Alexander Dobrindt (CSU)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Alexander Dobrindt
Jahrgang
1970
Berufliche Qualifikation
Diplom Soziologe, Geschäftsführer
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Weilheim
Landeslistenplatz
keinen, Bayern
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(...) Jeder Fragesteller muss meines Erachtens die Chance haben, die Antwort auf seine Frage zu kennen, bevor er einer Online-Stellung der Antwort zustimmt. Dies ist bei abgeordnetenwatch.de nicht gegeben. Ich halte es zudem für angemessen, dass Personen, die sich mit Fragen an mich wenden, dies nicht beinahe anonym tun, sondern sich selbstverständlich offen zu erkennen geben. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
20.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dobrindt,


zunächst möchte ich mich für die Beantwortung meiner Frage vom 07.07. bedanken.

Ich möchte Ihnen jedoch nun einige Fragen zu Ihrer Arbeit im Kreistag stellen.

Nach Angaben des "Weilheimer Tagblatt" des letzten Wochenendes (18./19.07.2009) fehlten Sie bereits seit Mai 2008 bei der Hälfte der Sitzungen des Kreistages. Zudem fehlten Sie auch bei der letzten Sitzung bei der es um den weiteren Verlauf in Sachen "Penzberger Kreiskrankenhaus" ging.

Wie möchten Sie diese mangelhafte Arbeit im Kreistag Ihren Wählern erklären?

Halten Sie es für sinnvoll das Mandat im Kreistag weiter zu halten, wenn Sie dort nur halb-halb erscheinen?

Werden Sie der Forderung von Herrn Schütz (Grüne), wie in der selbigen Ausgabe des "Weilheimer Tagblatt" beschrieben, nachkommen und das Mandat im Kreistag abgeben?

Für eine Beantwortung dieser Fragen würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Alexander Dobrindt
bisher keineEmpfehlungen
25.09.2009
Alexander Dobrindt
Sehr geehrter Herrr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Für mich ist es von höchster Bedeutung, Politik im Großen wie im Kleinen aktiv zu erleben und zu gestalten. Ich halte es für ein unschätzbares Markenzeichen vieler Mandatsträger der Christlich-Sozialen-Union, dass sie auf verschiedenen Ebenen der Politik Verantwortung übernehmen. Sie können sicher nachvollziehen, wie wertvoll die Kenntnisse aus der Kommunalpolitik in Berlin oder umgekehrt das Wissen um die Vorgänge und Vorhaben im Deutschen Bundestag im Kreis- oder Marktgemeinderat sind.

Die Aufgabenteilung innerhalb der CSU-Fraktion im Kreistag und im Marktgemeinderat funktioniert vorbildlich und ich fühle mich bestens informiert.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Dobrindt MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
25.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dobrindt,

trifft es zu, dass bei einer Zustimmung der Bundesrepublik Deutschland zum Lissabonner Vertrag / EU-Vertrag, weitreichende Kompentenzen zur Bestimmung über das Militär dh. deutsche Soldaten-Einsätze, über Lebensmittelrecht (Gentechnik, genmanipuliertes Saatgut, nicht keimfähiges Saatgut etc.) an die EU-Zentralbehörden abgegeben wird und zunkünftig der deutsche Bürger bzw. die deutsche Nation kein nationales Bestimmungsrecht mehr über diese Themen hat? Trifft es zu, dass ich mit dieser Fragestellung in Zukunft der Netzüberwachung bereits in die national-gefährliche Ecke gestellt werde, Internetzensur etc.? Wissen Sie übrigens, wen der Volksmund mit "Zensursula" bezeichnet?


Halb verzweifelt,
Antwort von Alexander Dobrindt
2Empfehlungen
03.08.2009
Alexander Dobrindt
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Anfrage vom 25. Juli 2009.

Bezüglich Ihrer Fragen zum Vertrag von Lissabon möchte ich Ihnen kurz antworten. Die Bedeutung des Karlsruher Urteils zum Lissabon-Vertrag der EU kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Meiner Meinung nach handelt es sich um eine deutliche Weiterentwicklung im Verhältnis von Regierung, Parlament und Europa und um die vielleicht einmalige Chance, einige Fehlentwicklungen zu korrigieren.

Um eine Verlagerung weitreichender Kompetenzen an die EU einzuschränken, fordert die CSU eine stärkere Beteiligung der Parlamente an der Europapolitik. Dies kann beispielsweise durch eine Verankerung verbindlicher Stellungnahmen des Bundestages erreicht werden, an welche die Bundesregierung bei Entscheidungen die EU betreffend gebunden ist. Eine solche parlamentarische Rückanbindung bedeutet aber keineswegs eine Schwächung der Bundesregierung, sondern entspricht ihrer ohnehin bestehenden Verantwortung gegenüber dem Bundestag.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Dobrindt MdB
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Frage zum Thema Internetsperren
29.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dobrindt,

Bei der Abstimmung zum "Zugangserschwernisgesetz" im Bundestag haben Sie zugestimmt.
Hier nun meine Fragen:
1. Halten Sie ein Stopp-Schild für nützlich um den Missbrauch von Kindern zu verhindern?
2. Glauben Sie, dass diese Zensureinrichtung in naher Zukunft auch für andere Seiten usw. genutzt werden wird?
3.Glauben sie nicht, dass dieses Gesetz die Gewaltenteilung, die in Art. 20 des Grundgesetzes festgeschrieben ist, aufhebt?

Vielen Dank und mit den besten Grüßen,
Antwort von Alexander Dobrindt
1Empfehlung
03.08.2009
Alexander Dobrindt
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage vom 29. Juli 2009.

Um den Kampf gegen Kinderpornographie im Internet zu verstärken, haben sich die Fraktionen der großen Koalition auf gesetzliche Regelungen zur Einrichtung von Zugangssperren zu weltweit verfügbaren kinderpornographischen Seiten geeinigt. Der Deutsche Bundestag hat die gesetzlichen Änderungen am 18. Juni 2009 in Zweiter und Dritter Beratung beschlossen und dies war ein wichtiger und richtiger Schritt.

Nach Expertenschätzungen könnten in Deutschland dadurch täglich 300.000 bis 450.000 Zugriffe auf entsprechende Internetangebote geblockt werden. Ziel des Gesetzes ist es, neben dem Schutz der Opfer den kommerziellen Massenmarkt für Kinderpornographie empfindlich zu stören und ein weiteres klares gesellschaftliches Signal zur Ächtung von Kinderpornographie zu setzen.
Insofern halte ich ein "Stopp-Schild" durchaus für sinnvoll. Jeder verhinderte Klick auf eine derartige Internetseite ist in diesen Fällen aus meiner Sicht ein Erfolg. Mit diesem Gesetz wird ein wichtiger Baustein im Kampf gegen Kinderpornographie geschaffen und nicht – wie von Ihnen in Ihrer dritten Frage befürchtet – die Verfassungsgrundsätze der Bundesrepublik Deutschland aufgehoben. Davon bin ich überzeugt.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Dobrindt MdB
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
30.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dobrindt,
als MdB aus Oberbayern im Bundestag hatten Sie bisher relativ wenig Gelegenheit, mal das schöne Mittelfranken zu besuchen und auch das Land und die Leute dort kennen zu lernen.
Somit dürfte Ihnen entgangen sein, dass mitten im Frankenland inzwischen der größte außeramerikanische Heliport mit den Flugplätzen Katterbach und Illesheim entstanden ist, der zum Leidwesen der Bevölkerung noch weiter ausgebaut werden soll.
Hier geht es um Lärm-Belastungen mit Lärmspitzen von oft über 80 dB(A), welchen die Bevölkerung werktäglich oft mehr als 12 Stunden ausgesetzt ist. Während der Nachtstunden wird man des Öfteren aus dem Schlaf gerissen. Wie laut Hubschrauber sein können, durften Sie ja bei einer CSU-Veranstaltung auf der Burg Colmberg erfahren, weil Sie bei Überflügen dieser den "Sound of Freedom" (Originalton eines US-Piloten) verbreitenden Höllenmaschinen Ihre Rede unterbrechen mussten.
Als neuer Generalsekretär der CSU und wegen der Nähe zum bayerischen Ministerpräsidenten sind Sie doch auch für das Wohl der gesamten bayerischen Bevölkerung zuständig.
Meine Frage hierzu: Sehen Sie eine Möglichkeit im Rahmen Ihrer Abgeordnetentätigkeit, die Bundesregierung aufzufordern, das NATO-Truppenstatut zu kündigen und neu den echten Erfordernissen angepasst zu verhandeln, um auch gegen Lärmbelastungen und gegen Körperverletzungen durch den Hubschrauberlärm erfolgreich gegen die Gaststreitkraft klagen zu können. Derzeit wird wegen überholter Festlegungen im NATO-Truppenstatut von der Staatsanwaltschaft "auf die Ausübung der deutschen Gerichtsbarkeit verzichtet".
Mit Fluglärm und dessen Verhinderung müssten Sie doch vertraut sein, wie ich der Frage von Birgit Hermanski im Abgeordnetenwatch vom 13.09.2008 und Ihrem Hinweis auf persönlichen Antwortbrief vom 7. 10. 2008 entnehmen konnte. Ich bitte um Antwort im Abgeordnetenwatch!
Vom größten Hubschrauber-Truppenübungsplatz der US-Army grüßt
Antwort von Alexander Dobrindt
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14.09.2009
Alexander Dobrindt
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Ich habe mich an das Auswärtige Amt mit der Bitte um Klärung der Sachlage gewandt.

Die rechtliche Grundlage der US-Stützpunkte in Katterbach und Illesheim ist das NATO-Truppenstatut (NTS) vom 19.06.1951 sowie das Zusatzabkommen zum NTS (ZANTS). Diese beiden internationalen Verträge haben sich in jahrzehntelanger Anwendung bewährt. Sie bilden die Grundlage für die Einbettung Deutschlands in die euro-atlantischen Sicherheitsstrukturen.

Nach Art. II NTS und Art. 54 A ZANTS sind zudem deutsche Rechtsnormen von den ausländischen Streitkräften zu befolgen. Dazu zählen auch deutsche Umweltvorschriften wie die TA-Lärm (Sechste Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundes-Immissionsschutzgesetz), die für den Bereich Fluglärm einschlägig ist.

Nach Kenntnissen des Auswärtigen Amtes werden die dort festgelegten Lärmobergrenzen von den Bündnispartnern eingehalten.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Dobrindt MdB
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Frage zum Thema Finanzen
07.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dobrindt,

in einer Antwort zum Steuerkonzept der CSU weisen Sie darauf hin, dass "fünfzig Prozent der Einkommenssteuer (...) von zehn Prozent der Steuerzahler mit höherem Einkommen erbracht" wird.

Das heißt doch - kleinere rechnerische Unschärfen erlaubt -, dass diese zehn Prozent der Steuerzahler so viel Einkommen haben wie die anderen 90 Prozent zusammen. Da reden wir also nicht mehr von kleinen Unternehmern und Mittelständlern.

Und genau diese Gruppe wollen Sie mit Ihrem Steuerkonzept entlasten?
Antwort von Alexander Dobrindt
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26.08.2009
Alexander Dobrindt
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage vom 7. August 2009 zum Steuerkonzept der CSU.

Als langjähriger aktiver SPD-Politiker ist Ihnen sicher die Wirkung der Steuerprogression bekannt. In Verbindung mit der sogenannten "Kalten Progression" bewirkt sie, dass bereits mittlere Einkommen bei Lohnerhöhungen in den Höchststeuersatz fallen. Das Steuerkonzept von CDU und CSU will die kleinen und mittleren Einkommen entlasten, in dem es den Eingangssteuersatz senkt und die Progression abmildert.

Ihre beiden Argumente sind nicht nur unter Vernachlässigung von rechnerischen Unschärfen falsch, sondern haben mit der realen Steuerbelastung nichts zu tun.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Dobrindt MdB
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Ihre Frage an Alexander Dobrindt
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