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Sehr geehrter Herr Dobrindt,
zunächst möchte ich mich bei Ihnen bedanken, dass Sie mir heute via Radionachrichten über Ihr Vorhaben: - die Partei die Linke zu verbieten bzw. noch intensiver durch den "Verfassungsschutz" zu beobachten, den Tag versaut haben.
Ich fühle mich, obwohl Nichtmitglied der Partei die Linke, von solchen unüberlegten Äußerungen durch Sie, dermaßen bedroht und angegriffen, dass ich dem gegenüber nur noch Ohnmacht, Wut und abgrundtiefe Enttäuschung in die "Demokratie" empfinde.
Ihnen als Diplom-Soziologe sollte der "Ethikkodex" der Deutschen
Gesellschaft für Soziologie (DGS) doch durchaus vertraut sein, in dem es
unter anderem heißt: "... Soziologen verpflichten sich zur Objektivität,
Neutralität und wissenschaftlichen Unabhängigkeit".
Aus diesem Grund habe ich folgende Fragen an Sie:
- Was sind ganz konkret Ihre Vorwürfe an die Partei die Linke?
- Haben Sie sich intensiv mit den Statuten der Partei die Linke beschäftigt?
- Räumen Sie möglichen inhaltlichen Gegenständen aus den Statuten der Partei die Linke ein generelles Veränderungspotential für die gesamte politische und demokratische Lage in der BRD ein?
- Welche konkreten Ängste hegen Sie gegen den politischen Gegner im Speziellen und die Partei die Linke im Besonderen?
Ich möchte Sie jedoch um eine objektive Antwort bitten (siehe "Ethikkodex) und nicht die Mähr von Gefährdung der demokratischen Grundordnung oder etwaigen Antisemitismus Vorwürfen aufgrund objektiver Kritik am politischen Handeln der Regierung Israels.
Aber ich möchte Ihren Antworten nicht Vorweggreifen, auf die ich sehr gespannt bin und hoffe auch auf eine zeitnahe Selbige.
Haben Sie Mut Herr Dobrindt, Sie werden sich sicher viel besser danach fühlen. So wie ich jetzt auch nach dem Verfassen dieser Fragen.
Mit freundlichen Grüßen
