Johannes Kahrs (SPD)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Johannes Kahrs
© spdfraktion.de
Geburtstag
15.09.1963
Berufliche Qualifikation
Jurist, Oberstleutnant der Reserve
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Hamburg
Wahlkreis
Hamburg Mitte
Ergebnis
34,6%
Landeslistenplatz
48, Hamburg
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(...) Deutschland braucht einen neuen Infrastrukturkonsens im Verkehrssektor, der einen verlässlichen und akzeptablen Schutz der betroffenen Bevölkerung vor Lärm im Landverkehr sicherstellt. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Finanzen
29.10.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Kahrs ,

folgende Meldung konnte man der Hannoverschen Allgemeinen entnehmen.

Israel bestellt zwei Schiffe

Berlin - Israel will einem Zeitungsbericht zufolge in Deutschland zwei Kriegsschiffe bestellen und hofft auf eine komplette Finanzierung des dreistelligen Millionenbetrags durch den deutschen Staat. Das berichtete die Hannoversche Allgemeine Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise. Dem Bericht zufolge geht es um Korvetten, die für Radaranlagen schwer erkennbar seien. Der Auftrag für die zwei Schiffe würde dem Blatt zufolge an die Hamburger Werft Blohm und Voss gehen. Wie die Bundesregierung auf den Wunsch nach finanzieller Hilfe beim Bau der Korvetten reagieren werde, sei noch nicht geklärt. Reuters


Meine demokratischen Fragen an Sie.

Welcher Poltiker hat vorgeschlagen die Finanzierung zu übernehmen ?

Können Sie mich informieren wenn die Entscheidung gefallen ist ?

Wie erklären Sie den Menschen in diesem Land, bei einer gigantischen Staatsverschuldung , und explodierenden Suppenküchen, dass die Menschen noch Kriegsschiffe für andere Länder bezahlen ?

Wie erkären Sie das den Kindern, für die kein Geld da Ist ?

Vielen Dank für Ihre demokratische Antwort.

Mit freundlichgen Grüssen

Antwort von Johannes Kahrs
11Empfehlungen
06.11.2009
Johannes Kahrs
Sehr geehrter Herr ,

danke für Ihre Frage. Da sich diese Meldung auf Aussagen "aus Regierungskreisen" beruft, möchte ich Sie bitten sich mit dieser Frage an diese Regierungskreise zu wenden. Ich selbst habe von den dort geschilderten Absichten keinerlei Kenntnisse, außer die durch die Lektüre des besagten Artikels in der "Hannoverschen Allgemeinen" zu gewinnenden.

Mit freundlichen Grüßen,

Johannes Kahrs
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Frage zum Thema Internationales
08.11.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Kahrs,

ich finde es ziemlich unqualifiziert, wie Sie auf die Anfrage des Herrn Wegner wegen der von Deutschland zu finanzierenden Lieferung von Kriegsschiffen an Israel reagieren. Das Wort REGIERUNGSKREISE hat Herr Wegner ja im Rahmen eines Zitats verwendet, wohl in der Annahme, dass Sie als Regierungsmitglied etwas zu diesem Thema ausführen können. Aber es erscheint mir, Sie haben sich mit Ihrer ablehnenden Antwort aus der "Affaire" geschlichen.

Ich bitte Sie, Ihre Sichtweise zu diesem Thema bekannt zu geben.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Johannes Kahrs
10Empfehlungen
13.11.2009
Johannes Kahrs
Sehr geehrter Herr ,

danke für ihre Frage. Meine Sichtweise zu diesem Gerücht, können Sie meiner Antwort auf die Frage von Herrn Wegner entnehmen. Es ging mir vor allem um die Klarstellung, dass ich noch nie Mitglied der Regierung war. Da auch meine Partei keine Vertreter in der jetzigen Regierung stellt, müssen Sie sich an die jeweiligen Politiker der CDU/CSU und FDP wenden, um Aufklärung über diese Vorgänge zu erlangen. Ich hätte es sehr zu schätzen gewusst, wenn Sie Ihre Frage in einem etwas neutraleren und der üblichen Form entsprechenden Ton formuliert hätten.

Mit freundlichen Grüßen,

Johannes Kahrs
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Frage zum Thema Umwelt
13.11.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Kahrs,

möglicherweise sind wir uns schon einmal begegnet beim Sport. In dem Verein in dem ihr Vater lange Jahre 1.Vorsitzender war. Unabhängig davon habe ich ein Anliegen, dass die Elbvertiefung betrifft. Hamburg hat Probleme die tiefgehenden Schiffe noch zum Hamburger Hafen zu bekommen. Ein Tiefwasserhafen wie Bremen und Niedersachsen ihn gerade bauen in der Jademündung hat Hamburg in naher Zukunft nicht und die Elbvertiefung stößt auf Widerstand. sehen sie eine Möglichkeit, dass Hamburg sich wieder an dem Jade-Weserport beteiligt, denn in der ersten Gründungsphase war Hamburg ja noch dabei.Gibt es da noch Möglichkeiten als Hamburger Bundespolitiker Einfluss zu nehmen.

Antwort von Johannes Kahrs
11Empfehlungen
17.11.2009
Johannes Kahrs
Sehr geehrter Herr Tümmler,

vielen Dank für Ihre Frage.

Das Projekt Jade-Weser-Port halte ich nach wie vor für sinnvoll und hielte eine Beteiligung Hamburgs auch für wünschenswert. Leider ist Hamburg seinerzeit unter Ägide des CDU-geführten Senates aus dem Projekt ausgestiegen. In erster Linie ist diese Angelegenheit eine der entsprechenden Landesregierungen, so daß von Berlin aus wenig direkte Einflußmöglichkeiten bestehen. Wie gesagt, ich halte den Jade-Weser-Port nach wie vor für nützlich und hielte eine Beteiligung Hamburgs für vernünftig. Unabhängig davon denke ich aber auch, daß an einer Elbvertiefung kein Weg vorbei führt.

Mit freundlichen Grüßen,

Johannes Kahrs
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Frage zum Thema Integration
17.11.2009
Von:

Sehr geehrte Herr Kahrs,

mir geht es um die chronischen Engpässe bei Blutspenden . Gerne zeige ich die Bereitschaft Blut zu spenden. Ich bin beim Spenden ausgeschlossen, wegen meiner Sexuelle Orientierung. Es mag sein, das Personen (Männer u n d Frauen) die häufig Partnerwechsel haben, eine Risikogruppe darstellen. Der Blutspendedienst argumentiert das die Bundesärztekammer homosexuelle Männer einfach ausschließt. Es ist nicht richtig, einfach Menschen die einen gleichgeschlechtlichen Partner lieben oder lediglich sexuell anders orientiert sind, einfach ausgeschlossen werden. Der Blutspendedienst kann durchaus die 1. Probe als Plasmapräparat tief frieren. Daher besteht eine Kontrollmöglichkeit. Wie ich erfahren habe, wird derzeit an einer Überholung der Dauerhaften Ausschluss-Kriterien von Blutspender gearbeitet. Lieber Herr Kahrs, können Sie hier Einfluss nehmen und für eine Veränderung der Situation zu sorgen?

Herzliche Grüße
Antwort von Johannes Kahrs
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23.11.2009
Johannes Kahrs
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Eine sinngemäß gleiche Frage wurde mir bereits vor einigen Monaten auf kandidatenwatch.de gestellt. Ich hoffe, Sie sehen es mir nach, wenn ich meine damalige Antwort hier noch einmal -etwas ergänzt um die Antwort auf den letzten Abschnitt Ihrer Frage- einstelle. An meiner Meinung hat sich bisher nichts geändert.

In der Tat ist das von Ihnen beschriebene Problem nicht neu. Die vom Paul-Ehrlich-Institut ausgearbeiteten Regeln zur Blutspende besagen eindeutig, daß Blut von Spendern, die zu Gruppen mit erhöhtem Risiko gehören, nicht verwendet werden darf.

Dabei sind homo- und bisexuelle Männer nur eine unter mehreren Risikogruppen. Es gehören dazu beispielsweise auch Menschen, die sich in einem bestimmten Zeitraum vor der Spende in gewissen tropischen Ländern aufgehalten oder sich einer bestimmten Medikation unterzogen haben. Ziel ist immer, daß Risiko, daß gespendetes Blutplasma mit Erregern (nicht nur HIV, sondern z.B. auch Malaria oder Tuberkulose) infiziert oder mit sonstigen riskanten Stoffen (etwa den Abbauprodukten von starken Medikamenten, wie sie in der Therapie von Krebs eingesetzt werden) versetzt ist, zu minimieren. Es sind also keineswegs nur Schwule und Bisexuelle, sondern z.B. auch Bürger der meisten afrikanischen, südamerikanischen und karibischen Staaten, deren Blut nicht zur Weiterverwendung freigegeben ist.

Leider sind die Zahlen zu HIV-Infektionen immer noch recht eindeutig: homosexuelle Männer bilden bei den HIV-Neuinfizierten immer noch die größte Gruppe. Ob es deshalb richtig ist, sie pauschal als Spender auszuschließen, möchte ich hier nicht beurteilen - ich bin auf medizinischem Gebiet kein Experte und vertraue darauf, daß die, die die Regeln ausarbeiten, das nach bestem Wissen und Gewissen tun und dabei nichts als die Risikominimierung als Maßstab anlegen.

Jedenfalls kann ich mir nicht vorstellen, daß diese Regeln mit dem Ziel, Schwule und Bisexuelle moralisch zu diskriminieren, gemacht wurden: Es geht hier nicht um die sexuelle Identität als solche, sondern um die damit leider korrelierenden erhöhten Risiken bei bestimmten Infektionen.

Jeder Spender muß vor der Blutspende eine Selbstauskunft erteilen. Selbstverständlich ist es dabei möglich, Angaben zu verschweigen. Letzten Endes muß man also auf die Ehrlichkeit und das Gewissen jedes Spenders vertrauen. Vor Abgabe einer Spende sollten sich natürlich auch promiskuitive Heterosexuelle fragen, ob sie als Spender in Frage kommen. Jeder verantwortungsbewußte Mensch, der - aus welchen Gründen auch immer - zu einer Risikogruppe gehören könnte, sollte ohnehin - nicht nur zum Zwecke der Blutspende - sein persönliches Risiko minimieren.

Was die von Ihnen erwähnte Überarbeitung der Richtlinien angeht: ich bin absolut kein Experte für medizinische Fragen und denke, dass sich die Richtlinien ausschließlich an diesen orientieren sollten und nicht daran, was eventuell politisch erwünscht bzw. "politisch korrekt" wäre. Ich bin überzeugt, dass die entsprechenden Fachleute unvoreingenommen und unter Bezugnahme der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse vorgehen werden.

Mit freundlichen Grüßen,


Johannes Kahrs
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
22.11.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Kahrs,

im Rahmen des Seminars an der Universität Hamburg zum Thema "Wie wirken Medien auf Individuen, Gruppen und Meinungsführer?" untersuchen wir die Nutzung und die Wirksamkeit neuer Medienformen, um die vorherrschende Politikverdrossenheit zu mindern.

Als ein Mittel zum Zweck wird dabei die schnelle Kontaktmöglichkeit des Bürgers zu Politikern gesehen, wie es über abgeordnetenwatch.de möglich gemacht werden soll.

Wir würden gerne von Ihnen wissen, wie sie die Potentiale dieser Medienformen einschätzen und wie intensiv Sie Sich daran beteiligen?

Mit besten Grüßen

Miriam Bartsch, Elke Scheurich,
Antwort von Johannes Kahrs
10Empfehlungen
24.11.2009
Johannes Kahrs
Sehr geehrte Damen, sehr geehrter Herr,

danke für Ihre Frage.

Gegen die von Ihnen angesprochene Politikverdrossenheit arbeite ich seit Jahren an. Dabei ist mir der direkte Kontakt mit meinen Wählern am wichtigsten.

Um diesen Kontakt herzustellen und zu halten, veranstalte ich im Jahr über fünfzig Tagesfahrten aus meinem Wahlkreis nach Berlin, mache über zweihundert Hausbesuche, lade regelmäßig zu Informationsveranstaltungen ein und stelle mich aktuellen Fragen an Infoständen und in Diskussionsrunden.

Neben diesen direkten Formen mit dem Bürger ins Gespräch zu kommen, halte ich Internetplattformen wie abgeordnetenwatch.de durchaus für eine geeignete Ergänzung zu den beschriebenen Veranstaltungen.

Ich bin jedoch der Meinung, dass Fragen auf diesem Weg, die nicht aus dem Wahlkreis oder zu den mich betreffenden Fachthemen gehören, sehr schnell den Rahmen des möglichen und auch sinnvollen sprengen können.

Trotz der Möglichkeiten, auf diesem Weg in einen Dialog zu kommen, beantworte ich wichtige Fragen immer noch lieber in einem persönlichen Gespräch.

Mit freundlichen Grüßen,

Johannes Kahrs
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