Jutta Zedlitz (DIE VIOLETTEN)
Kandidatin Bundestagswahl 2013
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Angaben zur Person
Jutta Zedlitz
Jahrgang
1964
Berufliche Qualifikation
Religionslehrerin
Ausgeübte Tätigkeit
-
Wohnort
Berlin
Wahlkreis
Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg - Prenzlauer Berg Ost
Ergebnis
0,3%
Landeslistenplatz
-, Berlin
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Wir von den Violetten stehen für eine Legalisierung von Drogen, schon allein, um die damit verbundene Kriminalität zu beenden, und dafür, Drogen nur in bestimmten Läden, wie z.B. Coffeshops, zu verkaufen. (...)

Transparenz-Check

Selbstverpflichtung von Jutta Zedlitz: Im Fall meiner Wahl ins Parlament werde ich mich einsetzen für*:

  • Gesetz gegen Abgeordnetenbestechung
  • komplette Veröffentlichung von Nebeneinkünften
  • unverzügliche Veröffentlichung aller Parteispenden über 10.000 €

* abgeordnetenwatch.de hat den Kandidierenden die Möglichkeit gegeben, die Selbstverpflichtung für Transparenz und gegen Korruption zu unterschreiben sowie ihre Steuererklärung zu veröffentlichen. Weitere Informationen zum Transparenz-Check

Fragen an Jutta Zedlitz
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
06.09.2013
Von:

Sehr geehrte Frau Zedlitz,

Sie bewerben sich um das Bundestagsmandat im Wahlkreis, in dem einige unserer Mitglieder wahlberechtigt sind. Deswegen erlauben wir uns, Ihnen zwei Fragen zu stellen. Es würde uns freuen, von ihnen dazu eine zitierfähige Antwort zu erhalten; selbstverständlich garantieren wir auch - sollten Sie das wünschen - Ihre Antwort nur intern und vertraulich zu behandeln:

Frage 1:
In der letzten Legislaturperiode hat der Deutsche Bundestag die rituelle Beschneidung von Kleinkindern als hinzunehmen bezeichnet, obgleich der Tatbestand der Körperverletzung erfüllt ist und es dem Grundrecht auf Unverletzlichkeit des Körpers widerspricht.

In diesem Zusammenhang interessiert uns Ihre Position.

Frage 2:
Darüberhinaus interessiert uns Ihre Position zu der Frage der Rollen der Religionsgemeinschaften in unserem Land. Wie stehen Sie zu einer Forderung, den Laizismus in die Deutsche Verfassung aufzunehmen?

Frage 3:
Gibt es in diesen Fragen einen Unterschied zwischen Ihrer persönlichen Haltung und dem Ihrer Partei? Falls JA, welchen?

Mit freundlichen Grüßen

i.A.
SefmA e.V., Beirat
Antwort von Jutta Zedlitz
6Empfehlungen
08.09.2013
Jutta Zedlitz
> Frage 1:
> In der letzten Legislaturperiode hat der Deutsche Bundestag die rituelle
> Beschneidung von Kleinkindern als hinzunehmen bezeichnet, obgleich der
> Tatbestand der Körperverletzung erfüllt ist und es dem Grundrecht auf
> Unverletzlichkeit des Körpers widerspricht.
> In diesem Zusammenhang interessiert uns Ihre Position.

Antwort: Ich finde, dass die Beschneidung von Kleinkindern den Tatbestand der Körperverletzung erfüllt und aus diesem Grund nicht hinzunehmen ist. Wenn ein religionsmündiger Mensch sich aus freien Stücken selbst dafür entscheidet, ist das seine Sache und für mich in Ordnung.

> Frage 2:
> Darüberhinaus interessiert uns Ihre Position zu der Frage der Rollen der
> Religionsgemeinschaften in unserem Land. Wie stehen Sie zu einer
> Forderung,
> den Laizismus in die Deutsche Verfassung aufzunehmen?

Antwort: Dieser Forderung stehe ich positiv gegenüber. Religion und Staat sollten vollständig von einander getrennt sein.

> Frage 3:
> Gibt es in diesen Fragen einen Unterschied zwischen Ihrer persönlichen
> Haltung und dem Ihrer Partei? Falls JA, welchen?

Antwort: Nein.
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
07.09.2013
Von:

Sehr geehrte Frau Zedlitz,

mich würde mal interessieren, wie Sie, und die Violetten, über folgende Punkte denken:

1.) EU-Beitritt der Türkei

2.) Umgang mit dem Syrien-Konflikt

3.) Umgang mit Griechenland bezogen auf die Euro-Schuldenkrise

4.) Bundeswehreinsätze im Ausland, z. B. in Afghanistan

5.) Betreuungsgeld (die sogenannte Herdprämie)

6.) Steuererleichterungen für Leute mit höherem Einkommen

7.) Reichensteuer und Erbschaftssteuer

8.) Mindestlohn

9.) Sozialer Wohnungsbau

10.) Homo-Ehe

11.) Datenspeicherung

12.) EU-Fiskalpakt und Rettungsschirme

13.) Umgang mit dem neuen Flughafen Berlin-Brandenburg

14.) Hartz IV bzw. Hartz-Reformen der Schröder-Regierung und Agenda 2010 der SPD

15.) Urheberrechtsschutz

16.) Kampf gegen Rechtsextremismus

17.) Umgang mit Religionsgemeinschaften, z. B. mit der Katholische Kirche und mit dem Islam

18.) Kopftuchdebatte und Burka-Verbot

Ich hoffe, dass es jetzt nicht zu viele Fragen waren für Sie!

Vielen Dank schonmal für die Beantwortung meiner Fragen!

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Jutta Zedlitz
7Empfehlungen
09.09.2013
Jutta Zedlitz
Sehr geehrte Frau Zedlitz,

mich würde mal interessieren, wie Sie, und die Violetten, über folgende Punkte denken:
1.) EU-Beitritt der Türkei: Weitere Verhandlungen zum Beitritt der Türkei halten wir für wünschenswert.
2.) Umgang mit dem Syrien-Konflikt: Dieser kann nur auf diplomatischem Weg gelöst werden, ein militäres Eingreifen ist nicht akzeptabel.
3.) Umgang mit Griechenland bezogen auf die Euro-Schuldenkrise: ein partnerschaftlicher und solidarischer Umgang statt verordneter Sparmaßnahmen, die zur Verarmung der griechischen Bevölkerung führen
4.) Bundeswehreinsätze im Ausland, z. B. in Afghanistan: kommen für uns nicht infrage
5.) Betreuungsgeld (die sogenannte Herdprämie): ist in seiner jetzigen Form fragwürdig und wird mit einem bedingungslosen Grundeinkommen nicht mehr nötig sein
6.) Steuererleichterungen für Leute mit höherem Einkommen: Halte ich persönlich für unangebracht, weil sie die Schere zwischen Arm und Reich vergrößern. Der Steuersatz müsste im Gegenteil erhöht werden.
7.) Reichensteuer und Erbschaftssteuer: ist sinnvoll und wünschenswert
8.) Mindestlohn: Als Übergangslösung so lange es kein bedingungsloses Grundeinkommen gibt auf jeden Fall notwendig.
9.) Sozialer Wohnungsbau: Wohnungsbau sollte meiner Meinung nach
generell sozial sein.
10.) Homo-Ehe: Es spricht nichts dagegen, diese zu erlauben.
11.) Datenspeicherung: Ist ein unzulässiger Eingriff in unsere
Privatsphäre.
12.) EU-Fiskalpakt und Rettungsschirme: Sind demokratisch nicht legitimiert, greifen zu stark in die Autonomie der einzelnen Staaten ein und retten nicht wirklich die Wirtschaft der jeweiligen Staaten.
13.) Umgang mit dem neuen Flughafen Berlin-Brandenburg: Der neue Flughafen ist so sicher nicht die beste Lösung, sollte aber dennoch fertiggestellt werden, wobei die Ergebnisse der Untersuchungskommission berücksichtigt werden müssen. Ich bin für ein Nachtflugverbot von 22 - 6
Uhr.
14.) Hartz IV bzw. Hartz-Reformen der Schröder-Regierung und Agenda 2010 der SPD: Verstoßen gegen das Grundgesetz, weil sie ein Angriff auf die Menschenwürde sind.
15.) Urheberrechtsschutz: Dazu habe ich mir und haben wir uns noch keine abschließende Meinung gebildet.
16.) Kampf gegen Rechtsextremismus: Projekte zur Aufklärung, Prävention und zum Ausstieg aus rechtsextremen Gruppierungen haben sich bewährt und sollten weiterhin staatlich gefördert werden.
17.) Umgang mit Religionsgemeinschaften, z. B. mit der Katholische Kirche und mit dem Islam: Staat und Religion sollten strikt von einander getrennt sein. Sobald sich Religionsgemeinschaften verfassungsfeindlich verhalten oder gegen die Menschnrechte verstoßen, muss der Staat natürlich trotzdem eingreifen dürfen.
18.) Kopftuchdebatte und Burka-Verbot: Ein Verbot führt nicht zu mehr Toleranz und Freiheit. Wichtig ist die Förderung des kulturellen Austausches, z.B. durch interkulturelle Gemeinschaftsprojekte.

> Ich hoffe, dass es jetzt nicht zu viele Fragen waren für Sie!
Vielen Dank schonmal für die Beantwortung meiner Fragen! Mit freundlichen Grüßen
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Frage zum Thema Sicherheit
07.09.2013
Von:

"Brennpunkt" Görlitzer Park in Berlin- Kreuzberg

Sehr geehrte Frau Zedlitz,

wie stehen Sie dazu, das "Brennpunkt- Problem" des Görlitzer Parks (dem dort stattfindenden offenen aber illegalen Cannabis- Handel) aufgrund der Möglichkeit des "öffentlichen Interesses" (laut Vorschlag der Bezirksbürgermeisterin Frau Monika Herrmann) durch legalen Verkauf "dieser Ware" in Coffee- Shops im Bezirk zu lösen?

Zusatzfrage: Ist dieser Vorschlag Ihrer Meinung nach sinnvoll - oder haben Sie einen besseren Vorschlag – oder sind Sie anderer Ansicht?

Anmerkung:
Immerhin verhält es sich de facto so, dass der Görlitzer Park nur ein Areal des "Gesamten" darstellt:
Einem bundesweiten zweistelligen Cannabis- Milliarden- Euro- Markt.

Mit freundlichen Grüßen


P.s.: Diese Frage stelle ich (soweit möglich) an Parteien und Kandidaten des Bezirks Friedrichshain- Kreuzberg, die für die Bundestagswahl 2013 kandidieren.
Ich bedanke mich für die Beantwortung im Vorhinein.
Antwort von Jutta Zedlitz
5Empfehlungen
09.09.2013
Jutta Zedlitz
Sehr geehrter Herr ,

wir von den Violetten stehen für eine Legalisierung von Drogen, schon allein, um die damit verbundene Kriminalität zu beenden, und dafür, Drogen nur in bestimmten Läden, wie z.B. Coffeshops, zu verkaufen. Insofern finde ich die Idee von Frau Herrmann sehr gut. Allerdings muss dann auch dafür Sorge getragen werden, dass die jetzt illegalen Verkäufer, deren Einkommensquelle dann weg fiele, eine faire Chance bekommen, auf legalem Weg zu Einkommen zu kommen, etwa als Verkäufer in den Coffeeshops.

Mit freundlichen Grüßen
Jutta Zedlitz
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Frage zum Thema Finanzen
11.09.2013
Von:

Liebe Frau Jutta Zedlitz,
wie ist Ihre Haltung für eine Einführung einer Vermögensteuer für die superreichen 1 % der deutschen Bevölkerung?
Schöne Grüße von
Antwort von Jutta Zedlitz
5Empfehlungen
11.09.2013
Jutta Zedlitz
Liebe Frau ,

die Einführung einer Vermögenssteuer halte ich für sinnvoll und wünschenswert, denn Geld als Tauschmittel macht nur dann Sinn, wenn es im Fluss ist und wenn genug davon in öffentlicher Hand ist, um von dort aus sinnvoll zum Wohle aller und nicht nur einiger weniger eingesetzt zu werden.
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Frage zum Thema Gesundheit
13.09.2013
Von:

Liebe Frau Jutta Zedlitz,

Die Violetten möchten, dass jeder selbst entscheiden kann, ob er/sie sich krankenversichert oder nicht. Das würde aber bedeuten, wenn man/frau sich nicht krankenversichert und -trotz anderem Bewußtsein- krank wird, dass die Gesellschaft jemanden sterben lassen soll, weil der/die kein Geld für eine heilende Behandlung hat? Da ich nicht davon ausgehe, dass die Violetten so etwas wollen, bitte ich um eine Erklärung.

Liebe Grüße von Anne
Antwort von Jutta Zedlitz
1Empfehlung
15.09.2013
Jutta Zedlitz
Sehr geehrte Frau ,

zum Glück ist es bei uns noch nicht so, dass Ärzte einen Menschen sterben lassen, wenn er nicht das Geld für die nötige Behandlung hat. Wenn ein Mensch sich dafür entscheidet, ohne Krankenversicherung zu leben, ist das sicherlich jemand, der großes Vertrauen in seinen Körper und seine Gesundheit hat, der gut informiert ist und sich in vielen Fällen selbst behandeln kann und keine kostspieligen Behandlungen in Anspruch nimmt oder eben selbst Geld beiseite legt für den Fall, dass er doch einmal teurere Behandlungen braucht. Es geht uns vor allem darum, dass jemand, der die Erfahrung gemacht hat, dass er nicht annähernd das Geld in Anspruch nimmt, das er in eine Krankenkasse einzahlt und auf der anderen Seite die Behandlungen, die er in Anspruch nehmen möchte, nicht erstattet bekommt, die Möglichkeit hat, sich eigenständig oder anderweitig, z.B. in einer Solidargemeinschaft, abzusichern.

Herzliche Grüße
Jutta Zedlitz
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