Dr. Gregor Gysi (DIE LINKE)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich. Besuchen Sie das aktuelle Profil.

Grunddaten
Dr. Gregor Gysi
Jahrgang
1948
Berufliche Qualifikation
Rinderzüchter, Diplom-Jurist
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, selbst. Rechtsanwalt und Publizist in Berlin
Wahlkreis
Berlin-Treptow-Köpenick
Landeslistenplatz
1, Berlin
weitere Profile
(...) Es muss einen Unterschied zwischen jenen geben, die bereit sind, einen solidarischen Beitrag in der Gesellschaft zu leisten (auch ehrenamtlich) und jenen, die sich diesbezüglich strikt verweigern. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Fragen an Dr. Gregor Gysi
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Soziales
12.10.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Gysi,

Nach Informationen des Erwerbslosen Forum Deutschland hat die neu gebildete Bundestagsfraktion der LINKEN bei dem neu verabschiedeten Sofortprogramm wichtige Punkte des Wahlkampfs "vergessen". So findet man die ursprüngliche Forderung nach einer sofortigen Anhebung des Hartz IV Eckregelsatzes auf 500 Euro nicht mehr wieder.

Können Sie dazu eine Erklärung abgeben ?
ich habe Ihre Partei gewählt !

Viele Grüße
Antwort von Dr. Gregor Gysi
bisher keineEmpfehlungen
21.10.2009
Dr. Gregor Gysi
Sehr geehrter Herr ,

Ihre Nachricht vom 12.10. hat mich erreicht. Wenn es eine solche Information des Erwerbslosen Forum Deutschland geben sollte, ist sie falsch. Wir haben lediglich unser Sofortprogramm von 10 Punkten vorgelegt. Dabei sind auch Anträge zugunsten der Hartz IV-Bezieherinnen und Hartz IV-Bezieher.
Unabhängig davon werden wir sämtliche Ziele unseres Wahlprogramms Schritt für Schritt im Laufe der nächsten vier Jahre in den Bundestag einbringen. Dazu gehört auch die Erhöhung des Eckregelsatzes für Hartz IV-Empfängerinnen und Hartz IV-Empfänger.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Gysi
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Internationales
15.10.2009
Von:

Hallo Gregor,

interessiert habe ich letztens ein Interview mit Hans Modrow in der Tageszeitung der Linkspartei "Neues Deutschland" gelesen. In diesem sagt er u.a.:

"Kurz gesagt ist für mich das Wichtigste, dass die Volksrepublik China besteht, eine beeindruckende Entwicklung erlebt und sich auf einen Sozialismus chinesischer Prägung orientiert."


Was sagst du dazu? Würdest du bei den Menschenrechtsverletzungen, die China begeht und bei der Zensur und den Repressalien die dort bestehen, von einem Sozialismus sprechen?

Desweiteren antwortet er auf die Frage:

Wie sollte man sich Ihrer Meinung nach gegenüber Defiziten und Problemen des Landes verhalten?

"Die chinesische Seite verschließt sich sachlichen Debatten über kritische Fragen nicht. Sie erkennt nach meinen Eindrücken auch, dass selbst gewaltige Aufwendungen für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung in den Regionen der nationalen Minderheiten nicht alle Probleme lösen. Aber der Blick allein auf Defizite und Probleme ergibt kein Bild der Volksrepublik China. Wer die andere Dimension von Entwicklung, die hier vor sich geht, nicht begreift und achtet, wird hinter den Erfordernissen des Zusammenlebens auf dieser Erde weit zurückbleiben."


Hie gilt kein Wort den Menschrechtsverletzungen, der Zensur etc. Ich finde das ziemlich erschreckend, da er dies anscheinend nicht als Defizit oder Problem wahrnimmt.

Was sagst du dazu und wie ist deine Meinung bezüglich des Themas?
Antwort von Dr. Gregor Gysi
bisher keineEmpfehlungen
21.10.2009
Dr. Gregor Gysi
Hallo ,

Deine Nachricht vom 15.10. hat mich erreicht.
Mehrfach habe ich die Volksrepublik China besucht und dabei regelmäßig sämtliche Fragen aufgeworfen. Es ging um weltpolitische Fragen, um ökonomische, soziale, politische und auch um Menschenrechtsfragen. Ich denke, nur wenn man die Dinge im Zusammenhang nennt und sieht, kann man sich der Wahrheit einigermaßen nähern.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Gysi
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Gesundheit
18.10.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Gysi,

welche Gründe gibt es dafür, dass Bundestagsabgeordnete gegen die Schweinegrippe mit einem Impfstoff ohne Wirkungsverstärker geimpft werden und warum wird der Rechtsweg im Falle von Imfschäden im Vorfeld bereits ausgeschlossen? Ist das überhaupt rechtens?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Dr. Gregor Gysi
3Empfehlungen
22.10.2009
Dr. Gregor Gysi
Sehr geehrte Frau ,

es gibt überhaupt keine Gründe, Bundestagsabgeordnete diesbezüglich zu bevorzugen. Für Impfschäden muss es immer einen Rechtsweg geben.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Gysi
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Gesundheit
18.10.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Gysi,

was antworten Sie zu dem Thema: "Super-Impfstoff für die Kanzlerin und ihre Minister "die mit dem nicht-adjuvantierten Impfstoffes Celvapan der Firma Baxter bestimmt ist, während der Großteil der Bevölkerung mit dem Präparat von GlaxoSmithKline (GSK), ab dieser Woche mit 50 Millionen Dosen versorgt werden soll.

Freundliche Grüße



Großhabersdorf
Antwort von Dr. Gregor Gysi
2Empfehlungen
22.10.2009
Dr. Gregor Gysi
Sehr geehrter Herr ,

die Gesundheitsvorsorge und Fürsorge muss für alle Bürgerinnen und Bürger gleich sein. Deshalb lehne ich eine Privilegierung der Kanzlerin und ihrer Ministerinnen und Minister ab.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Gysi
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
18.10.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Gysi,

mittlerweile ist die Berichterstattung für mich dermaßen unerträglich geworden, dass ich quasi in den Startlöchern stehe, um aktiv politisch tätig zu werden. Die sogenannten großen Volksparteien kommen für mich auf keinen Fall in Frage, weil ich fast keinen Bezug mehr zum Volk feststellen kann und mir die Worthülsen und Sprechblasen der Politiker unerträglich geworden sind. Was sie in den vergangenen Jahren der BRD in Perfektion ausgebildet haben, ist das Können in Fragen zu beantworten, in dem sie sie nicht beantworten. Bei den Rechten kann ich mich ebenfalls nicht wieder finden, weil mir hier zu sehr die Geschichte des Deutschen Reiches und des Dritten Reiches durcheinander geworfen wird, gerade so, wie es passt. Und das unabhängig davon, dass auch hier nur eine recht einseitige Berichterstattung, vor allem über die "Ewig Gestrigen" stattfindet.

Von Seiten des Souveräns, also uns, den Bürgern bin ich ebenfalls stark verunsichert, weil ich mir nicht erklären kann, ja es kaum beschreiben kann, warum viele von uns in eine derartige Starre verfallen sind. Bestes Beispiel die unterirdische Wahlbeteiligung.

Anlass für mein Vorhaben aktiv zu werden ist vor allem die für mich klare Tatsache, dass mit allen Mitteln und unter allen Umständen von Seiten der Politik versucht wird, an etwas festzuhalten, was sich überholt hat. Hierzu fällt mir nur ein: "Wenn der Gaul tot ist, soll man absteigen!" Stichpunktartige Beispiele sind unser Steuergesetz, das Gesundheitssystem, Streben nach Vollbeschäftigung (lach!). Veränderungsvorschläge finden immer nur im Symptonbereich, nicht im Ursachenbereich statt. (Gesetz zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung, statt diese ursächlich anzugehen).

Was halten Sie von der Dreigliederung der Gesellschaft nach Rudolf Steiner und der Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens?

Leider habe ich keine Zeichen mehr zur Verfügung.

Über Ihre Antwort freue ich mich schon heute.
Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Dr. Gregor Gysi
bisher keineEmpfehlungen
22.10.2009
Dr. Gregor Gysi
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Nachricht vom 18.10.
Ihre Verzweiflung kann ich gut verstehen, aber vielleicht überwinden Sie sich und engagieren sich bei der Linken.
Wenn man irgendwo dabei ist, mit streitet, mit macht, dann kann man zwar auch verlieren, aber doch wenigstens im Kampf. Unsere Gesellschaft ist in mehreren Schichten getrennt. Gegen das bedingungslose Grundeinkommen habe ich allerdings Bedenken.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Gysi
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Dr. Gregor Gysi
Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.