Dr. Claudius Moseler (ÖDP)

Grunddaten
Jahrgang
1966
Berufliche Qualifikation
Diplom-Geograph
Ausgeübte Tätigkeit
Hauptamtlicher Generalsekretär des ÖDP-Bundesverband
Wohnort
Mainz-Marienborn
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(...) Selbstverständlich wäre eine Linienführung durch die Kapellenstraße nichts weiter als ein Kompromiss, den man sowohl in der Politik als auch bei Planungsprozessen oft eingehen muss. Ich bin aber überzeugt davon, dass die Workshopteilnehmer alle Argumente sorgfältig abgewogen und sich die Arbeit nicht leicht gemacht haben, zumal die MVG recht deutlich gesagt hat, dass sie die Linie - wenn sie nicht wirtschafticher wird - an Gonsenheim vorbei führen würde. (...)
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
15.08.2011
Von:

Was tut die Stadtratsfraktion der ÖDP, dass endlich der unerträgliche illegale KFZ-Verkehr in der sogenannten "Fußgängerzone" Ludwigstraße ein Ende findet?
Kennen Sie in Deutschland eine einzige Fußgängerzone, in der die Fußgänger beim Flanieren an die Straßenränder gedrängt werden?
In der sie vorsichtig nach rechts und links blicken müssen, um schnell diese "Fußgängerzone" überqueren zu können?
In der teilweise mehr KFZ fahren als Fußgänger gehen?
In der wahrscheinlich deswegen als einzige in ganz Deutschland FUSSGÄNGERAMPELN INNERHALB DER FUSSGÄNGERZONE aufgestellt sind (parallel zur Weißliliengasse/Große Langgasse)?
In der die Fußgänger von Autofahrern weggescheucht werden?
In der KEIN EINZIGES FAHRZEUG die vorgeschriebene Schrittgeschwindigkeit einhält?

Ich freue mich auf Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Dr. Claudius Moseler
2Empfehlungen
17.08.2011
Dr. Claudius Moseler
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne beantworte.

Zunächst einmal war unser Ortsbeiratsmitglied in der Altstadt bereits mit einem entsprechenden Antrag im Ortsbeirat Altstadt aktiv, und zwar am 02.12.2009, der auch mit großer Mehrheit angenommen wurde. Darin ging es darum, wirksame Maßnahmen zu ergreifen, um gegen unberechtigtes Ein- und Durchfahren in die Ludwigsstraße und Fußgängerzonen (auch im Bereich Augustinerstraße, Steingasse, Emmeranstraße) regelmäßig einzuschreiten sowie durch wirksame Maßnahmen diese dauerhaft zu unterbinden. Die zuständigen Stellen wurden damit dringend aufgefordert, entsprechende Kontrollen verstärkt durchzuführen und Verstöße spürbar zu ahnden.

Leider müssen wir feststellen, dass die Verwaltung diesbezüglich die Situation nicht nachhaltig verbessert hat, obgleich mittlerweile die Stadt Mainz die Kontrolle des fließenden Verkehrs durchführt. Wir werden daher auf einer unserer nächsten Fraktionssitzungen weitere geeignete Initiativen ergreifen, um das Problem anzugehen.

Trotzdem wird die Situation in der Ludwigsstraße sich nicht ganz lösen lassen, denn der Busverkehr ist nach der derzeitigen ÖPNV-Linienführung hier nicht zu vermeiden.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Claudius Moseler
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
17.08.2011
Von:

Ich danke für Ihre Antwort, hoffentlich halten Sie Wort.

Ich hätte 3000 Euro im Monat oder mehr, wenn ich von JEDEM KFZ-Fahrer, der illegal oder zu schnell in dieser sogenannten Fußgängerzone rumfährt, einen einzigen Euro erhalten würde.
Kontrollen? In der Ludwigsstraße?

Machen Sie einen Versuch:
Stellen Sie sich bitte mal mitten in diese Fußgängerzone und warten, was passiert. Ich meine wirklich "MITTEN"!!! Den Bussen, die mit Tempo 30 (erlaubt sind 6) durchfetzen, können Sie ruhig aus dem Weg gehen, obwohl sie es nach Straßenverkehrsordnung nicht brauchten.

Das erste, was Sie nach zwei Sekunden hören, ist die Aufforderung: "Hau bloß ab, du Arsch!"

Und nun stellen Sie sich mitten in die Augustinerstraße oder auf den Brand. Merken Sie den Unterschied?

Zweite Frage: Welche rechtliche Wirkung haben Fußgängerampeln IN FUSSGÄNGERZONEN?
Wenn ich parallel zur Weißliliengasse/Große Langgasse INNERHALB der mit Schildern ausgewiesenen FUSSGÄNGERZONE die Ludwigsstraße überqueren will, habe ich die Ampelmännchen/frauchen vor der Nase.
Dumme Frage: wenn ich bei ROT oder auch nur 10 Meter NEBEN den Ampeln die Straße überquere, also ebenfalls innerhalb der Fußgängerzone, könnte ich da ein Bußgeld kriegen?

Was ich insgesamt sagen will:
Fordern Sie doch die Stadtverwaltung auf, die ausschließlich zu Alibizwecken angebrachten Fußgängerzonenschilder wieder zu entfernen, weil sich KEIN Kfz-Fahrer dran hält und den Fußgängern nicht erlaubt ist, sich daran zu halten.
Antwort von Dr. Claudius Moseler
1Empfehlung
19.08.2011
Dr. Claudius Moseler
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für die Rückmeldung. Ob die Entfernung der Fußgängerzonenschilder wirklich zielführend ist, wage ich bei allen Problem zu bezweifeln. Ich schlage vor, dass wir zunächst einmal unsere Initiative und Recherche abwarten. Danach lade ich Sie gerne zu einem persönlichen Gespräch in unsere Fraktion ein, um das Thema zu besprechen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Claudius Moseler
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Frage zum Thema Umwelt
24.11.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Moseler,

die Lärmbelastung in Mainz und Umgebung in an seinen erlaubten Grenzen angekommen. Zu Flugzeugen, Autoverkehr, Laubbläsern und dem normalen Strassenverkehrswahnsinn soll nun durch die Kapellenstrasse zusätzlich die Buslinie 47 geleitet werden. Eine Buslinie, die von ihrer Streckenführung größtenteils für den inner-Wiesbadener Verkehr sorgt, aber das Leben vieler Mainzer Bürger weiter verlärmt. Bei über 2500 durchfahrenden Autos pro Tag, den DbA-belastungen der nur 500m entfernten Autobahn A643 und den seit neuestem stark gestiegenen Fluglärm ist die Grenze des Erträglichen überschritten. Es kann nicht sein, dass man zuhause nur noch mit Ohropax schlafen können soll.

Die MVG hat nun entschieden, die Bürger der Kapellenstrasse ab bald mit noch mehr mit Lärm zu belasten, indem man die Buslinie 47 durch die Strassen führt. Weder wurden die Einwände der Bürgerinitiativen gehört (sie verließen die sogenannten Workshops, weil sie nicht gehört wurden), noch berücksichtigte man die schon 2010 geäusserten Bedenken des Ortsbeirates und die Unterschriftensammlungen der Bürger. Viele Bürger des Stadtviertels sind der Meinung, dass seitens der MVG auf üble Art Politik von oben gemacht wird. MVG (die Herren Sträb und Hiltmann) behaupten, dass mit einer Streckenführung durch die Kapellenstrasse jeder leben kann. Das ist nicht nur eine Lüge, sondern dreiste Arroganz.

Nach Artikel 20a unseres guten Grundgesetzes sollen die natürlichen Lebensgrundlagen für den Menschen geschützt werden. Umweltschutz/Lärmschutz sind die neuesten Staatsziele. Doch natürlich kommt vom Wort Natur, und die höre ich jetzt schon nicht mehr. Während ich gerade dieses Schreiben formuliere, donnert ein Flugzeug über Gonsenheim.

Im Namen vieler betroffener Bürger bitte ich Sie um Ihre Unterstützung. Können wir mit Ihrer Unterstützung rechnen, die Buslinie NICHT durch die Kapellenstrasse fahren zu lassen?

Sie leiden am Lärm!

Mit freundlichen Grüssen

Antwort von Dr. Claudius Moseler
1Empfehlung
29.11.2011
Dr. Claudius Moseler
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Generell teile ich Ihre Meinung, dass die Lärmbelastung in Mainz und Umgebung zu hoch ist, die Eröffnung der neuen Landebahn Nordwest hat dies allen leider noch einmal deutlich vor Augen geführt. Auch ist eine Belastung mit 2500 Autos täglich für die Kapellenstraße relativ hoch.

Allerdings denke ich nicht, dass die Buslinie 47 nur für den inner-Wiesbadener Verkehr sorgt. Sowohl die Verknüpfung von Gonsenheim mit der Wiesbadener Innenstadt als auch von Mombach und Teilen Gonsenheims mit der Breiten Straße stellt ein großes Plus wie auch ein Alleinstellungsmerkmal der Linie dar. Zudem fährt sie nur tagsüber und stellt somit kein Problem für eine ungestörte Nachtruhe dar. (Hinweis: Ich selbst wohne an einer Straße mit nahezu durchgängigen Busverkehr.)

Selbstverständlich wäre eine Linienführung durch die Kapellenstraße nichts weiter als ein Kompromiss, den man sowohl in der Politik als auch bei Planungsprozessen oft eingehen muss. Ich bin aber überzeugt davon, dass die Workshopteilnehmer alle Argumente sorgfältig abgewogen und sich die Arbeit nicht leicht gemacht haben, zumal die MVG recht deutlich gesagt hat, dass sie die Linie - wenn sie nicht wirtschafticher wird - an Gonsenheim vorbei führen würde. Auch zeigen die im Workshop vorgestellten Gutachten, dass die zusätzliche Lärmbelastung durch die Busse fast nicht wahrnehmbar ist. Auch ist eine Linienführung durch die Weserstraße noch in der Diskussion, da die Kapellenstraße sicher nicht optimal für eine Buslinie geeignet ist.

Ich muss Ihnen aber Recht geben, dass eine Formulierung in der Art, dass jeder mit einer solchen Streckenführung durch die Kapellenstraße leben kann, unglücklich gewählt ist, da allein Ihre Mail zeigt, dass sie falsch ist. Auch finde ich es gut, dass Sie sich für Umweltschutz und Lärmschutz einsetzen. Dazu gehört aber auch die Verlagerung von Individalverkehr auf öffentlichen Nahverkehr. Nur ein gutes ÖPNV-Netz ist dabei in der Lage, Individualverkehr und den dadurch verursachten Lärm zu reduzieren. Ich würde mich daher freuen, wenn Sie mit uns daran arbeiten würden, den Individualverkehr mehr in Richtung ÖPNV umzulenken! Vielleicht führt dies dann auch zu einer stärkeren Entlastung der Kapellenstraße.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Claudius Moseler
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Frage zum Thema Finanzen
08.01.2012
Von:

Guten Tag Herr Dr. Moseler,

die ÖDP hatte in der letzten Stadtratssitzung am 14.12.11 in ihrem Antrag "Mehr Transparenz und Demokratie in Mainz" u.a. die Errichtung eines kommunalen Bürgerhaushalts gefordert. Der Antrag ist dann ja wohl insgesamt nicht zur Abstimmung gestellt worden.

Wie sehen betrachten Sie die Erfolgsaussichten dieses Antrags, den Sie hoffentlich in einer der nächsten Sitzungen noch zur Abstimmung bringen werden? Ist eine Mehrheit für diese meines Erachtens gute Idee realistisch?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Dr. Claudius Moseler
1Empfehlung
11.01.2012
Dr. Claudius Moseler
Sehr geehrter Herr ,

der Antrag wurde auf der letzten Stadtratssitzung aus Zeitgründen auf
die Sitzung vom 01.02.2012 vertagt.
Hier können Sie noch einmal den vollständigen Text einsehen:
www.oedp-freiewaehler.de
Ich hoffe natürlich, dass wir eine große Mehrheit für unseren Antrag
bekommen. Er fasst im Grunde genommen alle wichtigen Forderungen unserer
Fraktion zu den Themen Transparenz und Demokratie zusammen - die
wesentlichen sind:
• Aktive Korruptionsbekämpfung,
• Bürgerbegehren und Bürgerentscheide erleichtern,
• mehr Kompetenzen für die Ortsbeiräte,
• Stadtratssitzungen ins Internet übertragen.
Leider sind einzelne Punkte mit der Ratsmehrheit in der Vergangenheit abgelehnt oder in der Warteschleife der Ausschüsse verwiesen worden. Ich gebe aber mein Engagement für diese Themen nicht auf.

Mit freundlichen Grüßen
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Frage zum Thema Städtebau und Stadtentwicklung
10.03.2012
Von:

Regelmäßig werden an jedem Samstag Abend von Hauseigentümen und Unternehmen die Mülltonnen im Bereich Schusterstrasse und Quintinstrasse herausgestellt, obwohl die Abholung erst am Montag erfolgt. Inzwischen hat die Stadt Mainz einen erfreulichen Zulauf von Touristen.

1. Frage: Glauben Sie, daß die auswärtigen Gäste am Mainzer Müll im Bereich Altstadt/Am Brandt interessiert sind?
2. Frage: Was wird unternommen, um dieses unhaltbare Absinken zur Müllhalde zu unterbinden?
3. Frage: Welche Rechtliche Schritte wird gegen die Täter unternommen?
4. Frage: Ist es möglich dahingehend zu arbeiten, die Müllabfuhr auf Dienstag zu verlegen?

Besten Dank für die Antwort.

J.

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