Matthias Kohlstedt (PBC)
Kandidat Bundestagswahl 2005
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Matthias Kohlstedt
Jahrgang
1959
Berufliche Qualifikation
Hygieneinspektor, Sozialtherapeut
Ausgeübte Tätigkeit
Sozialtherapeut, Diakonisches Zentrum Serrahn
Wohnort
-
Wahlkreis
Bad Doberan - Güstrow - Müritz
Ergebnis
0,5%
Landeslistenplatz
2, Mecklenburg-Vorpommern
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Frage zum Thema Kultur
22.08.2005
Von:

Sehr geehrter Herr Kohlstedt,

welche Meinung haben Sie von Menschen/Wählern, die sich zum Atheismus bekennen und mit Sicherheit genauso fest glauben wie sie, das Richtige zu tun?
Antwort von Matthias Kohlstedt
4Empfehlungen
23.08.2005
Sehr geehrter Herr , Menschen/Wähler, die sich z.B. zum Atheismus bekennen, sind für mich genauso wertvolle Menschen, wie jeder Andersgläubige. Ich will den Glauben/die Überzeugung des Anderen ernst nehmen und versuche da, wo es machbar ist, mit ihnen ins Gespräch zu kommen.
Aus eigener DDR - Vergangenheit hatte ich als Christ mancherlei Schwierigkeiten mit Genossen (die aus meiner Sicht nicht zu dem standen, was sie proklamierten), die mein Glaube störte. Andererseits hatte ich in jener Zeit manchmal die besten, ehrlichsten und tiefgreifensten Gespräche mit überzeugten Kommunisten. Ich spürte ihnen ihre Ernsthaftigkeit ab und erlebte es im umgekehrten Sinn ebenso. Aus dieser Sichtweise entstand gegenseitige Achtung und Akzeptanz.
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Frage zum Thema Bürgerrechte
01.09.2005
Von:
Dr.

Sehr geehrter Herr Kohlstedt ,

die Grundlage ihrer Politik ist die Bibel.
Sagt die Bibel etwas zu Steuern oder Pflegeversicherung, Arbeitslosigkeit oder Rente?
Wie sind die Aussagen der Bibel mit den heutigen Anforderungen vereinbar?

Vielen Dank!
Mit freundlichen Grüßen
Dr.
Antwort von Matthias Kohlstedt
4Empfehlungen
03.09.2005
Sehr geehrter Herr Dr. ,

ich will versuchen, Ihnen Ihre Frage(n) mit einigen Grundgedanken zu beantworten. Bei Bedarf fragen sie bitte noch einmal nach.

Die Bibel ist für mich als Christ Grundlage meines Handelns. Deshalb gibt es auch in meinem politischen Handeln keinen Unterschied. Beides voneinander trennen geht nicht. Deshalb sehe ich mich in meinem Handeln, egal auf welcher Ebene, immer auch in der Verantwortung vor Gott, kann deshalb nicht entscheiden, was ich will, sondern frage u.a. Gott auch im Gebet nach Wegweisung.
Er als der Schöpfer des Lebens kann uns gute und hilfreiche Wege in unserer momentanen Situation in Deutschland aufzeigen.
Ich glaube aber, daß jegliche Änderung damit einhergeht, daß wir wieder beginnen, Gott und sein Wort ernst zu nehmen.
Aus meiner Sicht beantwortet die Bibel viele Alltagsfragen nicht 1:1. Aber sie gibt Leitgedanken vor, zeigt grundlegende Handlungsmöglichkeiten auf, die , wenn wir sie in unsere Zeit übersetzen und anwenden, eine positive, Hoffnung vermittelnde, Solidarität und Fürsorge stiftende Atmosphäre schaffen, die Grundlage von Veränderung sein wird.
Die Bibel mahnt zum Beispiel bei Steuern an, dass wir "dem Kaiser geben sollen, was dem Kaiser zusteht...", was mich zur Steuerehrlichkeit mahnt und jeglichen Steuerbetrug ablehnt und im praktischen Fall bestrafen muß.
Arbeitslosigkeit, bzw. seine Beseitigung ist für mich auch mit einer solidarischen Haltung verbunden, indem man (als eines von vielen Beispielen !!)noch konkreter überlegt, inwieweit man Arbeitsplätze teilen kann, indem 4 Personen sich 3 zur Zeit existierende Arbeitsplätze teilen.
Des Weiteren denke ich an eines der 10 Gebote, wo es heißt, dass wir Vater und Mutter ehren sollen. Hier habe ich daran zu denken, wenn ich über Rente und Pflegeversicherung nachdenke. Werden meine Entscheidungen dem gerecht, danke ich der älteren Generation, dass sie mir den Wohlstand geschaffen hat, den ich trotz aller Einschränkungen heute genießen darf.
Die Bibel mahnt an anderer Stelle an, für die Armen, die Waisen und Witwen zu sorgen. Hier habe ich als Politiker in allen Entscheidungen gerade diese Menschengruppen im Auge zu behalten, habe nicht auf deren Kosten Haushaltslöcher zu stopfen, sondern zu schauen, wo ich an anderer Stelle Gelder einsparen kann.
Beim beantworten Ihrer Frage wird mit deutlich, wie schwer es ist, in einigen Sätzen Grundsätzliches zu sagen, ins Detail zu gehen und dabei so genau wie möglich zu antworten.
In dieser Form wird es mir sicher nicht gelingen. aber nehmen sie es bitte als eine Richtungsantwort und fragen Sie bei Bedarf nach.

Mit freundlichen Grüßen

Matthias Kohlstedt
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