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Sehr geehrter Herr Schäuble,
das Projekt "Abgeordnetenwatch" – wie schon das Vorgängermodell "Kandidatenwatch" – stellt durchaus eine interessante Idee dar, um einen direkten Kontakt zwischen Bürgern und Abgeordneten zu vermitteln. Ich bitte Sie auf diesem Wege um Verständnis, dass ich für ihre ablehnende Haltung kein Verständnis habe.
Der Kontakt zu den Abgeordneten ist mir persönlich sehr wichtig. Zum direkten Kontakt gehört für Sie auch, dass Ihnen die Ihnen wesentlichen Daten – also zumindest die E-Mail-Adresse bekannt ist.
Nach fieberhafter Suche nach einer Lösung des Problems kam mir eine Idee, die es Ihnen ermöglicht, die E-Mail-Adresse der hier bei Abgeordnetenwatch Fragenden zu erfahren:
Man schreibe sie unter den Beitrag.
Abgesehen davon steht der volle Name der Fragenden neben der Frage.
Ihr Argument kann ich deshalb nicht gelten lassen.
Meine Frage:
Sie fordern die Bereitschaft zu mehr Videoüberwachung mit der Begründung der Terrorabwehr. Ich kann mir das rein praktisch nicht vorstellen, wie eine Videokamera einen Terroranschlag verhindert.
Im vereinfachten Beispiel gehe ich aus von einem Terroristen der dritten Generation ("homegrown"), der von einer unabhängig operierenden Zelle in Deutschland aus einen Selbstmordanschlag verüben will.
Er gelangt an die Bombe, indem er in eine Universitätsbücherei geht, (welche mit hoher Wahrscheinlichkeit über Kameras verfügt), dort die frei zugängl. Literatur einsieht und kopiert (ohne das Buch formal auszuleihen), die es ihm mit frei erhältlichen Chemikalien ermöglicht Sprengstoff herzustellen.
Er packt die Bombe in einen unauffälligen Koffer und geht los, wird im Bus, am Bahnhof, im Zug, auf einem Platz, am Geldautomaten gefilmt. Dann jagt er sich irgendwo in die Luft. Hat eine Kamera je einen solchen Anschlag je verhindert? Wie soll soetw. in meinem Bsp. oder generell gehen? Rastervideoanalyse?
In der Hoffnung auf eine unterhaltsamere Standardantwort verbleibe ich

m.krauss@gmx-topmail.de