Johannes Kahrs (SPD)
Kandidat Bundestagswahl 2009
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Johannes Kahrs
© Johannes Kahrs
Jahrgang
1963
Berufliche Qualifikation
Jurist, Oberstleutnant der Reserve
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Hamburg
Wahlkreis
Hamburg Mitte , über Wahlkreis eingezogen
Ergebnis
34,6%
Landeslistenplatz
-, Hamburg
(...) Trotz dieser Entlastungen, setzt sich die SPD weiter dafür ein, dass kleine und mittelständische Unternehmen in Zukunft für zwei Jahre ab dem Zeitpunkt ihrer Gründung von allen Steuer- und Abgabevorschriften befreit werden, indem die geltenden Regelungen für sie für diesen Zeitraum ausgesetzt werden. (...)
 
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Frage zum Thema Bildung und Kultur
18.09.2009
Von:

Hallo alle zusammen,

Ich heißé und bin deutscher staatsbürger und bin 16 Jahre alt. Ich interresiere mich mehr in die Richtung Bildung und Kultur sowie auch Menschenrecht. Meine Nationalität ist Kurdisch. :)

Ich hätte gerne eine frage gelöst bekommen unzwar lautet sie :

Warum Kurden die mehr als 40 Millionen Einwohner haben keinen Recht auf einen eigenen Staat bekommen ?

Das soll nichts böses und rassistisches heißen:)
Ich kann nicht mehr hinsehen wie jeder zuguckt und dabei nichts unternimmt ?
Jeden tag passieren im Kurdischen Gebiet, von denen keiner was mitkriegt schlimme Situatuionen.

Ich hoffe ich bezwecke etwas mit meinem TEXT und Video :)

EIn Beispiel Video des TERRORS:

www.youtube.com




Danke
Antwort von Johannes Kahrs
8Empfehlungen
23.09.2009
Johannes Kahrs
Sehr geehrter Herr ,

danke für Ihre Frage. Die von Ihnen geschilderten Probleme sind mir bekannt. Derzeit sind die Grenzen der betroffenen Länder jedoch so wie sie nun einmal sind. Eine Änderung in die eine oder andere Richtung würde mit Sicherheit zu einem unkontrollierten Ausbruch der Gewalt in der Region führen. Das kann nicht im Interesse der beteiligten Gruppen liegen.
Eine Lösung des Problems kann also nur innerhalb der bestehenden staatlichen Grenzen gesucht werden. Deshalb setzen wir uns für eine einvernehmliche Lösung und den Schutz der Minderheitenrechte in der Türkei, dem Irak, Syrien und dem Iran ein. Kleine Schritte auf diesem Weg, wie der Schutz der Sprache oder eigene TV-Sender begrüßen wir dabei als kleine Schritte in die richtige Richtung.

Mit freundlichen Grüßen,

Johannes Kahrs
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Frage zum Thema Soziales und Familie
20.09.2009
Von:

ich habe eine Reihe Fragen, die ein Politikfeld berühren, das im Bundestagswahlkampf nahezu völlig unthematisiert geblieben ist:

Wie erklären Sie sich, dass feministische Politik kein Aspekt öffentlicher Auseinandersetzung oder parteipolitischer Aufmerksamkeit mehr ist?

Spielt die Kategorie Geschlecht wirklich keine Rolle mehr bezüglich der Möglichkeiten, ein Einkommen zu erzielen, der Chancen einflussreicher politischer Partizipation, der Gestaltung öffentlichen Raums oder der Ausprägung der (weiterhin thematisierten) Diskriminierungs- und Gewaltverhältnisse wie Rassismus, Homophobie, Armut?

Denken Sie, dass soziale Lebensformen, die nicht daran ausgerichtet sind Familien zu gründen und Kinder aufzuziehen, oder sich in – bevorzugt heterosexuellen – Paarkonstellationen zusammenzufinden oder die nicht in die normierten Vorstellungen von (entweder) Männlichkeit oder Weiblichkeit passen, in ausreichendem Maße öffentlich repräsentiert sind und an der Gestaltung der Gesellschaft teilhaben können?

Was würde es politisch bedeuten, Homosexualität, Transgender, Transsexualität, Intersexualität nicht als sogenannte Minderheitenprobleme zu behandeln, sondern anzuerkennen, dass sie auf die einschränkende gesellschaftliche Organisation von Geschlecht verweisen, die für alle Menschen bedeutsam ist?

Sind Sie der Meinung, dass Kinderrechte ausreichend geschützt und umgesetzt sind? – inklusive des Rechts, auf Flucht und Migration; des Rechts, außerhalb von Familien zu leben; des Rechts, die geschlechtliche und sexuelle Entwicklung nicht innerhalb der Alternativen männlich oder weiblich, hetero- oder homosexuell fixieren zu müssen?

antke engel (Institut für Queer Theory)
Antwort von Johannes Kahrs
8Empfehlungen
23.09.2009
Johannes Kahrs
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Fragen.

Ich muss gestehen, dass mich Zweifel plagen, ob ich für Ihre Frage der richtige Ansprechpartner bin. Im Allgemeinen beschäftige ich mich eher mit den pragmatischen Seiten der Politik als mit dem theoretischen Überbau. Natürlich soll das nicht heißen, dass Ihre Fragen und die von Ihnen angeschnittenen Themen nicht auch Relevanz für die praktische Arbeit der Parteien und der Politik als Gesamtheit haben. Sie scheinen aber auf den ersten Blick Diskussionsgegenstand von den entsprechenden parteiinternen Gremien zu sein. Als Abgeordneter eines sehr vielfältigen städtischen Wahlkreises erreichen mich tagtäglich so viele Hinweise, Anfragen und Bitten bezüglich praktischer Probleme, dass schon rein zeitlich nicht besonders viel Raum für die Theorie bleibt (zumal es sich bei Foucault und Butler ja auch nicht gerade um leichte Kost handelt). Ich hoffe, Sie sehen es mir deshalb nach, wenn ich auf Ihre Fragen weniger mit Erörterungen zum Genderdiskurs beantworte als vielmehr so, wie ich es auch bei anderen Fragen tue – nämlich bezogen auf das, was mir auch alltäglich in meiner politischen Arbeit unterkommt. Wie gesagt, damit ist keinerlei Abwertung des Theoretischen verbunden – es liegt mir einfach ferner als die Praxis, und Sie wollen Ihre Antworten ja von mir selbst erhalten und nicht von einer Grundsatzkommission der SPD.

Leider spielt das Geschlecht immer noch eine erhebliche Rolle bei den Einkommen. Neueste Untersuchungen offenbaren erschreckende Zahlen, was die Schlechterstellung von Frauen bei den Einkommen betrifft. Frauen verdienen durchschnittlich auch weiterhin weniger als Männer im gleichen Beruf. Das ist selbstverständlich ein Skandal, und sie haben recht, wenn Sie andeuten, dass das vielleicht immer noch zu wenig thematisiert wird. Die Gründe für die Ungleichbehandlung sind vielfältig und m.E. in erster Linie Folge überholter sozialer Vorstellungen. Zum Teil liegt es schlicht und einfach daran, dass junge Frauen sich der andauernden Ungleichbehandlung leider häufig gar nicht bewusst sind. Auch das ist ein gesellschaftliches Problem, denn wo kein Problembewusstsein, da auch kein Wille zur Lösung. Und der muss in erster Linie von den Betroffenen selbst kommen. Wir von der SPD versuchen nicht erst seit dieser letzten Studie, die ungerechte Behandlung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt zu beseitigen. Gesetzliche Quoten sind auch nicht unproblematisch, dennoch haben wir uns dazu entschlossen, in der nächsten Legislaturperiode eine 40-prozentige Frauenquote in Aufsichtsräten durchzusetzen. Grundsätzlich handelt es sich hier um ein Problem, deren Lösung aus der Gesellschaft heraus kommen muss und nicht allein von der Politik "von oben" gelöst werden kann.
In der Vergangenheit haben wir bereits das Antidiskriminierungsgesetz durchgesetzt, um ungerechte Behandlung bei Rechtsgeschäften des täglichen Lebens abzuschaffen.

Ich denke, die Einzelheiten des unter Rot-grün durchgesetzten Lebenspartnerschaftsgesetzes muss ich Ihnen nicht noch einmal erläutern, Ihnen als Wissenschaftlerin des Institutes für Queer Studies ist es sicher geläufig. Sie werden auch wissen, dass es wegen des Widerstandes der CDU/CSU leider immer noch an der vollständigen Gleichstellung der Eingetragenen Lebenspartnerschaften hapert. Hier muss dringend Abhilfe geschaffen werden.
Die SPD ist für eine vollkommene Gleichstellung auf allen Rechtsgebieten. Ich verstehe Ihre Frage zwar so, dass Sie die Zweierbeziehung als rechtliche und gesellschaftliche Institution in der Form der herkömmlichen Ehe bzw. der Lebenspartnerschaft als solche kritisieren; ich kann hier als Beauftragter der Bundestagsfraktion für die Belange von Lesben und Schwulen aber doch sagen, dass mir Bürgerinnen und Bürger solche prinzipielle Kritik eher weniger vortragen. Es geht in der Regel um Fragen des Erbrechtes (wir konnten gegen den Willen der Union eine Gleichstellung bei den Freibeträgen erkämpfen) oder der Hinterbliebenenversorgung (hier muss immer noch dringend Gleichstellung hergestellt werden). Als Schwuler erlebe ich auch in meinem Bekanntenkreis, dass es vor allem solche Fragen des täglichen Lebens sind, die eine Rolle für Lesben und Schwule spielen.

Was die Kinderrechte anbelangt, so hat die SPD am 09.September diesen Jahres den Aufruf "Kinderrechte ins Grundgesetz" gestartet. Schon das gesetzliche Verbot von Elterngewalt im Jahre 2000 war ein wichtiger Fortschritt, doch noch immer werden Kinder im Grundgesetz hauptsächlich im Rahmen der Elternrechte behandelt. Ein spezifischeres Problem ist das der Selbstbestimmung von intersexuellen Kindern, auf das Sie in Ihrer Frage abstellen. Hier muss immer noch eine gesetzliche Lösung gefunden werden. Ich werde mich dafür einsetzen, dass der Zwang zur "Entscheidung für ein Geschlecht" , der oft genug zu grausamen seelischen Verletzungen bei den Betroffenen führt, endlich beseitigt wird, und ich bin mir sicher, dass ich bei diesem Problem, dessen Existenz leider den meisten gar nicht bewusst ist, bei meinen Kollegen in der SPD nicht auf taube Ohren stoßen werde.

Ich hoffe, Ihre Fragen auch in meiner Weise beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen,

Johannes Kahrs
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Frage zum Thema Wirtschaft
22.09.2009
Von:
-

Wie stehen Sie zur europäischen Angleichung der Mehrwertsteuer für das Hotel und Gastgewerbe?
Antwort von Johannes Kahrs
3Empfehlungen
29.09.2009
Johannes Kahrs
Von einer Einzellösung wie der von Ihnen erfragten halte ich gar nichts. Eine Änderung der Mehrwertsteuer ist nur dann sinnvoll, wenn diese Teil einer umfassenden Reform des Steuerrechts ist. Die von Ihnen angesprochene Angleichung - die nichts anderes als eine Absenkung meint - würde zu weiteren Verzerrungen und Ungleichbehandlungen führen und wird deshalb nicht von mir unterstützt.

Büro Johannes Kahrs, MdB
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Frage zum Thema Bildung und Kultur
23.09.2009
Von:
Ang

Sehr geehrter Herr Kahrs,

ich stelle dieselbe Frage auch an die anderen Kandidaten meines Wahlkreises.

Mein Sohn ist ein sogenanntes I-Kind und besucht eine I-Klasse, die "normalen" Schüler dieser Klasse, die Jahrgangsübergreifend und individuell arbeitet, dürfen wenn es erforderlich ist die Klasse wiederholen, mein Sohn und ich denke das betrifft auch die anderen I-Kinder wird zwangsweise versetzt, obwohl er den Stoff noch nicht drauf hat.

Selbst auf Antrag der Eltern soll eine Klassenwiederholung nicht möglich sein. Was übrigens in anderen Bundesländern Z.B. NRW nicht so ist.

Die Folge, wenn ihm die Grundlagen fehlen kann ich an einer Hand ausrechnen. Er verkässt mit einem IQ von teilweise über 100 mit 15 die Schule ohne Abschluss und wird Hartz IV Empfänger.

Diese schöne Aussicht möchte ich ihm eigentlich nicht bieten, sondern ich möchte, dass er einen seinen Fähigkeiten entsprechenden Abschluss macht auch wenn es eventuell ein Jahr länger dauert.

Warum werden in Hamburg Behinderte Kinder schlechter gestellt als Nicht Behinderte und wie kommt er zur Klassenwiederholung bze. später zu einem Abschluss?

Lg
A.

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Frage zum Thema Arbeit
23.09.2009
Von:

Die SPD hat ja unter dem ehemaligen Kanzler Schröder und Herrn Steinmeier und Herrn Hartz gemeinsam die Zeitarbeitsfirmen gegründet. Diese haben sich ja so vermehrt, leider. Und die Bezahlung ist ja unter aller Würde. Diese zahlen die Gehälter erst am 15. oder 20. des nachfogenden Monat aus. Ist diese gerecht, da sollte man doch schleunigst etwas ändern. Die Gewerkschaften haben da ja mitgemischt. Und der Verdienst ist auch mit € 7,51 auch nicht gerade gerecht. Warum wird da nicht mal was geändert
Antwort von Johannes Kahrs
6Empfehlungen
24.09.2009
Johannes Kahrs
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Frage.

Zeit- und Leiharbeit gibt es bereits sehr lange, mit der Agenda 2010 der rot-grünen Bundesregierung hat das nichts zu tun. Im Gegenteil, Ziel der SPD war und ist, möglichst viele Menschen in feste und damit sicherere Arbeitsverhältnisse zu vermitteln. Vielmehr ist es Ziel von CDU und FDP, Zeitarbeit und Leiharbeit auszuweiten, was die SPD ablehnt, weil dies feste Arbeitsplätze gefährdet. Es kann nicht sein, dass sich ein Unternehmen seine Arbeitskräfte quasi je nach Wunsch "zusammenleiht" und sich damit völlig aus der sozialen Verantwortung stiehlt.

Was den Zeitpunkt der Gehaltsüberweisung betrifft: da gibt es keine gesetzlichen Regelungen, die das in dieser Weise vorschreiben. Sie müssen sich mit Ihrem Arbeitgeber, also der Zeitarbeitsagentur, auseinandersetzen. Natürlich kann ich verstehen, dass man sein Gehalt gern in dem Monat, in dem man es erarbeitet, auf dem Konto hätte und nicht erst zwei oder drei Wochen später. Wie gesagt, das ist eine Regelung, die höchstwahrscheinlich so in Ihrem Arbeitsvertrag festgelegt wurde (ohne diesen zu kennen, kann ich leider nichts Genaueres dazu sagen; überdies darf ich hier auch keine Rechtsberatung machen).

Die SPD tritt für einen flächendeckenden Mindestlohn von mindestens 7,50 Euro pro Stunde ein. Mindestlohn heißt natürlich nicht, dass es sich dabei um einen anständigen Lohn handeln muss - 7,50 Euro sind nach unserer Ansicht das Mindeste, die tatsächlichen Tariflöhne, die von Arbeitgebern und Gewerkschaften ausgehandelt werden, sollten natürlich deutlich darüber liegen. CDU/CSU und FDP wollen nicht nur keine weiteren Mindestlöhne zulassen (die SPD hatte sie für einige Branchen gegen den Willen der CDU durchgesetzt), sondern auch die schon bestehenden Mindestlöhne wieder abschaffen. Das wird es mit der SPD nicht geben - wir wollen den Mindestlohn, wir wollen anständige Tariflöhne, und wir wollen möglichst viele Menschen in feste Arbeitsverhältnisse vermitteln.

Mit freundlichen Grüßen,

Johannes Kahrs
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