Oliver Kaczmarek (SPD)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Oliver Kaczmarek
© spdfraktion.de
Geburtstag
08.08.1970
Berufliche Qualifikation
Oberregierungsrat
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Kamen
Wahlkreis
Unna I
Ergebnis
42,6%
Landeslistenplatz
48, Nordrhein-Westfalen
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(...) Eine Zulassung existiert aber nicht. Das bedeutet, dass die E-Zigaretten selbst noch verkauft werden dürfen, allerdings nur mit den Liquids, die Geschmacksstoffe ohne Nikotin enthalten. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Soziales
16.10.2010
Von:
Dr.

Sehr geehrter Herr Kaczmarek,

HINTERGRUND: Ich freue mich über Ihre offenen Antworten auf Abgeordnetenwatch. Am 8. November dieses Jahres sind Sie Mitglied des Petitionsausschusses, wenn die Petition zum bedingungslosen Grundeinkommen behandelt werden wird. Sie lehnen das Grundeinkommen ab. Stattdessen scheinen Sie auf Vollbeschäftigung und Wirtschaftswachstum zu setzen, alles Faktoren, die einem gestandenen Politiker als inzwischen irrational bekannt sein sollten. Zusammen mit der Erfahrung, dass das jetzige soziale Sicherungssystem immer weiter zusammenbricht.

BITTE: Bitte sagen Sie doch den Bürgern (und den SPD-Wählern), wie Sie sich auf das Thema Grundeinkommen vorbereitet haben, und, ob Sie zumindest den Basis-Film Grundeinkommen, Kulturimpuls von Daniel Häni und Enno Schmidt (z.B. www.kultkino.ch angesehen haben, der die wesentlichen Argumente und Kritikpunkte zusammenfasst.

Es grüsst Sie

Schleifer Ring 20, D 96317 Kronach
Antwort von Oliver Kaczmarek
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27.10.2010
Oliver Kaczmarek
Sehr geehrter Herr ,

vielleicht ist Ihnen beim Lesen meiner Antwort auf die Frage von Herrn Martischewski entgangen, dass ich ausdrücklich nicht auf den hergebrachten Wachstumsbegriff vertraue. Vollbeschäftigung ist für mich allerdings weiterhin ein erstrebenswertes politisches Ziel. Dabei ist mir klar, dass diese nicht in dem Normalerwerbsarbeitsverhältnis für Jedermann bestehen kann. Allerdings unterscheide ich mich von den Befürwortern des bedingungslosen Grundeinkommens darin, dass ich den Platz für alle Menschen in der Erwerbsgesellschaft sehe und mir deshalb auch Teilzeitbeschäftigung oder etwa Beschäftigung in öffentlicher Verantwortung vorstellen kann. Ein bedingungsloses Grundeinkommen würde nach meiner Einschätzung nicht eines der sozialstaatlichen Probleme lösen. Einer entsprechenden Petition werde ich deshalb auch nicht meine Unterstützung geben.

Natürlich bin ich zu dieser Einschätzung nach reiflicher Überlegung und Lektüre gekommen, auch wenn ich mir nicht den von Ihnen empfohlenen Film angesehen habe. Ich verstehe nicht, warum viele Befürworter des Grundeinkommens denen, die anderer Meinung sind, oft unterstellen, sie würden sich einfach nicht auskennen oder mit der Materie befasst haben. Wir haben einfach unterschiedliche Wertvorstellungen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Kaczmarek
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Frage zum Thema Soziales
28.10.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Kaczmarek,

Sie haben in der Antwort an Herrn Ruyter von Lektüre geschrieben:

"Natürlich bin ich zu dieser Einschätzung nach reiflicher Überlegung und Lektüre gekommen"

Können Sie mir die Titel und Autoren nennen mit denen sie sich zu diesem Thema auseinandergesetzt haben? Ich möchte mir gerne ein Bild von Ihren Entscheidungsgrundlagen machen.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Oliver Kaczmarek
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17.12.2010
Oliver Kaczmarek
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage. Entschuldigen Sie bitte, dass ich erst jetzt dazu komme Ihnen zu antworten.
Es gibt natürlich eine große Auswahl an Lektüre zum Thema bedingungsloses Grundeinkommen.

Auch in der Grundwertekommission des SPD-Parteivorstandes wurde über das Thema ausführlich diskutiert und debattiert.
Die Ergebnisse der Grundwertekommission sind für mich ein wichtiger Wegweiser. Die ausführliche Stellungnahme der Grundwertekommission finden Sie hier:

www.oliver-kaczmarek.de

Als SPD sind wir der Auffassung, dass Arbeit ein zentrales Element der gesellschaftlichen Teilhabe ist, Ausgrenzung verhindert und ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht. Wir treten ein für einen Sozialstaat, der die Bürgerinnen und Bürger zu Partizipation, Leistung, Kreativität ermutigt und befähigt und deshalb in die Menschen investiert, anstatt sie dauerhaft zu alimentieren.


Mit freundlichen Grüßen

Oliver Kaczmarek
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
04.11.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Kaczmarek,

Ich bin mit Ihrer lapidaren & knappen Beantwortung meiner Frage nicht einverstanden. Ich habe nun aber darüber hinaus eine ungefähre Vorstellung unserer Demokratie.

Das GG hat durchaus seinen Sinn erfüllt: die Aufrechterhaltung von Ordnung&Ruhe in einem milit. besetztem Gebiet. Das GG hat eine "angeborene" beschränkte Lebensdauer, anders wie bei einer Verfassung. Das das GG keine Verfassung sein kann, ergibt sich 1. aus der Tatsache, dass die Alliierten dieses GG genehmigt haben und nicht das Volk, und 2. der Artikel 146 GG einfach existiert.

Vor dem Hintergr. möchte ich Ihnen folgende Fragen stellen, die Sie mir auch stichpunktartig beantworten können.

1. Ist die BRDvD ein Staat wie in der Drei-Elementen-Lehre beschrieben?
2. Gibt es das DR noch wie in "BVerfGE im 2 BvF 1/73" festgestellt?
3. Wie kann die BRD rechtlich gesehen auf folgende Ansprüche verzichten: 82.824 km² Ostpreussen, Schlesien & Grenzmark Posen-Westpreußen? Welche Legitimation hatten die BRD Politiker? Was ist mit den Vertriebenen?
4. Gelten Besatzerrecht bis heute fort? Wenn ja, welche Gesetze und §§?
5. Wurde das DR aus der Feindstaatenkl. der UNO gestrichen?
6. Ist die BRDvD der Rechtsnachf. des DR, bzw. ist es identisch oder teilident.?
7. Warum hat man sich gegen eine Verf. entschieden? & wie sieht die Zukunft aus?

Bitte nehmen Sie sich folgendes Zitat bitte zu Herzen:

Jeder Deutsche hat die Freiheit, Gesetzen zu gehorchen, denen er niemals zugestimmt hat;
er darf die Erhabenheit des GG bewundern, dessen Geltung er nie legitimiert hat;
er ist frei, Politikern zu huldigen; die kein Bürger je gewählt hat, und sie üppig zu versorgen
– mit seinen Steuergeldern, über deren Verwendung er niemals befragt wurde.
Insgesamt sind Staat und Politik in einem Zustand, von dem nur noch Berufsoptimisten oder Heuchler behaupten können, er sei aus dem Willen der Bürger hervorgegangen.
(Prof. Hans Herbert von Arnim ISBN 3-426-27222-9)

MfG
M.

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Frage zum Thema Soziales
12.11.2010
Von:
Dr.

BETREFF: Petition Grundeinkommen, Ihre Antwort vom 27. Oktober auf meine Fragen vom 16. Oktober.

Sehr geehrter Herr Kaczmarek,
Danke für Ihre ausführliche Antwort. Nun weiss ich: Sie stehen für Vollbeschäftigung.
(Notfalls so, dass alle ein bisschen beschäftigt sind.)

Sie schreiben: "Ein bedingungsloses Grundeinkommen würde nach meiner Einschätzung NICHT EINES der sozialstaatlichen Probleme lösen." Bisher meinte ich, dass das bedingungslose Grundeinkommen fast alle der sozialen Absicherungs-Probleme löst (nach reiflicher Überlegung und intensiver Diskussion mit anderen).
Es scheint also, dass ich dazu von Ihnen etwas Nachhilfe brauche.

1) Ist "Sozialstaat" etwas anderes als ein System zur sozialen Absicherung?
2) Welches sind die wichtigsten sozialstaatlichen Probleme?
3) Würde z.B. das Problem Kinderarmut durch ein Grundeinkommen NICHT gelöst?
(oder gehört es einfach per Definition nicht zu den "Sozialstaatlichen Problemen"?

(Eine Empfehlung zum Schluss: Sie könnten Herrn wohl besser antworten, wenn Sie nun doch den von mir empfohlenen Film anschauen, den Sie ja inzwischen auf DVD in Ihrem Besitz haben.)

Mit freundlichem Gruss
H.
Antwort von Oliver Kaczmarek
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08.12.2010
Oliver Kaczmarek
Sehr geehrter Herr ,

das Thema bzw. die Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen ist mir aus verschiedenen Debatten und Zuschriften schon lange vertraut.

Die einzelnen Modelle für ein bedingungsloses Grundeinkommen sind auf unterschiedliche Begründungszusammenhänge aufgebaut. Alle Modelle haben jedoch die gemeinsame Annahme zur Grundlage, dass es in unserer Gesellschaft nicht mehr genügend Arbeit gibt, sodass die soziale Grundsicherung neu ausgerichtet werden muss. Wesentliches Element der meisten Ansätze ist die Bedingungslosigkeit der Grundleistung.

Auch die Grundwertekommission der SPD hat sich mit den vielen Argumenten, die in der Diskussion um das Für und Wider eines Bedingungslosen Grundeinkommens genannt werden, intensiv auseinandergesetzt. Als SPD stehen wir den bisher diskutierten Modellen skeptisch gegenüber, da für uns Arbeit die Grundlage von Wohlstand und sozialer Sicherheit bleibt.

Ich gehe von der Zentralität der Erwerbsarbeit aus, das heißt mein Ziel ist es, dass jeder Mensch von der Arbeit, die er leistet, leben kann und fair entlohnt wird. Jeder Mensch braucht einen Platz in der Arbeitsgesellschaft. Deshalb halte ich am Ziel der Vollbeschäftigung fest. Dazu müssen wir die vorhandene Arbeit besser einbeziehen, zum Beispiel in Form eines öffentlichen Beschäftigungssektors in Verbindung mit einem gesetzlichen Mindestlohn.

Ich gehe auch von einem anderen Sozialstaatsmodell aus, als es in vielen Modellen zum Grundeinkommen beschrieben wird. Der deutsche Sozialstaat basiert auf dem Solidaritätsgrundsatz, das heißt Menschen treten für Menschen ein. Die Gesunden für die Kranken, die Jungen für die Alten usw. Er ist auf Integration und nicht auf Alimentation ausgelegt. Ziel der Sozialdemokratie ist es, den Sozialstaat zielgenau zu verbessern, dass er jedem Menschen eine schnellstmögliche Integration nach seinen Neigungen und Fähigkeiten zu ermöglichen.

Die Zusammenfassung aller sozialen Leistungen zu einem Grundeinkommen führt dazu, dass der Sozialstaat ungenauer und ungerechter wird. Unterschiedliche Instrumente sollen aber immer auch unterschiedliche Lebenslagen abbilden und darauf eingehen.

Auch die Orientierung auf die Konsumsteuer als alleinige Einnahmequelle ist im höchsten Maße ungerecht, da die unter-schiedlichen Einkommens- und Vermögenssituationen keine Berücksichtigung finden. Anders ausgedrückt: Vermögen und Vermögende werden geschont.

Aus diesen Gründen sind meine Vorstellungen von einem Sozialstaat und einer Arbeitsgesellschaft nicht mit einem bedingungslosen Grundeinkommen vereinbar.

Mit freundlichen Grüßen


Oliver Kaczmarek
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
26.11.2010
Von:

Ich möchte Ihnen hiermit eine Kopie meiner Anfrage bei NTV RTL usw zukommen lassen. Ich denke das wird auch Sie Interressieren. Zwischenzeitlich habe ich erfahren das LKW von dieser Regel ausgeschlossen wurden da es keine Winterreifen für LKW gibt ?


Sehr geehrte Damen und Herren.

In Ihren und in den Nachrichten auf RTL wurde so eben gemeldet, das ab Montag eine Winterreifenpflicht besteht und diese auch für Motorräder gültig ist. Mehrere anrufe bei reifenhändlern und in der Reifenindustrie haben mir bestätigt, was ich schon immer wuste. ES GIBT KEINE WINTERREIFEN FÜR MOTORRÄDER. Technisch bei den meisten PS Boliden auch nicht machbar. Zu großes Risiko das die Reifen versagen. Was haben sich unsere Weltfremden Berliner Politiker jetzt wieder geleistet. Ich habe gerade erst meine Zulassung in die Winterzeit verlängert und zahle jetzt natürlich KFZ Steuern um die Straßen benutzen zu dürfen. Es gibt gerade in der Winterzeit, vor allem im Oktober, Dezember und Januar Wunderschöne Tage für eine Motorradtour
Bitte prüfen Sie meine Angaben und teilen mir Ihre Ergebnisse mit. Bitte glauben Sie mir das eine Menge gleichgesinnte Motorradfahrer an diesem Thema ebenfalls ein reges Interresse haben.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Oliver Kaczmarek
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02.12.2010
Oliver Kaczmarek
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Email zum Thema Winterreifen für Motorräder.

Ich habe mich bezüglich Ihrer Frage an unsere Verkehrsexperten gewandt und die Rückmeldung bekommen, dass es Winterreifen für Motorräder gibt. Dies wird auch vom ADAC bestätigt.

www1.adac.de

www.reifenwerk-heidenau.de

Das Angebot scheint aber leider noch etwas eingeschränkt zu sein. Hier müssen die Anbieter nachlegen und für ein entsprechendes Angebot sorgen.

Aus Sicht der Verkehrssicherheit begrüße ich die Regelung allerdings und würde mich auch dem Rat des ADAC anschließen, das Motorrad bei winterlichen Verhältnissen zur Vorsicht am besten stehen zu lassen. Wir müssen jede Gelegenheit ergreifen, die Zahl der Verkehrsunfälle, die durch Witterung und Ausrüstung bedingt sind, zu senken - egal ob mit zwei oder vier Rädern.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Kaczmarek
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