Katja Kipping (DIE LINKE)
Abgeordnete Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Katja Kipping
Jahrgang
1978
Berufliche Qualifikation
Literaturwissenschaftlerin M.A.
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Dresden I
Landeslistenplatz
1, über Liste eingezogen, Sachsen
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Ihr Eindruck, dass Behindertenpolitik im Bundestag deutlich zu kurz kommt, täuscht Sie nicht, auch wenn unsere Fraktion, namentlich vor allem unser behindertenpolitischer Sprecher Dr. Ilja Seifert, alles dafür tut, behinderte Bürgerinnen und Bürger sowie ihre Bedürfnisse deutlicher ins Licht der allgemeinen Aufmerksamkeit zu rücken. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Finanzen
06.08.2008
Von:

Liebe Katja,

auf Grund einer Diskussion mit Bürgern meiner Gemeinde möchte ich Dich bitten mir bei folgender Frage weiterzuhelfen:

Welche Kosten sind aus dem Besuch des Präsidentschaftskandidaten der USA Herr Barack Obama entstanden? Inwieweit trägt diese Kosten der Steuerzahler?

Vielen Dank für deine Hilfe


Mitglied DIE LINKE.Sachsen
Antwort von Katja Kipping
15Empfehlungen
06.08.2008
Katja Kipping
Lieber ,

soweit ich informiert bin, so haben die Kosten für den Polizeieinsatz während des Besuches von Barack Obama am 24.07.2008 in Berlin circa eine Viertelmillion Euro betragen. Diese Summe trägt das Land Berlin. Die öffentliche Veranstaltung um den Besuch herum, vor allem die Rede an der Siegessäule, hat aber sicher erheblich mehr gekostet, allerdings musste das von Obama bzw. von der für die PR zuständigen Firma MEDIENPOOL selbst finanziert werden - letztlich war es ja auch vor allem Werbung in eigener Sache.

Mit freundlichen Grüßen
Katja Kipping
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Frage zum Thema Gesundheit
20.08.2008
Von:

Sehr geehrte Frau Kipping,
ich bin derzeit mit der Anfertigung einer Haus- und daraufaufbauenden Diplomarbeit zum Thema Prävention beschäftigt. Leider habe ich bisher nur unstimmige Informationen zum Präventionsgesetz, welches diesen Sommer verabschiedet werden sollte. Können sie mir aktuelle Infos bzw. Informationspartner empfehlen? Meine Anfrage an das Bundesministerium ergab leider keine ausreichenden Antwoten, auch nicht auf die Frage, ob Prävention bereits als eigenständige Säule des Gesundheitswesens in Deutschland angegeben wird oder wenn nicht, auf welchen Säulen sich das derzeitige Gesundheitssystem srützt. Vielen Dank für Ihre Bemühungen.
Antwort von Katja Kipping
10Empfehlungen
20.08.2008
Katja Kipping
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Zuschrift. Es gibt im Moment noch kein (beschlossenes) eigenständiges Gesetz zur gesundheitlichen Prävention, obwohl dieses als ein wesentliches Ziel im Koalitionsvertrag von CDU und SPD formuliert wurde.

Wie Sie vielleicht wissen, so setzt sich insbesondere die Fraktion DIE LINKE. im Bundestag schon seit langem für ein - mittlerweile längst überfälliges - Präventionsgesetz ein. In einem entsprechenden Antrag, Drs. 16/7471 ( dip21.bundestag.de ), fordern wir, ein Entscheidungsgremium auf Bundesebene zu errichten, das nationale Präventionsziele und entsprechende Strategien entwickeln sowie Präventionsschwerpunkte setzen soll. Unter anderem sehen wir den Aufbau einer funktionsfähigen und flächendeckenden Infrastruktur für eine wirkliche gesundheitliche Prävention vor. Nach unserer Auffassung sollen Gesundheitsförderung und Prävention zur ersten Säule der Gesundheitssicherung ausgebaut werden. Die Linksfraktion fordert dazu weiterhin, eine Koordinierungs- und Entscheidungsstelle auf Bundesebene zu schaffen, die organisatorisch an die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung angebunden wird und über eigene finanzielle Mittel im Rahmen eines Fonds verfügt, der sich aus dem Bundeshaushalt speist. In diesem Gremium sollen Vertreter der Wissenschaft, der Finanzierungsträger, der Ärzteschaft, des Deutschen Olympischen Sportbundes, des Bundesrats, der kommunalen Spitzenverbände sowie von Patienten- und Selbsthilfeorganisationen sitzen und bundeseinheitliche Präventionsziele festlegen, Empfehlungen für die Forschung formulieren sowie Qualitätsberichte zusammenführen. Alle vier Jahre soll zudem dem Bundestag ein Präventionsbericht vorgelegt werden.

Am 23.06.2008 gab es zu diesem Thema eine öffentlichen Anhörung des Gesundheitsausschusses, da auch die FDP sowie die Grünen dazu Forderungen erhoben haben. Im Rahmen der Anhörung wurde insbesondere die Finanzierung debattiert, welche auf eine breite Basis zu stellen ist, u.a. soll sich auch die öffentliche Hand daran beteiligen. Umstritten war und ist auch noch die Frage nach der möglichen Organisation.

Trotzdem ist natürlich nun die Koalition gefordert, die notwendige Regelung auf den Weg zu bringen. Einen Entwurf dazu gab es seitens der Gesundheitsministerin schon. So sollte eine Bundesstiftung eingerichtet werden, die bundesweite Präventionsziele formulieren sowie das Bewusstsein in der Bevölkerung für Bewegung und gute Ernährung schärfen sollte. Zudem war auch die Schaffung eines Nationalen Präventionsrates sowie von Präventionsräten auf den Landesebenen vorgesehen. Finanziert werden sollte das Projekt durch die gesetzlichen und privaten Krankenkassen, die gesetzliche Renten- und Unfallversicherung sowie die Pflegeversicherung. Soweit ich weiss, gibt es dafür aber innerhalb der Großen Koalition aktuell keine Mehrheit, insbesondere die Finanzierungsfragen sind strittig.

Neuigkeiten und aktuelle Dokumente - unter anderem auch weiterführende Informationen zur genannten Ausschussanhörung - zum Thema "Präventionsgesetz" können Sie auf der Homepage des Deutschen Bundestages finden. Für weitere Informationen und Auskünfte kann ich Ihnen auch seitens meiner Fraktion den Kontakt zu Dr. Martina Bunge, MdB, der Vorsitzenden des Gesundheitssausschusses des Bundestages (Telefon: 030-227-70067, Fax: 030-227-76076, Email: martina.bunge@bundestag.de) sowie zu Frank Spieth, dem gesundheitspolitischen Sprecher meiner Fraktion (Telefon: 030 - 227-70726, Fax: 030 - 227-76726, Email: frank.spieth@bundestag.de), empfehlen.

Mit freundlichen Grüßen
Katja Kipping
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Frage zum Thema Verbraucherschutz
29.08.2008
Von:

Hallo Frau Kipping,
der Datenklau nimmt ja nun immer schockierende Formen an.
Wenn hier schon mehr Datensätze vorliegen als Bundesbürger vorhanden sind, sind wir ja schon zum gläsernen Menschen geworden.
Ich bin hier eins mit den Forderungen von Herrn Bundesminister Glos, den Datenhandel generell zu verbieten.
Wenn bringt DIE LINKE einen derartigen Vorschlag in den Bundestag ein und vor allem, wenn ist dazu mit einer Beschlußfassung zu rechnen ? Unsere persönlichen Daten, soweit keine ausdrückliche Zustimmung vorliegt, müßten doch endlich schnell und vor allem effektiv geschützt werden. Datenschutz ist sonst nur Augenauswischerei.
Mit freundlichen Grüßen

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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
04.09.2008
Von:

Frau Kipping,

meine frage ist wie steht ihre partei zu volksentscheiden?
Antwort von Katja Kipping
15Empfehlungen
23.09.2008
Katja Kipping
Sehr geehrte Frau ,


meine Partei - und natürlich auch ich - stehen dem Thema Volksentscheid sehr aufgeschlossen und positiv gegenüber. Schon seit langem befürworten wir die Einführung dieses Instrumentariums auf Bundesebene. Gleich zu Beginn der aktuellen Bundestagswahlperiode hatte die Fraktion DIE LINKE. auch einen entsprechenden Gesetzentwurf zur Einführung der dreistufigen Volksgesetzgebung in das Grundgesetz eingebracht, den Sie zu Ihrer Information im Anhang nachlesen können.

Für uns ist es nicht hinnehmbar, dass der Wille des Volkes aktuell so wenig Gewicht hat und im Bundestag z.B. auch Entscheidungen gegen die Mehrheitsmeinung in der Bevölkerung durchgesetzt werden. Beispiele dafür gibt es genügend, so wäre vermutlich bei einem Volksentscheid über die Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre oder über eine Teilnahme Deutschland an Kriegseinsätzen anders entschieden worden. Unser Wunsch wäre es beispielsweise auch gewesen, wenn es an einem Tag in allen europäischen Staaten einen Volksentscheid über die Europäische Verfassung gegeben hätte.


Mit freundlichen Grüßen
Katja Kipping
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
04.09.2008
Von:

Leider ist der ZDF-Chat, Maybritt Illner 04.09.08, zu langsam, deshalb nochmals nachstehend meine Frage mit der Bitte um Antwort.

Guten Abend Frau Kipping,

was versprechen Sie sich von einer Regierungsbeteiligung in Hessen mit einer Partei die keinen einheitlichen Standpunkt zu einer Koalition mit Ihnen vertritt?
Antwort von Katja Kipping
7Empfehlungen
23.09.2008
Katja Kipping
Sehr geehrter Herr ,

DIE LINKE. in Hessen hat sich kürzlich auf dem Landesparteitag mit überwältigender Mehrheit für die Unterstützung einer rot-grünen Minderheitenregierung ausgesprochen, aber im Sinne einer Tolerierung und nicht in Form einer Regierungsbeteiligung. Zugleich wurde ein Forderungskatalog zusammengestellt, zu dem es Gespräche mit SPD und Grünen geben wird. Für Anfang Oktober sind mehrere Regionalkonferenzen in Hessen geplant, auf denen die Verhandlungsergebnisse präsentiert und diskutiert werden sollen. Anschließend ist noch ein Mitgliederentscheid vorgesehen. Zu Ihrer Information finden Sie im Anhang noch ein gemeinsames Positionspapier vom Landesvorstand und den Kreisvorsitzenden der Partei DIE LINKE. Hessen.

Mit freundlichen Grüßen
Katja Kipping
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