Olaf Scholz (SPD)
Abgeordneter Bundestag (ausgeschieden)

Grunddaten
Olaf Scholz
© Romeo Deischl
Geburtstag
14.06.1958
Berufliche Qualifikation
Rechtsanwalt
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Hamburg
Wahlkreis
Hamburg Altona
Ergebnis
36,1%
Landeslistenplatz
1, Hamburg
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(...) Vielen Dank für Ihre Anfrage. Es gibt keinen Zusammenhang zwischen meiner Teilnahme an der Konferenz und der Stabilität des Euro. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
08.06.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Scholz,

1.) trifft es zu, dass auf den sog. Bilderberger-Konferenzen in geschlossenen elitären Zirkeln vorherbestimmt wird, wer die Führung eines westlichen Landes übernehmen wird? (Dieser Eindruck entsteht durch die erfolgte Teilnahme von Merkel und Westerwelle an vorherigen Treffen.) In anderen Worten, haben Sie die Zusage bekommen, in einer zukünftigen deutschen Regierung an exponierter Stelle wirken zu dürfen?

2.) Was bedeutet der auf der offiziellen Bilderberg-Seite angeführte Beratungspunkt "Global Cooling"? Worüber wurde dort gesprochen?

3.) Was halten Sie persönlich davon, dass Politiker der westlichen Welt im Gleichklang mit den Medien dem "gemeinen Volk" suggerieren, es könne über Wahlen etwas bestimmen, wo doch immer deutlicher wird, dass Politiker Entscheidungen nur verkünden, nachdem sie in höheren Etagen bereits gefällt wurden? Würden Sie zustimmen, diesen Vorgang als Farce zu bezeichnen?
Antwort von Olaf Scholz
1Empfehlung
17.06.2010
Olaf Scholz
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. In den von Ihnen angesprochenen westlichen Ländern werden die Regierungen durch Wahlen bestimmt. Andere Vermutungen sind zwar immer wieder anzutreffen, aber gegenstandslos. Wie Sie der Ihnen bekannten Internetseite entnehmen können, finden die Gespräche off-the-record statt, um einen freien Gedankenaustausch zu ermöglichen. Beschlüsse wurden auf der Bilderberg Konferenz nicht gefasst, auch nicht zu diesem Thema.

Mit freundlichen Grüßen

Olaf Scholz
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Frage zum Thema Finanzen
08.06.2010
Von:

Wie alle Parteien steht ja auch die SPD für den Schuldenabbau.

Wie genau stellen Sie sich das vor?

Im modernen Bankensystem wird Geld faktisch aus dem Nichts*, durch Gewährung von Krediten geschaffen. Gleichwohl verschwindet dieses Geld bei Tilgung von Krediten wieder.

Das bedeutet:
viele Schulden = hohe Geldmenge
wenig Schulden = geringe Geldmenge
keine Schulden = kein Geld (!!!)

Nur Banken allein dürfen Geld schöpfen, aber verlangen grundsätzlich mehr Geld zurück, als sie je durch Kreditgewährung geschöpft haben. Sie verlangen nämlich zusätzlich den Zins!
Damit ist es rechnerisch unmöglich alle Schulden in ihrer Gesamtheit zu begleichen, weil stets der fällige Zins fehlt. Es müssen also ständig neue Schulden aufgenommen werden, um alte zu bezahlen.

Unser Geldsystem ist somit ein Schneeballsystem. Es ist unmöglich schuldenfrei zu werden! Vielmehr sind immer neue Schulden unumgänglich, um alte Forderungen zu begleichen. Die Zinslasten die daraus entstehen, wachsen exponentiell. Der Schuldendienst ist inzwischen der zweitgrößte Posten im bundesdeutschen Haushalt - ohne die geringste Aussicht auf Besserung. Demnächst wird der Schuldendienst der größte Posten im Haushalt werden und die Volkswirtschaft völlig überlasten.

Werden Sie die Wähler darüber aufklären? Werden Sie sich an ihren Eid halten und alles tun, um den unabwendbaren Crash zu mildern und weiteres Unheil verhindern?

MfG

M.


* im Rahmen von 2% Mindestreserve Zentralbankgeld
Meine Ausführungen lassen sich auf www.bundesbank.de im Glossar verifizieren
Antwort von Olaf Scholz
bisher keineEmpfehlungen
07.09.2010
Olaf Scholz
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Ihre Besorgnis über die hohe Staatsverschuldung kann ich gut verstehen. Die dafür zu zahlenden Zinsen schränken den Spielraum der Politik für Maßnahmen etwa in den Bereichen Infrastruktur, Bildung oder Forschung immer mehr ein. Um der Flucht in immer neue Schulden – die ja häufig nur ein Ausdruck halbherziger Politik sind, die sich nicht traut für geplante Maßnahmen Kürzungen an anderer Stelle zu benennen – zu unterbinden, hat der Deutsche Bundestag im vergangenen Jahr eine so genannte Schuldenbremse im Grundgesetz festgeschrieben. Danach ist die Neuverschuldung des Bundes in den nächsten Jahren deutlich zurückzuführen.

Es ist richtig, dass die alten Schulden bei Fälligkeit durch Anschlussfinanzierungen, das heißt durch weitere Schulden refinanziert werden müssen, solange ein Teil des Haushalts durch zusätzliche neue Schulden gedeckt werden muss. Dabei handelt es sich aber nicht um ein Schneeballsystem, in dem es unmöglich ist, schuldenfrei zu werden. In anderen Staaten hat es durchaus Verschuldungsrückführungen gegeben, ohne dass dadurch das Geldsystem zusammengebrochen wäre. Auch in einzelnen Bundesländern hat es schon Jahre gegeben, in denen die Verschuldung zurückgeführt, also wirklich Schulden getilgt worden sind. Der Bund könnte ebenfalls ohne eine Gefahr für das Geldsystem bei entsprechenden politischen Entscheidungen – zum Beispiel für mehr Einnahmen – seine Gesamtverschuldung zurückführen. Es droht kein Zusammenbruch des Geldsystems oder der Staatsfinanzen infolge der öffentlichen Verschuldung, aber eine Begrenzung der Verschuldung ist nötig und machbar.

Mit freundlichen Grüßen

Olaf Scholz
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
08.06.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Scholz,

vielen Dank für Ihre "Antwort" auf meine Fragen vom 06.06.2010 zu Ihrer Teilnahme an der Bilderberg-Konferenz ( www.abgeordnetenwatch.de ).

Leider haben Sie nur auf Frage Nummer Vier von insgesamt fünf Fragen geantwortet, was ich sehr bedauere. Können oder wollen Sie die anderen 4 Fragen nicht beantworten?

Bitte gestehen Sie mir zu, dass ich mir sorgen um die Demokratie in Deutschland, Europa und auch weltweit mache, und dass solche Geheimkonferenzen nicht unbedingt dazu beitragen mein Vertrauen in die guten Absichten der Teilnehmer zu stärken. Daher möchte ich Sie an dieser Stelle bitten, ein etwas ausführlicheres Statement zu den Vorgängen abzugeben.

Dank und Gruß,

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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
08.06.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Scholz,

würden Sie eine Petition unterstützen, die in etwa folgenden Inhalt haben könnte?

I. In Wahrung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung, der Bestimmungen des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland und im Interesse der Erhaltung des Gemeinwohls ist es Mitgliedern der Bundesregierung, des Bundesrates, Abgeordneten des Bundestages, der Landtage und Gremien der Kommunalebene sowie Vertretern von Bundes- und Landeseinrichtungen untersagt an Sitzungen, Tagungen oder Treffen teilzunehmen, wenn

1. die Veranstaltung nicht-öffentlich stattfindet, nicht protokolliert wird und die Ergebnisse der Geheimhaltung unterliegen; oder
2. der Abgeordnete sich verpflichten muß, über den Inhalt der Sitzungen, Tagungen oder Treffen Stillschweigen zu bewahren; oder
3. die Veranstaltung nach Darstellung des Veranstalters einen privaten Charakter hat.

II. Zuwiderhandlungen werden strafrechtlich verfolgt.

Freundlichen Gruß,
Antwort von Olaf Scholz
4Empfehlungen
16.06.2010
Olaf Scholz
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Ich glaube nicht, dass wir das gemeinsame Abendessen eines Abgeordneten mit seiner Ehepartnerin unter Strafe stellen sollten.

Mit freundlichen Grüßen

Olaf Scholz
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Frage zum Thema Internationales
09.06.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Scholz,

Meine Frage an sie als Abgeordneter des Bundestages wäre, das ich wie viele besorgte Bürger gerne wissen würde, was Sie bei der Bilderberg-Konferenz 2010 in Sitges Spanien besprochen haben?
Wie sie sicher besser als viele Bürger wissen, ist die Bilderberg Konferenz bereits seit 1954 ein geheimes Treffen von politisch einflussreichen Personen, Wirtschafts- und Konzernbossen, Bankern, Medienvertretern, Königsfamilien und all denen, die sich selbst gern zum Kreis einer Globale Elite zählen. Die Mainstream-Medien schweigen seit Jahrzehnten über dieses geheime Treffen. Deswegen hoffe ich von Ihnen zu erfahren, was bei dem diesjährigen Treffen besprochen wurde und aus welchem Grund sie zu dem Treffen 3 Tage lang in das Dolce Resort in Sitges eingeladen wurden.

Des weiteren würder ich gerne Wissen, ob es in Deutschland so etwas wie einen "Logan Act" (USA) gibt, also ein Gesetz, welches es Abgeordneten verbietet, ohne ausdrückliche Genehmigung der Regierung politische Verhandlungen zu führen. Kontakte zu anderen Staaten sollen doch über ordentliche Staatsbesuche erfolgen und nicht über Geheime Treffen?

Vielen Dank für ihre Mühen.
Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Olaf Scholz
1Empfehlung
16.06.2010
Olaf Scholz
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Ich gehe davon aus, dass eine Themenübersicht demnächst im Internet unter www.bilderbergmeetings.org verfügbar ist. Dort finden Sie auch die Themenfelder der vorangegangenen Konferenzen. Ich habe auf der Konferenz keine politischen Verhandlungen geführt. Die völkerrechtliche Vertretung des Bundes obliegt nach Art. 59 des Grundgesetzes dem Bundespräsidenten.

Mit freundlichen Grüßen

Olaf Scholz
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Ihre Frage an Olaf Scholz
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