Christoph de Vries (CDU)
Kandidat Bürgerschaftswahl Hamburg 2011
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Angaben zur Person
Christoph de Vries
Jahrgang
1974
Berufliche Qualifikation
Diplom-Soziologe
Ausgeübte Tätigkeit
Grundsatzreferent Haushalt Finanzbehörde
Wahlkreis
Hamburg - Mitte , Listenplatz 10, Stimmen (Wahlkreis): 2.956, 1,4%
Landeslistenplatz
8, Stimmen (Liste): 3.122, über Liste eingezogen
(...) Aus mienr Sicht es am sinnvollsten, das Angebot des ÖPNV weitere auszubauen und noch attraktiver zu machen, um viele Menschen zum Umstieg zu bewegen. Die Steigerungsraten des Fahrgastaufkommens beim HVV zeigen, dass sich diese Strategie auszahlt. (...)
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Frage zum Thema Finanzen und Verwaltung
09.02.2011
Von:
Tom

Hallo, Herr de Vries -

Im Jahre 2013 - also in der bevorstehenden Legislaturperiode - ist in Hamburg wieder ein evangelischer Kirchentag geplant. Bremen (2009) als Referenz nehmend werden dafür zwischen 7 und 8 Millionen Euro an Steuergeldern aufgewendet werden.

Als Mitglied der Partei mit dem C im Namen frage ich gar nicht, ob Sie diese Verwendung von Steuergeldern befürworten. Sehr wohl aber interessiert mich, ob Sie Steuergelder in gleicher Größenordnung für einen z.B. humanistisch/atheistischen Tag zur Verfügung stellen würden?
Der Anteil der Konfessionslosen an der Bevölkerung ist in gleicher Größenordnung wie der Anteil der evangelischen Christen, und dank Humanismus, Aufklärung etc. brauchen wir über den Beitrag zur deutschen und europäischen Kultur wohl auch nicht zu streiten.
Antwort von Christoph de Vries
bisher keineEmpfehlungen
09.02.2011
Christoph de Vries
Sehr geehrter Herr ,

Sie haben völlig Recht damit, dass ich grundsätzlich als bekennender Christ eine große Symphatie auch für Ausrichtung von Kirchentagen in Hamburg habe. Da kommen regelmäßig viele abertausende Menschen aus allen Teilen des Landes zusammen, um ihren Glauben gemeinsam zu leben und konkrete gesellschaftspolitische Fragestellungen zu diskutieren.

Das bedeutet aber nicht, dass es automatisch einen Freifahrtschein für Finanzierungen aus dem öffentlichen Haushalt geben kann. Auch hier gilt der Grundsatz des wirtschaftlichen und sparsamen Einsatzes öffentlicher Mittel.

Über die Gewährung von öffentlichen Mitteln ist immer im Einzelfall zu entscheiden. Für mich entscheidend ist dabei als jemand, der auch beruflich mit für den Haushalt Hamburgs zuständig ist, dass es ein großes öffentliches Interesse an der Gewährung von Zuwendungen gibt und entsprechende Veranstaltungen geeignet sind, eine für Hamburg positive Gesamtwirkung - auch nach außen - zu entfalten.

Besten Gruß
Christoph de Vries
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Frage zum Thema Soziales
10.02.2011
Von:

Hallo Herr de Vries!

Wir, das Projekt "MischDichEin!", sind eine Gruppe von Besuchern des Kulturhaus Bienenkorb beim Rauhen Haus. Anlässlich der bevorstehenden Wahl beschäftigen wir uns mit dem Thema Politik und der Frage, wie wir selber politisch aktiv werden können.
Dazu gehört natürlich auch, Politikern Fragen zu stellen und zu erfahren, wie diese zu bestimmten Themen stehen.
An der Haltestelle "Rauhes Haus" und ebenso an anderen Haltestellen des HVV gibt es noch immer keine Fahrstühle. Wir finden, dass die Ausstattung mit einem Fahrstuhl das mindeste ist, um allen Menschen (z.B. Rollstuhlfahrern, Müttern mit Kinderwagen, Senioren mit "Hackenporsche", ...) den Zugang zum ÖPNV zu erleichtern.

Wie werden sie und ihre Partei sich dafür einsetzen, den Zugang zu allen Stationen des ÖPNV durch Fahrstühle ein Stück barrierefreier zu gestalten?

mit freundlichen Grüßen,
für das Projekt "MischDichEin!",
Antwort von Christoph de Vries
bisher keineEmpfehlungen
10.02.2011
Christoph de Vries
Lieber Herr ,

es ist außerordentlich gut und wichtig für ein Gemeinwesen, wenn sich möglichst viele Bürger einmischen und für die Behebung von Mißständen vor Ort einsetzen. Von daher finde ich Ihr Engagement toll.

Wir hatten in der jüngeren Vergangenheit das Thema Barrierefreiheit konkret bei der Station Rauhes Haus bereits, als die Menschen oben vom Markt kommend nur über eine Treppen zum Bahnhof und den Rolltreppen gelangen konnten. Zusammen mit der Ini Impuls Hamm/Horn, die es angestoßen hatte, haben wir dann mit der Verwaltung dafür gesorgt, dass eine Rampe gebaut wurde, die nun einen besseren Zugang ermöglicht.

Auch hamburgweit werden Jahr für Jahr viele Millionen Euro für den Bau von Rolltreppen und Fahrstühlen an Bahnhöfen ausgegeben, um Barrierefreiheit herzustellen. Beteiligt an der Erstellung der Prioritätenliste, die die Reihenfolge der Maßnahmen festlegt, sind auch die Behindertenverbände. Dieses Verfahren hat sich etabliert und so erfolgt die Umsetzung schrittweise, was angesichts der immens hohen Kosten bei bestehenden Bauwerken garnicht anders zu finanzieren ist.

Hinzu kommt leider auch an einigen Stellen, dass die örtlichen Gegebenheiten den Einbau von Fahrstühlen beim besten Willen nicht erlauben. Denken Sie nur an den Jungfernstieg mit seine vielen Etagen und Tunneldecken.

Also, ich denke, Hamburg ist in Sachen Barrierefreiheit auf einem guten Weg, auch wenn man es sich persönlich verständlicher Weise manchmal etwas zügiger wünschen würde.

Viele Grüße
C. de Vries
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Frage zum Thema Soziales
10.02.2011
Von:

Eine Sperrgebietsverordnung für St. Georg?

Sehr geehrter Herr de Vries,

Seit einigen Jahren erleben wir Anwohnerinnen und Anwohner am und um den Hansaplatz wie organisierte Kriminalität, verbunden mit Menschen- und Drogenhandel, sich hier mehr oder mehr ungehindert ausbreiten können. Die Gefahr, dass dieser Teil St. Georgs in Kürze gänzlich kippt, ist groß. Niemand aber wohnt gerne in einem Viertel, in dem Mafiaorganisationen und Menschenhandel das Straßenbild bestimmen. Deshalb müssen endlich vonseiten der Politik Prioritäten gesetzt werden, auch insbesondere Kindern und ihren Familien ein lebenswertes Umfeld zu bieten. Die derzeitigen Sanierungsmaßnahmen am Platz garantieren nämlich nicht automatisch die von vielen erhoffte Verbesserung. Viele Menschen im Viertel fordern deshalb die konsequente Einhaltung der Sperrgebietsverordnung. Ebenso die Einführung eines Bußgeldes für Freier im Sperrgebiet. Deshalb meine Frage an Sie: Wie stehen Sie und Ihre Partei zur Sperrgebietsverordnung? Und wie werden Sie die Forderung der hier lebenden Menschen unterstützen können?

Mit Dank vorab für Ihre Antwort!

G.B.
Antwort von Christoph de Vries
bisher keineEmpfehlungen
13.02.2011
Christoph de Vries
Sehr geehrte Frau ,

aus vielen Gesprächen mit Menschen in St. Georg und auch eigener Anschauung ist mir die Situation rund um den Hansaplatz und der Unmut mancher Anwohner über den Straßenstrich sehr wohl bewusst.

Die Klagen der Bürger auf St. Georg sind so alt wie die Sperrgebietsverordnung selbst - seit 1960. Aus meinen politischen Erfahrungen heraus weiß ich, dass derartige Missstände nur mit einem Gesamtpaket von Maßnahmen gelöst werden können - das eine richtige Mittel zur Lösung gibt es nicht. Bußgelder oder Platzverweise gegenüber Prostituierten gehören genauso dazu wie soziale Betreuung der Prostituierten. Meines Erachtens wird die die nun erfolgte Umgestaltung des Hansaplatzes (über zwei Millionen Euro) die Situation verbessern, weil ein belebter öffentlicher Raum durch erhöhte Sozialkontrolle die Prostitution langfristig beschränkt. Dabei gilt es natürlich zu beachten, dass es nicht zu einer Verdrängung in die angrenzenden Wohnquartiere kommt.

Mit freundlichen Grüßen
Christoph
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