Dr. Gregor Gysi (DIE LINKE)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Dr. Gregor Gysi
Jahrgang
1948
Berufliche Qualifikation
Rinderzüchter, Diplom-Jurist
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, selbst. Rechtsanwalt und Publizist in Berlin
Wahlkreis
Berlin-Treptow-Köpenick
Landeslistenplatz
1, Berlin
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(...) Bei der öffentlichen Daseinsvorsorge sind wir strikt gegen die Privatisierung und soweit sie schon erfolgt ist, für eine Rekommunalisierung. Das betrifft Bildung, Gesundheit, Wasser, Energie und andere wesentliche Bereiche, bei denen auf diese Art und Weise eine politische Verantwortung hergestellt werden muss, auch um eine Abzocke zu verhindern. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Schulen
31.01.2008
Von:

also ich habe eine frage zum Thema Jugendliche,wie kann es sein dass im Stadtteil Gaarden in Kiel 70% der Jugendlichen und Kinder unter der Armutsgrenze leben.wie könnte man denn dieses Problem lösen?!es gibt so viel Armut unter jugendlichen!
Antwort von Dr. Gregor Gysi
2Empfehlungen
07.02.2008
Dr. Gregor Gysi
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Nachricht vom 31. 1. 2008.

Unser 5-Punkte-Progamm für die ersten Schritte zur Überwindung von Kinderarmut finden Sie unter: www.linksfraktion.de Wenn die politischen Parteien in Mehrheit solche Ansätze unterstützten, gelänge es uns, die Kinderarmut zu überwinden.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Gysi
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Frage zum Thema Gesundheit
01.02.2008
Von:

Salvia divinorum (Zaubersalbei) kurz vor dem Verbot

Sehr geehrter Herr Gysi

Immer mehr Pflanzen finden Einzug ins BtMG. Schlimmstenfalles - und das ist hier der Fall - ohne jegliche medizinisch erhobene Dringlichkeit, die darlegen könnte, das keinerlei Heilungseffekte von solch Pflanzen ausgehen. Es werden lediglich die Inhaltsstoffe zur Grundlage des Verbotes herangezogen. Dabei spielt es keine Rolle welch ethnischer Herkunft sie entspringen. Ich habe den dringendsten Verdacht, dass es sich bei einem Verbot immer um Pflanzen handelt, die bislang medizinisch nicht auf ihre Wirkung geprüft wurden. Weiters verdächtige ich hier, dass evtl. vorhandene Wirkungen, die heilend sein könnten, für die Wirtschaft kommerzialisiert werden. Sprich: Sie verschwinden vom Markt und man muss sich der Chemie unterwerfen; sprich teuer für Heilung bezahlen.
Es erinnert mich sehr stark an ein Jahrhundert, in dem es dem niederen Volk nicht mehr erlaubt war volksmedizinisch vorzugehen. Ein Schelm wer böses dabei denkt..
Ich sehe hier eine ernst zu nehmende Gefahr auf uns zukommen, die dauerhaft gesehen das Berufsfeld Ethnomedizin und das der Alternativmediziner in Frage stellt.
Wie können wir dem nur entgegenwirken?


Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Dr. Gregor Gysi
4Empfehlungen
06.02.2008
Dr. Gregor Gysi
Sehr geehrte Frau ,

Ihre Nachricht vom 2.2. hat mich erreicht. Ich habe mir erlaubt, Sie an den spezialisierten Bundestagsabgeordneten Frank Spieth mit der Bitte weiterzuleiten, Ihnen eine Antwort zukommen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Gysi
Ergänzung vom 25.02.2008
Sehr geehrte Frau ,

auch wir beobachten mit Sorge die Tendenz zu einer immer restriktiveren Drogenpolitik. Im Falle von Salvia Divinorum gibt es keine wissenschaftlichen Nachweise einer medizinischen Wirksamkeit. Aber ebensowenig gibt es beim heutigen Stand der Erkenntnisse eine Dringlichkeit, "Zaubersalbei" zu verbieten:

Die Bundesregierung hat in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage im Juli 2007 selbst eingestanden, dass ihr keine Zahlen über KonsumentInnen von Salvia Divinorum in Deutschland vorliegen. Auch über eventuelle Anhängigkeiten und Schadensfälle gibt es keinerlei Statistiken. Das anstehende Verbot der Pflanze ist deshalb auch ideologisch begründet.

Nicht erkennen kann ich allerdings, dass hier ein Komplott gegen die Volksmedizin vorliegt. Ob eine Pflanze medizinisch genutzt wird oder nicht, hat nur sehr bedingt etwas mit der Einstufung ins Betäubungsmittelgesetz zu tun. Würde ein Inhaltsstoff für eine medizinische Indikation zugelassen, würde dieser von einem nichtverschreibungsfähigem zu einem verschreibungsfähigen BtM umgestuft.

Generell stehen wir jedoch der Prohibitionslogik kritisch gegenüber, da Verbote in den meisten Fällen nicht zu einem verminderten Konsum von Drogen führen. DIE LINKE fordert einen unideologischen und sachlichen Umgang mit der Realität des Drogenkonsums. Drogenprävention ist allemal erfolgreicher als eine Dämonisierung durch Verbote.

Mit freundlichen Grüßen
Frank Spieth MdB
gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE.
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Frage zum Thema Internationales
03.02.2008
Von:

hallo,

kurze frage zum thema krieg in afganistan,irak und wahrscheinlich auch bald im iran.

die zwei besagten kriege werde ja mit den geschehnissen vom 11.sep.2001 gerechtfertigt. wie sie sicherlich wissen gibt es mittlerweil offene kritik an der "offizielen" version der geschehnisse. für jederman ist klar das was da passiert ist ein inside job war. dies beweisen diverse,gut recherchierte, internet seiten.

wie kann man als sogenannter volksvertretter die fakten ausser acht lassen und gegen die meinung der bevölkerung einen angriffskrieg unterstützen. diese kriege haben kein legimitation und berühen auf lügen!!!


warum beschützen unsere deutschen soldaten in afganistan die opium felder??? warum unterstützen unsere soldaten einen angriffskrieg der nachweislich auf einer false flag operation der amerikaner beruht????


mfg
Antwort von Dr. Gregor Gysi
9Empfehlungen
06.02.2008
Dr. Gregor Gysi
Sehr geehrter Herr ,

Ihre Nachricht vom 3.2. hat mich erreicht.

Das Problem besteht darin, dass die von Ihnen kritisierten Parteien bei Wahlen in großem Umfang gewählt werden. Deshalb können deren Abgeordnete dann die von Ihnen kritisierten Entscheidungen treffen. Diese Entscheidungen werden bekanntlich ja auch von uns kritisiert, aber wir sind diesbezüglich nur eine Minderheit im Bundestag.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Gysi
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Frage zum Thema Soziales
05.02.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Gysi,

ich beschäftige mich schon seit längerem mit der Problematik bedingungsloses Grundeinkommen. Es gibt ja bereits mehrere Modelle der verschiedensten Parteien und in meinem Umfeld höre ich von jedem, dem ich von diesen Modellen erzähle, dass sie es spitze und super fänden. Bürokratieabbau, weniger Anträge stellen, sorgenfreiere Berufswahl, mehr Leute, die sich besser bilden könnten, da derzeit nicht jeder studieren kann, weil nicht jeder die Mittel dazu hat... usw. Finden Sie nicht, dass in einer Zeit, wo die Automation in der Produktion so weit vorgeschritten ist und Vollbeschäftigung eine Utopie ist, es an der Zeit wäre, ein Modell des bedingungslosen Grundeinkommens zum Wahlkampfthema zu machen?

mfg
ralf baron
Antwort von Dr. Gregor Gysi
5Empfehlungen
11.02.2008
Dr. Gregor Gysi
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Nachricht vom 6. 2.

Das Problem ist, dass wenn Leute ernährt und gekleidet werden und andere Waren- und Dienstleistungen in Anspruch nehmen, die durch Dritte hergestellt oder erbracht werden müssen. In der Regel leistet man selbst auch etwas dafür, so dass es eine Beziehung gegenseitiger Solidarität ist. Dann gibt es Menschen, die nichts leisten können, z B weil sie krank sind oder weil ihnen keine Arbeit entsprechend ihrer Qualifikation angeboten werden kann. Problematisch wird es nur bei denen, die aus reiner Faulheit nicht bereit sind, eine solidarische Leistung zu erbringen. Wenn auch sie ohne Einschränkungen ernährt, gekleidet und anders versorgt werden, heißt das, dass Dritte unbezahlt für sie tätig sein müssen, ohne eine solidarische Gegenleistung, ohne eine entschuldbare Erklärung. Das ist für mich das Problem.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Gysi
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Frage zum Thema Umwelt
06.02.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Gysi,

wieso wird dem Volk (also ihre Wähler) verheimlicht das die ganze Klimaschutzgeschichte völliger Humbug ist. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass man nicht einfach sagen kann das wir an der "Globalen Klimaerwärmung" schuld sind! Der Klimawandel ist ein natürlicher Vorgang! ( www.wahrheitssuche.org ) Und trotzdem werden tausend Gesetze erlassen die das Klima "schützen" sollen. Wieso wird uns das Geld aus den Taschen geleiert mit solchen Lügenmärchen?
Antwort von Dr. Gregor Gysi
3Empfehlungen
11.02.2008
Dr. Gregor Gysi
Sehr geehrter Herr ,

Ihre Nachricht hat mich erreicht.

Selbstverständlich gibt es natürliche Vorgänge, die zur Klimaerwärmung beitragen. Andererseits leistet auch die Menschheit einen großen Beitrag, dass es zu dieser Entwicklung kommt. Also ist sie nicht ausschließlich natürlich gegeben, sondern auch durch das Fehlverhalten der Menschheit. Insofern ist es völlig berechtigt, Anstrengungen zu unternehmen, die Klimaerwärmung nicht künstlich zu forcieren.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Gysi
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Ihre Frage an Dr. Gregor Gysi
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