Ulrich Lange (CSU)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Ulrich Lange
Geburtstag
06.06.1969
Berufliche Qualifikation
Rechtsanwalt
Ausgeübte Tätigkeit
-
Wohnort
Nördlingen
Wahlkreis
Donau-Ries , über Wahlkreis eingezogen
Ergebnis
52,6%
Landeslistenplatz
keinen, Bayern
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(...) Noch immer herrscht Unklarheit über den Verbleib von einem Teil der Gelder und Vermögensgegenstände, die sich die SED in der DDR zu unrecht angeeignet hatte. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Soziales
19.01.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Lange,

die Kaufkraft deutscher Rentner 2012 erneut gesunken, Rückgang seit 2004 beträgt 9,2 Prozent. Die Kaufkraft der diätenbeziehenden Politiker ist allerdings nicht gesunken !!!
Quelle:
de.nachrichten.yahoo.com

Da unter der Regierungsbeteiligung der desolaten FDP nur die prekären Beschäftigungsverhältnisse zuugenommen haben, ist eine weitere Kopplung der Renten an die Lohnentwicklung doch absurd, ja sogar eine direkte Rentenkürzung.
Für die von korrupten und/oder unfähigen Managern/Pilitikern verursachten Milliardenschäden an ganzen Volkswirtschaften sind anstelle von Gefängnis und persönlicher Haftung irrwitzige Abfindungen und Rettungsgelder der deutschen Steurzahler vorhanden, für die Steuerzahler selbst aber nicht?
Wie und in welchem Zeitraum und ganz konkret abrechenbar wird die Union dies, im Falle eines erneuten Wahlsieges, nachhaltig korrigieren?

Mit freundlichem Gruß
Antwort von Ulrich Lange
bisher keineEmpfehlungen
04.02.2013
Ulrich Lange
Sehr geehrte Frau ,

für Ihr Schreiben zur Entwicklung der Renten sowie der Beschäftigungssituation in Deutschland danke ich Ihnen.

Es ist eine gute gesetzliche Regelung, dass die Höhe der Rente an die Lohnentwicklung angepasst ist. Dies wird dazu führen, dass die Renten in den kommenden Jahren weiterhin steigen werden, da auch die Löhne aufgrund der letzten Lohnvereinbarungen weiterhin gestiegen sind.

Sehr erfolgreich ist die Bundesregierung auf dem Arbeitsmarkt. 2012 war ein gutes Jahr für sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Im Durchschnitt stieg die Erwerbstätigkeit um 422.000 auf 41,59 Millionen Menschen. Auf dem bayerischen Arbeitsmarkt spiegelte sich auch diese positive Entwicklung wider. Zum Stichtag am 30. Juni 2012 waren in Bayern 4.827.416 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt und damit in Bayern so viele Menschen in Lohn und Brot wie seit 1974 nicht mehr.

Der deutsche Arbeitsmarkt hat im Jahresdurchschnitt 2012 sehr robust auf die wirtschaftlichen Herausforderungen reagiert. So waren in Deutschland 2.897.000 Menschen arbeitslos gemeldet, 79.000 weniger als in 2011. Dies ist seit der Wiedervereinigung der niedrigste Stand der Arbeitslosigkeit.

Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass die Arbeitslosigkeit weiterhin sinken wird.

Mit freundlichen Grüßen

MdB Ulrich Lange
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Frage zum Thema Soziales
09.02.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Lange,

ich hatte Ihnen am 19.01.13 eine konkrete Frage gestellt.
Ist es Ihnen nicht selbst peinlich, mir eine derart triviale und bezuglose Antwort zu geben?
Nochmal, die Zahl der prekären Beschäftigungsverhältnisse hat zugenommen, diese sind mit Berechnungsgrundlage für die Renten.
Ihre Antwort an mich ist schlichtweg unwahr, die Kaufkraft deutscher Rentner ist 2012 erneut gesunken, Rückgang seit 2004 beträgt 9,2 Prozent.
Quelle:
de.nachrichten.yahoo.com

Bitte keine Floskeln oder völlig bezugslose Phrasen.
Wie und in welchem Zeitraum und ganz konkret abrechenbar wird die Union dies, im Falle eines erneuten Wahlsieges, nachhaltig korrigieren?

Mfg

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Frage zum Thema Privatisierung der Wasserversorgung verhindern (Linken-Antrag)
28.03.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Lange,

ihrer Website entnehme ich, dass sie die Vergabe von Dienstleistungskonzessionen (in diesem Fall Trinkwasserversorgung) in der geplanten Form ablehnen ( www.ulrich-lange.info ). In einer Rede vor dem Deutschen Bundestag haben sie dieses auch bekräftigt. Gleichwohl stimmten sie bei der entsprechenden Abstimmung im Bundestag gegen einen entsprechenden Antrag der Fraktion DIE LINKE.

Warum das? Nur, weil der Antrag vom "politischen Gegner" stammt?

Mit ffreundlichen Grüßen
T.
Antwort von Ulrich Lange
bisher keineEmpfehlungen
23.04.2013
Ulrich Lange
Sehr geehrter Herr ,

für Ihre Frage zur Dienstleistungsrichtlinie danke ich Ihnen.

Erlauben Sie mir, dass ich Ihnen zu Beginn meine Einstellung zu der Dienstleistungsrichtlinie darlege.

Die CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag und ich persönlich sprechen uns ausdrücklich gegen jegliche Privatisierungs- oder Ausschreibungspflicht für die öffentliche Wasserversorgung aus.

Dienstleistungskonzessionen berühren viele Leistungen der Daseinsvorsorge. Schon heute ist die Vergabe von Dienstleistungskonzessionen kein rechtsfreier Raum. Die europäischen Regeln sehen vor, dass die Konzessionsvergaben unter Einhaltung der Grundsätze der Gleichbehandlung, Nichtdiskriminierung und der Transparenz zu erfolgen haben. Das stellt auch der Europäische Gerichtshof in seinem Urteil vom 10. März 2011 klar.

Die im ursprünglichen Entwurf der EU-Kommission für eine Konzessionsrichtlinie vorgeschlagene europaweite Ausschreibungsverpflichtung würde nicht nur zu einer erheblichen Einschränkung der Handlungsspielräume der kommunalen Selbstverwaltung führen, sondern auch de facto zu einer Liberalisierung insbesondere der Wasserversorgung in Deutschland durch die Hintertür. Damit würden bewährte, gewachsene Strukturen zerstört werden. Dies ist im Interesse der Menschen in Deutschland nicht akzeptabel. Die EU-Kommission hat ihre Kompetenzen mit der Vorlage dieses Richtlinienvorschlags klar überschritten.

Ein Verstoß gegen das im Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union in Art. 5 Abs. 3 verankerte Subsidiaritätsprinzip ist aus unserer Sicht evident. Die CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag hat sich daher auch gegenüber der Bundesregierung wiederholt dafür eingesetzt, bei den Verhandlungen auf EU-Ebene dem Vorschlag der EU-Kommission für eine Konzessionsrichtlinie keine Abstimmungsmehrheit zu verschaffen oder zumindest darauf hinzuwirken, dass der sensible Bereich der Wasserversorgung von einer solchen Regelung ausgenommen bleibt.

Der massive Druck auf die EU-Kommission, die geplante Ausschreibungspflicht für die öffentliche Wasserversorgung fallenzulassen, hat nun endlich Wirkung gezeigt. EU-Kommissar Barnier hat eine grundlegende Überarbeitung der bisherigen Kommissionspläne zur Wasserversorgung angekündigt. In der Sitzung des Binnenmarktausschusses des Europäischen Parlaments am 21. Februar 2013 hat der Kommissar erklärt, dass bei der Entscheidung über die Ausschreibungspflicht bei einem Mehrsparten-Stadtwerk die Wasserversorgung zukünftig getrennt von anderen Sparten, zum Beispiel der Stromversorgung oder der Abfallentsorgung, betrachtet werden kann. Die Wasserversorgung müsste dann nur noch in solchen Fällen ausgeschrieben werden, in denen das kommunale Unternehmen weniger als 80 Prozent seiner Wasserdienstleistungen für die Gebietskörperschaft erbringt.

Dieses Einlenken der Kommission ist nicht zuletzt Ergebnis der beharrlichen Bemühungen der CSU-Landesgruppe. Nach wie vor gilt aber, dass eine europaweite Ausschreibungspflicht bei der öffentlichen Wasserversorgung zu verhindern ist. Bewährte Versorgungsstrukturen in Deutschland dürfen nicht zerschlagen und die erstklassige Qualität der Wasserversorgung darf nicht gefährdet werden. Der neue Vorschlag von Kommissar Barnier ist ein Schritt in die richtige Richtung, auf dem in den weiteren Verhandlungen in Brüssel aufgebaut werden muss. Wir zählen auf Barniers Wort, dass die Besonderheiten der interkommunalen Zusammenarbeit in Deutschland berücksichtigt werden. Jetzt steht die Bundesregierung in den anstehenden Trilog-Verhandlungen in besonderer Verantwortung.

Jetzt gilt es aber erst diese Trilog-Verhandlungen abzuwarten, die im Antrag der Grünen jedoch nicht berücksichtigt wurden. Deshalb habe ich diesem Antrag nicht zugestimmt.


Mit freundlichen Grüßen

MdB Ulrich Lange
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