Wolfgang Gunkel (SPD)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich. Besuchen Sie das aktuelle Profil.

Grunddaten
Wolfgang Gunkel
Jahrgang
1947
Berufliche Qualifikation
Polizeidirektor, Polizeipräsident a. D.
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Löbau-Zittau - Görlitz - Niesky
Landeslistenplatz
5, über Liste eingezogen, Sachsen
weitere Profile
(...) Dass Herr Wieland als Oppositionspolitiker eine andere Auffassung hat als die Bundesregierung, bzw. ein Sachverständiger finde ich überhaupt nicht unlogisch, sondern eine Auswirkung der Spielregeln der Demokratie. Herr Wieland spricht dies in der von Ihnen erwähnten Antwort auch selbst an. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Fragen an Wolfgang Gunkel
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Sicherheit
09.07.2009
Von:

Sehr geehrter herr Gunkel,
auch wenn Sie von unverantworlicher Panikmache der Entwicklung der Grenzkriminalität reden, so beweist die Praxis das diese Grenzkriminalität langsam für bestimmte Firmen existenzbedrohend wird (siehe Autodiebstähle in den letzten ´Tagen aus Autohäusern der Oberlausitz). Warum verhält sich die Politik derart desinteressiert gegenüber dieses Problem. Was gedenken Sie konkret zu unternehmen, das die Exekutive endlich die Sorgen der Oberlausitzer beachtet. Am geld kann es nicht liegen, wenn man die Großzügigkeit bei den Ausgaben und Einsatz von Polizeikräften zur Sicherung von Fußballspielen, Besuchen von Staatsgästen ect. sieht.

MfG
Antwort von Wolfgang Gunkel
2Empfehlungen
10.07.2009
Wolfgang Gunkel
Sehr geehrter Herr ,

die Bundesrepublik Deutschland ist ein föderales System. Das bedeutet insbesondere, dass wesentliche Bereiche des staatlichen Systems in den Händen der Länder liegen. Dazu gehört z. B. die Bildungspolitik wie auch die Polizei.

Wie bereits in meiner letzten Antwort nachzulesen ist war und ist mir die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger ein großes Anliegen. Deshalb habe ich mich ja so vehement gegen die Reform der Bundespolizei und den massiven Stellenabbau der Landespolizei eingesetzt.

Der Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor Kriminalität ist die originäre Aufgabe der örtlichen Polizei und somit in der Hand der Landespolitik. Deshalb kann ich ihnen nur raten: Wenn Sie sich durch die Politik des CDU-geführten sächsischen Innenministeriums nicht ausreichend unterstützt fühlen, müssen Sie dafür sorgen, dass die Sozialdemokratie die Möglichkeit erhält, sich um Ihre Sicherheit zu kümmern.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Gunkel
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Arbeit
10.07.2009
Von:

Verehrter Herr Gunkel,

wiederholt werden Menschen in Rennersdorf in der Oberlausitz von Zugereisten wie Öfföff und dem Neu-Rennersdorfer Wolfgang Köhler belagert. Beide fallen stets negativ in der deutschland weiten Presse auf.

Diese beiden schlimmen Fälle sollten Anlass gäben, einmal über die Zukufnt unserer region zu diskutieren! Wie wollen Sie dem weiteren Zerfall unserer schönen Dörfer einhalt gebieten? Wie können wir die Jugend Abwanderung bekämpfen? Wie soll unsere Region in 20 Jahren aussehen? Was sind ihre Konzepte? Und was können wir Bürger dafür tun? Ich habe langsam große Angst!

Freundliche Grüße

Antwort von Wolfgang Gunkel
2Empfehlungen
13.07.2009
Wolfgang Gunkel
Sehr geehrte Frau ,

für Angst besteht kein Grund.
Der von Ihnen formulierte Zusammenhang zwischen Menschen, die außerhalb unserer gesellschaftlichen Norm leben, und der Stadtflucht vieler junger Menschen besteht meiner Meinung nach nicht.
Und auch bei den beiden von Ihnen beschriebenen Beispielen ist eine differenzierte Betrachtung notwendig. Der selbsternannte "Waldmensch Öfföff" stellt für Niemanden eine Bedrohung dar. Unsere Gesellschaft lässt immer weniger Raum für Individualität und Eigensinn, daher fällt jemand wie "Öfföff" umso mehr auf. Solange die Freiheit eines Einzelnen nicht die Freiheit anderer Menschen einschränkt steht uns ein wenig Toleranz gut zu Gesicht.
Anders verhält es sich mit Menschen wie Herrn Köhler aus Rennersdorf. Was er auf seinem Grundstück macht und hortet geht uns nichts an. Wenn aber das Leben von Tieren oder gar Menschen beeinträchtigt wird ist das was Anderes. Den Medien nach ist Herr Köhler rechtskräftig dazu verpflichtet worden, keine Tiere mehr zu halten. Zudem gehen die Behörden nun deutlich konsequenter gegen seinen Expansionsdrang über sein Grundstück hinaus vor.

Damit ist auch schon beantwortet, wie man dem von Ihnen prognostizierten Verfall unserer Dörfer begegnen kann. Wenn Ordnungswidrigkeiten vorliegen kann dagegen vorgegangen werden, wenn es sich um Ästhetik handelt bleibt festzuhalten, dass man sich über Geschmack trefflich streiten kann.

Was die Abwanderung junger Menschen aus der Region mit den oben beschriebenen Fällen zu tun hat bleibt mir verborgen. Das Schlüsselwort ist hier: Perspektive! Wir brauchen eine ökonomische Perspektive in unserer Region. Dazu gehört der Kampf um die Haltung und Neuansiedlung von Industrie genauso wie ein touristisches Profil der Region.

Und glauben Sie mir: Niemand vermeidet einen Urlaub in unserer Region, weil "Öfföff" sein Zelt im Wald aufgeschlagen hat.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Gunkel
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
12.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Gunkel.

Immer mehr Gesetze zementieren die Zentralisierung von Daten innerhalb der EU. Der Datenaustausch wird auf ein Übermaß ausgeweitet, selbst nicht notwendige Daten werden erhoben. Nach den neusten Erlass, eine eigene verwaltung dafür zu gründen, erkennt selbst Alexander Alvaro "amerikanische Verhältnisse" in Europa.

Wie ist denn denn die Meinung in der deutschen SPD im Allgemeinen und Ihre im Besondern? Wie gehen die SPD-Mitglieder im Innenausschuss damit um?

Alles Gute
Antwort von Wolfgang Gunkel
1Empfehlung
13.07.2009
Wolfgang Gunkel
Sehr geehrter Herr ,

ich verstehe Ihre Sorge.
Im Zuge des 11. September 2001 ist der internationalen Gemeinschaft klar geworden, dass man gegen eine neue Bedrohung auch neue Formen der Zusammenarbeit benötigt. Das ist erst einmal richtig.
Das Problem stellt sich aber dann, wenn Staaten mit sehr unterschiedlichen Vorstellungen von Datenschutz Abkommen beschließen wollen, die den Austausch von personenbezogenen Daten regeln sollen. Wir als SPD haben im Innenausschuss des Deutschen Bundestages immer für einen strikten Datenschutz gestritten und ihn auch weitestgehend erhalten.

Nicht zuletzt bei dem Abkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den USA zur grenzüberschreitenden Bekämpfung der Kriminalität in der letzten Sitzungswoche dieser Legislatur haben wir Sozialdemokraten erstritten, dass sensible und für die Kriminalitätsbekämpfung völlig überflüssige Daten wie die Gewerkschaftszugehörigkeit nur unter sehr eingeschränkten Umständen übermittelt werden dürfen.
Zudem werden auch die Bundesländer, in denen die SPD regiert oder mitregiert, sehr kritisch auf die datenschutzrelevanten Aspekte des Abkommens schauen und gegebenenfalls im Bundesrat Änderungen einfordern.

Das Verhältnis zwischen Sicherheit und Freiheit muss immer wieder neu justiert werden. Aber ich stimme Ihnen in Ihrem mahnendem Grundton zu: Die Sicherheit darf nie zu Lasten der Freiheit gehen. Das ist uns Sozialdemokraten immer bewusst!

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Gunkel
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Kultur
16.07.2009
Von:

Sehr verehrter Herr Gunkel,

vielen Dank für Ihren lobenswerten Einsatz beim Kanitz-Kyawschen Schloss! Ich bin gespannt, wie sich das Gebäude entwickelt.

Ähnliche Probleme hat das Schloss in Hainewalde. Werden Sie sich auch dort um eine Förderung der Stiftung Denkmalschutz bemühen?

Ähnlich solvente Spender wie in Görlitz sind diesen Häusern ja leider nicht vergönnt!

Gottes Segen
Antwort von Wolfgang Gunkel
1Empfehlung
27.07.2009
Wolfgang Gunkel
Sehr geehrter Herr ,

recht herzlichen Dank für Ihre Anfrage, die für leichte Irritation gesorgt hat. Nach Rücksprache mit der Großschönauer Gemeindeverwaltung kann ich ihnen bestätigen, es gibt in Hainewalde nur ein Schloss und zwar das Kanitz-Kyawsche Schloss. Ich bin mir sicher, dass dieses Barockschloss längerfristig wieder vollständig saniert sein wird und auch nachfolgende Generationen sich an dieser einzigartigen Baukunst erfreuen können. Bereits vor Jahren ist ein Teilbereich des Schlossareals - das Wasserschloss - in Privatbesitz übergegangen. Soweit mir bekannt ist, hat der Besitzer auch an diesem Baudenkmal Sanierungsarbeiten vorgenommen. Ein weiteres vom Verfall bedrohtes Schloss gibt es in Hainewalde nicht. - Prinzipiell kann ich aber auf ihre Frage antworten, sollten zukünftig weitere Anfragen hinsichtlich der Fördermöglichkeiten denkmalgeschützter Gebäude an mich gerichtet werden, so stehe ich sehr gern mit all meinen Möglichkeiten als Partner zur Verfügung. - Baudenkmäler sind nicht nur Zeitzeugen vergangener architektonischer Meisterleistung, sondern durch sie wird jede Stadt, Gemeinde und Region einzigartig. Mein Wahlkreis und dabei insbesondere die Städte Görlitz und Zittau verfügen im Freistaat Sachsen über die größte Anzahl wertvoller, denkmalgeschützter Gebäude. Ich halte die Erhaltung dieser Kulturdenkmäler nicht nur aus Respekt vor der Leistung unserer Vorfahren für notwendig, sondern auch weil diese architektonischen Kulturgüter ein Garant für Lebensqualität und ein Magnet für Touristen sind. Darüber hinaus halte ich es auch für möglich, dass gut erhaltene Denkmalbauten einen Anreiz für den Zuzug neuer Einwohner bieten. Ich bin mir sicher, dass die Tourismusbranche hier in der Oberlausitz - Niederschlesien von gut sanierten Kulturdenkmälern profitiert und in diesem Dienstleistungsbereich zukünftig viele Arbeitsplätze entstehen. Attraktive historische Innenstädte sind für den Kultur- und Bildungstourismus ein wesentliches Standbein, und deshalb werde ich mich auch zukünftig für die Erhaltung und Sanierung denkmalgeschützter Gebäude stark machen. Sollten Sie dazu weitere Fragen haben und tatsächlich noch ein zweites sanierungsbedürftiges Schloss in Hainewalde kennen, so lassen Sie es mich wissen.

Ihr
Wolfgang Gunkel
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
29.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Gunkel,

nach dem heutigen Treffen zum Baufortschritt der B178, an dem Sie nicht teilgenommen haben, frage ich mich einmal mehr, wie ernst es Ihnen mit all Ihren Beteuerungen, diese Straße voranzutreiben, eigentlich ist.

Ihre Anwesenheit hätte so kurz vor der Wahl ein Signal an die Bürger sein können. Außer mir warten viele andere Herrnhuter auf den Neubau. Stattdessen war wieder nur die Konkurrenz da. Schade.

Wie sehen denn Ihre Pläne hinsichtlich des weiteren Planungsverfahrens aus? Was werden Sie tun, um die Fertigstellung zu beschleunigen? Und bitte konkrete Antworten und keine Allgemeinplätze, wie man sie an diesem Platz so oft liest!

Es grüßt freundlich
Antwort von Wolfgang Gunkel
1Empfehlung
07.08.2009
Wolfgang Gunkel
Sehr geehrter Herr ,

recht herzlichen Dank für Ihre Nachfrage.

An dem von Ihnen besagten Termin hätte ich selbstverständlich sehr gern teilgenommen. Bedauerlicher weise hatte ich schon langfristig ein paar Tage Urlaub eingeplant. Ich hoffe auf das Verständnis von Ihnen und der anderen Teilnehmer. Vielen der Anwesenden insbesondere auch aus Herrnhut incl. dem ehemaligen Bürgermeister Herrn Fischer und Verantwortlichen der Verwaltung ist bekannt, dass ich mich seit Beginn der Wahlperiode gemeinsam mit dem sächsischen Wirtschaftsminister und unserem Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee für den zügigen Ausbau der B178 einsetze. Diese Trasse ist wichtig für eine gesunde Lebensqualität der Herrnhuter Einwohner, für die Wirtschaft unserer Region, die hier lebenden Menschen und, weil die Baubranche davon profitiert.

Es ist ein Verdienst sozialdemokratischer Minister und Abgeordneter, dass auf Bundesebene die notwendigen Gelder für die Baumaßnahme zur Verfügung stehen. Schwierigkeiten gibt es seit Anbeginn bei den Planfeststellungsverfahren. Die Arbeit dafür erfolgt auf Landesebene in enger Kooperation mit dem Landkreis und den Kommunalverwaltungen. Erst heute habe ich aus dem Herrnhuter Rathaus erfahren, dass insbesondere Eingaben diverser Umweltschützer aber auch einzelner Landwirte das Planfeststellungsverfahren wiederholt erschweren. Gerade diese Eingaben und die Verknüpfung unterschiedlichster Sachverhalte erfordern einen hohen Arbeitsaufwand und sind letztlich auch zur juristischen Absicherung nur durch Fachpersonal zu bewältigen.

Aufgrund des komplexen Verfahrens wurde mir bereits im Frühjahr dieses Jahres durch das sächsische Innenministerium versichert, dass im Interesse eines zügigen Weiterbaus eine Verstärkung des Personals in der Landesdirektion Sachsen erfolgt. Wie bekannt ist, wurde dieses Versprechen nun endlich realisiert. Darüber hinaus steht außer Zweifel, dass ich das Projekt B178 auch zukünftig nach all meinen Möglichkeiten unterstützen werde.

Neben der Fertigstellung des Planungsabschnitts Zittau - Tschechien - Polen liegt mir insbesondere der Bau der Herrnhuter Umgehungstrasse am Herzen. Der enorme Durchfahrtsverkehr ist für die Anwohner eine Extrembelastung für die Gesundheit und beeinträchtigt insgesamt die Lebensqualität sehr.

Abschließen möchte ich Ihnen sagen, dass die von Ihnen beschriebenen "Signalwirkung" aus meiner Sicht sicher ein notwendiger aber auch angenehmer sowie medienwirksamer Nebenschauplatz ist. Wichtiger ist mir allerdings die kontinuierliche Überzeugungsarbeit und Koordinierung zwischen den Antragstellern auf kommunaler und Bundesebene. Somit hoffe ich, dass auch insbesondere mein jahrelanges praktisches Handeln im Interesse der Endfertigung der B178 als Signal meinerseits für diese Straßenbauprojekt verstanden wird.

Für weitere Fragen stehe ich sehr gern zur Verfügung.

Mit herzlichen Grüßen und vielleicht einem persönlichen Kennenlernen bei einem anderen Termin

Ihr Wolfgang Gunkel
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Wolfgang Gunkel
Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.