ist im Programm der SPD die Legalisierung von Marihuana / Präventionsmaßnahmen anstatt Bestrafung vorgesehen? Wenn nicht haben sie meine Stimme verloren.

Mit freundlichen Grüßen,

Uhl
Antwort von Gabriele Fograscher
bisher keineEmpfehlungen
17.04.2013
Gabriele Fograscher
Sehr geehrter Herr Uhl,

herzlichen Dank für Ihre Frage über abgeordnetenwatch.de.

Für meine Fraktion und mich ist die Legalisierung von Cannabis oder auch die Einrichtung sogenannter Cannabis-Clubs nicht die Lösung des Problems. Eine Anhörung zur Cannabis-Legalisierung Anfang vergangenen Jahres hat bestätigt, dass Cannabis keinesfalls eine harmlose Substanz ist. Wir wissen, dass Cannabiskonsum zu körperlichen und psychischen Schäden als auch in die Abhängigkeit führen kann. Eine Legalisierung des Marktes halten wir nicht für sinnvoll. Wir sehen dabei auch die Gefahr, dass Cannabis an Minderjährige weitergeben könnte, die Folgen sind gravierend.
Wir wollen keine Legalisierung von Cannabis, setzen uns aber für eine Entkriminalisierung ein. Wir wollen hier eine bundeseinheitliche Geringe-Mengen-Regelung, da sich die Regelungen in den Ländern bisher zum Teil sehr deutlich unterscheiden. Vor allem besteht bei der Strafverfolgung des Eigenkonsums Handlungsbedarf.

Mit freundlichen Grüßen

Gabriele Fograscher, MdB
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
15.05.2013
Von:

Sehr geehrte Frau Fograscher,

aus aktuellem Anlass habe ich ein paar Fragen zum Thema Extremismus. Im Internet wird beispielsweise auf Wikipedia der Begriff Extremismus umschrieben, aber leider nicht die Kriterien, die erfüllt sein müssen, um als Einzelperson als Extremist zu gelten.
• Ab wann kann eine Person als Extremist bezeichnet werden?
• Ist man bereits ein Extremist, wenn man für extremistische Webseiten oder Zeitungen schreibt?
• Ist jemand ein Extremist, wenn er sich viel bei anderen Extremisten aufhält?
• Kann man als Extremist gelten, wenn man Andersdenkende bekämpft?
• Ist man automatisch Extremist, wenn man einer vom Verfassungsschutz als extremistischer Organisation angehört?
• Ist man automatisch Extremist, wenn man mit einer vom Verfassungsschutz als extremistisch eingestufter Organisation gemeinsame Aktionen unternimmt?
• Kann die Aussage, jemand bestimmtes sei ein Extremist als Meinungsäußerung gewertet werden?
• Gelten für alle Bereiche (Rechts, Links, Religion, usw.) die gleichen Voraussetzungen, um als Extremist, bzw. extremistische Organisation eingestuft werden zu können?
• Wie könnte die Beweisführung aussehen, um jemanden des Extremismus zu überführen?

Mir ist klar, dass es sich um ein sehr schwieriges Thema handelt. Leider ist es so, dass sehr schnell ein Extremismusvorwurf ausgesprochen wird. Noch trauriger ist, dass der Extremismusvorwurf von den Strafverfolgungsbehörden, inklusive Polizei und Staatsanwaltschaften, unterschiedlich behandelt werden.
Darum möchte ich Sie bitten meine Fragen so genau wie möglich zu beantworten.

Mit freundlichen Grüßen

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