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Sehr geehrter Herr Schreiner,
es gibt im Bereich des Sozialen viele Themen, in denen die Politik nicht das tut, was die große Mehrheit der Bevölkerung will. Auch in den sieben Jahren der rot-grünen Koalition ist hier fast nichts passiert. Es sind immer die gleichen Fragen:
1. Warum gibt es privilegierte Gruppen (Beamte, Reiche, Unternehmer), die sich günstig privat versichern dürfen, während dies anderen verwehrt wird? Ein Beispiel: Ein Bekannter von mir zahlt monatlich nur 170 Euro für die Privatversicherung, mein Arbeitnehmeranteil liegt bei über 300 Euro. Ich zahle also fast das doppelte bei schlechterer Leistung und schlechterer Behandlung.
2. Warum bekommen Beamte netto mehr als ihre nicht verbeamteten Kollegen? Der Beamte hat doch ohnehin schon Privilegien (Unkündbarkeit, Privatversicherung, Beihilfe, hohe Pension, keine Rentenversicherungskosten, Karriereaussichten usw.). Warum wird nicht wenigstens darauf geachtet, dass beide letztlich netto das gleiche haben. Stattdessen haben Beamte bei gleicher Tätigkeit oft 400 bis 700 Euro mehr netto pro Monat. In Lehrerkollegien usw. sorgt dies für permanent böses Blut, weil das halbe Kollegium trotz der selben Tätigkeit viel mehr Geld bekommt. Warum hat auch die SPD hier nie was getan?