Michael Panse (CDU)
Kandidat Landtagswahl Thüringen 2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Michael Panse
Jahrgang
1966
Berufliche Qualifikation
Kfz-Elektromechaniker, berufsbegleitendes Studium und Abschluss als Verwaltungsbetriebswirt und Betriebswirt
Ausgeübte Tätigkeit
MdL, sozialpolitischer Sprecher der CDU Fraktion, Vorsitzender des Kuratoriums der Landeszentrale für politische Bildung
Wohnort
Erfurt
Wahlkreis
Erfurt II
Ergebnis
25,4%
Landeslistenplatz
-
(...) Zum Thema des Rauchens teile ich Ihre Auffassung. Als engagierter Gesundheitspolitiker habe ich mich für das Nichtraucherschutzgesetz ebenso wie für Jugendschutzgesetze in den vergangenen Jahren engagiert.
Alkohol- und Nikotingebrauch für Jugendliche ist gesetzlich klar eingeschränkt. (...)
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
20.07.2009
Von:

Was macht die CDU im Bahnhofsumfeld.

1. Sprich Bahnhofsvorplatz
Umkreis und Parken vor der ehemaligen Gepäckabfertigung.
Fußgänger sind Freiwild und müssen sich vor PKW -Besitzern flüchten, wenn sie zum und vom Bahnhof vom IC Hotel gehen.
Im Kreisel ist Halteverbot und Fußgängerzone ausgeschildert am Busbahnhof.
Wer ist zuständig für die Sicherheit ?

2.Der Zugang vom Busbahnhof zum Hbf ist laufend zugestellt mit Fahrrädern, so das das Blinden- Leitsystem, welches angelegt wurde, um Fußgänger und vor allem Blinde zum Erfurt Hbf zu leiten. Wer kommt für Unfälle auf die dort passieren ?

3. Was soll werden Erfurt schöner denn je ! wenn in der Diskothek im Erfurter Hof zwischen Erfurter Hof unf Hbf, sowie im Bahnhof zwischen 23.00 Uhr und morgens 5.00 Uhr, die vor allem Jugendliche (auswertige Diskobenutzer) den Bahnhofssvorplatz, sowie innerhalb des Bahnhofgelände alles was man bei sich und erworben hat, Fallen lassen (Papier, Flachen (Bier, Sekt und Weinflaschen)
Kein gutes Ohmen für Touristen und Gäste der Landeshaupstadt, die mit der DB In die Landeshaupstadt kommen und sie wieder am frühen morgen verlassen.
Bundespolizei, Bahnschutz, Polizeit wenn vorhand sehen weg.

Bitte sehen sie sich das einmal in dieser Zeit an und schildern sie was sie da für halten.
4. Rauchen vor dem Bahnhofseiugang !!!
Durch die viele Raucher werden die Zugänge zugestellt mit Raucher und Gepäck sowie ganze Gruppen von Reisenden.

Währe es nicht angebracht wie auf den Bahnsteigen 1-10 rechts und links neben den Eingängen Haupt- und Nebeneingang 2 Raucherinseln mit gelben Strichen begrenzt und einen großen runden Aschenbecher aufzustellen und das Rauchen vor den Eingängen auch kontrolierenm, ob es eingehalten wird auf der Raucherinsel.
Vielen Dank für Ihre Zeit, die sie damit beschäftigt wird.

mit freundlichen Gruß
W.
Antwort von Michael Panse
6Empfehlungen
22.07.2009
Sehr geehrter Herr ,

für Ihre Anfrage danke ich Ihnen. Die angesprochenen Probleme sind zutreffend geschildert und kein Anlaß zur Zufriedenheit - im Gegenteil.
Wie Sie sicher wissen, war und ist es vor allem die CDU, die die Erfurter Stadtordnung maßgeblich mitbestimmt. In der Erfurter Stadtordnung sind die von Ihnen angesprochenen Probleme als Ordnungswidrigkeiten festgelegt. Die entsprechende Verordnung finden Sie hier: www.erfurt.de

Wir als CDU Thüringen wollen die hohen Sicherheitsstandards in unserem Freistaat noch weiter ausbauen. Dazu wollen wir verstärkt Fußstreifen einsetzen. Außerdem befürworten wir den Einsatz der Videoüberwachung an besonders gefährdeten Plätzen. Darüber hinaus machen wir uns für eine Stadtwache am Anger stark.
Im Gegensatz zu manchem Mitbewerber vertrauen wir der Arbeit unserer Polizeibeamten und wollen sie stärken. Sicherheit im Straßenverkehr, Ahndung von Verstößen aber auch das Radfahrtverbot im Bahnhofstunnel unterstützen wir.

Zum Thema des Rauchens teile ich Ihre Auffassung. Als engagierter Gesundheitspolitiker habe ich mich für das Nichtraucherschutzgesetz ebenso wie für Jugendschutzgesetze in den vergangenen Jahren engagiert.
Alkohol- und Nikotingebrauch für Jugendliche ist gesetzlich klar eingeschränkt. Ordnungsamt und Jugendamt haben hier einen klaren Kontrollauftrag.

Meine Auffassung zu den verschiedenen Problemen, die Sie angesprochen haben, können Sie auf meiner Homepage www.michaelpanse.de sehr umfangreich nachlesen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Panse
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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
21.07.2009
Von:

Werter Herr Panse,

in der TLZ war am 20.7.2009 lesen, dass sie besorgt seien, dass die NPD über diese Plattform ´abgeordnetenwatch.de´ ein Forum bekomme und Propaganda betreiben könne.

Nun gibt es in Thüringen die Initiative ´Deine Stimme gegen Nazis´. Die Parteien SPD, Grüne und Die Linke. in Thüringen gehören zum Unterstützerkreis.

Warum jedoch unterstützt die CDU Thüringen diese Initiative nicht aktiv?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Michael Panse
2Empfehlungen
22.07.2009
Sehr geehrte Frau ,

die CDU-Fraktion und die CDU-Landespartei sprechen sich ebenso wie ich persönlich gegen jede Form von Extremismus aus. Ich habe mich in den letzten Jahren sowohl als Stadtrat, als auch als Landtagsabgeordneter immer wieder deutlich gegen Rechtsextremismus, Ausländerfeindlichkeit und Antisemitismus ausgesprochen. Seit vielen Jahren bin ich Mitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und organisiere im Herbst bereits die zehnte Israel-Reise. In verschiedenen Gesprächsforen, auch bei der Rosa-Luxenburg-Stiftungen und bei Demonstrationen habe ich mich gegen rechtsextremistische Aktivitäten positioniert. Einen Antrag aller drei Landtagsfraktionen für "Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus" habe ich für meine Fraktion mit erarbeitet. Auf meiner Homepage www.michael-panse.de können Sie zahlreiche Reden in Text und Videoform finden, in denen ich mich klar zum Thema geäußert habe.

Die CDU Thüringen unterstützt die von Ihnen angesprochene Initiative allerdings nicht, weil wir dabei die klare Positionierung gegen jede Form von Extremismus vermissen. Dies war von den Initiatoren nicht beabsichtigt. Die CDU hat deshalb diverse Anfragen und Aufforderungen abschlägig beantwortet.

Anbei sende ich Ihnen zur Erläuterung einen Brief des Vorsitzenden der CDU Fraktion Mike Mohring an den Vorsitzenden der SPD Fraktion Christoph Matschie.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Panse, MdL



Erfurt, den 19. Juni 2009


Lieber Herr Matschie,

für Ihre Anregung, gemeinsam mit Ihrer Fraktion und der Fraktion der LINKEN, eine Appell zum Umgang mit dem Rechtsextremismus zu formulieren oder ein entsprechendes Programm auszuarbeiten, danke ich Ihnen. Die CDU-Fraktion möchte Ihrem Vorstoß aus mehreren wohlerwogenen Gründen jedoch nicht folgen. Da dieses Thema genaues Hinsehen und große argumentative Sorgfalt verlangt, möchte ich Ihnen diese Gründe darlegen.

Einig sind wir in der Einschätzung, dass der Rechtsextremismus und damit einhergehende Fremdenfeindlichkeit oder gar Gewalt eine Kampfansage an unseren demokratischen Verfassungsstaat darstellt. Demokratische Parteien, der Staat und die Gesellschaft haben dem entschieden entgegenzutreten. Ich bin jedoch davon überzeugt, dass es im Ergebnis besser ist, wenn die politische Handschrift der unterschiedlichen Akteure dabei sichtbar bleibt und Unterschiede nicht durch Bündnisse verwischt werden.

Die CDU-Fraktion hält es grundsätzlich für falsch, ausschließlich den Rechtsextremismus in den Blick zu nehmen, weil unsere Demokratie durch Extremisten unterschiedlicher Richtung bedroht wird. Wir haben immer gesagt, wir bekämpfen den Rechtextremismus nicht, weil er rechts ist, sondern weil er extremistisch ist. Die "Initiative für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt" haben wir 2006 mit auf den Weg gebracht, weil sie auf der Basis eines antitotalitären Grundkonsenses formuliert worden ist. Auf diesem Fundament stehen und arbeiten wir weiter.

Wir haben uns, wie Sie sich erinnern, seinerzeit nach längeren internen Debatten dazu entschieden. Dass die die LINKE Teil dieser Zusammenarbeit war, ist aus unserer Sicht problematisch. Ich behaupte ausdrücklich nicht, dass die LINKE insgesamt eine linksextreme Partei ist. Sie hat aber zu keinem Zeitpunkt den Willen gezeigt, sich von linksextremen Strömungen in ihren Reihen abzugrenzen oder einen klaren Trennstrich zum Erbe der SED zu ziehen. Ich darf Sie an Ihre Kontroverse mit Herrn Ramelow zum Thema "Unrechtsstaat" erinnern.

Unterdessen hat sich die Partei auch nach Meinung wohlwollender Beobachter weiter radikalisiert. Wer wie der Parteivorsitzende Lafontaine nach dem Generalstreik ruft, soziale Unruhen schüren will und sich damit brüstet, die Systemfrage zu stellen, ist zumindest für die CDU kein Partner in der Auseinandersetzung mit Extremisten. Es sollte Ihnen zu denken geben, dass die Galionsfigur der Kommunistischen Plattform, Sahra Wagenknecht, sich in ihrer Partei zurzeit so zu Hause wie nie zuvor fühlt. Wir wollen glaubwürdig bleiben, und das ist bei einer Kooperation mit der LINKEN für mich nicht mehr gegeben.

Wie Sie eine irgendwie geartete Koalition mit dieser Partei ins Kalkül ziehen können, bleibt mir deshalb nach wie vor rätselhaft. Die CDU wird ihrerseits jedenfalls nichts unternehmen, um der LINKEN durch Bündnisse mehr demokratische Legitimation zu verleihen, als ihr tatsächlich durch Wahlen zukommt. Es bleibt richtig, was Bernhard Vogel vor vielen Jahren formuliert hat: Es gibt keinen Grund, die LINKE auszugrenzen, aber guten Grund, sich von ihr abzugrenzen. Dieser Punkt gibt mir im Übrigen Gelegenheit, auf einem fundamentalen Unterschied im Umgang mit der LINKEN und der NPD hinzuweisen, auf den auch die CDU Wert legt. Die NPD muss aus dem politischen Prozess ausgegrenzt werden. Es wäre jedoch falsch, die Abgrenzung zur LINKEN deshalb aufzugeben.

Wir möchten durch immer neue Appelle und Aufrufe schließlich auch nicht einem Eindruck Vorschub leisten, den auch Sie immer wieder vermitteln. Dem Eindruck nämlich, die Landesregierung werde ihrer Pflicht zur Auseinandersetzung mit rechtsextremen Gewalttätern und Verfassungsfeinden nicht ausreichend gerecht. Jeder, der die zahlreichen Berichte zur Initiative für Demokratie und Toleranz zur Kenntnis nimmt, kann sich vom Gegenteil überzeugen. Die im letzten Bericht vorgestellte Landesstrategie gegen Rechtsextremismus fasst die Maßnahmen zusammen und ist eine solide Basis für die weitere Arbeit.

Neben Prävention und Repression spielt vor allem die Erziehung zu einem gewaltfreien Miteinander und zur Demokratie eine zentrale Rolle. In den vergangenen Jahren ist außerdem viel geschehen, um Kommunen und Vereine, d.h. alle gesellschaftlichen Bereiche, in der Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus umfassend zu ertüchtigen. Die jüngste Maßnahme ist die Einrichtung eines Internet-Blogs durch das Innenministerium, der dem Erfahrungsaustausch zum Umgang mit Mandatsträgern der NPD in den kommunalen Gebietskörperschaften dient.

Wir sind dankbar, dass es mit vereinten Kräften möglich war, Rechtsextremisten bisher aus dem Thüringer Landtag herauszuhalten. In den anderen neuen Ländern ist dies, wie Sie wissen, nicht immer gelungen. Das ist ein Verdienst vieler Thüringer, die sich gegen Extremismus engagieren, aber auch der von der CDU seit 19 Jahren verantworteten Landespolitik. Dass nun einzelne NPD-Abgeordnete in Kreistage, Stadt- und Gemeinderäte einziehen, ist im Wesentlichen nicht etwa durch ein Erstarken des Rechtsextremismus, sondern durch die Abschaffung der 5 %-Hürde bedingt. Das zeigen schon wenige Eckdaten: 73 von rund 15 000 Bewerbern kamen von der NPD, knapp über 20 von etwa 11 000 Mandate hat sie errungen.

Jedes dieser Mandate ist auch in meinen Augen eines zu viel. Doch ist die NPD objektiv und gemessen an ihren eigenen Ambitionen letztlich grandios gescheitert. Der Verfassungsschutz sieht Zerfallsprozesse in der Partei. Mit dem Einzug der Mandatsträger gibt es eine neue Herausforderung. Die Landesregierung hat sich darauf eingestellt, die kommunalen Gebietskörperschaften werden es auch tun. Die CDU-Fraktionen werden ihren Teil dazu beitragen.

Mit freundlichen Grüßen

Mike Mohring
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Frage zum Thema Innere Sicherheit und Justiz
11.08.2009
Von:

Lieber Michael,

wir kennen uns seit vielen Jahren aus der zum Teil gemeinsamen Arbeit im Bereich Jugend/ Sport und trafen uns zuletzt beim Stotternheimer Langsteckenschwimmen, als Ihr Wahlkampf machtet. Nun musste ich mit Entsetzen das Schreiben von Mario Voigt -Landesvorsitzender der JU- vom 29.Juli 2009 lesen, in dem er über die dreckigen Methoden der CDU-Jugend im Kampf gegen Ramelow seine Anweisungen weiter gab. Dies erinnert mich an die dunkelsten Zeiten deutscher Geschichte. Ich war und bin schockiert, das ihr so etwas zulasst und dann auch noch Bernhard Vogel dazu Beifall klatscht.
Da ich von Dir bisher eine andere Arbeitsweise kenne und auch trotz politischer unterschiedlicher Ansichten einen fairen Umgang gewöhnt bin, frage ich Dich, ob ihr die Methoden der rechten Szene, die von der Jungen Union hier favorisiert werden weiterhin duldet? Steht die Ablehnung der Zusammenarbeit bei "Deine Stimme gegen Nazis" hiermit in Zusammenhang? Bleibt die CDU-Thüringens weiterhin auf dem rechten Auge blind und fördert so das erstarken der NPD (konkret hier in Greiz täglich erlebbar) oder ist in naher Zukunft mit konkreten Aktivitäten der CDU im Kampf gegen Rechts zu rechnen?

Mit freundlichen Grüssen

Antwort von Michael Panse
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18.08.2009
Lieber ,

danke für deine Anfrage. Sicherlich beschäftigt dich und viele Thüringer dieses Thema. Wie du weißt war ich viele Jahre für die Junge Union Thüringen verantwortlich als Kreisvorsitzender, Landesgeschäftsführer, Bundesgeschäftsführer und Landesvorsitzender. Da fällt es mir schwer, meinen Nachfolgern im Amt gute Ratschläge zu geben.

Ich teile deine Einschätzung auch nicht ganz. Das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte umfasst für mich sehr viele andere Dinge, die mit einer Wahlauseinandersetzung nicht relativiert werden dürfen. Sowohl die NS-Zeit, als auch die Zeit der DDR hat unendlich vielen Menschen Leid zugefügt. Dies erkenne ich bei persönlichen Wahlangriffen gegen Ramelow so nicht.

Bodo Ramelow kann und muss man wegen vielen Dingen kritisieren. Seine Politikkonzepte finde ich schlecht für unser Land und im Wahlkampf muss dies auch thematisiert werden. Ebenso der Umgang seiner Partei mit Stasispitzeln. Seine Abstammung spielt dabei aber keine Rolle. Insofern hätte ich eine andere Form der Auseinandersetzung gewählt.

Allerdings stellt sich gar nicht die Frage, ob die CDU die Methoden der JU duldet. Sie ist eine eigenständige Jugendorganisation und muss selbst verantworten, was sie macht. Ich hätte und habe mir als JU-Vorsitzender von niemanden etwas vorschreiben lassen. Dafür gibt es viel Beispiele.
Die CDU ist nicht auf dem rechten Auge blind. Ich engagiere mich seit vielen Jahren gegen jede Form von Extremismus, insbesondere gegen Rechtsextremismus. Am Donnerstag werde ich in Erfurt für die CDU bei einer Veranstaltung "Deine Stimme gegen Nazis" sprechen. Ich habe vorige Woche mit Zeca Schall auf der Bühne in Erfurt gestanden. Ich kann Rechtsextremisten nicht leiden, weil sie schlecht für unser Land sind und eine menschenverachtende Politik propagieren.

Genau deshalb bitte ich dich aber die Aktion der JU nicht in einem Atemzug mit Aktionen von Rechtsextremisten zu nennen. Genau dies wollen die rechtsextremen Strolche. Ich biete dir gerne an das Thema auch einmal bei euch vor Ort zu diskutieren. Ich komme gerne um jederzeit Flagge gegen Rechtsextremisten zu zeigen.

Viele Grüße

Michael Panse
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
23.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Panse,

im TA Interview vom gestrigen Tag vermisse ich eine konkrete Antwort auf die Frage "Sind Sie für einen Flughafen Erfurt/ Weimar?". Neu ist mir, dass der Flughafen bereits international so bezeichnet wird, worauf basiert diese Aussage?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Michael Panse
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26.08.2009
Sehr geehrter Herr ,
danke für Ihre Anfrage. Ich bin ganz klar für einen Flughafen Erfurt/Weimar.

Der Flughafen Erfurt wurde in der Zeit, als Ryan Air Linienflüge von und nach Erfurt anbot, von Ryan Air selbst immer als Flughafen Erfurt/Weimar beworben. Dieser Name hat sich bis heute eingeprägt und es wird vielfach nicht nach dem Flughafen Erfurt, sondern nach dem Flughafen Weimar bzw. Erfurt/Weimar nachgefragt.

Die Benennung Flughafen Erfurt/Weimar wäre grundsätzlich auch richtig und brächte für beide Städte und die gesamte Region nur Vorteile. In anderen Regionen Deutschlands hat die Benennung von Flughäfen nach zwei nahe beieinander liegenden Städten auch nicht zur kulturellen Verwechslung oder zu wirtschaftlichen Nachteilen für eine der beiden Städte geführt. Halle/Leipzig und Köln/Bonn sind Beispiele dafür, daß im Gegenteil die international weniger bekannte Stadt sogar davon profitiert.

Wahr ist, daß Weimar international bekannter ist als Erfurt. Wahr ist auch, daß viele Touristen, die nach Weimar kommen, auch für mindestens einen Tagesausflug die Landeshauptstadt besuchen. Wahr ist aber eben auch, daß die wenigsten Touristen den Flughafen Erfurt benutzen oder überhaupt kennen, natürlich auch mangels Fluglinien. Aber gerade hier kann Erfurt von einem international bekannteren Flughafen Erfurt/Weimar profitieren. Schon weil sich die Region effektiver vermarkten ließe, wäre die Chance auf ein nachhaltiges Wachstum des Flugbetriebes und damit auch der Touristenzahlen größer. Auch die Erfurter Hotellerie und Gastwirtschaft würde profitieren können, da mehr Touristen in Erfurt übernachten und Tagesausflüge nach Weimar machen würden, statt wie bisher umgekehrt.

Mit freundlichen Grüßen
Michael Panse
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