Katja Kipping (DIE LINKE)
Abgeordnete Bundestag

Grunddaten
Katja Kipping
© Die LINKE
Geburtstag
18.01.1978
Berufliche Qualifikation
Slavistin, Literaturwissenschaftlerin
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Dresden
Wahlkreis
Dresden I
Ergebnis
24,0%
Landeslistenplatz
1, Sachsen
weitere Profile
(...) Die damit verbundenen Steigerungen der Rentenansprüche von Vielverdienern sollen abgeflacht werden. Eine soziale Erwerbstätigenversicherung ist für die Versicherten damit nicht nur sozial gerechter, sondern auch kostengünstiger als das gegenwärtige System. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Fragen an Katja Kipping
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Soziales
22.12.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Kipping,

nach Durchsicht unserer Riester-Verträge bei der Bayern Versicherung habe ich festgestellt, dass die Abschluss- und Vertriebskosten und die Verwaltungskosten den staatlichen Zuschuss fast vollständig aufzehren bzw. sogar übersteigen.Es ist also so, dass mit dem Zuschuss nicht die Bildung einer privaten Altersrente, sondern das Versicherungsunternehmen/die Bank gefördert wird.
Das kann doch nicht im Sinn des Gesetzgebers sein.
Ich bitte Sie, mir mitzuteilen, welche Initiative die Linke ergreifen wird, diesen Missstand abszustellen.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Katja Kipping
3Empfehlungen
06.01.2010
Katja Kipping
Sehr geehrter Herr ,

die Fraktion DIE LINKE hat die zunehmende Privatisierung der Altersvorsorge immer heftig kritisiert, da diese nach unserer Erkenntnis u.a., wie Sie auch darstellen, in erster Linie der Versicherungswirtschaft dient und in den allermeisten Fällen den Bürgerinnen und Bürgern keinesfalls ein sicheres Auskommen im Alter garantiert. Die LINKE hat vielmehr gefordert, dass die gesetzliche Rente muss wieder ins Zentrum der Alterssicherungspolitik rückt und durch sie der Lebensstandard im Alter gesichert werden kann. Die gesetzliche Rente soll in Zukunft alle Erwerbstätigen erfassen. Auch Selbständige, Beamte und Politiker/innen sollen in sie einzahlen. Die Beitragsbemessungsgrenze wollen wir aufheben. Dadurch wird mehr Geld in die Rentenkasse eingezahlt, das dann gerechter verteilt werden kann. Kein Mensch soll im Alter weniger als 800 Euro aus der Rente oder Grundsicherung haben. All dies muss von einer Politik für gute Arbeit und gute Löhne flankiert werden.
Es gibt dazu diverse Anträge (unseren Antrag zu "Riester-Rente auf den Prüfstand stellen" finden Sie ebenfalls anbei) und andere Initiativen, die alle auf der Webseite meiner Fraktion unter www.linksfraktion.de dokumentiert sind (und deren gesonderte Darstellung hier bei abgeordnetenwatch.de wohl den Rahmen sprengen würde). Weitere werden mit Sicherheit dazu kommen.
Aktuell haben wir gerade eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung gestellt, die sich mit der "Schwächung der Wirtschaft durch Riester-Sparen" beschäftigt und die sicher auch noch weitere Initiativen nach sich ziehen wird. Unsere Fragen haben die Drucksachennummer 17/185, ich habe sie im Anhang beigefügt. Die Antwort der Bundesregierung wird die Drucksachennummer 17/376 tragen, leider aber liegt diese im Moment noch nicht elektronisch vor. In einigen Tagen können Sie diese bei Interesse sicher unter www.bundestag.de in der Dokumentensuche unter der genannten Drucksachennummer finden.

Mit freundlichen Grüßen
Katja Kipping
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Verlängerung Afghanistaneinsatz (ISAF)
02.01.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Kipping,

Das Bundesministerium der Verteidigung informiert auf seiner Homepage:
"Der Kampf gegen das terroristische Netzwerk Al-Qaida und gegen die Taliban ist Aufgabe der Operation Enduring Freedom.Mandat und Organisation der Friedenstruppe ISAF sind davon strikt getrennt."
Auf der NATO Homepage werden General McChrystal folgende Posten zugeschrieben:
"Commander, International Security Assistance Force/Commander, United States Forces Afghanistan,
OPERATION ENDURING FREEDOM, Afghanistan".
Atta Mohammad Noor, der zuständige Gouverneur im Bereich des Regionalkommandos Nord, das der ISAF und speziell der Bundeswehr untersteht klagte über den Einsatz von US-Spezialkräften:
www.dradio.de
1. Halten Sie die behauptete Trennung von ISAF und OEF für realistisch ?
Am 18.12.09 gab das Bundesverteidigungsministerium bekannt, eine gezielte Tötung von Gegnern sei nicht vom Bundestagsmandat für Afghanistan gedeckt.
www.zeit.de
Der COM-ISAF-Bericht,der seit Oktober vorlag,informierte über die gezielte Tötung,veranlasst durch Oberst Klein, sowie über bis zu 40 tote Zivilisten.
www.sueddeutsche.de
2. Wie konnte zu Guttenberg mit dem Wissen um Fehler, zivile Tote und die Missachtung eines Bundestagsmandates das Bombardement als angemessen bezeichnen ?
3. Wie beurteilen Sie die Kritik an der Rechtmäßigkeit des Krieges,die Bundesverwaltungsrichter Deiseroth äußert? www.fr-online.de Der international anerkannte Terrorismusexperte Nafeez Mosaddeq Ahmed weist darauf hin, dass westliche Geheimdienste auch nach dem Ende des Kalten Krieges und sogar nach dem 11.9.01 islamische Extremisten und terroristische Gruppen unterstützt haben. www.newint.org
4. Geht es in Afghanistan wirklich um Terrorbekämpfung ?
Antwort von Katja Kipping
6Empfehlungen
06.01.2010
Katja Kipping
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Fragen, die ich Ihnen gern beantworte:

Zu 1.: Die Linke hat schon immer öffentlich darauf hingewiesen, dass OEF und ISAF sich praktisch nicht trennen lassen. Tatsächlich geschieht dies inzwischen nicht einmal mehr auf der Führungsebene.
Zu 2.: Diese Frage kann Ihnen zuverlässig nur Herrn zu Guttenberg beantworten. Ich könnte über seine Motive allenfalls spekulieren.
Zu 3.: Die Linke hat stets die Rechtmäßigkeit des Krieges bestritten.
Zu 4.: Vermutlich teilweise, aber wohl auch darum, dass die NATO in einem Bürgerkrieg Partei ergreift und ein ergebenes Regime installieren will.

Mit freundlichen Grüßen
Katja Kipping
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Bildung und Forschung
19.01.2010
Von:

Hallo, ich habe mal eine Frage, vielleicht können Sie mir helfen.

Meine Tochter ist in eine Grundschule bis zu 2. Klasse gegangen. Dann 2 Jahre auf eine LRS. dann hat Sie die 3. Klasse wiederholt in einer Grundschule und dann in die Realschule. Sie hat die 10 Klasse geschafft und nun eine Lehre im 2. Lehrjahr als Kauffrau für Büroorganisation. In der Schule hat Sie nun Probleme das die Anforderungen zu hoch sind und hat steht in Deutsch auf 6 der Lehrer nimmt sie nicht ernst. In der Praxis im Betrieb gibt es keine Probleme im Gegenteil der Arbeitgeber schätzt Ihre Arbeit. Bis voriges Jahr wurde Sie übers Arbeitsamt gefördert in Deutsch da hat auch alles geklappt, dieses Jahr hat das Arbeitsamt dieses untersagt da sie in Deutsch eine 3 hatte. Im 1. Lehrjahr und jetzt als Begründung gemeint es werden nur Schüler mit 5 oder 6 in Deutsch gefördert. Leider bin ich trotz Arbeit nicht in der Lage Privaten Deutschunterricht zu bezahlen. Jetzt habe ich einen Termin mit dem Deutschlehrer.
Meine Frage was kann ich machen damit meine Tochter anders bewertet wird als normale Schüler? Vielleicht können Sie mir einen Rat geben? Meine Tochter hat Angst durch ihre LRS Schwierigkeit ihre Lehre zu verlieren. Es wäre nett wenn Sie mir bitte einen Rat geben könnten wie wir uns verhalten können. Sie hat Angst dadurch Ihre Lehre wofür Sie jeden Tag abends Stundenlang Übt zu verlieren. Was kann ich tun?
Viellicht können Sie mir helfen es ist für uns sehr wichtig.

Vielen vielen Dank


R.ST.
Antwort von Katja Kipping
4Empfehlungen
19.01.2010
Katja Kipping
Sehr geehrte Frau ,

in Ihrem Fall gibt es sicher Möglichkeiten, um die Ausbildung Ihrer Tochter zu sichern. Zum einen sollten Sie bei Ihrem geplanten Gespräch mit dem Lehrer das Thema Nachhilfe benennen, evtl. kann er Ihnen Tipps geben. Darüber hinaus können Sie sich aber auch in der zuständigen Agentur für Arbeit im Bereich Berufsberatung nach Unterstützung erkundigen. So gibt es z.B. sogenannte ausbildungsbegleitende Hilfen (abH), die dafür da sind, um "Jugendlichen, die besonderer Hilfen bedürfen, durch Förderung des Erlenens von Fachtheorie, Fachpraxis, Stützunterricht zum Abbau von Sprach- und Bildungsdefiziten sowie durch sozialpädagogische Begleitung, die Aufnahme, Fortsetzung sowie den erfolgreichen Abschluss einer erstmaligen betrieblichen Berufsausbildung in anerkannten Ausbildungsberufen oder das erfolgreiche Absolvieren einer betrieblichen Einstiegsqualifizierung zu ermöglichen. Für die Durchführung erhalten die Bildungsträger die erforderlichen Maßnahmekosten sowie Zuschüsse zu den vom Bildungsträger an die Auszubildenden zu zahlende Ausbildungsvergütung." (Zitat: Bundesagentur für Arbeit)

Mit freundlichen Grüßen
Katja Kipping
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Soziales
21.01.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Kipping,

warum unternimmt niemand etwas, um den Betrug durch das BMAS zu unterbinden?
Am 27.02.2008 hat das Bundessozialgericht im Verfahren B 14/11b AS 15/07 R entschieden, wie der Abzug von Stromkosten bei der Erwärmung von Wasser erfolgen muß.
Durch das BMAS wurde dieses Urteil vorsätzlich negiert. Mit einem eigenen abstrusen Zahlenwerk werden die Hilfeempfänger weiter getrogen.
Nach mindestens einem weiteren Urteil B 4 AS 8/09 R eines anderen Senates erkannte das BMAS die Rechtsprechung an.
Bei den ARGEn wird trotzdem weiterhin betrogen!!!

Mit freundlichen grüßen
Antwort von Katja Kipping
bisher keineEmpfehlungen
02.02.2010
Katja Kipping
Sehr geehrter Herr ,

herzlichen Dank für Ihre Wortmeldung auf abgeordnetenwatch.de. Um Ihrer Aufforderung nachzukommen, im Rahmen meiner Möglichkeiten den "Betrug durch das BMAS zu unterbinden" benötige ich allerdings konkrete Angaben, nämlich welche ARGE in welcher Weise weiter betrügt. Diese Informationen können Sie auch gern direkt an mein Bundestagsbüro in Berlin per Mail ( katja.kipping@bundestag.de ) schicken.

Mit freundlichen Grüßen
Katja Kipping
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
30.01.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Kipping,

Die dpa meldet, dass Sie gemeinsam mit Andrea Ysilanti (SPD), Sven Gilgold (Grüne), Hermann Scheer (SPD) und weiteren Personen am Sonntag, den 31.1.10, eine "linke Denkfabrik" zu wichtigen gesellschaftlichen Fragen gründen wollen. Sehen Sie hierzu nicht genügend Raum in der eigenen Partei, der Linken? Welche Erfolgschancen räumen Sie diesem außergewöhnlichen Bündnis ein? Sind Sie gar Vorreiter einer vereinigten SPD/ Linken?

Mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Katja Kipping
bisher keineEmpfehlungen
22.09.2010
Katja Kipping
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Frage zur Gründung des Instituts Solidarische Moderne (ISM). Beim ISM geht es nicht um die Gründung einer neuen Partei oder gar um die Vorbereitung einer Vereinigung von LINKEN und SPD. Das ISM will vielmehr - über die bestehenden Grenzen hinweg - zwischen den Parteien einerseits sowie zwischen Politik, Wissenschaft, Kultur und Zivilgesellschaft andererseits Crossover-Prozesse anstoßen und durch die Zusammenführung unterschiedlicher Perspektiven neue Ideen für eine moderne, solidarische Gesellschaft entwickeln, die letztlich die bestehende neoliberale Hegemonie ablösen sollen.

Zu den Erfolgsaussichten kann ich sagen, dass wir nach einem dreiviertel Jahr schon eine Menge erreicht haben: Unsere Denkanstöße werden rezipiert, 1.600 Mitglieder sind beigetreten - weit mehr, als wir erwartet haben - und unsere erste große Veranstaltung, die Summer Factory, steht kurz bevor (am kommenden Wochenende in Frankfurt/Main). Aber sicherlich haben wir noch einiges vor uns, um die Idee einer solidarischen Moderne auszuarbeiten und in die Gesellschaft zu tragen. Ich würde mich freuen, wenn Sie dabei mitwirken würden. Unter www.solidarische-moderne.de finden Sie bei Interesse weitere Informationen.

Mit freundlichen Grüßen

Katja Kipping
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Katja Kipping
  • Wurde Ihre Frage bereits gestellt?
    Durchsuchen Sie alle Fragen und Antworten in diesem Profil nach einem Stichwort:
  • Ihre Frage wurde bisher nicht gestellt?
    Geben Sie bitte hier Ihre Kontaktdaten und Ihre Frage ein:
  •  

    Die Angabe Ihres vollständigen Namens ist verpflichtend.
    Der Name wird verschlüsselt und ist nicht über Suchmaschinen auffindbar.

  •  

    Die Angabe Ihres vollständigen Namens ist verpflichtend.
    Der Name wird verschlüsselt und ist nicht über Suchmaschinen auffindbar.

  •  
    An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen

    Die Angabe einer gültigen E-Mail-Adresse ist verpflichtend.
    Dies ist notwendig, um Sie über eine Antwort des Abgeordneten zu informieren oder bei Rückfragen kontaktieren zu können. Ihre E-Mail-Adresse wird weder an den Abgeordneten noch an Dritte weitergegeben.

  •  

    Diese Angabe ist verpflichtend.
    Sie wird nicht veröffentlicht, aber an den Abgeordneten weitergegeben.

  •  

    Diese Angabe ist optional.
    Sie wird nicht veröffentlicht und nur zur internen Verwendung bzw. für evtl. Rückfragen benötigt.

  • noch 2000 Zeichen

  • Folgende Felder wurden nicht ausgefüllt oder weisen Fehler auf:
    Vorname, Nachname, E-Mail-Adresse und Wohnort

  • Ich erkläre mich mit der Veröffentlichung meiner Frage auf abgeordnetenwatch.de und mit der dauerhaften Archivierung im digitalen Wählergedächtnis einverstanden.
    Die Freischaltung von Fragen kann je nach Nutzeraufkommen u.U. einige Stunden dauern, da alle eingehenden Fragen von einem Moderatorenteam überprüft werden.
    Ich habe den Moderations-Codex gelesen und sichergestellt, dass meine Frage nicht gegen diesen verstößt. Moderations-Codex aufrufen
    Falls meine Frage nicht freigeschaltet werden kann, werde ich darüber von einem Moderator informiert.
    Aus Gründen der Rechtssicherheit wird Ihre IP-Adresse gespeichert, aber nicht veröffentlicht oder an Dritte weitergegeben. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.