Dr. Wolfgang Schäuble (CDU)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Dr. Wolfgang Schäuble
Jahrgang
1942
Berufliche Qualifikation
Rechtsanwalt
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, Bundesminister des Innern
Wahlkreis
Offenburg
Landeslistenplatz
1, Baden-Württemberg
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(...) Ich bin deshalb froh, dass die Koalitionsparteien in der nun ablaufenden Legislaturperiode eine ganze Reihe wichtiger Vorhaben abschließen konnten und nenne hier nur die Erweiterung der Befugnisse des Bundeskriminalamtes zur Abwehr terroristischer Gefahren. Dabei meine ich, dass mit diesen Maßnahmen keine übermäßigen Freiheitsbeschränkungen verbunden sind. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
03.07.2009
Bundestagswahlrecht
nicht beteiligt
02.07.2009
AWACS-Einsatz in Afghanistan
JA
18.06.2009
Internetsperren
nicht beteiligt
18.06.2009
Patientenverfügung (Stünker-Antrag)
NEIN
29.05.2009
Schuldenbremse
JA
28.05.2009
Abgabe von künstlichem Heroin an Schwerstabhängige
nicht beteiligt
Fragen an Dr. Wolfgang Schäuble
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
23.10.2008
Von:

Nackt-Scanner für Flughäfen

Sehr geehrter Herr Dr. Schäuble,

mit größter Empörung habe erfahren müssen, wie sich eine EU-Kommission mit diesem Thema beschäftigt. Noch grösser war meine Empörung, dass bereits einige Geräte auf europäischen Flughäfen "testweise" im Einsatz sind.

Ich bin jedoch sprachlos gewesen, als ich hörte:

"Laut Bundespolizei sollen in Deutschland zunächst im Labor Gesundheits- und Sicherheitsaspekte sowie mit Hilfe externer Experten rechtliche Fragen geklärt werden. "Erst wenn klar ist, ob dieser Scanner unseren Anforderungen entspricht, wird über einen Praxistest entschieden", sagte Sprecher Jörg Kunzendorf in Potsdam."

Die diesem Thema beinhaltende Geschmacklosigkeit folgend kann Ihre Reaktion nur lautend, die ihnen unterstellte Behörde anzuweisen, jedwede Beschäftigung damit einzustellen und dies auch öffentlich zu machen.

Andernfalls darf ich Sie bitten, hier in diesem Forum Ihre Sichtweise darzustellen.

M.
Antwort von Dr. Wolfgang Schäuble
bisher keineEmpfehlungen
06.11.2008
Dr. Wolfgang Schäuble
Sehr geehrter Herr ,

zur Beantwortung Ihrer Frage möchte ich Sie auf die Antwort an Herrn Hansow ( www.abgeordnetenwatch.de ) verweisen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Wolfgang Schäuble
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Frage zum Thema Integration
23.10.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Schäuble,

in dieser Zeit der Globalisierung ist jeder Arbeitsnehmer gefordert flexibel zu sein. Bei einem Arbeitsgeber lebenlang zu bleiben ist längst Geschichte.

Meine Frage.

warum als Ausländer ist man immer noch aufgefordert einen unbefristete und ungekündigte Arbeitsvertrag vorzulegen um seinen Aufenthaltstitel zu verlängern oder um Deutsch zu werden ?
Bei Opel, Ford, Banken, Post ...usw wird täglich gekündigt trotz sicherem Arbeitvertrag.

Von 1994 bis Heute sind wir einige Hunderte Togoer ( ca 14.000 im dezember 1994), die in Deutschland Asyl gefunden haben. Unter uns waren auch hoch gebildete Leute. Mehr als 14 Jahre später ist keiner von uns Bankangestellter, Lehrer, Artz,Informatiker ...usw geworden. Die meisten sind noch Hilfsabeiter, Leiharbeiter, Sozialhilfeänger oder Arbeitsloser. Wenn man aber unsere Freund die nach Nordamerica oder in andere EU-lande gegangen sind, sind viele hohe angesehen Leute ( Apoteker, Flugzeugbauer, Professor, Lehrer...sogar Politiker...) geworden .

Meine Frage

wird es nicht lansam Zeit um die Ausländer/ Integrationspolitik in Deutschland umzudenken ?
Ist überhaupt eine Integrationspolitik in Deutschland ?

Mit freundlichen Grüssen.

Antwort von Dr. Wolfgang Schäuble
5Empfehlungen
13.11.2008
Dr. Wolfgang Schäuble
Sehr geehrter Herr ,

bei jeder Verlängerung eines Aufenthaltstitels und insbesondere bei der Erteilung eines unbefristeten Aufenthaltstitels oder einer Einbürgerung muss grundsätzlich nachgewiesen werden, dass der Lebensunterhalt gesichert ist. Das ist natürlich immer leichter möglich, wenn der zuständigen Ausländerbehörde ein ungekündigter Arbeitsvertrag vorgelegt werden kann.

Was die Chancengleichheit von Migrantinnen und Migranten auf dem deutschen Arbeitsmarkt betrifft, stimme ich Ihnen zu, dass wir hier noch Nachholbedarf haben. Viele Migrantinnen und Migranten können in Deutschland nicht an ihre im Heimatland begonnene Bildungskarriere anknüpfen. Oft müssen Abstriche von der sozialen Stellung gemacht werden, da ausreichende Sprachkenntnisse fehlen oder die im Ausland erworbenen Qualifikationen nicht anerkannt werden. Deutschland ist mit diesem Problem allerdings nicht allein. Andere OECD-Länder stehen vor ähnlichen Herausforderungen. Die Bundesregierung hat die Absicht, hier möglichst kurzfristig Fortschritte zu erzielen. Dies geht aber nicht ohne die Mitwirkung der Bundesländer.

Lange Zeit haben wir in Deutschland dem Thema "Integration" nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt, heute aber ist die Integrationspolitik ein Schwerpunktthema der Arbeit der Bundesregierung. Sie hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Integrationsinitiativen ergriffen.

So geht es sowohl im Rahmen der Qualifizierungsinitiative als auch bei den von der Bundeskanzlerin, Frau Dr. Merkel, initiierten Gipfeln zu Bildung und Integration u.a. darum, Erleichterungen für die Anerkennung von ausländischen Abschlüssen herbeizuführen. Mit dem Nationalen Integrationsplan hat der Bund sein Engagement für verbesserte Beschäftigungschancen von Migrantinnen und Migranten auf dem Arbeitsmarkt insbesondere im Hinblick auf Maßnahmen zur berufsbezogenen Sprachförderung und der besseren Verwertung von im Ausland erworbenen beruflichen Qualifikationen erhöht. Mit diesen Themen befasst sich auch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge im bundesweiten Integrationsprogramm.

Diese Aktivitäten zeigen, dass die Bundesregierung das von Ihnen angesprochene Problem erkannt hat und an guten Lösungen arbeitet.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Wolfgang Schäuble
Ergänzung vom 24.11.2008
Sehr geehrter Herr ,

die Integration der dauerhaft in Deutschland lebenden Zuwanderer ist eine der wichtigsten Aufgaben der Bundesregierung. Mit dem Zuwanderungsgesetz wurde der Grundsatz festgelegt, dass es keine Zuwanderung ohne Integration geben soll. Das Zuwanderungsgesetz sieht daher ein Grundangebot zur Integation vor. Herzstück der Integrationsangebote sind die Integrationskurse zur Vermittlung ausreichender Sprachkenntnisse sowie zur Vermittlung von Wissen zur Rechtsordnung, Geschichte und Kultur in Deutschland.

Integration ist ein zweiseitiger Prozess. Sie setzt zum einen voraus, dass die Zuwanderer hier heimisch werden wollen. Man muss die Lebensbedingungen unseres Landes akzeptieren. Aber umgekehrt muss auch die aufnehmende Gesellschaft wollen, dass Zuwanderer hier heimisch werden. Die jetzige Bundesregierung leistet einen wesentlichen Beitrag, dass dieser Prozess gut voranschreitet.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Wolfgang Schäuble
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Frage zum Thema Sicherheit
24.10.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Dr.Schäuble,

mit Interesse verfolge ich, wie man darum bemüht ist, die Bürger in diesem Land zu schützen.
Nun plant die EU, sogenannte "Nackt-Scanner" an Flughäfen einzuführen, man wird nun als Fluggast quasi zu einem Striptease vor dem Kontrollpersonal gezwungen.
Einmal ganz davon abgesehen, daß man hierbei einen massiven Eingriff in die Intimspäre hinzunehmen hat, so ist zudem noch gar nicht sicher, ob die verwendete Strahlung gesundheitliche Schädigungen und eventuelle gesundheitliche Spätschäden zur Folge hat, insbesondere bei Vielfliegern bzw. bei Kindern.
Selbst von Seiten der Polizei wird nun Kritik geäußert, daß durch die Verwendung dieser Apparate keinesfalls ein Mehr an Sicherheit gewonnen wird.
Es würde mich interessieren, wie sie zur Einführung solcher Apparate stehen und was sie ggf. dazu unternehmen können, dies zu verhindern.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Dr. Wolfgang Schäuble
6Empfehlungen
06.11.2008
Dr. Wolfgang Schäuble
Sehr geehrter Herr ,

in Deutschland werden derzeit keine so genannten "Body-Scanner" eingesetzt. Selbst Labortests haben bisher nicht stattgefunden. Darüber hinaus versichere ich Ihnen, dass mein Ministerium bzw. die Bundespolizei diese Technik nicht einsetzen werden, solange solche Bilder in der gegenwärtigen Form entstehen, wie sie auch in der Presse dargestellt wurden.

Grundsätzlich befürworte ich zwar die Forschung und die Entwicklung neuer Technologien, die eine Verbesserung der Sicherheit herbeiführen und das Reisen erleichtern können. So wäre eine neue Technologie im Interesse aller Flugreisenden, die zur Erhöhung des Sicherheitsniveaus beiträgt und zugleich das für viele Personen als unangenehm empfundene Abtasten durch Sicherheitspersonal nicht mehr notwendig macht. Allerdings wäre für den Einsatz von Body-Scannern unabdingbar, dass diese nicht zu einer Beeinträchtigung der Gesundheit oder der Persönlichkeitsrechte führen.

Auch wenn die EU-Vorschriften ab 2010 den Einsatz von Body-Scannern zulassen, entscheidet jeder Mitgliedstaat selbst darüber, ob er davon Gebrauch machen wird. Beim jetzigen Stand der Technik kommt der Einsatz von Body-Scannern in Deutschland nicht in Betracht.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Wolfgang Schäuble
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
26.10.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Schäuble,

ich wende ich mich an Sie in einer Angelegenheit, die mir einige Bauchschmerzen bereitet. Aus der nationalen Tagespresse (DIE WELT) entnehme ich, dass der verdienstvolle Politologe Dr. Ludwig Watzal (BpB) aus der Redaktion der APuZ entfernt wurde. Wie ist es möglich, dass Sie der Lobby des ZdJiD in Person des Herrn Kramer mehr Gewicht einräumen, als sachlicher Beurteilung der Arbeit? Oder ist Ihren Beamten entgangen, dass Stefan Kramer einen Text von Dr. Watzal in unzulässiger Weise per Collage manipuliert hat? Siehe den Link zur persönlichen homepage von Dr. Ludwig Watzal :
www.watzal.com

Wenn diese Manipulation selbst verwerflich ist, um wie viel verwerflicher ist es, wenn missbräuchliche Macht des Vertreters einer vom Bund geförderten Körperschaft des öffentlichen Rechtes, wie des ZdJD, soweit geht, verdienstvolle Menschen an der Fortführung ihrer wissenschaftlich-publizistischen Tätigkeit zu hindern! Es darf nicht dazu kommen, dass Verschwörungstheorien, im BMI oder bei der BpB habe eine Lobby (welche auch immer) das Sagen, nicht aber der verantwortliche Minister, an Glaubwürdigkeit gewinnen. Einer derartigen verhängnisvollen Entwicklung vorzubeugen, darum bitte ich Sie dringend. Bitte korrigieren Sie auf die Ihnen mögliche Weise eine Entscheidung, die dem genannten Verdacht jeden Boden entzieht. Wenn schon Thomas Krüger von der BpB das Gewicht oder die Charakterstärke fehlt, der pro-Israel-Lobby standzuhalten, bei Ihnen kann ich keinen Grund sehen, daran zu zweifeln.
Ist damit zu rechnen, dass eine vielleicht auf Grund mangelhafter Beratung verursachte Fehlentscheidung in Bezug auf Herrn Dr. Watzals wissenschaftl.-publizist. Tätigkeit in der Redaktion der Beilage von "DAS PARLAMENT" APuZ von Ihnen korrigiert wird ?

Mit besten Grüßen
Antwort von Dr. Wolfgang Schäuble
5Empfehlungen
06.11.2008
Dr. Wolfgang Schäuble
Sehr geehrter Herr ,

die Bundeszentrale für politischen Bildung ist immer darum bemüht, sachlich richtige und politisch ausgewogene Informationsangebote zur Verfügung zu stellen, die auch der besonderen Sensibilität politisch schwieriger Sachverhalte Rechnung tragen. Dieser nicht immer einfachen Aufgabe widmet sich die genannte Einrichtung in meinem Geschäftsbreich mit großem Engagement und Erfolg.

Im Zusammenhang mit dem von Ihnen genannten Vorgang wurde und wird die Bundeszentrale wegen Äußerungen des Mitarbeiters in privat-publizistischer Nebentätigkeit zu Unrecht zum Adressaten auch heftiger und polemischer Kritik gemacht. Sie muss daher alle Möglichkeiten prüfen, sich gegen diese Kritik zu schützen, die letztlich ihre politische Ausgewogenheit in Zweifel zieht und den guten Ruf der Bundeszentrale schädigt. In diesem sensiblen Abwägungsprozess finden selbstverständlich auch die Interessen des Mitarbeiters Berücksichtigung.
Sie können sicher sein, dass sich alle Verantwortlichen der großen Verantwortung, die auch gegenüber den einzelnen Mitarbeitern besteht, bewusst sind.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Wolfgang Schäuble
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Frage zum Thema Soziales
27.10.2008
Von:
Udo

Sehr geehrter Herr Dr. Schäuble.

Muß ich die Nichtbeantwortung meiner Frage vom 02.08.2008 durch Sie nun als Zustimmung oder Ablehnung werten? Oder haben Sie die Frage einfach übersehen?

Da sicher nicht nur ich Zweifel an unserem sozialen System habe, insbesondere bzgl. der Frage, ob es sich nicht in Wahrheit vielfach um Subventionen der Wirtschaft handelt, würde ich eine Beantwortung meiner Frage sehr begrüßen. Schließlich ist sie momentan wohl aktueller denn je.

Sollten Sie die Frage nicht beantworten können oder wollen, wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie mir einen alternativen Ansprechpartner aus der CDU nennen könnten.

Mit freundlichen Grüßen
Udo

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