Dagmar Freitag (SPD)
Abgeordnete Bundestag

Angaben zur Person
Dagmar Freitag
Geburtstag
03.03.1953
Berufliche Qualifikation
Lehrerin
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Bundestages
Wohnort
Iserlohn
Wahlkreis
Märkischer Kreis II über Wahlkreis eingezogen
Ergebnis
41,7%
Landeslistenplatz
20, Nordrhein-Westfalen
Vielen Dank für Ihre Fragen und Ihr Interesse an den Ereignissen in der Ukraine. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich aufgrund der sich momentan stündlich ändernden Lage in der Ukraine nur bedingt auf Ihre Fragen antworten kann. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Fragen an Dagmar Freitag
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Frage zum Thema Umwelt
13.01.2017
Von:

Sehr geehrte Frau Freitag,

vielen Dank für Ihre Antwort betreffs meiner Fragen zu CETA, wo ich z.B. kritisch fragte, ob es angesichts versiegender Ölquellen und Klimawandel überhaupt sinnvoll wäre auf den verstärkten Exportvon Autos zu setzen?

Zitat aus Ihrer Antwort:

"Selbstverständlich braucht es mit Blick auf versiegende Ölquellen und Klimawandel neue Technologien, gerade in der Automobilindustrie. Dies ist meiner Meinung nach aber eine ganz andere Diskussion. Zu CETA bleibt zu sagen, dass Deutschland nach Kanada hauptsächlich Autos und Automobilteile liefert. Daher würde insbesondere die Automobilbranche von CETA profitieren, was sich wiederum positiv auf die Wirtschaft in unserer Heimatregion auswirken kann."

www.abgeordnetenwatch.de

Ich finde, dass die Umweltdiskussion im Zusammenhang mit CETA sehr wohlvon hohem Belang ist.

Frage 1:

Glauben Sie, dass neue Technologien in der Automobilindustrie den Anforderungen von nachhaltiger Energieversorgung und Klimawandel ausreichend gerecht werden können?

Frage 2:

Wenn ja, könnten Sie diese Erwartung wissenschaftlich stützen?

Frage 3:

Der weltweite Kraftfahrzeugbestand (PKW, LKW und Busse) wächst dynamisch
und umfasste in 2016 ca. 1.069.097.774 Fahrzeuge.

de.wikipedia.org

Woher sollen Energie und Werstoffe für den weltweit wachsenden Kraftverkehr kommen?

Wie soll angesichts dieser Entwicklung Klimaschutz betrieben werden?

Sollte Deutschland noch mehr (nicht ganz leichte) Autos und Autoteile nach Kanada exportieren, was bedeutet der dafür nötige Transport für die Umwelt?

Frage 4:

Verbrauchern wird nahegelegt bei der Auswahl von Lebensmitteln auf regionale Produkte zu achten, wie glaubwürdig kommt dazu im Vergleich das Bestreben, dass der Welthandel mit ökologiosch bedenklichen Produkten sowie die dazugehörigen Transporte ausgeweitet werden sollen?

Viele Grüße,
Antwort von Dagmar Freitag
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23.01.2017
Dagmar Freitag
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Für die Beantwortung bitte ich Sie noch um etwas Geduld.

Ich werde mich zeitnah zurückmelden.

Mit freundlichen Grüßen
Dagmar Freitag
Ergänzung vom 31.01.2017
Sehr geehrter Herr ,

nochmals vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihre Geduld.

Auch neue Technologien in der Automobilindustrie können dazu beitragen, unsere Klimaziele langfristig zu erreichen – kosteneffizient und wirtschaftsverträglich. Mit dem Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung stehen wir am Anfang eines Prozesses zur Rahmensetzung, der wissenschaftlich fundiert, demokratisch legitimiert und unter Beteiligung der Wissenschaft weiterentwickelt werden wird.

Anspruchsvolle künftige Flottenzielwerte bei Neuwagen werden alleine mit der Verbesserung der Energieeffizienz von Verbrennungsmotoren nicht mehr erreicht werden können. Um die Verwendung und Weiterentwicklung von Leichtbautechnologie im Karosseriebau und die Integration alternativer Antriebe in die Serienproduktion zu unterstützen, werden Deutschland und die EU eine aktive, nachfrageorientierte Politik betreiben. Wir brauchen eine global wettbewerbsfähige Batteriezellfertigung in Europa und werden die Forschungs- und Entwicklungsarbeit bei den Batterie- und Speichertechnologien in Europa weiter voranbringen. In den nächsten Jahren kommt eine große Anzahl von Pkw-Modellen mit Elektro, Plug-In-Hybrid- bzw. Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb auf den Markt. Die Bundesregierung hat die Forschung und Entwicklung in diesem Bereich bisher mit über 2,6 Mrd. Euro gefördert.

Die SPD-Bundestagsfraktion strebt grundsätzlich an, den Handel mit den Freihandelsabkommen fairer zu gestalten und insgesamt hohe Standards für die Weltwirtschaft zu setzen. Dazu gehören für uns auch hohe Sozial- und Umweltstandards. Bei möglichen zukünftigen Freihandelsabkommen zielen wir zudem nicht explizit auf den Handel mit Nahrungsmitteln ab. Selbstverständlich arbeiten wir an der ökologischen Weiterentwicklung der Transportmittel, um die Umweltbeeinträchtigungen drastisch zu reduzieren (Emissionshandel).

Abschließend darf ich Sie bitten, sich mit weiteren Fragen an die Abgeordneten Ihres Wahlkreises zu wenden.

Mit freundlichen Grüßen
Dagmar Freitag MdB
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Frage zum Thema Soziales
07.03.2017
Von:
Ulf

Wahlprogramm des designierten Vorsitzenden M. Schulz

Sehr geehrte Frau Freitag!

Die Verlängerung des Zeitraums für die Zahlung des Arbeitslosengeldes I wird bereits mit guten Argumenten in der Presse verrissen. Wäre es nicht besser gewesen, eine kräftige Erhöhung der Grundsicherung für die Bezieher kleiner Renten (zurzeit Regelbedarfs-Satz pro Person von 409 €, + Miete, + Nebenkosten, + Heizungskosten), finanziert aus den Haushaltsüberschüssen, in das Wahlprogramm zu schreiben?

Bei den Kleinrentnern herrscht soziale Not!

Freundliche Grüße Ulf , Iserlohn, 07.03.17
Antwort von Dagmar Freitag
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08.03.2017
Dagmar Freitag
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anmerkungen.

Die Weiterentwicklung der Agenda 2010 ist sinnvoll. Unser Arbeitsmarkt wandelt sich und es gibt heute andere Voraussetzungen und Herausforderungen als im Jahr 2003, als die Grundlagen der Agenda 2010 entwickelt worden sind. Der demografische Wandel erschwert es Unternehmen zunehmend, Fachkräfte zu finden. Ältere Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen werden dringend gebraucht – ihre bestmögliche Qualifizierung ist somit heute wichtiger denn je. Der Vorschlag von Martin Schulz greift diese Problematik auf. Das bedeutet in der Konsequenz jedoch nicht, dass wir andere Problembereiche außer Acht lassen.

Abschließend möchte ich Sie darauf hinweisen, dass sich das Wahlprogramm der SPD für die Bundestagswahl 2017 noch in der Entwicklung befindet.

Mit freundlichen Grüßen
Dagmar Freitag, MdB
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
26.04.2017
Von:

Sehr geehrte Frau Freitag.

Laut Kriminalstatistik gab es im Jahr 2016 193500 Gewalttaten!
Ich habe große Angst!
Wie viele Haftplätze stehen bundesweit zur Verfügung?
Wie viele sind davon schon belegt?


Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Dagmar Freitag
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27.04.2017
Dagmar Freitag
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Nachricht.

Laut dem Statistischen Bundesamt gibt es bundesweit 73 627 Haftplätze in den Justizvollzugsanstalten – davon sind 62 865 Plätze belegt (Stand: 30. November 2016). Weitere Informationen dazu finden Sie unter: www.destatis.de

Die Menschen in Deutschland sollen sicher sein und sich sicher fühlen. Auch wenn der Staat keine absolute Sicherheit garantieren kann, muss er alles tun, um Unsicherheiten zu verringern. Mit mehr Polizei, einem starken Rechtsstaat und Prävention erhöhen wir den Schutz vor Terror und Kriminalität.

In diesem Zusammenhang haben wir 4.300 neue Stellen bei der Bundespolizei durchgesetzt und für mehr Personal beim Bundeskriminalamt und Verfassungsschutz gesorgt. Wir setzen uns bei Bund und Ländern für die Schaffung von insgesamt 15.000 neuer Stellen bei der Polizei ein. Gleichzeitig wollen wir Einsatzkräfte vor Ort (z.B. Polizei, Feuerwehren und Rettungsdienste) besser vor Angriffen schützen.

Mit freundlichen Grüßen
Dagmar Freitag MdB
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Frage zum Thema Internationales
09.05.2017
Von:

Sehr geehrte Frau Freitag,
die Kanzlerin betonte, angesichts der 5-6 Millionen Opfer des deutschen Holocaust:
"Diese historische Verantwortung Deutschlands ist Teil der Staatsräson meines Landes. Das heißt, die Sicherheit Israels ist für mich als deutsche Bundeskanzlerin niemals verhandelbar."
quelle: www.bpb.de
Ich finde diese Äußerung richtig !
Man darf keine Abwägung bei den Verbrechen nach Zahlen machen.
Aber weshalb ist es nicht auch Staatsräson Merkels gegenüber den Russen, angesichts 27 Millionen getötete Sowjetbürger in den Jahren 1941 bis 1945 ?
quelle: www.zeit.de
Warum sieht Merkel hier keine historische Verantwortung, die ebenso eine Staatsräson bedingt ?
Wenn hoffentlich die SPD die Bundestagswahl gewinnt, wird dann endlich Merkels zweiseitige Politik beendet und angesichts deutscher Verbrechen auch Freundschaft zur Russland zur Staatsräson?
Falls nein, weshalb nicht ? Bei Israel wird ja auch deren gegenwärtige Politik ausgeblendet, Merkels Staatsräson bezieht sich doch auf die Historie, oder?

Antwort von Dagmar Freitag
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11.05.2017
Dagmar Freitag
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Nachricht. Soweit Ihre Fragen oder Anmerkungen Bundeskanzlerin Merkel betreffen, darf ich Sie bitten, diese direkt an das Bundeskanzleramt zu richten.

Seit der Annexion der Krim und dem militärischen Eingreifen in der Ostukraine ist das Verhältnis zwischen Russland und Deutschland zweifellos angespannt. Wir arbeiten daran, dass sich die Beziehungen wieder normalisieren – Voraussetzung dafür ist, dass die Vereinbarungen von Minsk konsequent erfüllt werden.

Russland ist ein großer und wichtiger Nachbar Europas. Der internationale Terrorismus stellt sowohl für Russland als auch für Europa eine enorme Bedrohung dar. Eine möglichst gute und verlässliche Zusammenarbeit ist notwendig, um für Sicherheit und Frieden in Europa zu sorgen und die vielen großen Konflikte weltweit zu bewältigen. Wir müssen auf allen politischen Ebenen eng im Gespräch bleiben. Auch unsere Kontakte in Gesellschaft, Kultur und Wirtschaft müssen gepflegt und vertieft werden.

Mit freundlichen Grüßen
Dagmar Freitag MdB
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