Prof. Dr. Karl Lauterbach (SPD)

Angaben zur Person
Prof. Dr. Karl Lauterbach
© spdfraktion.de
Geburtstag
21.02.1963
Berufliche Qualifikation
Gesundheitökonom, Hochschulprofessor
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Köln
Wahlkreis
Leverkusen - Köln IV
Ergebnis
37,1%
Landeslistenplatz
49, Nordrhein-Westfalen
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Frage zum Thema Gesundheit
07.03.2010
Von:

Guten Tag Herr Prof. Lauterbach,

sind Sie auch wie ich der Meinung, daß die Kopfpauschale a. dazu dienen soll, Reiche zu entlasten und sie billig in eine öffentliche Versicherungssystem zu bringen und b. daß die Gesundheitsprämie, der privaten Versicherungswirtschaft schadet und die FDP sich damit eine große Anzahl Gönner verärgert. Meinen Sie auch, daß das gesamte Herumexperimentieren mit den verschiedenen Tarifvarianten nichts, aber auch garnichts bringt? Das was der Heringfreund einst schuf war das sinnvollste. Fühlen Sie sich befähigt Ihre politische Kraft dafür einzusetzen, die Preisbindung bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln aufheben zu lassen und die kleine Mehrwertsteuer, statt der rabigen Normalsteuer zu empfehlen? Es ist ihnen sicher aufgefallen, daß mit jeder staatlichen Änderung, sich die finanzielle Situation der GKV verschlechterte? Da der Staat offensichtlich der Schädiger der GKV ist, muß er gemäßigter werde, wären Sie bereit sich hier einzusetzen?

Beste Grüße


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Frage zum Thema Gesundheit
16.03.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Lauterbach,

in einem heute ausgestrahlten TV-Interview der ARD Sendung "plusminus" äußerten Sie sich zum Thema private Krankenversicherung. Auch ich bin als Beamtenanwärter privat krankenversichert. Gerade ein so wichtiges Thema wie Gesundheit sollte meines Erachtens nicht von privaten Unternehmen übernommen werden. Auch mir widerstrebt es im Krankheitsfall von einer gewinnorientierten Aktiengesellschaft abhängig zu sein. Allerdings wurde ich als Beamtenanwärter praktisch in diese private Versicherung "gezwungen", da eine beihilfekonforme Versicherung im Leistungsspektrum der gesetzlichen Krankenversicherung nicht zu finden ist. Die gesetzliche Krankenversicherung bietet lediglich eine Vollversicherung, welche ich als Beihilfeberechtigter nicht benötige. Hierzu möchte ich von Ihnen gerne wissen, ob Sie sich dieses Problems bewusst sind und ob Sie sich dafür einsetzen werden, dass es in Zukunft eine faire Möglichkeit für Beamte geben wird, sich in der gesetzlichen Krankenversicherung zu versichern? Gerade die gesetzliche Krankenversicherung kann es sich meines Erachtens nicht leisten, für die Berufsgruppe der Beamten derart unattraktiv zu sein, wie sie es im Moment ist. Durch ein solches faires Versicherungsangebot würde sich die Anzahl der Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung vergrößern und folgerichtig zu mehr Beitragszahlern führen. Dies führt letzendlich sogar zu größerer sozialer Gerechtigkeit.

Mit freundlichen Grüßen,

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Frage zum Thema Gesundheit
17.03.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Lauterbach,

welche Gegenargumente gibt es für eine voll steuerfinanzierte Gesundheitsversorgung? So sehr mir der Vorschlag der FDP missfällt, erscheint es mir sinnvoll, die Solidarisierung des Steuersystems zu verwenden. Warum brauchen wir mehrere, unterschiedliche solidarisierte Geldtöpfe?

Ich stelle mir das flappsig so vor:
Es gibt Leistungen, die aus Gründen der Soldiarität und Allgemeinheit vom Staat erbracht werden solln. Dafür möchte ich Steuern (mir ist natürlich klar, dass diese dann deutlich höher wären - dafür entfielen Lohnnebenkosten) bezahlen. Anschließend kann man dann intensiv darüber diskutieren wen wir wie besteuern und fair umverteilen. Selbst mit unserem bestehendem Steuersystem erscheint mir dies einfacher als nun!?

Bitte überzeugen Sie mich/klähren Sie mich auf!
Danke


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