Barbara Ahrons (CDU)
Abgeordnete Hamburg 2004-2008
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Barbara Ahrons
Jahrgang
1944
Berufliche Qualifikation
Schneidermeisterin
Ausgeübte Tätigkeit
Geschäftsführerin bei Ahrons Druck GmbH
Wohnort
-
Bezirk
Hamburg-Eimsbüttel
Landeslistenplatz
5, über Liste eingezogen
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(...) City-Cent. Zu diesem Thema hat der Wirtschaftsausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft gerade vor wenigen Tagen eine Anhörung durchgeführt, d.h. wir haben Branchen-Experten befragt und Ihnen Gelegenheit gegeben, Pro und Contra zur Einführung des City-Cents gegenüber der Politik zu äußern. Die von Ihnen geäußerten Befürchtungen sind mir darum bekannt. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema CDU-Wahlrecht
02.10.2006
Von:

Sehr geehrte Frau Ahrons,

am 27.09.2006 haben Sie in der Hamburgischen Bürgerschaft für das "Gesetz zur Änderung des Gesetzes über die Wahl zur hamburgischen Bürgerschaft, des Gesetzes über die Wahl zu den Bezirksversammlungen und des Bezirksverwaltungsgesetzes" gestimmt.

Ich würde von Ihnen gerne wissen, wodurch Sie Ihrer Meinung nach hierzu legitimiert sind.

Die letzten Wahlen zur Hamburgischen Bürgerschaft, aus der sich Ihr Mandat ableitet, wurden am 29. Februar 2004 durchgeführt. Knapp 3 1/2 später wurde paralell zur Europawahl der Volksentscheid "Mehr Bürgerrechte - Ein neues Wahlrecht für Hamburg" durchgeführt.
Mit 66,5% wurde der Gesetzentwurf des Volksbegehrens von den Hamburger Wählern angenommen. Der Gesetzentwurf der Bürgerschaft bekam 12,7% weniger an Stimmen (53,8%) und unterlag damit klar.

Womit begründen Sie, dass Sie wesentliche Elemente des per Volksentscheid eingeführten Wahlrechts ändern und die direkte Einflussnahme des Bügers beschneiden?

Bedenken Sie:

Nach Artikel 7, Abs. 1, der Verfassung der Freien und Hansestadt Hamburg sind Abgeordnete Vertreterinnen und Vertreter des ganzen Volkes und nur ihrem Gewissen unterworfen und an Aufträge nicht gebunden.

  • Sie sollen das ganze Volk vertreten!

Und nach Artikel 21, Abs. 1, Satz 1, Grundgesetz wirken die Parteien bei der politischen Willensbildung des Volkes mit.

  • Die Mitwirkung bei der politischen Willenbildung durch Parteien findet ihre Grenze dort, wo das Volk seinen politischen Willen eindeutig bekundet hat.

Ich ersuche Sie eindringlich Ihr Gewissen zu prüfen, Ihre Ansicht zur Wahlrechtsänderung zu überdenken und bei der zweiten Lesung des Änderungsgesetzes am 11. Oktober 2006 im Sinne der Volksabstimmung abzustimmen.

Haben Sie Mut und zeigen Sie Charakter. Machen Sie es Ihrem Fraktionskollegen Bruno Claußen gleich.

Vertreten Sie das Volk!

Mit freundlichen Grüßen

gez. - -

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Frage zum Thema Tourismus
19.11.2007
Von:
-

Sehr geehrte Frau Ahrons!

Sicher haben Sie schon von dem geplanten "City-Cent", den Touristen an die Hoteliers zahlen sollen, die diese wiederum an einen Fond abführen. Mit dem, was sich einige Hamburger (Ketten)Hoteliers ausgedacht haben, können sich viele inhabergeführte Hotels überhaupt nicht identifizieren. Hat sich schon einmal jemand darüber Gedanken gemacht, was ein potentieller Übernachtungsgast hiervon halten könnte, auch wenn es sich nur um 0,60 Cent (die nächste Erhöhung kommt bestimmt!) pro Person und Übernachtung handelt. Welche Gegenleistung bekommt der Gast? Ein hoher Prozentsatz unserer Übernachtungsgäste sind doch wohl Geschäftsreisende, die oftmals gar keine Zeit haben, touristische Sehenswürdigkeiten oder Angebote zu nutzen. Wie soll man vor dieser Klientel den City-Cent rechtfertigen, gerade wenn diese sich vielleicht sogar über einen längeren Zeitraum aufhalten und sich die Abgabe ganz schnell summiert?

Was ist mit den 300.000 Tagestouristen, die ja wohl einen Grossteil des "boomenden" Tourismus in Hamburg ausmachen?. Davon profitieren vor allem Einzelhandel und Gastronomie und nicht zuletzt die Stadt selbst. Dann müsste gerechterweise auch hier eine Abgabe erhoben werden.

Warum soll sich Hamburg das eigentlich antun, und vielleicht auf Gäste verzichten, die dann lieber in eine Stadt (München, Berlin) reisen, wo kein City-Cent ( wird von Gästen oft als Kurtaxe verstanden) erhoben wird. Wir können uns nicht mit Zürich vergleichen.

Es soll ja eigentlich auch eine freiwillige Abgabe der Hoteliers sein, man wird aber natürlich um Beteiligung gebeten, damit möglichst viele Hoteliers teilnehmen. Nur wird dabei vergessen, dass letzten Endes wir "kleineren" Privat-Hoteliers (häufig mit niedrigerem Preisniveau, weil oft auch ausserhalb gelegen)die Differenz aús eigener Tasche zahlen , um die (Stamm)-Gäste zu halten.

Wie stehen Sie zu diesem Thema, Frau Ahrons?
Antwort von Barbara Ahrons
1Empfehlung
28.12.2007
Barbara Ahrons
Sehr geehrte Frau -,

vielen Dank für Ihre Anfrage zum sog. City-Cent. Zu diesem Thema hat der Wirtschaftsausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft gerade vor wenigen Tagen eine Anhörung durchgeführt, d.h. wir haben Branchen-Experten befragt und Ihnen Gelegenheit gegeben, Pro und Contra zur Einführung des City-Cents gegenüber der Politik zu äußern. Die von Ihnen geäußerten Befürchtungen sind mir darum bekannt. Sämtliche Argumente für und wider die Einführung des City-Cents werden nun in den Fraktionen diskutiert und dann anschließend im Wirtschaftsausschuss ausgewertet, bevor der Bürgerschaft eine Empfehlung ausgesprochen wird.

Die Idee, auch in Hamburg den City-Cent einzuführen, hat folgenden Hintergrund:

Der Tourismus verzeichnet in den letzten zehn Jahren enorme Wachstumsraten. Nach Einschätzung des BAT Freizeitforschungsinstituts wird der Tourismus im 21. Jahrhundert weltweit zum bedeutendsten Dienstleistungssektor überhaupt aufsteigen. Von diesem Trend profitiert auch Hamburg. Die Zahl der Übernachtungen stieg in den vergangenen fünf Jahren um mehr als 50% und lag 2006 bei annähernd 7,2 Mio. Der Tourismus hat also auch für Hamburg eine große Bedeutung, was mich besonders freut, denn die Branche ist überwiegend klein- und mittelständisch geprägt und schafft viele Arbeitsplätze für gut und nicht so gut ausgebildete Menschen (ca. 140.000 Arbeitsverhältnisse inkl. Teilzeit- und geringfügiger Beschäftigter). Eine Steigerung von Hamburgs touristischer Attraktivität ist meines Erachtens eng verknüpft mit einer Steigerung von Umsatz und Beschäftigung, d.h. wenn wir (gemeinsam) in den Tourismus investieren, dann stärken wir damit auch die hier ansässigen Unternehmen und schaffen Arbeitsplätze.

Zur Unterstützung des Tourismus ergreift die Stadt bereits viele Maßnahmen und investiert erhebliche Gelder. Beispielhaft seien genannt die öffentlich geförderten Kultureinrichtungen wie Theater, Oper, Museen und Musikstätten, die direkt oder indirekt zur Steigerung der Gästezahlen in Hamburg beitragen. Die HafenCity oder die Elbphilharmonie werden die Hansestadt weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt machen. Da der Kreuzfahrttourismus immer stärker nachgefragt wird, entsteht ein neuer Kreuzfahrtterminal. Mit dem Bau der Neuen Messe und der Erweiterung des CCH wird auch der Geschäftstourismus gefördert. Der Flughafen Hamburg wird ausgebaut, die Landungsbrücken und der Jungfernstieg wurden modernisiert und vieles weitere mehr unternommen und geplant.

Die Hamburg Tourismus GmbH erwartet bis 2010 einen weiteren Anstieg der Übernachtungszahlen von über 25%. Das gibt Anlass zu Optimismus. Gleichzeitig muss aber auch berücksichtigt werden, dass andere Städte und damit andere Wettbewerber wie Berlin, Amsterdam oder Kopenhagen ebenfalls erhebliche Mittel aufwenden, um ihre touristische Attraktivität zu steigern. Auch hier arbeiten öffentliche Hand und Privatwirtschaft überwiegend zusammen, indem sie gemeinsam die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung stellen.

Um in diesem Wettbewerb mithalten zu können, muss Hamburg sein touristisches Potenzial nutzen und seine Anstrengungen verstärken. Die hierzu notwendigen Investitionen und Maßnahmen kann die Stadt aber nicht vollständig allein finanzieren. Darum ist es das Ziel, die erforderlichen Mittel in Public-Private-Partnership von der Stadt und der Tourismusbranche gemeinsam aufzubringen. Grundlage soll dabei das Modell des "CityCent" sein, das bereits seit 20 Jahren erfolgreich und mit positiver Resonanz in Zürich ein- und umgesetzt wird. Im Gegensatz zu einer gesetzlichen Abgabepflicht, setzt dieses Modell auf Freiwilligkeit, indem die Hotellerie vom Gast ein Übernachtungsbeitrag erhebt.

Ich sehe in diesem Modell viele Vorteile, denn es handelt sich um ein Pilotprojekt, welches beobachtet und auf Erfolg und Wirksamkeit überprüft werden wird. Statt einer gesetzlichen Verpflichtung basiert es auf Freiwilligkeit. Freiwilligkeit bedeutet: Der Hotelier kann, aber muss nicht mitmachen. Bei dieser Konstruktion bleibt die Hotelbranche in Maßnahmen- und Investitionsentscheidungen involviert und behält ihren Einfluss auf die Höhe des CityCent. Berücksichtigt werden erst einmal Maßnahmen, die im besonderen Interesse der Hamburger Hotels stehen und von ihnen gewünscht werden. Eine Aufnahme weiterer Partner wie z. B. dem Einzelhandel ist aber möglich. Von Nachteil wäre hingegen eine gesetzliche Regelung, durch die die Hotellerie ihr Mitbestimmungsrecht verlieren und einer Zwangsabgabe unterliegen würde. Hier würde auch der Staat über die Höhe des CityCent bestimmen. Ich denke, dies wäre nicht im Sinne aller Beteiligten. Hingegen können vom CityCent alle Akteure gemeinsam profitieren: Der Gast, der Hotelier und die Stadt.
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
01.12.2007
Von:

Liebe Frau Ahrons,

ich wollte Ihnen hier eigentlich eine Frage stellen. Muss jedoch feststellen, dass Sie nach Monaten immer noch nicht zwei Fragen beantwortet haben.
Teilen Sie mir doch bitte mit, wie Sie zu Befragungen durch Bürger/Wähler stehen und wie lange man sich bei Ihnen gedulden muss.
Ich werde dann prüfen ob eine Frage bei Ihnen Sinn macht.

Mfg

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Ihre Frage an Barbara Ahrons
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