Johannes Kahrs (SPD)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Johannes Kahrs
Jahrgang
1963
Berufliche Qualifikation
Jurist, Oberstleutnant der Reserve
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Hamburg-Mitte
Landeslistenplatz
keinen, Hamburg
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(...) Ohne die Reform wäre die Zahl der 250.000 (!) Nichtversicherten weiter gestiegen. (...) Die Gesundheitsreform trägt den ständig steigenden Gesundheitskosten Rechnung. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
08.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Kahrs,

es ist keine Frage, die mich veranlaßt, Ihnen zu schreiben.
Ich hatte die Anfrage Herrn Bahlmanns nach Umkstrukturierung der Bundeswehr in eine Berufsarmee vom 03. 08. und Ihre Antwort vom 07. 08. 09 gelesen.
Insbesondere über Ihre Position zur Beibehaltung der Wehrpflicht habe ich mich gefreut, da sie meiner vollkommen entspricht. Sie betonen zu Recht, daß die Wehrpflicht sicherheits- und verteidigungspolitische Forderungen zu einer staatlichen Aufgabe der Bürger mache. Alle anderen Argumente für sie resultieren daraus. Und Sie stellen diese überzeugend vor. Es zeigt sich hier erneut, daß wir über parteipolitische Grenzen hinweg oft gemeinsame Positionen vertreten können und müssen. Ich war trotz meiner Hochachtung für die deutsche Sozialdemokratie nie ihr Wähler.
Die Notwendigkeit, die Beibehaltung der Wehrpflicht zu fordern und zu verteidigen, wird nicht zuletzt angesichts der Ankündigung Herrn Westerwelles, ihre Abschaffung zu betreiben, da sie ungerecht sei, dringender. Ich habe konsequenterweise die FDP "aus meinem Nachtgebet gestrichen".
Ich wünschte, Ihre Stellungnahme würde einem breiten Publikum zugänglich.
Sicher werden Sie nicht enttäuscht sein, statt der erbetenen Fragen einfach einmal eine Zustimmung "ohne wenn und aber " zu erfahren.
Es hat mich gefreut, Ihnen als einem in dieser Frage Gleichgesinnten schrieben zu dürfen.
Bitte "bleiben Sie auf Kurs" (wie die Marine sagt).

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Johannes Kahrs
15Empfehlungen
21.08.2009
Johannes Kahrs
Sehr geehrter Herr ,

herzlichen Dank für Ihre Nachricht. Sie haben natürlich Recht, ich bin alles andere als enttäuscht über Ihren Zuspruch. Danke noch einmal dafür. Ihrer Bitte in dieser Frage "Kurs zu halten", komme ich natürlich sehr gerne nach.

Mit freundlichen Grüßen,

Johannes Kahrs
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
09.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Kahrs,

eine kurze Frage: wie kann man vergessen bzw. es einem nicht bewusst sein, dass eine Präsidiumstätigkeit in einer der Rüstung nahestehenden Vereinigung anzeigepflichtig beim Bundestag ist?

Herzliche Grüße

Antwort von Johannes Kahrs
19Empfehlungen
14.08.2009
Johannes Kahrs
Sehr geehrter Herr ,

danke für Ihre Frage. Bei der freiwilligen Angabe von Mitgliedschaften beschränke ich mich, wie die meisten meiner Kollegen, auf eine repräsentative Auswahl. Alle Mitgliedschaften anzuzeigen, die man im Laufe der Zeit erwirbt, hieße hier deutlich den Rahmen zu sprengen. Bei der Meldepflicht von Funktionen in Vereinen und Organisationen bin ich bislang davon ausgegangen, dass das nur auf ausgeübte Ämter, wie der Vorsitz in einem Verein oder das Amt des Schatzmeisters, oder Funktionen für die man entlohnt wird, zutrifft. Auf diesen Fehler, den ich ausdrücklich bedauere, bin ich von der Verwaltung des Deutschen Bundestages hingewiesen worden und habe ihn umgehend korrigiert.

Mit freundlichen Grüßen,

Johannes Kahrs
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
02.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Kahrs,

mein Name ist und ich bin Oberstufenschülerin des Heilwiggymnasiums.
Im Rahmen eines Projektes meines Leistungskurses Gemeinschaftskunde, zum Thema Bundestagswahl, da wir zum ersten Mal wahlberechtigt sind, führe ich eine kleine Umfrage durch.
Es geht darum, wie der Zusammenhang zwischen Wahlkampf und Wahlprognosen/ Meinungsforschungsergebnissen ist und darum, wie die Medien den Wahlkampf der Parteien beeinflussen.

Ich würde Ihnen sehr dankbar sein, wenn Sie sich fünf Minuten Zeit nehmen könnten, um meine Fragen zu beantworten.

1. Sehen Sie einen Zusammenhang zwischen Wahlkampf und Wahlprognosen, wenn ja, welchen?
2. Lassen Sie/ Ihre Partei sich im Wahlkampf oder beim Wahlprogramm von Prognosen beeinflussen, wenn ja/ nein, warum?
3. Erstellen Sie Ihr Wahlprogramm unter anderem auf Grundlage von Meinungsforschungsergebnissen, wenn ja/ nein, warum?
4. Sind Sie der Meinung, dass Wahlprognosen die Psyche der Wähler beeinflussen und somit auch ihr Wahlverhalten, wenn ja/ nein, warum?

Ich danke Ihnen vielmals, für die Beantwortung der Fragen.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Johannes Kahrs
8Empfehlungen
17.09.2009
Johannes Kahrs
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Fragen, die ich natürlich gerne beantworte. Wahlprognosen können für Parteien nicht mehr sein, als grobe Anhaltspunkte. Erstens haben sich Wahlprognosen in jüngster Vergangenheit nicht als sehr präzise erwiesen. Zweitens orientieren sich seriöse Parteien an langfristigen Konzepten, die ihrem jeweiligen Profil entsprechen. Prognosen sind Momentaufnahmen, die bereits morgen überholt sein können.
Inhaltlich haben Prognosen wenig Einfluss auf die Parteiprogramme. Sie können aber durchaus Einfluss auf den Stil einer Kampagne haben, wie z.B. in diesem Jahr deutlich wird. Aufgrund der guten Umfragewerte für Angela Merkel, macht die CDU/CSU einen reinen Personenwahlkampf, der politische Inhalte weitestgehend ausblendet. Die CDU/CSU spielt auf Sicherheit und konzentriert sich darauf keine Fehler zu machen, die Wählerstimmen kosten könnten. Ob das am Ende für Merkels Wunschkoalition aus CDU/CSU und FDP reicht, wage ich zu bezweifeln. Der Wahlkampf der SPD hingegen ist anders ausgerichtet. Wir stellen uns den wichtigen Fragen der Zeit und legen die Karten auf den Tisch. Wer Dinge fordert muss auch erklären, wie er diese umsetzen will. Die Sozialdemokratie bezieht klar Stellung:

  • für einen Mindestlohn von 7,50 Euro,
  • für erstklassige Bildung ohne Studiengebühren,
  • für Klimaschutz mit sicherer Energie statt gefährlicher Atomkraft,
  • für die Unterstützung von Familien,
  • für eine echte Gleichstellung der Frauen,
  • für ein tolerantes Land mit Vielfalt,
  • für eine menschliche Gesellschaft, statt ungezügeltem Kapitalismus,
  • für eine nachhaltige Steuer- und Haushaltspolitik.

Für viele Wähler sind Wahlprognosen jedoch interessanter. Gerade für Wechselwähler, die oft strategisch wählen, um eine bestimmte Koalition zu verhindern oder zu unterstützen, sind sie wichtig. Prognosen können auch Einfluss auf die Wahlbeteiligung haben. Gilt eine Parteienkonstellation ohnehin als sicher, könnte das Wähler entmutigen zu Wahl zu gehen. Sind die Prognosen knapper und wenige Stimmen könnten für den Ausgang der Wahl entscheidend sein, werden mehr Bürger wählen.

Mit freundlichem Gruß,
Johannes Kahrs
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