Otfried Hilbert (GRÜNE)
Kandidat Bürgerschaftswahl Hamburg 2008
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Otfried Hilbert
Jahrgang
1948
Berufliche Qualifikation
Gewerbelehrer, Ingenieur, IT-Berater
Ausgeübte Tätigkeit
IT-Administrator
Wohnort
-
Wahlkreis
Bramfeld - Farmsen-Berne , Listenplatz 3, Stimmen (Wahlkreis): 929, 1,0%
Landeslistenplatz
keinen
(...) Deshalb würde auch ich es sehr begrüssen, wenn in Kitas und Grundschulen für alle Kinder ein sicheres Einschätzen bzw. Verhalten im Umgang mit fremden Haustieren gelernt wird. Dies wird aber immer nur in Grenzen möglich sein und das kann die Politik auch nicht einfach vorgeben. (...)
 
weitere Profile auf abgeordnetenwatch.de
Persönliche Website
www.gal-fraktion-wandsbek.de
Fragen an Otfried Hilbert
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Familie und Generationen
27.01.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Hilbert,

ich bin Großmutter von 2 kleinen Jungs und Halterin von 2 Hunden. Meine Frage an Sie, wie kann ich es verbinden, mit meinen Hunden UND mit meinen Enkelkindern einen schönen Spaziergang in Bramfeld zu machen. Das heißt auch, dass meine Enkelkinder gerne dabei den Spielplatz besuchen. Als meine Kinder klein waren, konnte man dieses ohne Probleme miteinander verbinden. Der Hund blieb an der Bank und ich konnte auf die Kinder und den Hund aufpassen. Andere Kinder konnten, wenn sie wollten, Kontakt aufnehmen. Alles war mehr als problemlos. Aber jetzt geht überhaupt nichts mehr in dieser Richtung. Im Gegenteil. Eltern, wie Kinder werden verunsichert und in große Angst versetzt, gerade auch von den Politikern. Es wird auch in keiner Weise gegengesteuert. Wie z.B. Besuch von Therapiehunden in Schulen und Kindergärten, damit Kinder wieder ein normales Verhältnis zu Tieren bekommen.

MfG
H.
Antwort von Otfried Hilbert
2Empfehlungen
31.01.2008
Otfried Hilbert
Sehr geehrte Frau ,

die Schwierigkeit ihrer Lage mit Enkeln, die auf einen Spielplatz wollen und gleichzeitig auszuführenden Hunden kann ich sehr gut verstehen. Gleichzeitig muss ich sie um Verständnis bitten, dass auch ich dafür keine optimale Lösung habe.

Mein kleiner Sohn hat lange Zeit einen Hund gehabt und auch heute gehe ich gerne mit meiner Freundin, ihrem Hund sowie manchmal Nachbarshunden gassi.

Als Kind hatte ich mit Hunden jedoch kaum Erfahrung und fühlte mich nicht nur einmal sehr bedroht. Anderen Kindern erging es ähnlich. Deshalb würde auch ich es sehr begrüssen, wenn in Kitas und Grundschulen für alle Kinder ein sicheres Einschätzen bzw. Verhalten im Umgang mit fremden Haustieren gelernt wird. Dies wird aber immer nur in Grenzen möglich sein und das kann die Politik auch nicht einfach vorgeben. Kinder werden auch nicht so leicht im Gefühl haben können, wer zur einer ganz bestimmten Sorte von Hundehaltern gehört, dessen Hunden man sich besser nicht nähert.

Meine Empfehlung wäre deshalb: Suchen sie mit den Enkeln und den Hunden eher geeignete Grünflächen - z. B. für Ballspiele der Enkel - auf. Daneben wird es sicher Zeiten geben, in denen sie ohne die Hunde mit ihren Enkeln den Spielplatz besuchen können. Darüberhinaus schliesse ich mich gern der Antwort meiner GAL-Team-Kollegin Conny Prüter-Rabe auf ihre Frage an.

Mit ihren Enkeln und ihren Hunden wünsche ich ihnen trotz dieser Einschränkung weiterhin viel Spass.

Herzlichst,

ihr Kandidat Otfried Hilbert
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Verkehr / Infrastruktur / Stadtentwicklung
06.02.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Böttger,

heute morgen habe ich gelesen, das die S-Bahn(nicht die Regionalbahn R10) bis nach Bad Oldesloe verlängert werden soll. Es wird doch schon seid Jahren diskutiert endlich eine U-Bahn über Steilshoop bis nach Bramfeld bauen zu wollen. Wird das in der Stadtteilentwicklung einen hohen Stellenwert haben??? Es wird zeit das einen U-Bahn kommt!!! Die Busse und die Straßen sind voll!!!
Antwort von Otfried Hilbert
4Empfehlungen
21.02.2008
Otfried Hilbert
Sehr geehrter Herr ,

hier eine - auf den ersten Blick - weniger gute Nachricht, aber auch eine sehr gute Nachricht für sie, alle Steilshooper und Bramfelder sowie alle aus dem Grossraum Hamburg :).

Weniger gut:
Sofern eine ausreichend grosse Anzahl von BürgerInnen und Bürgern es der CDU weiterhin glauben wollen, wird die CDU auch in 30 Jahren noch eine U-Bahn nach Steilshoop und Bramfeld immer wieder aufs neue versprechen. Nur kommen wird eine U-Bahn hierher auch in 50 Jahren noch nicht!

Sehr gut:
Wenn sie mit ihrer Stimme dazu beitragen, dass es eine grün-rote Mehrheit in Hamburg gibt, werden die bereits weitestgehend fertigen Planfeststellungsunterlagen für die Stadtbahn - zunächst nach Steilshoop und Bramfeld - unverzüglich wieder aus den von der CDU unsinnigerweise verschlossenen Schubladen geholt.

Warum Stadtbahn?

Es gibt in Hamburg sehr viele Stadtteile mit einem zu erwartenden mittleren Fahrgastaufkommen, die bis heute keinen schienengebundenen ÖPNV-Anschluss haben. Dazu zählen neben Steilshoop und Bramfeld viele andere Gebiete wie Barmbek-Nord, Uhlenhorst, Grossborstel, Eppendorf, der Volkspark mit den Arenen wie z. B. auch Lurup und Osdorfer Born. Am viel zu teuren Bau der U4 in die Hafencity durften wir erleben, wie 300 Mio Euro für nur 4 km U-Bahn alle anderen Verkehrsprojekte für viele Jahre blockiert. Spekuliert wird zur Zeit über eine U-Bahn-Erweiterung zum Volkspark (Arenen) sowie eine U-Bahn nach Harburg (geschätzte Kosten: 1000 Mio Euro!). Die angeblichen Planungen für eine U-Bahn nach Steilshoop sind - wen sollte das wundern? - schon wieder tot!

Da fürs gleiche Geld eine ca. 5 bis 10 mal längere Strecke Stadtbahn mit bis zu 20 mal mehr Haltestellen gebaut werden kann, haben die Gutachten von 1998 bis 2000 nachgewiesen, dass die zusätzlichen Einnahmen für die Stadtbahn nach Inbetriebnahme dann wieder neue Strecken refinanzieren können. Im Gegensatz dazu kann bei einem bereits bestehenden U- und S-Netz durch zusätzliche U-Bahnstrecken diese Refinanzierung nur in einem geringen Maße erreicht werden. Das hat zur Folge, dass - wie in den letzten zwanzig Jahren - pro Jahr im Schnitt nicht mal 1 km U-Bahn finanzierbar ist. Die geplante erste Strecke der Stadtbahn mit einer Länge von 11 km ist dagegen so finanzierbar, dass sie 2011 den Fahrbetrieb aufnehmen kann (genauere Rechnung: Pressemitteilung der GAL vom 18.02.2008 www.gal-fraktion.de

Immer wieder wird behauptet, ein solch grosses Projekt sei in einer Großstadt wie Hamburg nicht möglich. Nicht nur Paris hat es uns 2006 mit der sehr gut angenommenen Stadtbahn vorgemacht. Auch in vielen weiteren Städten wie Montpellier und Montreal sind diese neuen Systeme mit Begeisterung aufgenommen worden. Wäre nicht die Schwarz-Schill-Mehrheit dazwischen gekommen, hätte der Stadtbahnbetrieb schon vor Paris in Hamburg aufgenommen werden können. Erfolg z. B in Karlsruhe: Dort sind die Fahrgastzahlen seit 1993 um 400% gestiegen.

Weitere Vorteile der Stadtbahn u. a.:
  • weitgehend eigene Trasse, Ampelvorrangschaltung, deshalb deutlich schneller als Busse,

  • niederfluriger Einstieg, bequemes Nutzen von Zwischenhalten auf Strassenhöhe,

  • Trassenführung zum Teil auch auf Wiesenflächen ohne wesentliche Beeinträchtigung des Naturempfindens,

  • sehr leise, keine Abgase, Energieeffizient, u. a. durch Bremsenergierückgewinnung,

  • optimale Erweiterungsmöglichkeiten für die notwendigen Tangentialverbindungen z. B. nach Rahlstedt,

  • optimale Flächenerschliessung zwischen den U- und S-Bahnlinien,

  • weniger Staus auf den Strassen, da nur eine Stadtbahnfahrt bis zu 200 PKW-Fahrten ersetzen kann,

  • durch Zweirichtungsfahrzeuge können Wendeschleifen vermieden werden. Auch die Handelskammer sowie der ADAC haben 2001 deshalb den Planfeststellungsunterlagen Stadtbahn zugestimmt. Selbst die CDU war wenigstens in Wandsbek mal schlauer: Im Arbeitsprogramm der CDU, Kreisverband Wandsbek 2001 bis 2005 wurde genau dies Verkehrssystem gefordert - nach der Wahl allerdings per Order "von oben" sofort wieder vergessen.

Herr , ich bitte auch sie: Tragen sie mit ihren Stimmen für die Grünen am kommenden Sonntag zum Bau dieses so optimalen Verkehrssystems für den Grossraum Hamburg und zuerst in Steilshoop/Bramfeld bei. Weitere Infos sind u. a. zu finden unter: www.stadtbahn-hamburg.de

Herzlichst,

Ihr Kandidat Otfried Hilbert
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Verkehr / Infrastruktur / Stadtentwicklung
22.02.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Hilbert,

so richtig habe ich bisher nicht begriffen, wie die GAL eine City-Maut in Hamburg einführen will. Grundsätzlich möchte auch ich wirksame Massnahmen für den Umstieg vom Autoverkehr auf den Öffentlichen Nahverkehr unterstützen. Wie aber kann das ohne zu grossen Verwaltungaufwand realisiert werden?

Mit freundlichen Grüssen

Antwort von Otfried Hilbert
1Empfehlung
23.02.2008
Otfried Hilbert
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für diese Frage. Viele Städte haben mit mit unterschiedlichen Konzepten zum Thema Entlastung der Innenstädte vom PKW-Verkehr schon sehr positive Erfahrungen gemacht. Als wichtigste fallen mir dazu gerade London, Stockholm und Bologna ein.

Was soll mit der City-Maut erreicht werden? Schon heute nutzen sehr viele Bürger für Fahrten in den Innenstadtbereich öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad. Nach wie vor gibt es aber auch sehr viele, die aus Gewohnheit und ohne Notwendigkeit mit ihrem Auto zu Staus, Abgasen, Lärm und Parkplatznot im Innenstadtbereich beitragen. Ein häufig genannter Grund ist dann: "Das Auto steht ja nun sowieso vor meiner Tür. Warum soll ich dann noch einmal für den Öffentlichen Nahverkehr zahlen?" Auch wenn immer wieder belegt wurde, dass die konsequente Nutzung des ÖPNV deutlich günstiger als das Nutzen eines Autos ist, führen eingefahrene Denkgewohnheiten bis heute zu eine sehr hohen Anzahl vermeidbarer Autofahrten.

Mein persönlicher Favorit für eine vergleichsweise schnelle und praktische Einführung der City-Maut wäre: Eine Innenstadtvignette für den PKW-Verkehr wird gleichzeitig mit dem Erwerb einer ÖPNV-Karte (Tages- Monatskarte, Abo, ....) für den gleichen Zeitraum ausgestellt - ohne Mehrkosten, beides für den Preis der ÖPNV-Karte. Darin sehe ich u. a. die folgenden Vorteile: Die mit der Vignette bereits bezahlte ÖPNV-Karte wird sehr viele "Gewohnheits-PKW-Fahrer" dazu führen, doch häufig und immer häufiger die öffentlichen Verkehrsmittel vorzuziehen. Die zusätzlichen Einnahmen im ÖPNV sollen und müssen zu 100% in neue Investitionen für den Ausbau von Linien und insbesondere für die von uns geforderte Stadtbahn eingesetzt werden. Notwendige PKW-Fahrten - z. B. für Lastentransporte - in die Innenstadt werden dadurch weitestgehend ohne Staubeeinträchtigungen und ohne Parksuchverkehr bleiben. Da wir darüberhinaus uns sehr intensiv für ein neues ÖPNV-Sozialticket einsetzen, wird dann automatisch auch die Vignette entsprechend erworben. Insgesamt also ein Vorteil für alle: Eine erlebnisreiche, pulsierende Innenstadt wie z. B. in Amsterdam oder in Bologna - mit deutlich weniger Abgasen, weniger Lärm und weniger Staus. Eine weitere Variante hierzu wäre noch, auch den Ausbau von Fahrradstrecken durch die genannten Mehreinnahmen zu finanzieren.

Dies sind jetzt aber nur zwei Varianten unter vielen möglichen. Vor einer Einführung müssen die notwendigen rechtlichen, planerischen und organisatorischen Voraussetzungen speziell für Hamburg genau geprüft werden. Ein Ziel, dass sich durch die oben genannte Variante vielleicht nur beschränkt realisieren liesse, wäre eine Differenzierung nach Tageszeiten (vielleicht aber doch: CC-Karte!).

Vor einer Einführung in Hamburg wird also in einem entsprechenden Bewertungsverfahren mit umfangreicher Bürgerbeteiligung ein für alle optimales und rechtlich sicheres System gefunden. Auf ein entsprechend neues Innenstadterlebnis freue ich mich schon jetzt :).

Herzlichst

Ihr Kandidat Otfried Hilbert
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Otfried Hilbert
Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.