Wolfgang Gunkel (SPD)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Wolfgang Gunkel
Jahrgang
1947
Berufliche Qualifikation
Polizeidirektor, Polizeipräsident a. D.
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Löbau-Zittau - Görlitz - Niesky
Landeslistenplatz
5, über Liste eingezogen, Sachsen
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(...) Der von Ihnen angesprochene Fall des Bürgermeisters macht deutlich, dass eine wirkungsvolle Waffe in der Bekämpfung des Rechtsextremismus die Aufklärung über Gefahren und Hintergründe ist. Dabei ist der Wille zum Aufklären genauso wichtig, wie der Wille, aufgeklärt zu werden. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
03.07.2009
Bundestagswahlrecht
NEIN
02.07.2009
AWACS-Einsatz in Afghanistan
JA
18.06.2009
Internetsperren
JA
18.06.2009
Patientenverfügung (Stünker-Antrag)
JA
29.05.2009
Schuldenbremse
NEIN
28.05.2009
Abgabe von künstlichem Heroin an Schwerstabhängige
JA
28.05.2009
Verlängerung Kosovo-Einsatz
JA
13.05.2009
Anbauverbot von Genmais
NEIN
13.05.2009
Beratungspflicht bei Spätabtreibungen
JA
20.03.2009
Enteignung von Banken
JA
22.01.2009
Mindestarbeitsbedingungen
JA
22.01.2009
Mindestlohn für sechs weitere Branchen
JA
19.12.2008
Kampf gegen Piraten
JA
04.12.2008
Familienleistungsgesetz
NEIN
28.11.2008
Haushalt 2009
JA
26.11.2008
Erbschaftssteuerreform
JA
13.11.2008
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
JA
12.11.2008
BKA-Gesetz
JA
17.10.2008
Banken-Rettungspaket
nicht beteiligt
16.10.2008
Verlängerung Afghanistan-Einsatz (ISAF)
nicht beteiligt
25.09.2008
Rückkehr zur alten Pendlerpauschale
NEIN
17.09.2008
Fortsetzung des Darfur-Einsatzes
JA
17.09.2008
Verlängerung Libanon-Einsatz
JA
05.06.2008
Verlängerung Kosovo-Einsatz
JA
30.05.2008
Bahnprivatisierung
NEIN
24.04.2008
EU-Vertrag von Lissabon
JA
06.02.2008
Änderung des Stammzellgesetzes
NEIN
14.12.2007
Postmindestlohn
JA
16.11.2007
Diätenerhöhung
JA
15.11.2007
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
nicht beteiligt
09.11.2007
Vorratsdatenspeicherung
NEIN
12.10.2007
Verlängerung Afghanistan-Einsatz (ISAF, Tornado)
JA
12.09.2007
Verlängerung Libanon-Einsatz
JA
22.06.2007
Emissionshandel
NEIN
21.06.2007
Verlängerung Kosovo-Einsatz
JA
14.06.2007
Aufenthalts- und Asylrecht
JA
14.06.2007
Fortsetzung des Bundeswehreinsatzes in Darfur
JA
14.06.2007
Mindestlöhne (Antrag Die Linke.)
JA
25.05.2007
Unternehmenssteuerreform
JA
09.03.2007
Rente mit 67
JA
09.03.2007
Tornado-Einsatz
NEIN
02.02.2007
Gesundheitsreform
JA
10.11.2006
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
JA
26.10.2006
EU-Beitritt Bulgariens und Rumäniens
JA
28.09.2006
Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes (ISAF)
nicht beteiligt
30.06.2006
Föderalismusreform
NEIN
29.06.2006
Antidiskriminierungsgesetz
JA
01.06.2006
Anpassung u. Veränderung von Hartz IV
enthalten
01.06.2006
Bundeswehreinsatz im Kongo
NEIN
19.05.2006
Erhöhung der Mehrwertsteuer
JA
Fragen an Wolfgang Gunkel
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Frage zum Thema Wirtschaft
10.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Gunkel,
ich würde gerne wissen, ob soziale und ökologische Kriterien im öffentlichen Beschaffungswesen Berücksichtigung finden. Wird beim Einkauf z.B. von Büromaterialien, Kaffee, etc. für den Bundestag auf Nachhaltigkeit, gerechte Löhne und Arbeitszeiten
geachtet ?
Wenn nein, warum nicht? Würden Sie sich als Abgeordneter für faire Beschaffung einsetzen?
Mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Wolfgang Gunkel
bisher keineEmpfehlungen
11.09.2009
Wolfgang Gunkel
Sehr geehrte Frau ,

das ist ganz unterschiedlich.
Je nach dem, ob es sich um Beschaffung im Bund, den einzelnen Ländern oder in angegliederten Behörden handelt, sind die Vorgaben unterschiedlich.

Im Bundestag und seiner Verwaltung ist mir von einer solchen Regelung nichts bekannt. Hier wird seit vielen Jahren nach dem Kriterium verfahren, dass auch die EU inzwischen vorgibt: dem Preis.
Deshalb ist es auch so wichtig, dass wir den gesetzlichen Mindestlohn erkämpfen, denn nur so kann man auch das Lohndumping bei externen Dienstleistern in der öffentlichen Verwaltung stoppen.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Gunkel
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
14.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Gunkel,

meine Frage richtet sich speziell an Sie, da Sie im Ausschuss ´Menschenrechte und humanitäre Hilfe´ tätig sind und Sie haben durch Ihre langjährige berufliche Tätigkeit vom Polizeiwachtmeister bis hin zum Polizeipräsidenten der Polizeidirektion Oberlausitz/Niederschlesien umfassendes Wissen und Erfahrungen, die meiner Meinung nach hilfreich bei der Beantwortung meiner Frage sind.

Mir geht es um jüngste Vorkommnisse während der Demonstration am 12.09.2009 in Berlin.
Unter dem Thema "Freiheit statt Angst" kamen friedlich Menschen zusammen.
Nachdem einer der anwesenden Bürger von einem der Ordnungskräfte zur Seite gestoßen wurde, forderte dieser ihn auf sich auszuweisen, was zur Folge hatte, dass die Polizei den wehrlosen Mann zu Boden prügelte.
(zum Anschauen: www.youtube.com )

Da spätere zivilrechtliche Prozesse meist erfolglos sind und mit einem eingestellten Verfahren o.ä. enden, hier meine Frage:

Gibt es Maßnahmen seitens der Bundesregierung, dieser unverhältnismäßig harten Polizeigewalt entgegenzuwirken? (spezielle Schulung usw.?)
Wenn ja, welche?
Besteht die Möglichkeit, bzw. wird darüber nachgedacht, Ordnungskräfte mit einer speziellen Nummer anonym zu "kennzeichnen", damit dem Bürger eine gewisse Sicherheit gegeben wird, sich im Anschluss an solche Szenarien auf juristisch korrektem Wege zu wehren?

Ich würde mich freuen, wenn Sie Ihre Meinung und ein paar Gedanken zu dem Thema als Antwort hier schreiben.

Vielen Dank für die mir entgegengebrachte Zeit und Ihr Gehör.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Wolfgang Gunkel
2Empfehlungen
17.09.2009
Wolfgang Gunkel
Sehr geehrter Herr ,

der Vorfall am Rande der Demonstration in Berlin ist mir nur aus der Medienberichterstattung bekannt, daher kann ich auch nur kommentieren, was auf dem Video zu sehen ist.
Das Vorgehen der eingesetzten Beamten ist offensichtlich unverhältnismäßig. Warum die beiden nun freigestellten Beamten derart überreagiert haben wird die Untersuchung des Vorfalls ergeben müssen.

Zu Ihren konkreten Fragen:
Die Polizei untersteht dem Verantwortungsbereich der Bundesländer. Die an dem Vorfall beteiligten Beamten gehörten der Berliner Bereitschaftspolizei an, die nach meiner Erfahrung regelmäßig an Schulungen und Fortbildungen teilnehmen. Zu den Kernkompetenzen einer rechtsstaatlichen Polizei gehört das Prinzip der Verhältnismäßigkeit, das in Deutschland einen überragend hohen Stellenwert genießt. Einzelfälle von Überreaktionen dürfen nicht dazu führen, die gesamte Polizei unter Generalverdacht zu stellen. Selbst im europäischen Vergleich werden wir um unsere Polizei beneidet, die diszipliniert und rechtsstaatlich die Verhältnismäßigkeit zu wahren weiß.

Die Einführung der individuellen Kennzeichnungspflicht ist grundsätzlich zu begrüßen, allerdings muss die Wirksamkeit nach einiger Zeit evaluiert werden. Grundsätzlich sind Einsätze der Bereitschaftspolizei oft mit hoch emotionalisierten Situationen verbunden, in denen auch ungerechtfertigter Weise Anzeigen erstattet werden. Wenn sich also zeigen sollte, dass nach der Einführung die Zahl der ungerechtfertigten Anzeigen in die Höhe schnellt oder die Zahl der Verwechslungen stark zunimmt, muss die Einführung auch einer kritischen Revision unterzogen werden.

Aber klar ist auch: Der Rechtsstaat muss sich an seinem eigenen Verhalten messen lassen. Überreaktionen in den eigenen Reihen dürfen nicht geduldet werden.


Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Gunkel
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Frage zum Thema Arbeit
25.10.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Gunkel,

in ihrem aktuellen Regierungsprogramm werden 8 Ziele ihrer Partei genannt. Das erste Ziel lautet: "Alle sollen Arbeit haben, gerecht entlohnt".

Ich würde Sie bitten, mir hierzu folgende Fragen zu beantworten:
1. Bei stetig steigender Produktivität in der Industrie durch die Optimierung von Produktionsabläufen sowie einem stetig steigenden Anteil des Einsatzes von technischen Mitteln für die Produktion, effizienter werdenden Arbeitsabläufen in Verwaltung und im Dienstleistungsbereich sowie einem Staat, der Ausgaben kürzen werden muss, ist eine Vollbeschäftigung schwer zu erreichen. Welche Konzepte verfolgen Sie, um dieses Ziel zu erreichen?
2. Die Einführung von HartzIV hat zu einer Ausweitung der prekären Beschäftigung geführt. Nach meinen Informationen steht die SPD nach wie vor hinter den Reformen der "Agenda 2010". Welche Maßnahmen sollen dazu führen, den Anteil der prekär Beschäftigten zu senken.
3. Exisiteren wissenschaftliche Arbeiten zu diesem Thema, auf die sich die programmatische Erarbeitung des Zieles stützt? Wenn ja, welche?

Für Ihre Antwort und den damit verbundenen Bemühungen bedanke ich mich im voraus.

Mit freundlichen Grüßen


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