Verena Häggberg (ÖDP)
Kandidatin Bürgerschaftswahl Hamburg 2008
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Verena Häggberg
Jahrgang
1973
Berufliche Qualifikation
Pastorin
Ausgeübte Tätigkeit
Landesgeschäftsführerin ödp-Hamburg
Wohnort
-
Wahlkreis
Altona , Listenplatz 1, Stimmen (Wahlkreis): 892, 0,6%
Landeslistenplatz
1
(...) Politisch finde ich diese Art der Parteienfinanzierung, obwohl natürlich auch die ödp davon profitiert, sehr fragwürdig. Warum bekommen Parteien hier steuerliche Sonderrechte? (...)
 
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oedp-hamburg.de
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Frage zum Thema Bürgerbeteiligung und Bürgergesellschaft
21.02.2008
Von:

Sehr geehrte Frau Häggberg,

unterstützt die ödp aktiv das aktuelle Volksbegehren für verbindliche Volksentscheide?

Mit freundlichen Grüßen
M.
Antwort von Verena Häggberg
5Empfehlungen
22.02.2008
Verena Häggberg
Sehr geehrter Herr ,

ja, wir unterstützen die aktuelle Initiative und sind auch im letzten Herbst dabei gewesen. Als einzige Partei vertritt die ödp auch Volksentscheide auf Bundesebene.

Ebenfalls unterstützen wir die neue Wahlrechtsinitiative, die das "alte", 2004 durch Volksentscheid beschlossene Wahlrecht (dieses haben wir jetzt NICHT!) wieder einführen möchte. Die cdu hatte nämlich während der Legislaturperiode das Wahlrecht erneut zu ihren Gunsten geändert, ein demokratisches "Unding". Die Wahlsrechtsinitiative wird von einem kleineren Trägerkreis unterstützt, weil spd und andere Parteien, wie auch Verdi sich hier schwer tun - schließlich haben sie Einfluss zu verlieren.

Herzlichst
Verena Häggberg
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Frage zum Thema Innere Sicherheit und Justiz
23.02.2008
Von:
-

Sehr geehrte Frau Häggberg,

eine akute Thematik, die seit Jahren immer wieder für Schlagzeilen sorgt, auch besonders in Hamburg, ist das Verbot von religiösen Minderheiten, im Speziellen von Scientology.. Da Sie selbst Pastorin sind und eine der etablierten Kirchen in Deutschland vertreten, würde mich interessieren, was Ihre Einstellung dazu ist und wie Sie mit dieser Thematik umgehen würden. Würden Sie einem Verbot zustimmen?

Mit freundlichen Grüßen
H.J.
Antwort von Verena Häggberg
2Empfehlungen
23.02.2008
Verena Häggberg
Sehr geehrter Herr ,

bei Scientology handelt es sich um eine kommerzielle Vereinigung mit äußerst fragwürdigen Praktiken und weniger/gar nicht um eine religiöse Minderheit. Von daher hielte ich ein Verbot für sinnvoll. Problem wäre dann natürlich sofort (wie bei allen extremen Gruppierungen) das Abtauchen in den Untergrund und die Festigung der inneren Struktur durch ein "Verfolgungsgefühl". Neben dem Verbot ist daher Aufklärungsarbeit unerlässlich. Das wird von den Kirchen auch getan. Zu wenig wird meiner Ansicht nach an der religiös/weltanschaulichen Orientierungslosigkeit insgesamt gearbeitet. Dabei kann es nicht um die Zwangsbekehrung von Atheisten gehen, sondern um eine aktives und zeitgemäßes Angebot, das wirklich trägt für Menschen, die auf der Suche sind. Hier müsste von Seiten der Kirchen (noch) mehr getan werden, um Menschen vor Sekten und "Patchworkreligiosität" aller Art zu schützen.

Sekten zu kritisieren bedeutet nicht religiöse Minderheiten zu verbieten oder zu verfolgen! Sie nennen diese praktisch in einem Atemzug mit Scientology. Eine religiöse Minderheit sind inzwischen auch die ChristInnen in Hamburg, jedenfalls tendenziell. Diese Situation hat die Kirche meiner Ansicht nach noch nicht wirklich zur Kenntnis genommen. Angesichts der religiösen Vielfalt ist praktische jede religiöse Gruppe faktisch eine Minderheit. Von daher sind religiöse Minderheiten, sofern sie friedlich sind und die freiheitlich-demokratische Grundordnung in Deutschland anerkennen, zu schützen.

Herzlichst Verena Häggberg
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Frage zum Thema Energie
23.02.2008
Von:

Guten Tag,

Der Friedensnobelpreisträger IPPNW schreibt:
"Die am 1. August 2001 in Kraft getretene rot-grüne Strahlenschutzverordnung erlaubt die unbegrenzte Freisetzung radioaktiver Abfälle in die Umwelt. Alte stillgelegte Atommeiler können abgerissen und der strahlende Bauschutt schlichtweg auf der nächsten Hausmülldeponie abgeladen werden. Dr. Sebastian Pflugbeil, Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz, rechnet mit zigtausend Strahlentoten aufgrund der neuen Verordnung."
Beleg:
www.ippnw.de/Atomenergie/strahlenschutz

Sie kandidieren für ein Mandat. Wie ist Ihre Position zu diesem vom Friedensnobelpreisträger IPPNW kritisierten und oben angeführten unhaltbaren Zustand?

Verbindlichst!
Antwort von Verena Häggberg
2Empfehlungen
23.02.2008
Verena Häggberg
Sehr geehrter Herr ,

Sie haben natürlich völlig recht. Die Absenkung von Grenzwerten, wie in dieser Verordnung geschehen, ist ein völlig haltloses Vorgehen und dient letztlich nur dazu die Kosten der Atomenergie über ihre gesamte Lebensdauer vom Bau, Betrieb und Entsorgung des Kraftwerks zu reduzieren. Je schneller wir aussteigen, desto eher bräuchten wir auch keine Grenzwerte mehr. Jeder Tag länger erhöht die unkalkulierbaren Risiken.

Dies ist im übrigen vergleichbar auch mit anderen Bereichen, z.B. dem Mobilfunk.

Die ödp ist für einen sofortigen Ausstieg aus der Nutzung der Atomenergie. Wir brauchen mehr Energieeinsparung und erneuerbare Energien und keine Atom- und Kohlekraftwerke und natürlich unabhängige Politiker, die dies durchsetzen und sich nicht von der Wirtschaft kaufen lassen!

Herzlichst

Verena Häggberg
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