Dr. Till Steffen (GRÜNE)
Kandidat Bürgerschaftswahl Hamburg 2008
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Dr. Till Steffen
Jahrgang
1973
Berufliche Qualifikation
Jurist
Ausgeübte Tätigkeit
Rechtsanwalt, Partner bei elblaw Rechtsanwälte
Wohnort
-
Wahlkreis
Rotherbaum - Harvestehude - Eimsbüttel-Ost , Listenplatz 1, Stimmen (Wahlkreis): 7.819, 10,9%
Landeslistenplatz
keinen
(...) Ich hatte gar nicht für die Landesliste kandidiert, weil ich mir sehr gute Chancen ausrechne, im Wahlkreis gewählt zu werden. Eine Absicherung über die Landesliste erschien mir deswegen nicht unbedingt nötig. (...)
 
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Frage zum Thema Bürgerbeteiligung und Bürgergesellschaft
17.02.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Steffen,

mit Überraschung habe ich festgestellt, dass Sie nicht auf der Landesliste ihrer Partei stehen, nachdem sie beim letzten Mal (laut abgeordnetenwatch.de) auf Listenplatz 6 geführt wurden. Bevor ich Ihnen mit Hilfe meiner Wahlkreisstimmen zu einem Mandat verhelfen versuche, würde mich doch interessieren, ob es dafür besondere Gründe gibt.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Dr. Till Steffen
1Empfehlung
18.02.2008
Dr. Till Steffen
Sehr geehrter Herr ,

ich hatte gar nicht für die Landesliste kandidiert, weil ich mir sehr gute Chancen ausrechne, im Wahlkreis gewählt zu werden. Eine Absicherung über die Landesliste erschien mir deswegen nicht unbedingt nötig.

Umso wichtiger sind natürlich tatsächlich Ihre Wahlkreis-Stimmen, damit das dann tatsächlich klappt.

Mit freundlichen Grüßen

Till Steffen
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Frage zum Thema Verkehr / Infrastruktur / Stadtentwicklung
18.02.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Steffen,

gerade im Bezirk Eimsbüttel sind die Radfahrwege (wenn man mal vom schicken Alstervorland absieht) in einem katastrophalen und teilweise lebensgefährlichen Zustand. Was werden Sie und Ihre Partei tun, damit die "schönste Stadt der Welt" auch die "schönste Radler-Stadt der Welt" wird? :-)

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Dr. Till Steffen
2Empfehlungen
19.02.2008
Dr. Till Steffen
Sehr geehrter Herr ,

die Radwege in Eimsbüttel sind wirklich in einem miesen Zustand. Da finden sich für die GAL leicht Anknüpfungspunkte, dies zu ändern. Gerade bei den stärker genutzten Wegen möchten wir den Radverkehr auf die Straße holen und als Fahrradstreifen auf den Fahrbahnen etablieren. Dies ist für die Radfahrer und Radfahrerinnen viel sicherer und auch angenehmer zu fahren (man kommt schneller vorwärts!). Autos können Radler und Radlerinnen so besser sehen und auf sie achten. Konflikte zwischen RadfahrerInnen und FußgängerInnen auf den gerade in Eimsbüttel so engen Bürgersteigen können verringert werden. Netter Nebeneffekt: Die Unterhaltung dieser Wege ist viel kostengünstiger als bei den herkömmlichen, baulich getrennten Radwegen.

Als weiteren Punkt haben wir "Platz für alle - Shared Spaces" auf der Agenda. Dieser "geteilte Raum" (Shared Space) bedeutet, dass wir öffentlichen Straßenraum allen Verkehrsteilnehmern gleichberechtigt zur Verfügung stellen. Es gibt im Idealfall nur wenig Verkehrsschilder, keine Ampeln, aber auch keine Bordsteine mehr. Möglichst wenig Trennung der Verkehre ist die Devise. FußgängerInnen, FahrradfahrerInnen, PKW und LKW teilen sich die Straße. In London, Paris und Barcelona funktioniert Shared Spaces bereits: Die Straßen sind lebendiger und es entwickeln sich mehr belebte Räume. Durch die gemeinsame Nutzung sind alle gezwungen mehr Rücksicht zu nehmen. Das Resultat: weniger Unfälle, weniger Staus, mehr Sicherheit. In Eimsbüttel bietet sich die Osterstraße als Shared Space an. Gerade die Fahrradfahrer und Fahrradfahrerinnen haben hier derzeit einen schweren Stand. Die Wege sind schmal, oft versperren Baustellen oder verirrte Fußgänger und Fußgängerinnen die Bahn. Wenn wir hier den Raum für alle gleichermaßen nutzbar machen, wäre der Verkehr in der Osterstraße mehr im Fluss und würde sich nicht an den Hot Spots (z.B. Ecke Heußweg) stauen.

Zu dem besseren Fluss gehört auch eine "Reform" der Ampelnutzung für RadlerInnen und FußgängerInnen. Derzeit sind die Ampeln so geschaltet, dass diese VerkehrsteilnehmerInnen kaum während einer Grünphase über die Ampel kommen, Fahrradampeln sind selten. Zudem möchten wir die Grünpfeile reduzieren – diese sind nämlich eine echte Gefahrenquelle für Fahrradfahrer, da sie AutofahrerInnen verführen, um Ecken zu brausen, ohne sich umzusehen.

Darüber hinaus möchten wir auch Velorouten und Fahrradstraßen stärken. Hier gibt es insbesondere für die Straßen in Eimsbüttel, für die die Behörde und nicht der Bezirk zuständig ist, noch gewaltigen Nachholbedarf. Apropos Bezirk - derzeit kann der Bezirk nicht völlig selbständig über seine Radverkehrsmittel entscheiden. Dies muss sich ändern, denn die Menschen vor Ort wissen viel besser, wo es brennt, als die Zentralbehörde.

Viele Grüße

Till Steffen
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Frage zum Thema Bürgerbeteiligung und Bürgergesellschaft
19.02.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Steffen,

noch immer bin ich unschlüssig, welche der Kandidatinnen und Kandidaten ich wählen sollte.

Deshalb habe ich heute eine vielleicht etwas ungewöhnliche Bitte an Sie und Ihre Mitbewerber:

Nennen Sie mir doch die aus Ihrer ganz persönlichen Sicht die drei wichtigsten Gründe für Ihre Wahl in die Bezirksversammlung.

Vielen Dank für Ihre ehrliche Anwort!

Mit freundlichen Grüßen
Dr. med.
Antwort von Dr. Till Steffen
1Empfehlung
20.02.2008
Dr. Till Steffen
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage!

Zunächst einmal der Hinweis, dass ich nicht für die Bezirksversammlung, sondern für die Bürgerschaft kandidiere.

Da Sie vermutlich auch für die Bürgerschaft wahlberechtigt sind, will ich Ihnen gerne drei Gründe für meine Wahl nennen:

1. Ich kenne aus meiner Zeit in der Bezirksversammlung und im Kerngebietsausschuss den Wahlkreis sehr gut und kann ihn deswegen gut in der Bürgerschaft vertreten.

2. In meiner Arbeit als Abgeordneter in der Bürgerschaft habe ich mich um die Rechtspolitik gekümmert. Der Schutz der Bürgerrechte ist mir ein wichtiges Anliegen, dass ich auch künftig verfolgen will. Ich halte es für absolut notwendig, den immer weiter gehenden Überwachungsphantasien mit Ideen und Sachkunde entgegen zu treten.

3. Mir ist wichtig, die Beteiligungsmöglichkeiten der Bürgerinnen und Bürger an politischen Entscheidungen zu verbessern. Das betrifft einerseits die Verbindlichkeit von Volksentscheiden. Zum zweiten ist deswegen ein Wahlrecht notwendig, das den Wählerinnen und Wählern einen Einfluss auf die Zusammensetzung der Bürgerschaft gibt. Das Volk hatte ein derartiges Wahlrecht beschlossen, die CDU hat es aber derart verstümmelt, dass Sie zwar noch viele Kreuze machen können, die Auswirkung aber begrenzt ist. Sehr engagiert habe ich mich in der letzten Wahlperiode auch für eine Verlagerung von Kompetenzen auf die untere Ebene der Bezirke (siehe dazu mein Blog unter

tillsteffen.wahl.de

So können Bürgerinnen und Bürger leichter die sie betreffenden Entscheidungen beeinflussen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Till Steffen
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