Oliver Kaczmarek (SPD)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Oliver Kaczmarek
© spdfraktion.de
Geburtstag
08.08.1970
Berufliche Qualifikation
Oberregierungsrat
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Kamen
Wahlkreis
Unna I
Ergebnis
42,6%
Landeslistenplatz
48, Nordrhein-Westfalen
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(...) Nach meiner nun knapp einjährigen Erfahrung als Abgeordneter kann mir nicht vorstellen, neben dem Abgeordnetenmandat viele weitere umfängliche Nebenbeschäftigungen auszuüben. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
25.05.2012
Verlängerung Kosovo-Einsatz (KFOR)
JA
24.05.2012
Verbesserter Rechtsschutz in Wahlsachen (Art. 93 GG)
JA
10.05.2012
Verlängerung des Bundeswehreinsatzes gegen Piraterie (Atalanta)
NEIN
29.03.2012
Abbau der kalten Progression
nicht beteiligt
29.03.2012
Kürzungen der Solarförderungen
nicht beteiligt
29.03.2012
Pläne für ein Betreuungsgeld aufgeben
nicht beteiligt
27.02.2012
Zweites Rettungspaket für Griechenland
nicht beteiligt
26.01.2012
Verlängerung Afghanistan Einsatz (ISAF)
JA
01.12.2011
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes im Mittelmeer (OAE)
NEIN
01.12.2011
Verlängerung des Bundeswehreinsatzes gegen Piraterie (Atalanta)
JA
26.10.2011
Ausweitung des Euro-Rettungsschirms (EFSF)
JA
29.09.2011
Euro-Stabilisierungsfonds EFSF
JA
29.09.2011
Reform des Bundestagswahlrechts
NEIN
29.09.2011
Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Südsudan (UNMISS)
JA
08.07.2011
Deutsche Beteiligung an UN-Aufbaumission in Südsudan
JA
08.07.2011
Keine Panzer an Saudi-Arabien verkaufen
enthalten
08.07.2011
Verlängerung des Darfur-Einsatzes
JA
07.07.2011
Abschiebestopp für syrische Flüchtlinge
JA
07.07.2011
Eingeschränkte Zulassung der Präimplantationsdiagnostik
JA
07.07.2011
Unterirdische Speicherung von CO2
NEIN
30.06.2011
Atomausstieg bis 2022
JA
09.06.2011
Verlängerung des Libanon-Einsatzes (UNIFIL)
JA
09.06.2011
Verlängerung Kosovo-Einsatz (KFOR)
JA
26.05.2011
Schwarzarbeiterbekämpfungsgesetz
JA
25.03.2011
AWACS-Einsatz in Afghanistan
JA
17.03.2011
Sofortige Abschaltung von Alt-AKW
JA
17.03.2011
Unverzügliche Abschaltung aller deutschen AKW
enthalten
17.03.2011
Vorübergehende Aussetzung von AKW-Laufzeiten (Moratorium)
NEIN
28.01.2011
Verlängerung Afghanistaneinsatz (ISAF)
JA
03.12.2010
Anpassung und Veränderung von Hartz IV
NEIN
03.12.2010
Vorläufiger Bau- und Vergabestopp bei Stuttgart 21
JA
02.12.2010
Kampf gegen Piraten (ATALANTA)
JA
02.12.2010
Verlängerung Bosnien-Einsatz (ALTHEA)
JA
02.12.2010
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes im Mittelmeer (OAE)
NEIN
26.11.2010
Haushalt 2011
NEIN
12.11.2010
Einführung bundesweiter Volksentscheide
NEIN
12.11.2010
Gesundheitsreform
NEIN
11.11.2010
Neuordnung am Arzneimittelmarkt
NEIN
28.10.2010
Abschöpfung von Zusatzgewinnen aus AKW-Laufzeitverlängerung
NEIN
28.10.2010
Brennelementesteuer
NEIN
28.10.2010
Sparpaket (Haushaltsbegleitgesetz)
NEIN
28.10.2010
Verlängerung von AKW-Laufzeiten
NEIN
18.06.2010
Reduzierung der Wehrpflicht
NEIN
17.06.2010
Bundeswehr ohne Wehrpflicht
enthalten
17.06.2010
Reform der Jobcenter
JA
17.06.2010
Verlängerung des Darfur-Einsatzes (UNAMID)
JA
17.06.2010
Verlängerung des Libanon-Einsatzes (UNFIL)
JA
17.06.2010
Verlängerung des Sudan-Einsatzes (UNMIS)
JA
10.06.2010
Austritt aus der Kernfusion (ITER)
enthalten
10.06.2010
Verlängerung Kosovo-Einsatz (KFOR)
JA
21.05.2010
Euro-Rettungsschirm
enthalten
07.05.2010
Notkredit für Griechenland
enthalten
06.05.2010
Mindestsicherung statt Hartz IV
NEIN
06.05.2010
Schnellere Absenkung der Einspeisevergütung im EEG
NEIN
22.04.2010
Beibehaltung der Steuerfreiheit bei Feiertags- und Nachtarbeit
JA
25.03.2010
Abschaffung der reduzierten Mehrwertsteuer für Hotels
JA
19.03.2010
Bundeshaushalt 2010
NEIN
26.02.2010
Verlängerung Afghanistaneinsatz (ISAF)
JA
18.12.2009
Bundeswehreinsatz in Bosnien Herzegowina
JA
18.12.2009
Kampf gegen Piraten (ATALANTA)
JA
04.12.2009
Verzicht auf Mehrwertsteuersenkung für das Hotelgewerbe
JA
04.12.2009
Wachstumsbeschleunigungsgesetz
NEIN
03.12.2009
Verlängerung Afghanistaneinsatz (ISAF)
JA
03.12.2009
Verlängerung des Anti-Terror-Kampfes (OEF)
NEIN
03.12.2009
Verlängerung Libanon-Einsatz (UNFIL)
JA
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Frage zum Thema Wirtschaft
24.04.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Kaczmarek,

die Konjunktur nach der Wirtschafts- und Finanzkrise brummt.

Die Stadt Unna muss innerhalb von 6 Monaten 2 Haushaltssperren verhängen.

Der Gewerbesteuerhebesatz beträgt bei der Stadt Unna 450 Prozent. Der Gewerbesteuerhebesatz beträgt 360 Prozent im Durchschnitt in Bayern. Viele Unternehmen verlegen Ihren Hauptsitz nach Süddeutschland. Dort wird dann die Gewerbesteuer bezahlt.

Sollte Ihrer Meinung nach der Gewerbesteuerhebesatz der Stadt Unna erhöht oder gesenkt werden um die Unternehmen dazu bewegen Ihren Hauptsitz in Unna zu lassen bzw. Unternehmen zu animieren sich in Unna niederzulassen?

Finden Sie den aktuellen Gewerbesteuerhebesatz der Stadt Unna in Höhe von 450 Prozent zu hoch oder zu niedrig?

Für Ihre Antwort bedanke ich mich im voraus.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Oliver Kaczmarek
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24.05.2012
Oliver Kaczmarek
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage. Wie Sie wissen, müssen Städte, Gemeinden und Kreise unter der verfehlten Finanzpolitik der schwarz-gelben Bundesregierung zu Lasten der Kommunen leiden. Allein durch die Regelungen im sogenannten Wachstumsbeschleunigungsgesetz mit üppigen Steuererleichterungen für Hoteliers und Großerben müssen die Kommunen bundesweit allein pro Jahr 1,6 Milliarden Euro Einnahmeausfall kompensieren. Die für 2013 (Jahr der Bundestagswahl) geplanten Steuersenkungen wurden zu weiteren Einnahmeausfälle führen, da den Ländern Mittel in erheblicher Größenordnung entzogen werden. Diesem Irrweg zu Lasten der kommunalen Selbstverwaltung muss ein Kurs der Stärkung der vor-Ort-Ebene entgegen gesetzt werden. Die SPD hat hierzu Vorschläge gemacht, die Steuereinnahmen von Kommunen in Höhe von 4 Milliarden Euro pro Jahr mobilisieren. Die rot-grüne Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat die Kommunen in ersten Schritten entlastet. Mit dem Stärkungspakt Stadtfinanzen fließen den Kommunen bis 2020 zusätzliche 5,3 Milliarden Euro zu. Erst vor wenigen Wochen wurde dagegen ein Gesetz der 2010 abgewählten schwarz-gelben Landesregierung von Jürgen Rüttgers für verfassungswidrig erklärt, mit dem den Kommunen jährlich 167 Millionen Euro aus dem Lastenausgleich für die deutsche Einheit vorenthalten wurden.

Unter dieser Situation leiden natürlich auch in besonderer Weise die Städte im Kreis Unna. Sie müssen einerseits die hohen Soziallasten infolge des anhaltenden Strukturwandels und andererseits die Steuerausfälle verkraften. Insofern bleibt ihnen häufig gar keine andere Wahl, als die Einnahmen zu erhöhen. Sowohl die Mitglieder des Rates wie auch der Verwaltung der Stadt Unna machen sich diese Entscheidungen nicht leicht.

Ich möchte an dieser Stelle aber auch betonen, dass Unna über eine gesunde wirtschaftliche Basis verfügt. Bei meinen Besuchen in Betrieben und Einrichtungen treffe ich auf verantwortungsvolle Unternehmer und motivierte Arbeitsnehmer. Sie schätzen neben der exzellenten verkehrstechnischen Anbindung die flexible Zusammenarbeit mit der Verwaltung und der Wirtschaftsförderung. Deshalb kann ich auch nicht erkennen, dass die Unternehmen, abgesehen von natürlicher Fluktuation und einzelnen Fällen, in größerem Ausmaß abwandern, wie Sie unterstellen. Dass das so bleibt, ist unsere gemeinsame politische Aufgabe.

Bitte haben Sie aber Verständnis dafür, dass ich die Höhe des Gewerbesteuersatzes in Punkten nicht kommentieren kann. Diese Diskussion als MdB zu führen, wäre sehr abstrakt. Ich glaube, dass etwas anderes wichtiger ist als die Höhe des Gewerbesteuersatzes ist, nämlich, dass dem auch ein passender Rahmen für wirtschaftliche Betätigung gegenüber steht. Und das ist in Unna absolut der Fall. Wir sollten das nicht schlechter reden als es ist.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Kaczmarek
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