Karin Timmermann (SPD)
Abgeordnete Hamburg 2008-2011
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Grunddaten
Karin Timmermann
Jahrgang
1947
Berufliche Qualifikation
Bürokauffrau
Ausgeübte Tätigkeit
Geschäftsführerin der SPD-Landesorganisation Hamburg, MdHB
Wohnort
-
Wahlkreis
Landesliste
Landeslistenplatz
-, über Liste eingezogen
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(...) Auch vor dem Hintergrund, dass die jetzigen Planungen aufgrund der Streckenführung überhaupt keine Akzeptanz bei den Bürgerinnen und Bürger erhält. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
17.02.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Timmermann,

als Fußgänger und Radfahrer ärgere ich mich regelmäßig über Bettelampeln, die von uns schwächeren Verkehrsteilnehmern angetatscht werden müssen, bevor auch wir mal "grün" bekommen. Sie waren wohl mal eingeführt worden, um den Autoverkehr zu beschleunigen, für unsereins aber sind sie schwer erträglich:
  • Radfahrer müssen häufig Verrenkungen vornehmen, um die Dinger zu bedienen.
  • Wer nicht rechtzeitig drankommt kann zuschauen, wie der parallel fließende Autoverkehr grün, der Fuß- und Radweg aber rot hat.
  • An großen Kreuzungen ärgern sich ganze Menschengruppen, weil sich jeder fälschlicherweise auf den anderen verlassen hat und die Ampel nicht umspringt.
  • Die Zahl der Rotgeher hat meiner Beobachtung nach zugenommen.
  • Psychologisch und ökologisch betrachtet ist es unzeitgemäß, innerstädtisch dem Autoverkehr das uneingeschränkte Primat einzuräumen, dem nur hin und wieder der Fußgänger eine Unterbrechung abbetteln kann.
Meine Fragen:
a) welche der o.a. Argumente teilen Sie?
b) Wann werden die Bettelampeln abgeschafft?

Mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Karin Timmermann
1Empfehlung
26.02.2009
Karin Timmermann
Sehr geehrter Herr ,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage und nehme zum angesprochenen Thema gern kurz Stellung.

Auch die SPD-Bürgerschaftsfraktion in Hamburg setzt sich seit Jahren dafür ein, dass dem Rad- und Fußgängerverkehr eine genauso große Aufmerksamkeit zu Teil wird, wie dem Autoverkehr. Aus diesem Grund teile ich Ihre Auffassung, dass die Einführung der so genannten Bettelampeln auf keinen Fall dazu führen darf, dass Fußgänger und Radfahrer benachteiligt und ihnen ein Überqueren der Straße vorsätzlich schwer gemacht oder gar ihre Verkehrssicherheit beeinträchtigt wird. Damit dies sichergestellt ist, hatten wir bereits 2005 (Drs. 18/2748) ein Programm zur Umrüstung von Fußgänger-Lichtsignalanlagen mit einer zeitlich bedarfsorientierten Schaltung per Passiv-Infra-Rot-Detektoren in Hamburg gefordert, damit Grünphasen für Fußgänger – gerade in Nähe von Schulen oder Senioreneinrichtungen – auch bedarfsorientiert verlängert werden können. Dieser Antrag wurde seinerzeit von der CDU und GAL leider abgelehnt.

Die von Ihnen angesprochene Problematik zu den so genannten Bettelampeln ist mir aber auch bekannt. Ende des Jahres 2006 habe ich dazu eine Schriftliche Kleine Anfrage (Drs. 18/5417) an den Senat gestellt, die ich Ihnen anbei zur Kenntnisnahme überreiche. In seiner Antwort führte der Senat aus, dass dort, wo zu bestimmten Tageszeiten starke Fußgängerströme entstehen, um Verlustzeiten für die Fußgänger zu vermeiden, die Ampel so geschaltet sei, als ob fortwährend "Grün" für Fußgänger angefordert würde, so dass es einer Anforderung nicht bedürfe. Daher halte ich in nächster Zukunft den Abbau dieser Bettelampeln zumindest unter diesem Senat, nicht für sehr wahrscheinlich. Ihrem Schreiben entnehme ich jedoch, dass an diversen großen Kreuzungen derzeit keine automatische Umschaltung erfolgt, so dass hier erneuter Handlungsbedarf besteht und das Thema gern meinerseits wieder aufgegriffen wird, sowie mir genauere Erkenntnisse zu den von Ihnen bezeichneten Kreuzungen vorliegen.

Ich hoffe sehr, Ihnen mit dieser Antwort weitergeholfen zu haben und steh für Rückfragen oder Anregungen gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Timmermann

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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
29.10.2010
Von:

Verehrte Frau Abgeordnete,
sehr geehrte Frau Timmermann,

auf der gestrigen (halb)öffentlichen Veranstaltung der CDU-Hamburg / Ortsverband Bramfeld/Steilshoop mit Herrn Bürgermeister Christoph Ahlhaus und Herrn Frank-Thorsten Schira MdHB, zu der ich von dem Abgeordneten Herrn Thomas Kreuzmann MdHB eingeladen worden bin, stand natürlich auch das Thema " Stadtbahn " auf der Diskussionsliste.

Ich selber hatte mich zwar mit einem Mikrofonbeitrag zum Thema " Sozialer Wohnungsbau / Wohnungsknappheit in bestimmten Marktsegmenten / SAGA/GWG und die besondere Bedeutung der Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften " an den Ersten Bürgermeister Ahlhaus gewandt, hätte gerne aber auch das Thema " Stadtbahn " aufgegriffen.

Ich begrüße grundsätzlich das Stadtbahnkonzept, möchte mich aber der derzeitigen Skepsis, u.a. auch öffentlich geäussert vom ehemaligen Ersten Hamburger Bürgermeister Dr. Henning Voscherau anschliessen, der die noch nicht transparent offengelegten Betriebskosten und Zinsbelastungen des Hamburger Haushaltes durch die Stadtbahninvestition, sowie möglicher noch nicht bezifferbarer zusätzlicher Folgekosten anmahnte.

Meine Frage an Sie:

Wann werden die Mitglieder der Hamburgischen Bürgerschaft seitens der Hamburger Hochbahn AG bzw. seitens des Hamburger Verkehrsverbundes -HVV- über die genaue Kostenkalkulation abschliessend unterrichtet und rechnen Sie bzw. die Mitglieder der Hamburgischen Bürgerschaft nach Realisierung des Stadtbahnprojektes im ersten Trassenabschnitt bereits mit einer signifikanten weiteren Erhöhung der Preise für den öffentlichen Nahverkehr, bzw. in welcher Höhe werden die Investitions- und Betriebskosten der Stadtbahn in das allgemeine Tarif- und Preisgefüge des HVV zukünftig eingepreist ?

Mit freundlichen Grüßen
verbleibe ich



Reyesweg 1
D - 22081 Hamburg
Tel: 040 - 299 78 72
e-mail: degrosche @ web.de

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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
05.02.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Timmermann,
die Grünen werden das Stadtbahn-Projekt auf jeden Fall in die Koalitionsverhandlungen einbringen.
Bei diesem Vorhaben entsteht der Eindruck, dass eine Partei (die Grünen), die nur eine Wählerminderheit vertritt, die Bürgermehrheit mit einem anachronistischen Fahrgasttransportsystem kujonieren möchte, das ein unangemessen hohes Maß un-serer Steuergeldern verzehrt (dabei ist es unerheblich ob die Gelder aus Hamburg, Ber-lin oder Brüssel kommen), den individuellen Straßenverkehr behindert und die Qualität des urbanen Lebens senkt.
Wie werden Sie sich bei allen Versuchen, die Stadtbahn weiter zu planen und zu realisieren, verhalten?
Was können, werden Sie tun, um dieses Vorhaben zu verhindern?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Karin Timmermann
bisher keineEmpfehlungen
13.02.2011
Karin Timmermann
Sehr geehrter Herr Blömeke,

wir haben uns als SPD in unserem Regierungsprogramm sehr deutlich für einen weiteren Ausbau des öffentlichen Personenverkehrs ausgesprochen. Solche Vorhaben müssen aber finanzierbar sein, aus diesem Grunde haben wir uns auch zur Zeit gegen die Planung der Stadtbahn ausgesprochen.
Auch vor dem Hintergrund, dass die jetzigen Planungen aufgrund der Streckenführung überhaupt keine Akzeptanz bei den Bürgerinnen und Bürger erhält.
Wir werden im Rahmen eines langfristigen Finanzplans Investitionsmittel für den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs festlegen. Es muss dann darüber gesprochen werden, welche Projekte umgesetzt werden können, wie z. B. S4, S-Bahn Richtung Kaltenkirchen oder die Optimierung des Busverkehrs.



Mit freundlichen Grüßen

Karin Timmermann
Mitglied der SPD-Bürgerschaftsfraktion
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