Michael Stübgen (CDU)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Michael Stübgen
© Bundestagsfraktion CDU/CSU
Geburtstag
17.10.1959
Berufliche Qualifikation
Pfarrer, Baufacharbeiter
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Finsterwalde
Wahlkreis
Elbe-Elster - Oberspreewald-Lausitz II
Ergebnis
28,9%
Landeslistenplatz
2, Brandenburg
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(...) Die Tarifautonomie hat sich in Deutschland bewährt. Mit der Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns würden wir die Tarifautonomie gefährden. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Internationales
30.07.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Stübgen,

es wird oft ein Marshallplan für Griechenland gefordert, aber nicht konkret gesagt, wie dieser aussehen soll.Meiner Ansicht nach hat Wolfgang Schäuble hier den ersten vernünftigen Vorschlag gebracht: Griechenland in einen riesigen Solarpark für Europa umzuwandeln--das hätte den Vorteil, dass Griechenland mittel- und langfristig eine sichere Einnahmequelle hätte
mittels derer es seine Schulden begleichen kann und Europa Strom.Warum dehnt man diese Idee nicht auch auf die sonnenreichen, mediteranen PIGS-Länder Spanien, Portugal und Italien aus? Die bisherigen Abermilliarden der EU, die in diese Länder flossen,womit Häfen, Flughäfen, Eisenbahntrassen und Straßen/Autobahnen finanziert wurden(in der Hoffnung einer neuen Infrastruktur würden neue industrielle Kerne folgen) haben ja keine neuen Industrien geschaffen, ja diese Länder blieben vor allem nur auf Landwirtschaft, Tourismus und Immobilienblasen fokusiert. So aber hätte man einen konkreten Nutzen.Mit den produzierten Solarstrommengen würden sich dann auch die Frage lösen, wie etwa ein atomkraftabhängiges Land wie Frankreich (80% des Stroms aus Atomkraft) seine Energielücke schliessen könnte.Es gilt nun die Energiewende zu europäisieren und Europa auch mittels der Energiewende wieder eine Vision zu geben. Hat die Bundesregierung schon Schäubles Vorschlag zu einer Europäisierung der Energiewende aktiv aufgenommen und setzen sie sich hierfür auch in der EU ein?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Michael Stübgen
1Empfehlung
24.11.2011
Michael Stübgen
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Gerne nehme ich dazu wie folgt Stellung: Der Vorschlag von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble kann natürlich eine Alternative sein, um die Wirtschaftskraft in Griechenland zu stärken. Das dieser Vorschlag von der Bundesregierung grundsätzlich verfolgt wird, zeigt der Besuch von Bundesminister Philipp Rösler in Griechenland. Zahlreiche Unternehmensvertreter aus dem Bereich der New Economy gehörten der Delegation des Ministers an. Bei aller Euphorie bitte ich aber folgendes zu bedenken, auch und gerade im Hinblick auf die Erfahrungen, die wir in Deutschland gerade machen. Mit dem Bau von Photovoltaikanlagen ist nicht zwangsläufig eine dauerhafte wirtschaftliche Wertschöpfung für Griechenland verbunden. In Griechenland selbst gibt es keine nennenswerte Solarindustrie. Der (schnelle) Ausbau würde mithin dazu führen, dass die für die Anlagen notwendigen Komponenten importiert werden. Dieses Problem zeigt sich letztlich auch in Deutschland, wo ein hoher Anteil der installierten Anlagen beispielsweise aus Asien importiert wird. Ein weiteres Problem ist der mangelhafte Netzausbau in Griechenland. Nach jetzigem Stand ist der Ausbau der Photovoltaik aus technischen Gründen kaum möglich, da es zu einer Überlastung der bestehenden Netze führen würde. Ferner müssten Stromtrassen (intelligente Netze) nach Europa gebaut werden, damit der in Griechenland produzierte Strom in die Nachbarländer transportiert werden kann. Zusätzlich dazu bedarf es Regelungen hinsichtlich der Mehrkosten, welche den Griechen im Falle des Ausbaus entstehen würden. Selbst wenn man davon ausgeht, dass es in Griechenland weit mehr Sonnenstunden als in Deutschland gibt, lässt sich derzeit Solarstrom auch in Griechenland nicht zu marktfähigen Preisen produzieren. Aus meiner Sicht wäre es paradox, wenn die Griechen selbst die entstehenden Mehrkosten tragen müssten. Vorschläge, wonach beispielsweise eine Umlage über das deutsche EEG-Gesetz gezahlt werden könnte, sind strikt zurückzuweisen. Wie aus der Veröffentlichung der Bundesnetzagentur zur EEG-Umlage 2012 hervorgeht, wird im kommenden Jahr mit einem Erlös aus dem Verkauf Erneuerbarer Energien in Höhe von rund 4 Milliarden Euro gerechnet. Dem gegenüber steht eine über die EEG-Umlage zu finanzierende Einspeisevergütung in Höhe von 17 Milliarden Euro. Diese Zahlen belegen im Ergebnis, dass der unbedachte Ausbau gerade von Solarstrom zu einer erheblichen Kostenspirale führen könnte. Eine Lösung könnte in einer grenzüberschreitende Konzeption der Ökostromförderung aller 27 Mitgliedsstaaten liegen, gerade um Kosten zu sparen. Entsprechende Vorschläge von Kommissar Günther Oettinger zielen auf eine europäische Ökostrom-Förderung nach dem Vorbild des deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Von einer solchen Harmonisierung, wie Sie sie fordern, sind wir aber noch weit entfernt. Gerade aus Gründen des Wettbewerbs gibt es viele Vorbehalte gegen eine solche Harmonisierung (Mitgliedstaaten, Europäisches Parlament). In den vergangenen Jahren war es das Ziel der Politik der Europäischen Kommission, für mehr Wettbewerb im Bereich der Energieversorgung zu sorgen. Mit der Harmonisierung der Ökostromförderung ist aus meiner Sicht die Gefahr verbunden, dass wir die geschaffenen Wettbewerbsstrukturen gefährden, da es beispielsweise keine wirtschaftlichen Anreize mehr für dezentrale Anlagen geben dürfte. Es würde zu einer Konzentration des Anlagenbaus unter Dominanz der großen und finanzstarken Stromunternehmen kommen (Küste/Offshore, Süden/Solar). Die Wertschöpfung würde nicht mehr in Deutschland stattfinden und wir würden uns im sensiblen Bereich der Energieversorgung von Importen abhängig machen.
Abschließend gestatten Sie mir den Hinweis, dass Spanien, Portugal und insbesondere Italien über eine leistungsfähige Wirtschaft verfügen. Es ist nicht angemessen, diese Länder auf Tourismus bzw. Landwirtschaft zu reduzieren.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Stübgen, MdB
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Frage zum Thema Notkredit für Griechenland
11.09.2011
Von:
D.

Auch wenn 90% der Bürger für einen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone plädieren, gäbe es sicherlich mehr Verständnis für eine Rettung maroder Länder, wenn diese geldwerte Sicherheiten (Grund und Boden , Gold etc) bieten würden, so wie das jeder Bürger leisten muß, der bei einer Bank einen Kredit in Anspruch nehmen will.
Warum besteht die Politik nicht darauf, was für jeden Bürger in Europa gilt?

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Frage zum Thema Bildung und Forschung
09.12.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Stübgen,

Ich habe einige Grundsatzfragen die mir bislang niemand sachlich sowie objektiv erklären konnte. Meine Eltern,Famile und ehemalige Lehrer ebenso wenig. Nun stelle ich Ihnen als "Volksvertreter" mal direkt die Frage???

"Wem nutzt die technokratische Bildung mehr,Wirtschaft oder das menschliche Individuum???"

Ich möchte gerne kurz und knapp eine Antwort haben,die sich nicht in Sachverhalte verstrickt die mit der o.g. Frage nichts zu tun haben, und deshalb gern als Ausweichmöglichkeit genommen wird.

Ich bin 26 Jahre und habe einen Realschulabschluss 2001 mit der Note 2 abgeschlossen,doch in den letzten Jahren wurde mir immer mehr bewusst,das ich durch autodidaktik und investigativen Journalismus mehr verstanden habe, als in 10 Jahren Schulzeit + 3 Jahre kaufmännische Ausbildung.

Der Punkt ist nämlich der,dass meine und vorallem die nachfolgenden Generationen immer mehr durch die Schule degenriert werden (von den Medien will ich gar nicht erst anfangen). Mir und meinem Freundeskreis wurde und wird nur technokratischer Nonsens vermittelt.Kein universelles Wissen,wie unseren Großvätern usw.

Kein Wunder,dass die Jugend von Heute denkt der Strom kommt aus der Steckdose und die Kuh ist lila.

Was die Lehrer gut konnten ist die Tatsache uns genseitig aufzuhetzen und dadurch eine Leistunggesellschaft zu suggerieren..jeder gegen jeden usw. Die Jugend soll an sich denken und nicht an Vater Staat..quasi Privatisieren von A-Z..

Nur Privat kommt aus dem lateinischen Privere und bedeutet "rauben"...

Nun gut ich will nicht tiefer graben sondern erstmal nur eine Antwort auf meine Frage haben und vorallem was sich die Gesellschaft dieser aktuellen Bildungspolitik verspricht,oder soll ich lieber sagen die kapitalistischen FeudalHerren???

MfG


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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
18.12.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Stübgen,

in unserer Region stehen die Grundwasserpegel sehr hoch. Der Niederschlag ist eher als sehr niedrig einzustufen.Das wasser selbst hat eine dunkelbraune Farbe und einen unangenehmen Geruch. Ich befürchte das der Tagebau Seenplatten baut oder bauen läßt, ohne die erforderliche
100 prozentige Isolation der betroffenen Wassergebiete.
Der Schaden in fast allen älteren Häusern, ca 105 Jahre alt ohne wasserdichte Bodenplatte errichtet, ist bereits eigetreten. Welche finanziellen Mittel stellt wer zur Verfügung um die private Belastung eines jeden betroffenen Gebäudeeigentümers zu mindern?

Mit freundlichen Grüßen


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Frage zum Thema Verbraucherschutz
01.03.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Stübgen,

die Mineralölpreise steigen ins Uferlose. Wir hören ständig von den Gründen weshalb sie gerade wieder erhöht werden. Jedoch scheint es anschließend niemals mehr Gründe für eine Reduzierung zu geben. Die Marktwirtschaft hat aktuell bei den Benzin- und Dieselpreisen leider versagt.

Hier sind jetzt die Politiker gefordert, regulierend einzugreifen. Doch will die Politik überhaupt eingreifen? Ich habe bisher in dieser Richtung nichts wahrgenommen.

Als Bewohner des ländlichen Raums bin ich auf Mobilität, besonders für die Arbeit, angewiesen. Ohne Auto geht hier nichts! Meine Kosten für Diesel summieren sich inzwischen bei 450 bis 500 € pro Monat. Das ist unerträglich!

Was gedenken Sie - die CDU - zu unternehmen, um die Preistreiberei an der Tankstelle zu beenden?

Mit besten Grüßen

D.

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