Thomas Blenke (CDU)
Kandidat Landtagswahl Baden-Württemberg 2011
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Grunddaten
Thomas Blenke
Geburtstag
17.04.1960
Berufliche Qualifikation
Studium der Rechtswissenschaft
Ausgeübte Tätigkeit
MdL
Wohnort
-
Wahlkreis
Calw , Stimmen (Wahlkreis): 32.049, über Wahlkreis eingezogen
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(...) Als sicherheitspolitischer Sprecher lehne ich jedoch jede Gesetzeslockerung in Bezug auf Drogen und Rauschmittel ab. (...)
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Frage zum Thema Verkehr und Mobilität
24.02.2011
Von:

Frage, die im Rahmen der Podiumsdiskussion der Calwer Obenbleiber am 23.02.2011 gestellt wurde:

"Herr Blenke betont die weit fortgeschrittene Planung und Genehmigung von S21 und sieht das Projekt als "unumstösslich" an. Unter Rot-Grün wurde der Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen. Unter Regierung Merkel wurde dieser Atomkonsens aufgekündigt. Dies übrigens ohne Rücksicht auf getätigte Investitionen in Erneuerbare Energien, vor allem von regionalen Unternehmen. Was sagt Herr Blenke dazu?"
Antwort von Thomas Blenke
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08.03.2011
S21 ist unumstößlich, da die Verträge keine Austiegsklausel vorsehen. Darüber hinaus sind bereits Kosten in Höhe von über 1 Mrd. Euro angefallen, die an die Deutsche Bahn als Schadensersatz bezahlt werden müssten. Dies würde zu Lasten des Landeshaushalts gehen. Davon könnte man ca. 20000 Lehrer bezahlen. Stuttgart 21 ist eine Jahrhundertchance für unser Land – diese lassen wir uns nicht entgehen.
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Frage zum Thema Verkehr und Mobilität
24.02.2011
Von:

Thema Stuttgart 21 - Fragen aus der Podiumsdiskussion der Calwer Obenbleiber am 23.02.3011 – Teil 1

1. Warum schafft man es in 17 Jahren nicht, den Nachweis eines Stresstests zu erbringen? Das sollte eigentlich Grundlage des ganzen Projekts sein!

2. Herr Blenke: Woher weiß Herr Blenke, dass Stuttgart abgehängt wird?

3."Geht es bei S21 wirklich um Argumente, dann müsste nach dem Faktencheck das ökologischere, nutzerfreundlichere, billigere, risikolosere und schneller umsetzbare K21 Verkehrsprojekt umgesetzt werden – warum nicht? Macht gegen 67.000 Bürger?"

4. Viele Menschen in BW haben vor den großen Demos nie dieses Projekt wahrgenommen. Was haben Gegner und Befürworter falsch gemacht, um ihren Standpunkt öffentlich zu machen (landesweit)?

5. Was soll ich bezüglich der S-Bahn-Anbindung von Calw noch glauben? Prewo: Hat nix mit S21 zu tun! Köblitz: S21 macht S-Bahn wahrscheinlicher. Der eine so, der andere so.

6. Was passiert eigentlich, wenn die nächsten Bäume, die zu groß zum Verpflanzen sind, im Schlosspart gefällt werden? Wieder Wasserwerfer, Polizeigewalt etc?

7. Wenn S21 nicht realisiert wird, was passiert dann mit dem Ausbau des Transeuropäischen Streckennetzes? Gibt es Alternativen?
Antwort von Thomas Blenke
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28.02.2011
1) Die Schlichtung hat den Stresstest erst als Ergebnis hervorgebracht. Ich bin sehr zuversichtlich, dass der Stresstest erfolgreich verlaufen wird.

2) Regionen mit guter Infrastruktur sind wirtschaftlich erfolgreicher. Dies ist eine Erkenntnis, die stark mit der Geschichte der Eisenbahn verwoben ist. Die Infrastrukturverbesserungen, die mit dem Bahnprojekt Stuttgart-Ulm einhergehen, werden weit über die Region hinaus positive wirtschaftliche Effekte erzielen. Durch das Bahnprojekt werden ca. 10.000 neue Dauerarbeitsplätze im Land geschaffen. Zusätzlich werden während der Bauzeit 7.000 weitere Arbeitsplätze entstehen. Auf den freiwerdenden Gleisflächen kann eine Parkerweiterung realisiert werden. Wohnungen sowie Büro und Dienstleistungsflächen für insgesamt 35.000 Menschen entstehen. Dieser Zuwachs bedeutet höhere Steuereinnahmen für die Stadt.

3) K 21 ist weder finanziert noch planfestgestellt. Nachdem eine Trassenführung auf Stelzen durch das Neckartal vorgesehen ist, ist K 21 weder schneller, billiger, risikoloser nutzfreundlicher noch ökologischer umsetzbar. Massiver Widerstand wäre doch auch hier absehbar.

4) Ich verweise auf das 7-Punkte Programm der Landesregierung für die Zeit nach der Faktenschlichtung. Sie finden es hier ( www.stm.baden-wuerttemberg.de ).

5) Die S-Bahn Verbindung Weil der Stadt/Calw steht zu Stuttgart 21 nicht in Konkurrenz. Ich habe dies im Rahmen der Podiumsdiskussion ausführlich beantwortet.

6) Bäume sollen möglichst verpflanzt werden. S 21 ist rechtskräftig genehmigt und die sogenannten Parkschützer erklären, dass sie das Baurecht nicht respektieren. Damit sind Blockaden rechtswidrig und die Polizei hat die Aufgabe, rechtmäßige Verhältnisse herzustellen. Bitte lesen Sie unter www.landtag-bw.de die Rede meines Kollegen Ulrich Müller zum Untersuchungsausschuss.

7) Dann verläuft die Trasse an Baden-Württemberg über Frankfurt-Würzburg-Nürnberg-vorbei. Der Stuttgarter Hauptbahnhof wird nur noch regionale Bedeutung haben. Baden-Württemberg wird wirtschaftlich abgehängt.
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Frage zum Thema Umwelt und Landwirtschaft
02.03.2011
Von:

Hallo Herr Blenke,

wie stehen Sie zum Thema, einen Nationalpark "Nordschwarzwald" einzurichten?

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Frage zum Thema Gesellschaft
04.03.2011
Von:

1. Was halten Sie von einem "bedingslosen Grundeinkommen"?

2. Wie stehen Sie zu folgendem Sachverhalt:
Aus gutem Grund dürfen in Deutschland Betäubungsmittel nur durch den Apotheker an Patienten abgegeben werden. Dieses gilt derzeit leider auch in besonderen Notfällen von vernichtenden Schmerzen oder schwerster Atemnot außerhalb der Öffnungszeiten von Apotheken, so dass es hier häufig zu einer Versorgungslücke kommt. Ärzte müssen Betäubungsmittel vorab schriftlich rezeptiert haben. Das Rezept muss vor Auslieferung in der Apotheke vorliegen.

Ärzte dürfen Betäubungsmittel nur unmittelbar persönlich am Patienten anwenden, dürfen sie dem Patienten aber auch im Notfall niemals zur dringend notwendigen weiteren Anwendung überlassen. Dies gilt auch, wenn die erreichbaren Apotheken diese Medikamente nicht vorrätig haben und die Medikamente damit auf dem gesetzlich vorgesehenen Wege nicht ausreichend zeitnah in der Häuslichkeit verfügbar sind. Die Überlassung von z. B. Opioiden - auch im Notfall gegen schwerstes Leiden - ist nach § 29 Abs. 1 Ziffer 1 Betäubungsmittelgesetz immer noch ein Straftatbestand, der mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft wird.

3. Wie stehen Sie zu den EU Absichten künftig auch gentechnisch manipulierte Futtermittel in Europa zu zu lassen?

4. Was halten Sie von dem Gedanken an die Stelle des Wehrdienstes einen Gesellschaftsdienst treten zu lassen?

5. Wie stehen Sie zu "deutlich mehr" direkter Demokratie?
Antwort von Thomas Blenke
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15.03.2011
1. Das bedingungslose Grundeinkommen lehne ich aus mehreren Gründen ab.
a) Es ist in Zeiten leerer Kassen nicht zu finanzieren.
b) Die aktuelle Gesetzeslage rund um Hartz IV ermöglicht bereits jetzt eine komplette Grundversorgung. So werden in Härtefällen etwa Wohnung und Krankenversicherung übernommen und die Ausbildung mit Mitteln bspw. aus den Fördergeldern von BAföG unterstützt.
c) Das Ziel der CDU ist die Vollbeschäftigung. Ein bedingungsloses Grundeinkommen verringert den Anreiz zu arbeiten und macht dieses Ziel unmöglich.
d) Es ist ungerecht, da dann auch Spitzenverdiener staatlich unterstützt werden.

2. Der von Ihnen dargestellter Sachverhalt stellt in der Tat ein Problem dar. Als sicherheitspolitischer Sprecher lehne ich jedoch jede Gesetzeslockerung in Bezug auf Drogen und Rauschmittel ab.

3. Mit der Novelle des Gentechnikrechtes 2008 werden erstmals konkrete Vorgaben zur Regelung der Koexistenz (d.h. dem Nebeneinander von gentechnisch veränderten Pflanzen (GV-Pflanzen) und nicht-GV-Pflanzen) gemacht. Dies betrifft beispielsweise Vorgaben für den Mindestabstand, der zwischen konventionellen/ökologischen Maiskulturen und GV-Mais einzuhalten ist. Die Kennzeichnung "Ohne Gentechnik" wird verbessert. Das öffentliche Standortregister wird weiterentwickelt. Die Forschungsbedingungen werden durch Verfahrenserleichterungen verbessert.

Qualität ist ein Schlüsselwort im Verbraucherschutz. Die Verbraucher erwarten von den Erzeugern und Verarbeitern sowie vom Handel ein ausgeprägtes Qualitätsbewusstsein. Die Verwaltung mit ihren Überwachungsbehörden nimmt sich von diesem Anspruch nicht aus. Im Vordergrund steht aber immer die Produzentenverantwortung: Staatliche Kontrolle kann und will keinem Unternehmer die Verantwortung für die von ihm erzeugten Produkte abnehmen. Eine lückenlose staatliche Kontrolle ist weder wünschenswert noch leistbar - die Überwachungsbehörden sind nicht die "Vorkoster der Nation". Die betriebliche Eigenkontrolle muss deshalb stichprobenartig auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft werden. Dies ist eine immer wichtiger werdende Aufgabe der staatlichen Behörden. Gut informierte und selbstbewusste Verbraucher, die sich ihrer Marktmacht als Nachfrager bewusst sind, tragen ebenfalls erheblich zum Qualitätsbewusstsein der Unternehmen bei.

Integraler Bestandteil eines modernen ernährungsbezogenen Verbraucherschutzes sind deshalb neben der Lebensmittelüberwachung die Futtermittelüberwachung, die Tierarzneimittelüberwachung, die Tiergesundheit und der Tierschutz sowie die Ernährungsinformation.

4. Die Bundeswehr hat mit der Abschaffung der Wehrpflicht und der Einführung des freiwilligen Dienstes die größte Reform seit ihrer Gründung vollzogen. Bevor nun weitere Maßnahmen getroffen werden, sollte man erst etwas abwarten, wie sich die Dinge entwickeln.

5. Das parlamentarische System in Deutschland hat sich seit nun mehr über 60 Jahren sehr gut bewährt und sollte daher in Zukunft beibehalten werden. Ich möchte auf das 7-Punkte-Programm der Landesregierung Baden-Württemberg verweisen, welches nach dem Schlichterspruch ( www.stefan-mappus.de ), die eine stärkere Bürgerverteilung vorsieht.
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Frage zum Thema Finanzen und Verwaltung
16.03.2011
Von:

1. Das bedingungslose Grundeinkommen lehne ich aus mehreren Gründen ab.
a) Es ist in Zeiten leerer Kassen nicht zu finanzieren.
b) Die aktuelle Gesetzeslage rund um Hartz IV ermöglicht bereits jetzt eine komplette Grundversorgung. So werden in Härtefällen etwa Wohnung und Krankenversicherung übernommen und die Ausbildung mit Mitteln bspw. aus den Fördergeldern von BAföG unterstützt.
c) Das Ziel der CDU ist die Vollbeschäftigung. Ein bedingungsloses Grundeinkommen verringert den Anreiz zu arbeiten und macht dieses Ziel unmöglich.
d) Es ist ungerecht, da dann auch Spitzenverdiener staatlich unterstützt werden.
(Anm.d.Red.: Zitat aus der Antwort von Thomas Blenke vom 15.3.2011)

zu a)

wenn, laut Herrn Schäuble, unser Sozialstaat derzeit 1 Billionen Euro kostet, wie kann man von leeren Kassen sprechen, ist das dann gefühlte Armut?

zu b)

Hartz4 ZWINGT Menschen zu arbeiten, die Folgen sollten Ihnen hoffentlich bekannt sein

zu c)

Ist Vollbeschäftigung sinnvoll oder sorgt Erwerbsarbeit dafür, dass der Großteil der Bürger relativ arm wird/ist, weil soviel Geld in diese fließt?

zu d)

Das ist derzeit viel extremer, darf ich fragen was Sie beruflich machen (ich vermute Jura).

Ich möchte Sie nicht kritisieren, aber mir scheint, dass sie ihren unproduktiven Arbeitsplatzen schützen möchten.

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