Alexander Dobrindt (CSU)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Alexander Dobrindt
© Bundestagsfraktion CDU/CSU
Geburtstag
07.06.1970
Berufliche Qualifikation
Diplom-Soziologe
Ausgeübte Tätigkeit
MdB, CSU-Generalsekretär
Wohnort
Peißenberg
Wahlkreis
Weilheim
Ergebnis
52,0%
Landeslistenplatz
5, Bayern
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In Erwiderung Ihrer Frage möchte ich zwei Dinge grundsätzlich voneinander trennen: die demokratische Diskussion mit politisch Andersdenkenden und den Absolutheitsanspruch politischer Extremisten.
Im Falle des begrüßenswerten Wettbewerbs zwischen politischen Ideen, sei es von demokratischer linker oder demokratischer rechter Seite, stimme ich Ihnen ausdrücklich zu: hier wird die kontroverse Diskussion dem besseren Argument zum Sieg verhelfen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
10.01.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Dobrindt,

kürzlich las ich in der Zeit (1), dass Sie zusammen mit der Einleitung eines Verbotsverfahrens gegen die NPD vorschlagen, die staatlichen Gelder für ihre Finanzierung einzufrieren. Mit anderen Worten: Sie wollen jemanden bestrafen, obwohl noch gar nichts gegen ihn vorliegt. Müsste aufgrund der Verbreitung derart undemokratischen Gedankengutes nicht eher die CSU einem Verbotsverfahren unterzogen werden?

Mit freundlichen Grüßen,


Quellen
(1) www.zeit.de, "CSU-Generalsekretär Dobrindt will Verbot der Linkspartei prüfen"
Antwort von Alexander Dobrindt
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12.01.2012
Alexander Dobrindt
Sehr geehrter Herr ,

bei der Diskussion um ein Verbot der NPD geht es nicht um eine Bestrafung, sondern um den Vollzug des Grundgesetzes. In Artikel 21 des Grundgesetzes steht, dass eine Partei dann verboten werden kann, wenn sie gegen unsere Verfassung verstößt.

Nach meiner Meinung verstößt und agiert die NPD gegen unsere freiheitlich demokratische Grundordnung, deshalb befürworte ich ein Verbotsverfahren. Das entsprechende Verfahren ist vor dem Bundesverfassungsgericht zu führen.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Dobrindt MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
24.01.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Dobrindt,

sie fordern ja eine schärfere Vorgehensweise gegen die Linke, wegen ihrer angeblichen Demokratiegefährdung oder Unterwanderung durch Kommunisten oder wie auch immer.
Nun sind mir eine Merkwürdigkeiten aufgefallen und ich würde gerne ihre Meinung dazu wissen:

Ihr Parteikollege Peter Gauweiler hat im Wahlkampf zusammen mit dem Linken Lafontaine eine Wahlkampfveranstaltung 2009 in München gestaltet.
www.spiegel.de
Werden Sie nun folgerichtig dessen Parteiausschluss fordern?

Ich habe zudem gerade erfahren, dass sich in ihrer Schwesterpartei, der CDU, Neonazis breit gemacht haben, bzw. es enge Kontakte mit diesen gibt.
www.youtube.com
Werden Sie jetzt folgerichtig ein Verbotsverfahren gegen die CDU anstreben?

Die CDU paktiert bereits heute auf kommunaler Ebene mit der Linken.
www.spd-dresden.de
Dies sollte ein Verbotsverfahren gegenüber der CDU doch noch dringlicher werden lassen, oder?

Gespannt auf ihre Antworten verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Alexander Dobrindt
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07.02.2012
Alexander Dobrindt
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage.

Wie Sie völlig zu Recht anmerken, wird uns die politische Auseinandersetzung mit der LINKS-Partei nicht erspart bleiben. Dass wir uns im Dienste des Wählers mit Inhalten und Vorschlägen politischer Mitbewerber auseinandersetzen, gehört sozusagen zum Tagesgeschäft. Diese Aufgabe erfüllt Peter Gauweiler vorbildlich und daran kann man m.E. auch gar keinen Anstoß nehmen. Davon trennen möchte ich aber die objektive und nachweislich dokumentierte Beurteilung der Verfassungsfeindlichkeit in Teilen der LINKS-Partei. Hier erfüllt der Verfassungsschutz seine Aufgabe pflichtgemäß. Für die erschreckenden Details, die dabei innerhalb der LINKS-Partei zu Tage treten, darf ich Sie auf den öffentlich zugänglichen Verfassungsschutzbericht verweisen:

www.verfassungsschutz.de


Mit freundlichen Grüßen

Alexander Dobrindt MdB
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
30.01.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Dobrindt,

soeben habe ich in einem Bericht von Spiegel online erneut einen Artikel über Sie gelesen, in dem Berichtet wird, dass sie ein mittelfristiges Verbot der Linkspartei fordern. Ob ich dem inhaltlich zustimme oder nicht, ist denke ich erstmal nebensächlich, was mir jedoch auffällt ist folgendes:
Gebe ich Ihren Namen in Internetsuchplattformen ein, finde ich (unter anderem) folgende Überschriften:
"Dobrindt fordert erneut Vebrot der Linkspartei."
"Dobrindt drängt auf NPD Verbot."
"Dobrindt: Die Grünen, der "politische Arm von Steinewerfern" "

Meine Frage, Herr Dobrindt: Ist es für eine Demokratie nicht gefährlicher, keine Ränder mehr zu dulden und diese einfach verbieten zu wollen, als diese Ränder zu akzeptieren und in eine offene Diskussion zu gehen? Ist es dementsprechend nicht gar antidemokratisch, politisch andersdenkenen immer nur mit einem Verbotsverfahren zu drohen?

Und, was mich persönlich noch interessieren würde: Wie kommt es, dass ich vor dem bekannt werden der Zwickauer Terrorzelle keine deutliche Äußerung ihrerseits über ein Verbot der NPD, wohl aber über ein Verbot der Linkspartei gefunden habe?

Für die Beantwortung meiner Frage bedanke ich mich schon im vornherein und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Antwort von Alexander Dobrindt
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07.02.2012
Alexander Dobrindt
Sehr geehrter Herr ,

in Erwiderung Ihrer Frage möchte ich zwei Dinge grundsätzlich voneinander trennen: die demokratische Diskussion mit politisch Andersdenkenden und den Absolutheitsanspruch politischer Extremisten.
Im Falle des begrüßenswerten Wettbewerbs zwischen politischen Ideen, sei es von demokratischer linker oder demokratischer rechter Seite, stimme ich Ihnen ausdrücklich zu: hier wird die kontroverse Diskussion dem besseren Argument zum Sieg verhelfen. Davon grundsätzlich zu unterscheiden sind m.E. jedoch Vorstellungen und Beiträge, die nicht mit unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung bzw. der Verfassung vereinbar sind. Eine Auswahl dieser finden Sie unter:

www.verfassungsschutz.de

Die hier gesammelten Ansichten haben auch gar nichts mehr mit den demokratischen Rändern des Parteienspektrums zu tun. Hier geht es im Extremismus der Rechten, wie in dem der Linken - vergessen wir nicht den islamistischen Extremismus - um totalitäre Ansichten, für die keine Geltung der demokratischen Toleranz gelten kann, weil sie eben diese selbst vermissen lassen. Für die Feinde der Toleranz kann es keine Toleranz geben, so lautet der Grundsatz der wehrhaften Demokratie.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Dobrindt (MdB)
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
30.01.2012
Von:

sehr geehrter herr dobrindt,

warum wollen sie die linkspartei verbieten? ich bin selber mitglied der linken und fühle mich persönlich kriminalisiert, obwohl ich weder gegen die freiheitliche grundordnung noch gegen das grundgesetz bin. in der linkspartei gibt es sicher teilgruppen mit beschränktem horizont aber das ist kein grund eine ganze partei über einen kamm zu scheren. ich selber bin wegen der agenda 2010 in die partei gewechselt. nix liegt mir und meinen parteifreunden aus dem kreisverband straubing ferner als irgendeinen kommunismus einzuführen. beobachten und verbieten sie lieber wirklich extremistische parteien wie die dkp, mlpd oder eben die npd.

mit freundlichen grüßen

peter tresnak
Antwort von Alexander Dobrindt
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07.02.2012
Alexander Dobrindt
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Ich verweise Sie auf meine Antwort vom 7. Februar 2012 an Herrn Winkelmann.


Mit freundlichen Grüßen

Alexander Dobrindt MdB
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Frage zum Thema Finanzen
30.01.2012
Von:

Offiziell gibt es zur zeit einen Spitzensteursatz von 42% ,der schon eimal höher war zur Zeit der Kohl-Regierung.
Warum wird der alte höhere Steuersatz unter CDU/CSU Regierung nicht wieder eingeführt?
Haben wir nicht hohe Staatsschulden von 1 BILLION €?
Warum werden weitere Schulden aufgenommen?

Wer zahlt den wirklich die 42%? Nutzt diese Bevölkerungsgruppe nicht alle Steuertricks um sich arm zurechnen?
Warum hat z.B. die Stadt Bad Homburg bei Frankfurt sowenig Steuereinnahmen/ Schulden,wenn hier die reichsten Bürger der Republik wohnen?
Will sich Deutschland zur Rettung des EUROS wieder bei den Banken verschulden?
Hat nicht die Deutsche Bank mit heimlichen Krediten, Griechenland ermöglicht in die EU zu kommen?
Antwort von Alexander Dobrindt
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27.02.2012
Alexander Dobrindt
Sehr geehrter Herr ,

herzlichen Dank für Ihre E-Mail.

Sie fragen, warum der Spitzensteuersatzes nicht angehoben wird. Wir waren und sind mit guten Gründen gegen die Erhöhung der Einkommensteuersätze. Das trifft insbesondere auf Forderungen nach einer isolierten Anhebung des Spitzensteuersatzes zu. Es gibt hierfür eine Reihe von Gründen, die ich Ihnen kurz erläutern möchte.

Die Inflation in Kombination mit der so genannten Kalten Progression führt dazu, dass immer mehr Menschen zu Spitzensteuerzahlern werden. Wer also den Spitzensteuersatz auf der Grundlage des bisherigen Systems erhöht, verstärkt den Belastungseffekt für mittlere Einkommen. Davon wären alle Steuerzahler, die Einkommensteuern bezahlen, betroffen. Während die Einkommensgrenze zum Spitzensteuersatz seit 1958 nämlich nahezu unverändert blieb, wurde der Eingangssteuersatz deutlich reduziert und der Steuerfreibetrag nahezu verzehnfacht. Die Einkommensgrenze, ab welcher der Spitzensteuersatz zu entrichten ist, beträgt heutzutage 52.882 Euro. Das bedeutet aber nicht, dass alle mit einem darüber liegenden Einkommen "Spitzenverdiener" sind: dieser Steuersatz ist auf dem besten Wege zum Regelsteuersatz zu werden. Früher galt er für Manager und Vorstände, heute trifft er Angestellte und Facharbeiter. Wer also nach höheren Spitzensteuersätzen ruft, belastet die Mitte und schließlich auch das Handwerk und die mittelständischen Familienbetriebe, die über 95 Prozent aller Unternehmen ausmachen.

Bezüglich Ihrer Fragen zu Deutschlands Bürgschaften für die europäischen Schuldenländer darf ich auf meine Antwort an Herrn Schweiger vom 23.1.2012 verweisen.

Mit freundlichen Grüßen
Alexander Dobrindt MdB
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