Europas Versprechen erneuern – so lautet der so überaus passende Titel unseres Europawahlprogramms. Und genau das braucht es jetzt: Vertrauen in eine starke Europäische Union, die mit Zusammenhalt und Vernunft den Herausforderungen unserer Zeit begegnet. Dabei möchte ich sehr gern mithelfen und bitte um Ihre und Eure Unterstützung.
Die ökologische Frage ist die zentrale Frage unserer Zeit. Knapp 50 Jahre nach dem ersten Bericht des Club of Rome haben sich viele der damals als Panikmache verpönten Prognosen bewahrheitet. Die Klimakrise bedroht Ökosysteme auf dem ganzen Planeten. Mehr als ein Viertel der bekannten Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht. In den Ozeanen schwimmen unvorstellbare 200 Millionen Tonnen Plastik. Immer mehr Böden werden durch Übernutzung, Versalzung, Verdichtung oder Vergiftung unfruchtbar. Chemikalien und Arzneimittel finden sich in Flüssen, Böden, Arktiseis und Muttermilch. Luftverschmutzung und Lärm rauben Menschen und Tieren den Atem und die Nachtruhe. Ich will für ein Europa eintreten, das den Schutz der Überlebensgrundlagen seiner Bürgerinnen und Bürger an die erste Stelle rückt. Denn welches Versprechen wäre grundlegender als dieses?
Europas Klimapolitik muss sich am Pariser Abkommen ausrichten. Ich will mich für einen CO2-Mindestpreis, ambitionierte Effizienzziele und eine koordinierte europäische Energiepolitik hinsichtlich Netz- und Speicherausbau einsetzen. Und es braucht Konzepte, um CO2 zu binden und in der Biosphäre zu halten: Waldschutz, nachhaltige Holznutzung, Moor-Wiedervernässung, Humusaufbauprogramme sind hier zu nennen.
Europa muss mehr tun, wenn wir die Plastikkatastrophe aufhalten wollen. Die "Plastikstrategie" ist ein guter erster Schritt, reicht aber nicht aus, um die Vermüllung der Ozeane, den rapide ansteigenden Ressourcenverbrauch und die Verwendung problematischer Zusatzstoffe in den Griff zu bekommen. Für Selbstverpflichtungen ist es zu spät: es gilt, die Verursacher in die Pflicht zu nehmen und den Export von Plastikmüll rasch zu beenden.
Europas Naturschätze gilt es zu schützen - im Kleinen, durch die Unterstützung von Biotopverbünden und im Großen, durch einen Naturschutzfonds, mit dem unsere letzten Wildnisgebiete gesichert werden können. An erster Stelle steht jedoch die strikte Ausrichtung der Agrarsubventionen am Gemeinwohl: nur wer Gewässer schützt, echte Naturschutzmaßnahmen umsetzt, strukturreiche Lebensräume schafft, Nutztiere ohne Qual hält, soll Anspruch auf Förderung haben.
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