Katrin Göring-Eckardt (GRÜNE)
Abgeordnete Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Katrin Göring-Eckardt
Jahrgang
1966
Berufliche Qualifikation
Theologiestudium
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Erfurt - Weimar - Weimarer Land II
Landeslistenplatz
1, über Liste eingezogen, Thüringen
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(...) Ich bin davon überzeugt davon, dass über aktiver Sterbehilfe um so weniger heftig debattiert wird, je besser die Bedingungen am Lebensende sind und um so lebenswerter das Leben bis zuletzt erfahren werden kann. Die derzeitige Situation aber als defizitär zu beschreiben und daraus den Schluss zu ziehen, dass auch aktive Sterbehilfe zulässig sein muss, ist für mich nicht akzeptabel. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Umwelt
07.10.2008
Von:

Sehr geehrte Frau Göring-Eckardt,

ich bin einfach mal neugierig und möchte eine ganz ehrliche Antwort von Ihnen, wie Sie die meisten ihrer täglichen Wege zurücklegen, mit dem eigenen Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder gar per Rad?

Sonnige Grüße

Antwort von Katrin Göring-Eckardt
6Empfehlungen
13.10.2008
Katrin Göring-Eckardt
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich gerne beantworte. Als Abgeordnete des Bundestags und Vizepräsidentin des Parlaments bin ich viel unterwegs, vor allem, aber längst nicht nur in meinem Wahlkreis in Thüringen und in Berlin. Die meisten der damit verbundenen, aber auch sonstige Fahrten lege ich mit dem Zug zurück. Als Mitglied des Bundestagspräsidiums nutze ich für einige Termine aber auch ein Dienstfahrzeug. Zwar sind die Grünen Vorstöße für einen umweltfreundlicheren Fuhrpark des Bundestages bisher unberücksichtigt geblieben. Doch auch vermeintlich kleine Beiträge zum Klimaschutz sind wichtig und Politik sollte wo immer es geht auch Vorbild sein. So habe ich zumindest für meine Dienstfahrten als Präsidiumsmitglied ein umweltfreundliches Modell (BMW 118d) durchsetzen können. Privat fahre ich einen Toyota Aygo, zugebenermassen ein kleines Auto, ökologisch aber im Moment ein Spitzenreiter mit 109 g CO2/km und einem Verbrauch von 4,6 Litern. Damit sehen sie mich vielleicht auch in Erfurt, wenn ich nicht gerade mit dem Zug und per pedes oder Rad dort unterwegs bin.
Denn natürlich bleibt Radfahren ungeschlagen die schönste und natürlich umweltfreundlichste Art der Fortbewegung. So oft es geht, fahre ich Rad - in Berlin mit dem etwas älteren Modell von Diamant, in Thüringen ein in Nordhausen gebautes Strike Bike.

Mit freundlichen Grüßen

Katrin Göring-Eckardt
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Frage zum Thema Familie
15.10.2008
Von:

Guten Tag Frau Göring-
Können Sie mir sagen ob der Name ein jüdischer Name ist?
Vielleicht haben sie ja wegen ihrem Namen schon recherchiert. Ich finde keine Hinweise.
herzlichen Danke und einen guten Abend
heidi Jambers
Antwort von Katrin Göring-Eckardt
1Empfehlung
17.10.2008
Katrin Göring-Eckardt
Sehr geehrte Frau Jambers ,

vielen Dank für Ihre Frage. Über eine jüdische Herkunft des Namens ist Frau Göring- nichts bekannt.

Mit besten Grüßen
Büro Katrin Göring-
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
13.11.2008
Von:

Sehr geehrte Frau Göring-Eckardt,

der stern berichtet am 10. November über die Versetzung Johannes Bechers in den wissenschaftlichen Dienst des Bundestages. Herr Becher war zuvor 15 Jahre lang für die Kontrolle der Parteienfinanzierung zuständig. So sei er sowohl mit der CDU-Schwarzgeld-Affäre, als auch mit den Finanzierungspraktiken Jürgen Möllemanns beschäftigt gewesen. Bei Letzterem handele es sich um ein laufendes Verfahren, dass für die FDP eine horrende Strafzahlung nach sich ziehen könnte.

Nun fragt sich der Stern-Autor, ob es sich wirklich um die Beförderung eines Parlamentsmitarbeiters handelt oder ob man weitere Ermittlungserfolge Herrn Bechers verhindern möchte. Als für die Versetzung Verantwortlicher wird Herr Lammert genannt.

Man kann den Eindruck erhalten, dass jeder erfahrene Mitarbeiter weniger in diesem wichtigen Kontrollfeld nur schaden kann. Allein die Tatsache, dass am Möllemann-Vorgang immer noch gearbeitet wird, zeigt doch, dass die Abteilung Kontrolle der Parteienfinanzierung sicher nicht an Personalüberschuss leidet.

Sind Sie mit diesem Vorgang vertraut? Falls ja, wie stehen Sie dazu?
Antwort von Katrin Göring-Eckardt
bisher keineEmpfehlungen
26.11.2008
Katrin Göring-Eckardt
Sehr geehrter Herr ,

Frau Göring-Eckardt hat von diesem Vorgang durch die Medien erfahren und teilt die Meinung ihres Fraktionskollegen Volker Beck, den Sie ja ebenfalls zu diesem Sachverhalt befragt haben, nach einer schnellstmöglichen Aufklärung des Sachverhaltes.

Mit freundlichen Grüßen
Büro Katrin Göring-Eckardt
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
29.12.2008
Von:

Sehr geehrte Frau Göring-Eckardt,

meine Frage richtet sich an Sie, da ich bei Ihnen als Theologin und aufgrund Ihrer Funktion beim Deutschen Evangelischen Kirchentag ein Interesse an Fragen von Religion und Gesellschaft voraussetze: Vor einiger Zeit haben Jugendliche in einer von der Bundeszentrale für politische Bildung veranworteten und vom Bundespresseamt mit finanzierten Zeitschrift "Q-rage" sehr kritische Fragen an die evangelikalen Strömungen innerhalb der evangelischen Kirche gerichtet. Für den Beitrag der Jugendlichen wurde die Bundeszentrale selbst scharf angegriffen, namentlich ihr Vorsitzender Thomas Krüger, dies auch nach einer inhaltlichen Distanzierung.

Meine Frage: Wäre es nicht angebracht, als Abgeordnete des Deutschen Bundestags die Freiheit der Bundeszentrale für politische Bildung auch öffentlich zu verteidigen, einschließlich der Freiheit, dass Jugendliche eine Meinung veröffentlichen dürfen, über die sich trefflich streiten lässt. Wäre es nicht angebracht, aus grundsätzlichen Erwägungen öffentlichen Druck von Interessensgruppen abzuwehren?

Mit freundlichen Grüßen,

Antwort von Katrin Göring-Eckardt
bisher keineEmpfehlungen
22.06.2009
Katrin Göring-Eckardt
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für ihre Frage. Nein, Theologin bin ich nicht, denn ich habe das begonnene Studium nicht abgeschlossen. Zuerst einmal möchte ich aber betonen, dass das journalistische Engagement von Schülerinnen und Schülern eine sehr erfreuliche Sache ist, die nicht nur von eigenem Interesse an der Gesellschaft kündet, sondern darüber hinaus oft auch geeignet ist, MitschülerInnen mit Themen der öffentlichen Diskussion aus jugendlicher Sicht vertraut zu machen. Wie aus meinen Antworten vom 29. Juli 2008 hervorgeht, hatte ich Kritik an einem während des Christivals geplanten Seminars geäußert , zugleich aber auch bedauert, in welcher Schärfe die Auseinandersetzung auf beiden Seiten ausgetragen wurde. Die Kritik am Beitrag der beiden Autoren war dabei aber nicht weniger einseitig als der von ihnen verfasste Artikel. Jugendlichen sollte zweifelsohne die Gelegenheit geboten werden, ihre Meinung zu äußern, gleichzeitig sollte insbesondere in von der Bundeszentrale für politische Bildung verantworteten Publikation der Versuch einer ausgewogenen Darstellung zu erkennen sein.

Mit freundlichen Grüßen

Katrin Göring-Eckardt
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Frage zum Thema Umwelt
03.01.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Göring-Eckardt,
wenn über Umweltschutz geredet wird, dann geht es meistens um die Senkung von Energieverbräuchen von Häusern und Autos, der Förderung alternativer Energien und der damit verbundenen Senkung der Treibhausgase. Ich halte dies für sehr wichtig und bin damit auch mit der aktuellen Politik eins. Natürlich müssen auch wir Bürger einiges dafür tun und die permanente Politikerschelte hilft uns da auch nicht weiter. Der Grund für die Verdrossenheit der Bürger ist wohl aber der permanente Lobbyismus, wie bspw. der für Banken und Autoindustrie. (Aber dies nur nebenbei). Umweltschutz geht alle an.
Nun zu meiner Frage. Wenn ich meinen Wochenendeinkauf mache, achte ich gerade bei den Produkten, die täglich benötigt werden, auf die regionale Herkunft. Dies ist schon unter Umweltgesichtspunkten sehr wichtig, da damit enorme Mengen Diesel gespart werden können. So habe ich bspw. überhaupt kein Verständnis dafür, dass es bspw. bei einer Einkaufskette in Weimar und Umgebung vorrangig Eier aus den Niederlanden gehandelt werden. Die haben m.E. eine scheußliche CO2-Bilanz. In Hottelstedt (Weimar Land) oder Greußen sind Eierhöfe, die eventuell ihre Produkte nach den Niederlanden fahren müssen, um sie loszuwerden.
Frage: Was machen Sie in der Grünenfraktion konkret dafür, dass der Handel regionale Produkte vermarkten muss, um damit den CO2-Ausstoß der gehandelten Waren zu senken? Jeder Bürger soll selbst entscheiden können, was er kauft-daran soll sich nichts ändern, obwohl ich kein Verständnis habe, dass französisches Mineralwasser in Thüringen überhaupt im Wettbewerb bestehen kann. Für die ostdeutschen Länder hätte das ganze dann auch noch einen sehr positiven Nebeneffekt. Es würde wirtschaftlich enorm aufwärts gehen und alle Bürger der Bundesrepublik bräuchten endlich keinen Solidaritätszuschlag mehr bezahlen.

mit freundlichen Grüßen

Antwort von Katrin Göring-Eckardt
1Empfehlung
14.01.2009
Katrin Göring-Eckardt
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Mail. Ich kann Ihren Ausführungen nur voll zustimmen. Im Interesse von Umwelt- und Klimaschutz ist die Politik gefragt, doch auch die Wirtschaft und wir Verbraucher und Verbraucherinnen können uns nicht aus der Verantwortung stehlen.
Leider liegt jedoch schon bei der Politik vieles im Argen. Denn trotz aller formelhaften Bekundungen ist es mit der Umwelt- und Klimapolitik der Bundesregierung gegenwärtig nicht weit her. Auf europäischer Ebene hat die Bundeskanzlerin die CO2-Reduzierungsziele bei der Autoproduktion ausgehebelt, beim Konjunkturpaket wird statt auf umweltpolitische Instrumente nicht zuletzt auf Straßenbau gesetzt.

Zu ihrer Frage nach dem Angebot regionaler landwirtschaftlicher Produkte: ich wünsche mir auch noch viel mehr Produkte aus der Nachbarschaft, nicht nur in den großen Supermarktketten, sondern auch in manchen kleinen Tante-Emma-Läden, die oft nur sehr vereinzelt das anbieten, was doch in der Umgebung wächst, gedeiht und verarbeitet wird.
Wenn jedoch solche Produkte angeboten werden, dann müssen noch viel mehr VerbraucherInnen Ihrem Beispiel folgen. Der Trend geht glücklicherweise in diese Richtung: der Absatz von oft regional hergestellten Bio-Lebensmitteln ist auch im vergangenen Jahr wieder gestiegen (um 10%) - und immer mehr VerbraucherInnen setzen auf lokale Produkte.
Die Politik kann hier oft nur mittelbar aktiv werden. Konkret wird es aber beispielsweise in den Ländern bei der Förderung des Ökolandbau, bei dem ein Großteil der Wertschöpfung in der Region bleibt. Der Bedarf nach Ökolebensmitteln ist kaum noch zu decken, trotzdem scheuen viele Landwirte eine Umstellung, weil dies von der Politik zu wenig unterstützt wird. Wir fordern hier eine Erhöhung der Umstellungsprämie in den Ländern.
Darüber hinaus kann Politik Anreize für regionale Wirtschaftskreisläufe schaffen und wir als Grüne haben dafür einiges aktiv durchsetzen können bzw. fordern entsprechende Instrumente immer wieder ein. Als Verbraucherschutzministerin hat Renate Künast beispielsweise das Programm "Regionen aktiv" eingeführt. Bei der von uns maßgeblich forcierten Neuausrichtung der Verbraucherschutz- und Agrarpolitik geht es zentral um die Stärkung regionaler Ansätze und die Schaffung verlässlicher Einkommensquellen. In Thüringen produzieren im Eichsfeld beispielsweise kleine und mittelständische Unternehmen seit 2006 Energieholz für klimaneutralen Strom aus der Region, unterstützt durch das Bundesprogramm.

Außerdem machen wir uns als Grüne für eine Neuausrichtung der Absatzförderung stark. Wir fordern, dass die dafür zuständige CMA mehr Gewicht auf regionales Marketing statt auf Produktgruppenwerbung für Milch oder Wurst etc. legt. Ganz aktuell fordern wir für die Stärkung ländlicher Räume ein Bundesprogramm "Faire Milch", mit dem die Marktstruktur zugunsten regionaler Anbieter gefördert werden soll und ein Bundesprogramm "Gentechnikfreie Regionen" mit ähnlicher Zielsetzung.

Die Bundespolitik zeigt sich bei dem von Ihnen angesprochenen Thema jedoch nicht sehr beweglich. Auch aus diesem Grund liegt es gerade zur Zeit nicht zuletzt an uns als VerbraucherInnen, hier mit einem bewussten Einkaufsverhalten entsprechende Pflöcke einzuschlagen. Bleiben Sie Ihrer Linie treu und versuchen Sie noch mehr Menschen davon zu überzeugen!

In diesem Sinne,

freundliche Grüße

Katrin Göring-Eckardt
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