Daniel Ansorge (ÖDP)
Kandidat Bundestagswahl 2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Daniel Ansorge
Jahrgang
1988
Berufliche Qualifikation
s.u.
Ausgeübte Tätigkeit
Medizinstudent, Universität Ulm
Wohnort
Memmingen
Wahlkreis
Ostallgäu
Ergebnis
2,2%
Landeslistenplatz
13, Bayern
(...) Meiner Meinung nach kann man den Hunger in der in der 3. Welt viel besser bekämpfen, indem man sich für stabile politische Verhältnisse in den betroffenen Regionen einsetzt, für den Aufbau von Bewässerungsanlagen und vor allem für faire Handelsbedingungen auf dem Weltmarkt. (...)
 
Kandidaten-Check
Beim Kandidaten-Check können Sie Ihre eigenen politischen
Überzeugungen mit denen Ihrer Kandidaten vergleichen.
Daniel Ansorge hat sich am Kandidaten-Check beteiligt und zu allen von 32 Thesen Position bezogen.
Fragen an Daniel Ansorge
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Umweltpolitik
20.09.2009
Von:
-

Sehr geehrter Herr Ansorge,

welchen Gesetzesantrag würden Sie als erstes stellen, wenn Sie in den Bundestag gewählt
werden würden, um den Umweltschutz in Deutschland voranzubringen?
Antwort von Daniel Ansorge
1Empfehlung
22.09.2009
Daniel Ansorge
Sehr geehrte Frau -,

die wichtigste umweltpolitische Maßnahme ist für mich eine Begrenzung des CO2-Ausstoßes. Alle wissenschaftlichen Experten kommen zu dem Schluss, dass ein CO2-Ausstoß von maximal 2t pro Jahr und Bürger auf Dauer verkraftbar wäre. Zurzeit befinden wir uns aber bei etwa 11t. In Ländern wie Indien und China liegt der pro-Kopf-Verbrauch übrigens deutlich niedriger, auf die können wir nicht als erstes mit dem Finger zeigen. Wenn wir umweltpolitisch auch international etwas bewegen wollen, dann müssen wir anderen Ländern beweisen, dass ein geringer CO2-Ausstoß und eine funktionierende Wirtschaft keine Gegensätze sind. Einer muss den Anfang machen.

Die ÖDP schlägt zu diesem Zweck vor, ein sogenanntes CO2-Konto einzuführen. Jedem Bürger steht demnach eine gewisse Menge im Jahr zur Verfügung, die er "verbrauchen" darf. Übersteigt er dieses Budget, muss er von anderen, sparsamer geführten CO2-Konten etwas dazu kaufen. So schaffen wir Anreize zum Energiesparen und umweltfreundlichen Wirtschaften. Als Nebeneffekt könnten wir dadurch nicht nur den CO2-Ausstoß verringern, sondern auch andere Schadstoffemissionen, die z.B. in Kohlekraftwerken anfallen.
Übrigens gelten diese Regeln natürlich nicht nur für Privatpersonen, sondern auch für Unternehmen.
Soweit das Grundprinzip unserer Idee, für genauere Informationen empfehle ich ihnen unser bundespolitisches Programm. Sie finden es unter meinen Links.

Mit freundlichen Grüßen,

Daniel Ansorge
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Soziales und Familie
23.09.2009
Von:

Servus zu dir Daniel,

zuerst einmal möchte ich dir sagen, dass ich es ganz klasse finde, dass du dich so politisch engagierst und damit ein prima Beispiel für "Junge Politik" bist :)) Mich selbst interessiert, wie du zum Thema Alleinerziehend plus Berufstätig stehst? Wie du wahrscheinlich weisst werden wir berufstätigen Mamas eher ausgenommen als unterstützt. Was hat die ÖDP für uns Mamas parat, die gern ihrem Beruf nachgehen, Karriere und Kind verbinden möchten und sich nach einer Gesellschaft sehnen , die dieses unterstützt. ??

Viel Erfolg für dich wünscht
Antwort von Daniel Ansorge
bisher keineEmpfehlungen
25.09.2009
Daniel Ansorge
Hallo ,

Danke für das Lob, sowas hört man immer gerne. Vielleicht hast du ja schon von unserem Modell des Erziehungsgehalts gehört. Alle Eltern, bzw. dann du als Alleinerziehende sollen jeden Monat das Durchschnittsgehalt eines Arbeitnehmers bekommen. Damit schlagen wir gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Zum einen können so Eltern ihre Kinder auch zu Hause erziehen (zumindest ein Elternteil), wenn sie das möchten. Wenn sie das aber nicht möchten und wie du auch Wert auf ihren Beruf legen, dann sind sie somit in der Lage, von diesem Geld eine von ihnen ausgesuchte Kinderbetreuung zu finanzieren und gleichzeitig arbeiten zu gehen. Somit ist man nicht mehr davon abhängig, dass der Staat gnädigerweise Geld für ein paar KiTa-Plätze locker macht, sondern wenn die Nachfrage nach Kinderbetreuung groß genug ist und durch das Erziehungsgehalt auch bezahlt werden kann, dann wird es auch ein entsprechend großes Angebot geben, aus dem man dann individuell auswählen kann.

Das heißt natürlich nicht, dass sich der Staat mit der Förderung von Krippenplätzen und KiTas zurückhalten sollte, auch da sollten wir noch ausbauen. Finanziert werden könnte das u.a dadurch, dass man den berühmten "Soli" in Zukunft in Familien und Bildung investiert.

Das andere wäre eine Steuerreform, bei der arbeitende Mütter und Väter deutlich entlastet werden, ein Punkt wäre z.B. auch die Anwendung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes auf Kinderartikel. Jetzt bin ich aber zugegeben weder Experte für Steuerrecht noch alleinerziehender Papa, an welchen Hebeln man jetzt genau ansetzen kann überlasse ich deswegen lieber den Profis in unserer Partei.

Ich hoffe, mit diesen zwei Punkten konnte ich dir für´s erste weiterhelfen. Die Passage zu Kindern und Familien in unserem Bundesprogramm ist so umfangreich, wenn ich das jetzt alles hier reinkopiere, dann würde der Text ewig lang werden. Wenn du neben deinem Job und deiner "Mama-Funktion" mal eine freie Minute haben solltest, findest du das unter meinen Links.

Liebe Grüße,

Daniel
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Bildung und Kultur
24.09.2009
Von:

Hallo Herr Ansorge,

eben lese ich in der Zeitung, dass in Memmingen, Ihrer Heimatstadt, eine sog. U-18-Wahl stattgefunden hat. Ihre Partei, die ÖDP, kommt beim Ergebnis überhaupt nicht vor. Wie erklären Sie sich das, wo Sie doch mit 21 Jahren einer der jüngsten Kandidaten im Wahlkreis sein dürften?

Besten Dank für Ihre Antwort und mit freundlichem Gruß
Antwort von Daniel Ansorge
bisher keineEmpfehlungen
25.09.2009
Daniel Ansorge
Sehr geehrter Herr ,

bei der U18-Wahl konnte man "nur" seine Zweitstimme für die jeweilige Partei abgeben, ich war also faktisch gesehen gar nicht wählbar. Deswegen wurde in den Schulen wahrscheinlich auch keine Debatte um die Direktkandidaten, sondern nur um die jeweiligen Parteien geführt. Ansonsten hätten ich und die ÖDP wahrscheinlich schon ein gutes Stück besser abgeschnitten. Das soll keine Kritik an den Organisatoren sein, ich halte die U18-Wahl für eine wirklich tolle Sache. Es wäre vermutlich auch zu viel Aufwand gewesen, über jeden einzelnen der 11 Direktkandidaten ausführlich zu informieren und zu debattieren.

Trotzdem kann sich das Ergebnis der ÖDP im Ostallgäu sehen lassen. Verglichen mit der letzten Landtagswahl haben wir deutlich zugelegt und ,obwohl wir in den Medien ja nur geringe Aufmerksamkeit erfahren, auch viele Jungwähler erreicht, das halte ich schon für einen großen Erfolg. Ich bin mir sicher, wenn wir das Profil der Partei schärfen können, dann werden wir bei solchen Umfragen und Wahlen stetig nach oben klettern. Wir müssen es schaffen, dass man mit dem Namen ÖDP sofort drei Dinge assoziiert:

Wir sind unbestechlich, weil wir im Gegensatz zu den großen Parteien keine Spenden und Aufsichtsratposten aus der Wirtschaft annehmen.
Wir machen eine zukunftsorientierte Umwelt- und Energiepolitik.
Wir machen eine familienorientierte und vor allem eine familiengerechte Politk.

Wenn wir es schaffen, diese drei Punkte ins Bewusstsein der Leute zu bringen, dann werden Sie bestimmt bei der nächsten U18-Wahl bestimmt auch von uns lesen.

Mit freundlichen Grüßen,

Daniel Ansorge
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Daniel Ansorge
Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.