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Sehr geehrter Herr Abgeordneter Mayer,
meine beiden (An)Fragen beziehen sich auf die am 5. Dezember von Ihnen veröffentlichte Pressemitteilung in der Sie die Drogenpolitik der Piratenpartei als "innenpolitisches Armutszeugnis" betiteln.
Zuerst möchte ich mich vorstellen: Mein Name ist


, ich studiere im fünften Semester Physik und ich beschäftige mich seit mittlerweile 6 Jahren intensiv mit dem Thema internationale Drogenpolitik. Darüber arbeite ich seit 2 Jahren ehrenamtlich bei dem Leipziger Harm-Reduction Projekt "Drugscouts" und bin daher selbst in der Suchtprävention tätig. Auch möchte ich hinzufügen, dass ich nicht Mitglied der Piratenpartei bin und es sich hier keinesfalls um eine parteipolitisch motivierte Anfrage handelt.
Auf welche wissenschaftlichen Veröffentlichungen bezieht sich Ihre doch hoffentlich begründete Meinung, man müsse Drogen, d.h. auch Nikotin, Koffein und Trinkalkohol, in zwei eindeutig zu unterscheidende Gruppen, also harte und weiche Drogen, einteilen?
Bitte nennen Sie sowohl die Publikation, ihre Verfasser und ihr Erscheinungsjahr. Darüber hinaus bitte ich Sie die genaue Stelle zu zitieren und die jeweilige Einordnung der geläufigsten legalen und illegalen Drogen zu nennen.
In ihrer Pressemitteilung behaupten Sie ferner, der Beschluss der Piratenpartei sei verharmlosend gegenüber dem Ge- und Mißbrauch sogenannter Betäubungsmittel.
Bitte nennen Sie die genaue Stelle bei der, Ihrer Ansicht nach, eine solche Verharmlosung betrieben wird. Um Ihnen und den Lesern dieser Anfrage Arbeit zu ersparen, finden Sie hier den Antrag:
wiki.piratenpartei.de
Mir war es bei bestem Willen unmöglich auch nur eine solche Stelle im Antrag zu finden. Mir erscheint es nach Lesen des Antrages viel eher so, als würden Sie und Ihre Partei die Folgen der Drogenpolitik, die Sie betreiben, verharmlosen.
Mit freundlichen Grüßen,
