Martin Zeil (FDP)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Martin Zeil
Jahrgang
1956
Berufliche Qualifikation
Wirtschaftsjurist, Rechtsanwalt, Leiter der Rechtsabteilung einer Münchner Privatbank
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
München-Land
Landeslistenplatz
6, Bayern
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(...) Es ist notwendig, die Gesetzgebung und die geltende Rechtslage für die Betroffenen berechenbar zu machen. Deswegen trete ich dafür ein, dass das Unterhaltsrecht erst für die Scheidungen Geltung erhalten soll, bei denen nach dem Inkrafttreten des Gesetzes der Scheidungsantrag eingereicht wird. Denn diesen Eheleuten wird die Gelegenheit gegeben, ihre Scheidung im Lichte der neuen Regelungen zu überdenken. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
17.10.2008
Banken-Rettungspaket
nicht beteiligt
16.10.2008
Verlängerung Afghanistan-Einsatz (ISAF)
nicht beteiligt
25.09.2008
Rückkehr zur alten Pendlerpauschale
nicht beteiligt
17.09.2008
Fortsetzung des Darfur-Einsatzes
nicht beteiligt
17.09.2008
Verlängerung Libanon-Einsatz
nicht beteiligt
05.06.2008
Verlängerung Kosovo-Einsatz
JA
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Frage zum Thema Wirtschaft
21.04.2008
Von:

Ihre Antwort an mich vom 2.4.2008 in Abgeordnetenwatch

Meine Frage war warum läuft es in der Landwirtschaft und in den anderen EU-Ländern prima ohne Zwangsmitgliedschaft zur IHK ??

Ich denke Sie haben das Thema verfehlt ?

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Frage zum Thema Gesundheit
06.05.2008
Von:

Hallo Herr Zeil.

Meine Frage betrifft Ihren NEUESTEN FLYER - " Warum Bayern Freistaat heißt? ",
in welchem es um das Thema "Totales Rauchverbot in Gaststätten" geht.
Sie kritisieren darin " - eine zunehmende Verbotspolitik, die Freiheit und Verantwortung der Bürger ignoriert und nur auf Verbote setzt. Sonst geht es demnächst um ein Verbot von Alkohol, ungesundem Essen und riskanteren Sportarten. "------

Warum bitte setzen Sie sich dann nicht für die Legalisierung von anderen Drogen ein?

Dann würde ich eine Konsequenz Ihrerseits erkennen und nicht nur eine Wahlkampfkampagne vermuten. Selten habe ich über eine Kampagne so lachen müssen. - sorry.-

MfG. Uli
Antwort von Martin Zeil
6Empfehlungen
13.05.2008
Martin Zeil
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Meinung zu unserem Flyer über das überzogene Rauchverbot in Bayern.

Zunächst mal ist es etwas anderes, die Legalisierung einer verbotenen Droge zu fordern, als politisch gegen das Rauchverbot in Bayerns Wirtshäusern vorzugehen.

Die bayerische FDP hat sich lange vor Beginn des Wahlkampfes mit ihrer Position zum Rauchverbot an die Öffentlichkeit gewandt. Uns geht es auch überhaupt nicht um vermeintlichen "Raucherschutz" oder um eine Verharmlosung der Risiken des Rauchens. Ich selbst bin Nichtraucher. Aber die Art und Weise, wie die Bayerische Staatsregierung das Verbot über die Köpfe der Bürger hinweg beschlossen hat, erfordert den Widerstand eines jeden freiheitlich denkenden Menschen, der auf Freiheit und Verantwortung für sich und andere als den beiden Seiten ein- und derselben Medaille setzt. Die Befürchtung, dass bei jedem auftretenden gesellschaftlichen Problem ausschließlich der Weg von Verboten beschritten wird, ist unübersehbar. So konnten wir dies in den letzten Tagen auch mit den Bestrebungen nach einem Verkaufsverbot von Alkohol an Tankstellen feststellen. Unter dem Stichwort "Droge" könnte auch der Konsum von Alkohol etwa auf dem Münchener Oktoberfest gefordert werden. Da stellt sich dann aber für mich die Frage, in welcher Gesellschaft wollen wir eigentlich leben? In der Eigenverantwortung nichts mehr zählt?

Nein, die bayerische FDP will das absolute Rauchverbot in allen öffentlichen Gebäuden und Verkehrsmitteln. Aber in Hotels und Gaststätten muss es die Möglichkeit zur Einrichtung separater Raucherräume geben. Und Wirte von kleinen Kneipen bis 100 qm müssen selber darüber entscheiden können, ob bei ihnen geraucht werden darf und müssen dies dann auch an der Wirtshaustür deklarieren. Das ist eine Lösung für Nichtraucher UND Raucher. Unbürokratisch ist sie überdies.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Zeil
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Frage zum Thema Gesundheit
13.05.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Zeil,

ist es nicht eher so, dass die liberalen Regelungen, wo den Wirten Ausnahmen vom konsequenten Rauchverbot gestattet werden zu Wettbewerbsnachteilen führen?

Begreifen Sie doch bitte, dass nur durch ein konsequentes Verbot ohne Ausnahmen die Gesundheit aller wirksam geschützt werden kann. Die Freiheit kann nur so weit gehen, bis Andere beeinträchtigt werden.

Wenn man die Wirte selber entscheiden lässt, so wird sich an der Situation nichts ändern. Das zeigen doch die Beispiele der anderen Länder. Man hat Angst vor Nachteilen und so wird eine Mehrheit der Nichtraucher wegen der Ignoranz und Angst und falschen Toleranz vieler Menschen weiterhin von den Rauchern terrorisiert.

Man muss ja inzwischen schon froh sein, nicht an jedem Ort von den Süchtigen und Abhängigen der Tabakindustrie vergiftet zu werden.

Der Staat muss Zwang ausüben, wenn es die Bürger nicht anders begreifen, dass Passivrauchen wegen der Gefahren in keiner Situation mehr akzeptiert werden kann.

Ich will in meinem sozialen Leben überall hingehen können ohne danach meine Kleidung in die Reinigung geben zu müssen. Und viele Angestellte in Gastronomiebetrieben wollen auch einen rauchfreien Arbeitsplatz.

Ihre Überzeugungen sind einfach falsch und führen zu Leiden. Und darum werden sie auch durch das Handeln der EU glücklicherweise nicht mehr lange relevant sein.

Viele Grüße
Antwort von Martin Zeil
9Empfehlungen
14.05.2008
Martin Zeil
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Mail zum Thema Rauchverbot.

Die FDP ignoriert oder verharmlost die Risiken des Rauchens nicht. Ich selbst bin Nichtraucher. Aber die Art und Weise, wie das Verbot über die Köpfe der Bürger hinweg beschlossen wird, erfordert den Widerstand eines jeden freiheitlich denkenden Menschen, der auf Verantwortung für sich und andere setzt. Die Befürchtung, dass bei jedem auftretenden gesellschaftlichen Problem ausschließlich der Weg von Verboten beschritten wird, ist unübersehbar. So konnten wir dies in den letzten Tagen auch mit den Bestrebungen nach einem Verkaufsverbot von Alkohol an Tankstellen feststellen. Unter dem Stichwort "Droge" könnte auch der Konsum von Alkohol z.B. auf Volksfesten gefordert werden. Da stellt sich dann aber für mich die Frage, in welcher Gesellschaft wollen wir eigentlich leben? In einer, in der Eigenverantwortung nichts mehr zählt?

Nein, die FDP will das absolute Rauchverbot in allen öffentlichen Gebäuden und Verkehrsmitteln, aber in Hotels und Gaststätten muss es die Möglichkeit zur Einrichtung separater Raucherräume geben. Und Wirte von kleinen Kneipen bis 100 qm müssen selber darüber entscheiden können, ob bei ihnen geraucht werden darf und sollten dies dann auch an der Wirtshaustür deklarieren, das ist eine Lösung für Nichtraucher UND Raucher. Und unbürokratisch ist sie außerdem.

Mit freundlichen Grüßen
Martin Zeil, MdB
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Frage zum Thema Internationales
02.09.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Abgeordneter Zeil,

im Zusammenhang mit dem Konflikt im Kaukasus fordern immer mehr Politiker Untersuchungen zu den Hintergründen und dem Ablauf dieser Krise.

Am 18. August 2008 berichtete das ARD-Magazin Report aus Mainz, dass georgische Soldaten mit deutschen Gewehren (Sturmgewehr G 36-K der Firma Heckler & Koch) ausgestattet sind.

"Deutsche Kriegswaffen im Kaukasus"
( www.swr.de )

Als Krisenregion ist Georgien für Waffenexporte eigentlich tabu - auf Umwegen ist deutsches Kriegsgerät aber wieder einmal in einem Kriegsgebiet gelandet.

"Deutsche Sturmgewehre in Südossetien" ( www.tagesschau.de )

Heute, 2. September 2008, berichtet die taz, dass in Georgien - vermutlich von beiden Kriegsparteien - Streubomben eingesetzt wurden. Die von georgischer Seite könnten aus der Produktion von Rheinmetall stammen.

  • Werden Sie sich dafür einsetzen, dass im Rahmen der internationalen Aufarbeitung dieses Konfliktes auch der Einsatz deutscher Kriegswaffen in dieser und anderer Krisengebiete der Erde geklärt wird?

  • Sind die Regelungen für Rüstungsexporte scharf genug und wie steht es um die entsprechenden Kontrollen?

  • Glauben Sie, dass es dem Dialog mit Russland dient, direkt an den Grenzen dieser Atommacht ein Raketenabwehrsystem zu installieren (die Anschläge in New York, Madrid und London haben doch gezeigt, dass Terroranschläge nicht mit den üblichen Militärstrategien zu verhindern sind) ?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Martin Zeil
1Empfehlung
03.09.2008
Martin Zeil
Sehr geehrte Frau ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Fragen, die ich Ihnen gerne auf diesem Wege beantworte.

In der Tat bin auch ich der Meinung, dass die Begleitumstände des Kriegsausbrauchs und der Kriegsführung im Kaukasus unabhängig untersucht werden sollten. Dabei spielen aus meiner Sicht nicht nur die unmittelbaren (Fehl-)Entscheidungen eine Rolle, die diese Krise ausgelöst haben, sondern Fragen der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung in der Region. Das Verhalten eines Staates nach außen ist auch immer Spiegel seiner inneren Wirklichkeit. Hiervon ausgehend müssen längerfristige Entwicklungen in Russland wie auch in Georgien Anlass zu Sorge geben. Der offensichtlich auch gewaltbereite Nationalismus hat sich in der Region seit einigen Jahren, in unverantwortlicher Weise staatlich gefördert, festgesetzt, die Lage zwischen Russland und Georgien verhärtet und ist nun leider ausgebrochen. Neben der kurzfristigen Eindämmung der Krise, für die es nach dem EU-Sondergipfel in dieser Woche hoffnungsvolle Anzeichen gibt, muss deshalb der Dialog mit beiden Parteien auch zu dieser Frage gesucht werden.

Hinsichtlich der Kontrolle von Rüstungsexporten gibt es in der Tat Defizite. Teilweise ist dies zurückzuführen auf falsche politische Entscheidungen, wie die von der Bundesregierung beschlossene Lieferung von U-Booten an Pakistan, teilweise gibt es in der Tat Lücken bei den Exportkontrollen. Der EU-Verhaltenskodex zu Rüstungsexporten sollte deshalb meiner Meinung nach für alle Mitgliedstaaten rechtsverbindlich werden, damit nicht über Lizenzproduktionen in anderen EU-Staaten nationale Exportkontrollen umgangen werden können. Wenn so etwas auch in der Krisenregion Kaukasus geschehen sein sollte, dann muss dies in der Tat aufgeklärt werden.

Zum anderen gilt es, der Abrüstungs- und Rüstungskontrollpolitik insgesamt wieder mehr Bedeutung beizumessen. Abrüstung und Rüstungskontrolle waren ein Kernelement der Vertrauensbildung, die zum Ende des Kalten Krieges führte. Dass es nicht gelungen ist, dies auch in die Zeit nach dem Kalten Krieg zu transportieren, ist ein großes Versäumnis der letzten Jahre, das uns jetzt einholt. In diesem Sinne halten wir als FDP auch das geplante US-amerikanische Raketenabwehrsystem in Polen für wenig hilfreich.

In der Hoffnung, Ihnen hiermit behilflich gewesen zu sein, sowie

mit freundlichen Grüßen

Martin Zeil, MdB
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Frage zum Thema Internationales
08.09.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Abgeordneter Zeil,

vielen Dank für Ihre Antwort auf meine Frage bezüglich des Einsatzes des Sturmgewehres G-36-K der Firma Heckler & Koch in Georgien.

Ihre Ausführungen, dass es im Rahmen der Kontrollen für Rüstungsexporte Defizite gebe waren hilfreich - jedoch nicht unbedingt beruhigend.

Nochmals zu den in Georgien aufgetauchten Sturmgewehren:


Irgendwo müssen diese Werkzeuge des Todes herkommen - irgendwie müssen sie nach Georgien gekommen sein ...

In der Regel werden derartige Waffen mit einer Seriennummer versehen. Wenn diese Seriennummer ermittelt werden könnte, müsste es doch möglich sein, den Ort der Produktion und die entsprechenden "Vertriebswege" heraus zu bekommen - und vielleicht für die Zukunft trocken zu legen.

Wenn die Bundesregierung hier auf Aufklärung drängen würde - im Rahmen einer nachhaltig guten Zusammenarbeit auf EU- und NATO-Ebene - könnte sich die georgische Regierung kaum verweigern.

  • Sehen Sie hier Möglichkeiten, auf parlamentarischem Wege die Bundesregierung in die Pflicht zu nehmen?

Nochmals vielen Dank und schöne Grüße

Antwort von Martin Zeil
2Empfehlungen
15.09.2008
Martin Zeil
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Mail. Ich werde mich bezüglich Ihrer Frage an das Bundesverteidigungsministerium wenden. Sobald ich eine Antwort bekommen habe, werde ich mich erneut mit Ihnen in Verbindung setzen.

Mit freundlichen Grüßen
Martin Zeil, MdB
Ergänzung vom 14.10.2008
Sehr geehrte Frau ,

inzwischen liegt mir die Antwort vom Bundesminister der Verteidigung, Herrn Dr. Jung, auf meine Anfrage zum Sturmgewehr G 36 k der Firma Heckler vor. Darin heißt es, dass die Bundesregierung keine Genehmigung zur Ausfuhr von Kleinwaffen nach Georgien erteilt hat und daher derzeit Medienberichte über den Einsatz von Sturmgewehren G 36 untersucht. Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen.

Mit freundlichen Grüßen
Martin Zeil, MdB
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Ihre Frage an Martin Zeil
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