Dr. Gregor Gysi (DIE LINKE)
Kandidat Bundestagswahl 2009
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Grunddaten
Dr. Gregor Gysi
Jahrgang
1948
Berufliche Qualifikation
Rinderzüchter, Diplom Jurist
Ausgeübte Tätigkeit
MdB, selbstständiger Rechtsanwalt und Publizist in Berlin
Wohnort
-
Wahlkreis
Berlin-Treptow - Köpenick , über Wahlkreis eingezogen
Ergebnis
44,7%
Landeslistenplatz
1, Berlin
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(...) Im Kern geht es um die Frage, dass man soziale Ausgrenzung verhindern muss. Wir benötigen ein einheitliches sehr gutes Schulsystem von Mecklenburg-Vorpommern bis Bayern. Es darf nicht von dem Reichtum bzw. der Armut der Länder oder Städte abhängen, ob die Bildungsstruktur besser oder schlechter ist. (...)
Kandidaten-Check
Beim Kandidaten-Check können Sie Ihre eigenen politischen
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Dr. Gregor Gysi hat sich am Kandidaten-Check beteiligt und zu allen von 32 Thesen Position bezogen.
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Frage zum Thema Wirtschaft
25.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Gysi,

ich möchte mich selbständig machen und benötige eine Bankbürgschaft in Höhe von 50000,00 €. Im Unternehmenskonzept ist eine jährl. Rentabilität von ca. 30000€ errechnet wurden. Frage wie bekommt man in Hessen dafür einen Kredit bzw. eine 100ige Bankbürgschaft. Wie kann es sein das die Banken unterstützt werden und ein Existenzgründer 100% Sicherheiten haben muß? Wie soll man das machen? Mein Mann und ich wir sind berufstätig und haben ca. 1500 € netto/Monat.
Kann es sein das unsere Regierung nur die großen Unternehmen stützt? Wohnin soll man gehen wenn man keine Hilfe bekommt?
Ich hoffe auf Ihre Antwort und verbleibe,

mit freundlichen Gruß

S.
Antwort von Dr. Gregor Gysi
2Empfehlungen
01.10.2009
Sehr geehrte Frau ,

viele Existenzgründerinnen und Existenzgründer wie Sie, finden keine Bank, die ihnen einen Kredit oder eine Bankbürgschaft gewährt. Gefördert werden große Unternehmen, nicht aber die kleinen. Meine Empfehlung an Sie besteht darin, sowohl die Sparkasse als auch die Landesbank aufzusuchen. Sollten Sie diesbezüglich nicht weiterkommen, riete ich Ihnen, dem zuständigen Finanzminister Ihres Landes zu schreiben und diesbezüglich um Hilfe und Auskunft zu ersuchen.

Bitte teilen Sie mir doch mit, ob einer der Wege erfolgreich war.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Gysi
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Frage zum Thema Außenpolitik
25.09.2009
Von:

Hallo Herr Gysi, hallo Herr Lafontaine,

meine Frage ist ähnlich wie die Frage von Frau Pirdawari, die von Ihnen leider bis heute unbeantwortet geblieben ist! Ich würde sehr gerne von Ihnen wissen, wie Sie dem Regime in Tehran im Falle einer Regierungsbeteiligung gegenüberstünden? Würden Sie sich auf friedlichen Dialog mit einem Putsch-Präsidenten einlassen, der junge Frauen und Männer in den Gefängnissen des besetzten Landes "Iran" systematisch missbrauchen lässt? Welche Begründung würde für die deutsche Öffentlich für die Legitimation eines solchen "Dialoges", den Sie allem Anschein nach gutheißen, Ihrer geschätzten Meinung nach ausreichen?

Ich bedanke mich für die Mühe der Beantwortung meiner Fragen.
Antwort von Dr. Gregor Gysi
bisher keineEmpfehlungen
01.10.2009
Sehr geehrter Herr ,

wie heute würden auch wir Beziehungen zum Iran unterhalten. Kontaktsperre bringt meistens für die Menschen keinen Fortschritt.

Bei sämtlichen Kontakten muss aber die Menschenrechtsfrage angesprochen und Unrecht klar benannt werden. Ökonomisch und hinsichtlich der Entwicklungszusammenarbeit können Bedingungen gestellt werden, die zu einer schrittweisen Verwirklichung der Menschenrechte führen. Auf jeden Fall bin ich davon überzeugt, dass man politisch und ökonomisch sehr viel mehr erreicht als militärisch.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Gysi
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
25.09.2009
Von:

Lieber Dr. Gysi,

ich würde die Linken ja gern wählen, weil mir ihr Wahlprogramm gefällt, doch in einem Punkt muß ich Ihnen widersprechen. Das Stichwort heißt "Tempolimit".
Wieso wollen Sie es abschaffen??? Deutschland ist ein großes Land und es würde sehr viel länger dauern, es zu durchqueren, wenn ein Tempolimit kommen würde. Und wozu das alles??
Sie selbst wissen doch sehr wohl, das der Beitrag des Schadstoffausstoßes aller Kraftfahrzeuge weltweit nur 4% des Gesamtaustoßes aller "Verunreiniger" beträgt. Wollte man das jetzt auf Deutschland übertragen, wären es sehr wahrscheinlich nur etwa 0,005% anteilig weltweit. Ist das ein Grund, den Bürgern die Freude am Fahren zu nehmen??????

Ich glaube, das wäre nicht klug, denn das würde sich sehr wahrscheinlich auf die Verkaufszahlen der Autohersteller, welche schnelle Autos produzieren, stark niederschlagen und somit vielleicht, oder sogar ganz sicher Arbeitsplätze kosten. Und das wollen Sie doch NICHT, oder??

Im Übrigen hat Deutschland weltweit gesehen, nimmt man die Verkehrsdichte hinzu, die wenigsten Unfalltoten bei Verkehrsunfällen zu beklagen, welche auch noch von Jahr zu Jahr sinken, weil die Fahrzeuge immer sicherer werden.

Ich stimme Ihnen natürlich voll und ganz zu, das jeder Verkehrstote immer noch einer zuviel ist, aber ganz ohne wird es nicht gehen. Würde jeder Verkehrsteilnehmer hoch konzentriert und voll bei der Sache sein, gäbe es nicht einen einzigen Toten. Sie wissen aber so gut wie ich auch, das Unfälle nicht einfach so passieren, sondern verursacht werden und zwar durch diejenigen, welche nicht bei der Sache sind.
Vielleicht erinnern Sie sich noch an das Jahr 1973, die sogenannte Oelkrise gab es damals und es wurde ein Fahrverbot an Sonntagen verhängt sowie ein Tempolimit von 100 auf allen deutschen Autobahnen. Was die Politiker damals nicht ahnten, war ein rasanter Anstieg der Unfälle mit vielen Toten in dem Jahr. Man schaffte das Tempolimit dann auch schnell wieder ab.

Lieben Gruß

M.
Antwort von Dr. Gregor Gysi
bisher keineEmpfehlungen
01.10.2009
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Nachricht vom 25.9.
Leider weiß ich nicht, wie Sie sich zur Wahl entschieden haben. Unabhängig davon ist die Frage der Verkehrstoten das entscheidende Argument.Ohne Tempolimit werden Geschwindigkeiten gefahren, die dazu führen, dass das Fahrzeug nicht bzw. nicht mehr beherrschbar ist. Die Verletzungsfolgen sind bei hohen Geschwindigkeiten sehr viel schwerwiegender als bei geringeren Geschwindigkeiten. In vielen Ländern Europas gibt es eine zugelassene Höchstgeschwindigkeit und ich meine, dass wir diesen Weg auch in Deutschland gehen sollten.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Gysi
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Frage zum Thema Soziales und Familie
25.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Gysi,

wie stehen Sie zum Thema gleichgeschlechtliche Ehen oder wie es in korrekter Ausdrucksweise heißt "Lebenspartnerschaften"? Auch würde mich interessieren wie Sie zu der Frage des Abbaus von Ungleichbehandlungen stehen. Dazu ein Beispiel: Gehen zwei Frauen, von denen eine britische Staatsbürgerin ist, in Großbritanien eine Lebenspartnerschaft ein dann hat dieses Paar in GB die gleiche Rechte und Pflichten wie ein heterosexuell verheiratetes Paar. Genießt auch die gleichen steuerlichen und ähnlichen Privilegien. Ziehen die Beiden nun aus beruflichen Gründen nach Deutschland, werden sie nicht mehr gleich behandelt. Wie kann dies 2009 in einem geeinten Europa möglich sein? Was gedenkt Ihre Partei dagegen zu tun?

MFG
Antwort von Dr. Gregor Gysi
bisher keineEmpfehlungen
01.10.2009
Sehr geehrte Frau ,

Ihre Nachricht vom 25.9. hat mich erreicht. Wir sind dahingehend engagiert, dass gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften die gleichen Rechte wie Eheleute erhalten. Alles andere ist nicht gerechtfertigt. Bei Belastungen werden sie nämlich ähnlich behandelt, bei so genannten Privilegien aber nicht. Das gilt nicht nur im Steuerrecht, sondern auch in anderen Fragen. In solchen Angelegenheiten war ich auch schon als Anwalt aktiv und habe mich entsprechend engagiert.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Gysi
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Frage zum Thema Finanzpolitik
25.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Gysi,

z. B. die katholische Kirche läßt sich nach wie vor hohe Kirchenvertreter aus dem allgemeinen Steueraufkommen finanzieren, zahlt keine Steuern für Zinserträge und Grundbesitz.
Aber keine der politischen Parteien nimmt das Unternehmen katholische Kirche unter die Lupe!

Gehe ich recht in der Annahme, dass die katholische Kirche den Parteien die Beibehaltung dieser Privilegien mit hohen Spenden honoriert?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Dr. Gregor Gysi
bisher keineEmpfehlungen
01.10.2009
Sehr geehrter Herr ,

ich glaube nicht, dass die katholische Kirche Spenden an Parteien zahlt, an unsere ohnehin nicht. Das hat sie auch nicht nötig, weil sie Einfluss auf viele Gläubige hat. Schon das führt zur Disziplinierung der Parteien. Ihre steuerlichen Fragen, lasse ich durch unsere Abgeordnete Dr. Barbara Höll prüfen.

Mit freundliche Grüßen

Dr. Gysi
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Ihre Frage an Dr. Gregor Gysi
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