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Liebe Frau Langensiepen,
Sie schreiben, dass Widerstand gegen Niederflurfahrzeuge weiterhin Stillstand und Kosten bedeuten würde. Nicht nur ich bin der Meinung, dass die Hochflur-/Niederflurdiskussion schon zwei Jahre Stillstand, grau Haare und beileibe kein gutes Zeugnis für grüne Politik abgegeben hat. Letztlich mussten die Grünen mit der Entscheidung der Regionsversammlung, die letzte Stadtbahnlinie 10 ebenfalls im Hochflursysgtem auszubauen, eine Schlappe hinnehmen. Zwei unabhängige Gutachten haben eindeutig belegt, dass NF-Fahrzeuge 20% Mehrkosten jährlich verursachen, das andere hat konkret von 0,8 Mio. € jährlich gesprochen. Die Grünen-Verkehrssprecherin Meike Schümer hat sogar betont, "auch wenn es etwas teurer werden sollte, müssen wir sehen, ob es uns das nicht wert ist".
Meine Frage: wollen die Grünen allen Ernstes hier noch den letzten Funken Glaubwürdigkeit verspielen und weiterhin auf ein für Hannover teureres inkompatibles System setzen, in der Hoffnung, es würde den Trieb für ein seit 20 Jahren propagiertes, aber betrieblich unsinniges und entschleunigtes Ergänzungsnetz bilden?
Wie wollen die Grünen diese belegten und selbst von NF-Experten berechneten Mehrkosten pro Jahr aufbringen? Da alle anderen Parteien mittlerweile von den betrieblichen und monetären Nachteilen überzeugt wurden, ist ein Nachverfolgen – selbst mit einer forschen Kampfansage – dieser Straßenbahnen ein Einstieg in eine Mehrkosten-Belastung, die die Region Hannover nicht mittragen wird.
In Ihrem Wahlkreis wurden zusammen mit den Bürgern und anderen Institutionen am "Runden Tisch" verträgliche und kürzere Hochbahnsteige positioniert und auch beschlossen. Warum soll diese Arbeit erneut torpediert werden und ein altes Thema aufgekocht werden, dass die Bürger als abgeschlossen sehen?
Sind Sie wirklich der Meinung, dass die Grünen, die mit ihrer Blockade- und Verkehrsbehinderungspolitik mittlerweile sehr viele Bürger verärgern, weiterhin derartige Standpunkte durchsetzen können?