Karsten Panzer (NPD)
Kandidat Landtagswahl Bayern 2008
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Karsten Panzer
Jahrgang
1970
Berufliche Qualifikation
Kaufm. Angestellter
Ausgeübte Tätigkeit
Bezirksgeschäftsführer
Wohnort
-
Stimmkreis
Tirschenreuth
Landeslistenplatz
6, Oberpfalz
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Frage zum Thema Wirtschaft
05.09.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Panzer,

welche Konzepte hat die NPD zur Belebung der deutschen Konjunktur?
Worin unterscheidet sich die Wirtschaftspolitik der NPD von der Politik der FDP?

Hochachtungsvoll

Antwort von Karsten Panzer
44Empfehlungen
07.09.2008
Sehr geehrte Frau ,

ich versuche einmal, das Wichtigste zu dieser sehr umfangreichen Materie in ein paar Sätzen zu umreißen:

Im Gegensatz zur FDP bekennt sich die NPD zur sozialen Marktwirtschaft. Diese wurde nach dem Zweiten Weltkrieg mit guten Gründen in Deutschland installiert, weil sich herausgestellt hatte, daß der Markt die Steuerungs- und Einflußinstrumente des Staates braucht. Werden diese ausgehebelt, kommt es zwangsläufig zur Monopolbildung, übrig bleiben nur die Finanzstärksten, und mit der sozialen Gerechtigkeit geht es den Bach hinunter. Das will die NPD nicht, und das wollten mit guten Gründen auch die vielbeschworenen "Väter des Grundgesetzes" nicht. Im Gegensatz zu den Privatisierern und Flexibilisierern zum Beispiel von der FDP stehen wir auf dem Standpunkt, daß staatliche Regelungsmechanismen gegen eine völlig unkontrollierte Wirtschaft notwendig sind.

Zu Ihrer ersten Frage: die NPD hat schon vor geraumer Zeit ein in sich schlüssiges Wirtschaftskonzept vorstellt, und zwar unter dem Begriff der "raumorientierten Volkswirtschaft". Das bedeutet, daß wir möglichst die gewachsenen Räume, die ja die Heimat der Menschen sind, als Wirtschaftsregionen erhalten und stärken wollen. Auf diese Weise soll verhindert werden, daß ganze Regionen - wie derzeit etwa die neuen Bundesländer - ausbluten, weil es dort keine Arbeit gibt. Hier stehen wir auf dem Standpunkt: gerade in solchen Fällen ist der Gesetzgeber gefordert, etwas zur Erhaltung lebensfähiger Wirtschaftsräume zu tun. Und da gäbe es gerade in den neuen Bundesländern jede Menge Ansatzmöglichkeiten - das reicht von Ansiedlungsprämien für Unternehmen bis hin zu Rückkehrprämien für abgewanderte Mitteldeutsche, die wieder zurückkommen. Und nicht zuletzt hätte es der Staat in der Hand, durch eine gezielte Infrastrukturpolitik Arbeits- und Zukunftsperspektiven für die Betroffenen zu schaffen. In Sachsen etwa wird derzeit von den etablierten Parteien genau das Gegenteil gemacht: anstatt Maßnahmen zu ergreifen, um Abwanderung und Geburtenschwund zu stoppen, haben sich die etablierten Parteien mit dem demographischen Desaster längst arrangiert - und arbeiten schon jetzt Konzepte für einen Rückbau etwa der Abwasserversorgung, des öffentlichen Nahverkehrs etc. aus. Aber das ist ein fatales Signal der Politik - man signalisiert den Bürgern auf diese Weise, daß man nichts für ihre Zukunft zu tun bereit ist.

Zuguterletzt: ein wenige "Keynes" ist nie verkehrt, um Kaufkraft und Nachfrage zu steigern. Wenn man denkt, wofür im Bundeshaushalt Milliarden eingeplant sind, dann dürfte ein wenig staatliche Investition eigentlich kein Ding der Unmöglichkeit sein. Auch da wäre gerade in den neuen Bundesländern jede Menge zu tun,20und der Staat würde seiner Verantwortung für die Menschen gerecht.

Die Praxis sieht leider ganz anders aus. Unter dem Strich - und gerade in Zeiten des Ausverkaufs ganzer Branchen und Infrastrukturen an internationale Kapitalanleger - brauchen wir heute nicht noch weniger, sondern mehr Staat. Der Staat darf sich nicht aus jeder Verantwortung zurückziehen und alles dem privaten Kapital überlassen. Dafür stehen wir Nationaldemokraten ein.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit zumindest ein klein wenig verdeutlichen, wo wir unsere wirtschafts- und konjunkturpolitischen Schwerpunkte sehen.



Viele Grüße

Ihr

Karsten Panzer
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Frage zum Thema Europa
05.09.2008
Von:

Grüß Gott Herr Panzer,

ich hätte 2 Fragen an Sie:

1. Zu Ihrem allgemeinen Politikverständnis: warum reiten Sie denn immer so auf Deutschland und seinen "nationalen" Interessen herum? Profitieren Sie nicht auch vom Europa ohne Grenzen? Und wollen Sie wirklich wieder zur Kleinstaaterei früherer Zeiten zurück, die uns jahrhundertelang Krieg und Chauvinismus in Europa beschert hat?

2. Wenn ich mich richtig erinnere, hat die Vorsitzende des Zentralrats der Juden, Frau Knobloch, die NPD Anfang des Jahres mal als "Ansammlung von Verbrechern" oder so ähnlich bezeichnet. Was sagen Sie zu solchen Vorwürfen?

Danke für die Beantwortung.

MfG


Antwort von Karsten Panzer
48Empfehlungen
07.09.2008
Sehr geehrte/r Herr/Frau (?) ,


herzlichen Dank für Ihre Fragen.

Ich will es einmal so formulieren (zu Ihrer 1. Frage): wir "reiten" ja nicht auf Deutschland herum, sondern machen Deutschland und seine Lebensinteressen "nur" zum Schwerpunkt unserer Politik. Und das ist eine ganze Menge, weil wir damit in der bundesdeutschen Parteienlandschaft offenbar ziemlich allein dastehen. Denn anders als der Rest der sogenannten "Volksparteien" sehen wir weder in der Föderalismusreform noch im Lissabon-Prozeß noch im Bologna-Prozeß noch im Schengen-Abkommen große Fortschritte für unser Land, dafür jede Menge Nachteile. Die muß ich Ihnen hoffentlich nicht detailliert auflisten, denn da wäre ich sehr lange beschäftigt. Ich verweise nur auf die geradezu irrwitzige "Grenzen auf"-Politik im Schengen-Rahmen, die uns - etwa in Ostsachsen - einen erheblichen Zuwachs an Kriminalität beschert hat. Entsprechendes gilt für die Zuwanderung an Billiglöhnern aus den östlichen EU-Ländern.

Bitte verstehen Sie mich nicht falsch: wir sind nicht europafeindlich, sondern im Gegenteil überzeugte Europäer und Abendländer. Aber mußte man deshalb die Grenzen faktisch abschaffen? Was ist denn an Grenzübergängen mit Paßkontrollen so schlimm?

Auch die forcierte europäische "Integration", die zu einer immer weitergehenden Entmachtung der nationalen Parlamente geführt hat und die auf einen Brüsseler Superstaat hinausläuft, kann ich beim besten Willen nicht als positive Errungenschaft erkennen.

Ich bitte Sie nur: lassen Sie die Kirche beim Dorf. Nationalstaat ist doch nicht gleichbedeutend mit Krieg und Chauvinismus. Wir denken vielmehr, daß gerade der bewährte, überschaubare und vor allem souveräne Nationalstaat auch im "unübersichtlichen" 21. Jahrhundert gerade die richtige Organisationsform für die Völker ist.

Zu Ihrer zweiten Frage, was das Knobloch-Zitat angeht. Sprechen solche Ausfälle nicht für sich selbst? Stellen Sie sich bitte mal vor, was passiert wäre, wenn ich Frau Knobloch öffentlich als "Verbrecherin" bezeichnet hätte. Leider wurde unsere Anzeige gegen Frau Knobloch wegen dieser wirklich schwerwiegenden Beleidigung politischer Gegner als gegenstandslos abgewiesen. Wenn sich bei Ihnen deshalb ebenso wie bei mir vielleicht der Eindruck einstellt, manche seien in unserem Land "gleicher" als andere, dann liegen Sie möglicherweise richtig. Ich für mein Teil habe allerdings ein anderes Verständnis vom Rechtsstaat.



Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Karsten Panzer
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Frage zum Thema Innere Sicherheit und Justiz
06.09.2008
Von:

Guten Tag.

Wenn mir die Kandidatenpräsentation hier unter kandidatenwatch.de anschaue, fällt mir auf, daß die NPD-Kandidaten nie mit Foto abgebildet sind - warum eigentlich? Fehlt Ihnen dazu vielleicht der Mumm?
Antwort von Karsten Panzer
48Empfehlungen
07.09.2008
Hallo Herr .


Mit "keinen Mumm" haben hat das natürlich gar nichts zu tun. Es ist schlicht und einfach eine Geldfrage. Im Gegensatz zum großen Teil unsere politischen Gegner verfügen wir nicht über Geldmittel ohne Ende, daß wahllos verpulvert werden kann. Wir setzten es gezielt und sinnvoll ein zum Beispiel in Kopfplakate.

Und für 100,- Euro bekomme ich eine Menge Kopfplakate, die ich wirksam in meinem Stimmkreis einsetzen kann, was ich und meine Kollegen natürlich auch tun. Wenn Sie darauf wert legen, schicke ich Ihnen gerne eines zu! ?

Sie können mich und die anderen Kandidaten der NPD Oberpfalz aber auch gerne auf unserer Internetseite npd-oberpfalz.de unter der Rubrik "Ihre Kandidaten zur Landtagswahl" begutachten. Die dazugehörigen Kopfplakate finden Sie unter bei den Seiten der jeweiligen Kreisverbände, die für die entsprechenden Stimmkreise zuständig sind.


Sie sehen, wir zeigen selbstverständlich auch Gesicht.


Herzlichst

Ihr

Karsten Panzer
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Frage zum Thema Umwelt
07.09.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Panzer,

daß die Oberpfalz ein Randgebiet im Freistaat ist und entsprechende Probleme hat, das wissen wir alle. Aber was würde denn die NPD tun – oder wenigstens fordern -, damit das anders wird?

Beste Grüße aus Kemnath,

Antwort von Karsten Panzer
26Empfehlungen
15.09.2008
Sehr geehrter Herr ,

da ist die Antwort für uns Nationaldemokraten ganz naheliegend: da es der Markt im Europa ohne Grenzen nicht allein richtet, muß der Staat seiner Verantwortung gegenüber den Bürgern nachkommen, einerlei ob er damit mit der Brüsseler EU in Konflikt gerät oder nicht.

Ein Beispiel: jahrzehntelang genossen die Landkreise etwa in Oberfranken und in der Oberpfalz, die in der Nähe der Grenze zur früheren DDR und zur Tschechoslowakei lagen, besondere Förderung als sogenannte "Zonenrandgebiete". Derzeit verbietet so etwas die EU-Bürokratie. Mit Blick auf strukturschwache Gebiete wie die Oberpfalz - die im grenzenlosen "Schengen-Europa" überdies auch noch von einer steigenden grenzüberschreitenden Kriminalität betroffen sind - wäre es nach unserem Verständnis oberstes Gebot der bayerischen Landespolitik, Regionen wie der Oberpfalz mit besonderen Förderprogrammen unter die Arme zu greifen, etwa durch Ansiedlungsprämien für Betriebe, Rückkehrprämien für abgewanderte Familien und Arbeitnehmer, Darlehen beim Hausbau.

Es gäbe für die Politik jede Menge Ansatzmöglichkeiten, um der Oberpfalz wieder auf die Beine zu helfen, sie muß nur wollen. Leider wollen "unsere" Volksvertreter nicht, das ist das Hauptproblem.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Frage damit wenigstens in groben Zügen beantworten.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Karsten Panzer
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Frage zum Thema Gleichstellung
07.09.2008
Von:

Herr Panzer, wie gehen Sie eigentlich mit dem Image um, daß Sie eine "Nazi-Partei" sind?
Antwort von Karsten Panzer
26Empfehlungen
15.09.2008
Hallo Herr ,

auf Diffamierungen und Verleumdungen von seiten des politischen Gegners haben wir leider überhaupt keinen Einfluß. Sie sollten sich aber als mündiger Bürger lieber selbst ein Bild von uns machen, als das übliche Schubladendenken unkritisch mitzumachen. Und was heißt schon "Nazi-Image"? Sie wissen so gut wie ich, daß man heute alles und jeden ganz schnell diskreditierten kann, wenn man ihn in die "Nazi"-Ecke rückt.

Wir selbst haben darauf, wie gesagt, keinen Einfluß. Bilden Sie sich selbst Ihr Urteil über uns, suchen Sie das Gespräch mit uns - dann werden Sie vermutlich sehr bald feststellen, wie haltlos der Nazi-Vergleich ist.

Sie können sich auch ein Bild über uns auf unseren Internetseiten machen. Oder fordern Sie kostenlos unsere Flugblätter und Zeitungen an. Ich verspreche Ihnen, Sie werden überrascht sein!

Viele Grüße,

Ihr

Karsten Panzer
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