Johannes Kahrs (SPD)
Kandidat Bundestagswahl 2009
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Johannes Kahrs
© Johannes Kahrs
Ziele von Johannes Kahrs
Meine persönlichen Ziele für die nächsten vier Jahre im Deutschen Bundestag



Als SPD-Bundestagsabgeordneter unterstütze ich Frank-Walter Steinmeier und den Deutschland-Plan der SPD. Darüber hinaus habe ich 8 persönliche Ziele, die ich in den nächsten 4 Jahren im Bundestag für die Wählerinnen und Wähler erreichen möchte:



1. Senkung Frequenzen für TÜV-Untersuchungen

Der TÜV untersucht vor allem den Unterbodenraum und die Bremsen der Fahrzeuge. Die Herstellerqualität der Fahrzeuge ist aber inzwischen so gut, dass die bisherige 2jährige Untersuchungspflicht nicht mehr erforderlich ist. Deshalb will ich, dass die Straßenverkehrsordnung dahingehend geändert wird, dass alle Fahrzeuge erstmals nach 5 Jahren zum TÜV müssen und danach alle drei Jahre. Die Schweiz hat es vorgemacht; ich will das auch in Deutschland erreichen. Bei einem 13 Jahre alten Fahrzeug würde dann die Hälfte der Untersuchungen entfallen. Entlastung für die Bürger etwa 240 Euro.



2. Anhebung der Einkommensgrenzen für Sozialwohnungen

Die Kohl-Regierung hatte den Anspruch auf eine Sozialwohnung praktisch auf Sozialhilfeempfänger beschränkt. Die rotgrüne Bundesregierung hat die Grenzen heraufgesetzt. Ich will, dass sie erneut angepasst werden. Menschen, die niedrige Einkommen haben, müssen einen Anspruch auf eine Sozialwohnung haben. Eine Verkäuferin oder ein Koch, die nicht viel verdienen, müssen wenigstens eine günstige Wohnung bekommen können. Deshalb will ich die Einkommensgrenzen erhöhen, damit mehr Menschen ein Recht auf günstigen Wohnraum haben.



3. Staus auf den Autobahnen deutlich reduzieren

Deutschland hat so viele Autobahnen wie kein anderes Land in Europa. Reparaturen und Instandhaltung nehmen viel Zeit in Anspruch und führen zu zahlreichen Staus. Deshalb setze ich mich dafür ein, dass künftig Tag und Nacht auf allen Autobahnbaustellen gearbeitet wird. Das ist nicht viel teurer, führt aber dazu, dass es künftig weniger Staus geben wird.



4. Bildungspolitik muss Bundesaufgabe werden

Die Zersplitterung der Bildungslandschaft muss aufhören. Wir brauchen klare Kompetenzen im Bund, damit Deutschland bildungspolitisch vorankommt. Deshalb setze ich mich ganz klar für die Bundeskompetenz für Bildung ein.



5. NPD verbieten

Die NPD ist eine faschistische Organisation, die immer wieder durch Gewalttaten und Überfälle in die Schlagzeilen gerät. Die NPD ist gegen die Demokratie und extrem rassistisch. Deshalb setzte ich mich dafür ein, dass die NPD verboten wird.



6. Lebenspartnerschaftsgesetz mit vollständiger Gleichstellung durchsetzen

Die rotgrüne Bundesregierung hat wesentliche Schritte zur Gleichstellung von Schwulen und Lesben getan. Was noch nicht erreicht wurde, war am Widerstand der CDU im Bundesrat gescheitert. Ich setze mich dafür ein, dass Schwule und Lesben in allen Bereichen gleichgestellt werden. Das führt zu mehr Rechten für eine Minderheit, die die Mehrheit schon hat. Das ist nur fair.



7. Sonntagsöffnungen abschaffen

Ich werde mich dafür einsetzen, dass die Ladenöffnungszeiten bundesweit einheitlich so geregelt werden, dass es keine Sonntagsöffnungen mehr gibt. Die Ausweitung der Ladenöffnungszeiten unter der Woche war notwendig und richtig. Es muss aber auch Tage geben, die der Familie, dem Sport, dem Ehrenamt, der Freizeit gehören und wo alle Familien zusammen sind. Deshalb brauchen wir die Sonntagsöffnungen nicht. Ich werde mich dafür einsetzen, sie wieder abzuschaffen.



8. Die Zwangsmitgliedschaft in den Kammern aufheben

Seit Jahren setze ich mich dafür ein, die Zwangsmitgliedschaft in den Kammern, wie z.B. die Zwangsmitgliedschaft der Unternehmen in der Handels- oder Handwerkskammer, den Architektenkammern usw. aufzuheben. And dieser Stelle bin ich ganz klar für eine Liberalisierung: Jeder soll selbst entscheiden können, ob man Mitglied einer Kammer wird oder nicht. Der Zwang ist durch nichts gerechtfertigt und gehört abgeschafft. Dafür setze ich mich ein.
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Frage zum Thema Umweltpolitik
24.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Kahrs,

wie Sie wissen, ist um die Planungen für die "Wasserkunst Kaltehofe", einen neuen Freizeitpark in Rothenburgsort, ist ein heftiger Streit entbrannt. Hamburg Wasser legte ein Konzept vor, das einen großen öffentlichen Parkplatz unmittelbar neben der idyllischen "Kaltehofe Villa" vorsieht. Die Zufahrt soll über eine 500 Meter langen Abschnitt des Kaltehofe Hauptdeich erfolgen, der bisher für Kfz gesperrt ist.

Viele RothenburgsorterInnen und Kaltehofe-Fans (siehe www.hwo-digital.de) protestieren gegen diese Planung und wollen, dass der Kaltehofe-Hauptdeich autofrei bleibt. Sie schlagen für den Parkplatz einen anderen Standort vor und berufen sich dabei auf einen sog. Agenda 21-Prozess, in dem die Grundlinien für die zukünftige Entwicklung von Kaltehofe an einer Art Rundem Tisch festgelegt wurden.

Unterstützen Sie das Parkplatz-Konzept von Hamburg Wasser mit der Öffnung des Hauptdeichs für Kfz oder stimmen sie der Forderung "Kaltehofe muss autofrei bleiben" zu? Ein kleiner Tipp: Die SPD Rothenburgsort spricht sich entschieden gegen die Öffnung aus.


Hamburgs Wilder Osten
Rothenburgsort
Antwort von Johannes Kahrs
7Empfehlungen
24.09.2009
Johannes Kahrs
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage.

Die SPD-Fraktion im Bezirk Hamburg-Mitte hat sich in der Frage, wie Kaltehofe in Zukunft genutzt werden soll, darauf festgelegt, dass dort keinesfalls Durchgangsverkehr (etwa als Abkürzung nach Bergedorf) zugelassen werden darf. Kaltehofe soll Naherholungsgebiet werden. Andererseits muss dieses natürlich auch erreichbar sein. Derzeit befindet sich das Konzept in Hinblick auf etwaige Parkplätze noch in der Planungsphase, d.h., es ist noch nicht sicher, ob und wenn ja wo ein Parkplatz entstehen soll. Ich kann Ihnen daher auch zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine konkreteren Angaben machen. Auch bin ich als Bundestagsabgeordneter nicht direkt an der Kommunalpolitik bezüglich Kaltehofes beteiligt. Ich bin mir aber sicher, dass die SPD sich für ein Konzept entscheidet, dass sich an den Wünschen der Mehrheit der Rothenburgsorter orientiert.

Mit freundlichen Grüßen,


Johannes Kahrs
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Frage zum Thema Wirtschaft
25.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Kahrs,

im Streit um die Öffnung des Kaltehofe Hauptdeiches s. Frage v. Herrn Böttcher (Umweltpolitik) stellt sich mir eine zusätzliche Frage:

Aus den Bekundungen des Herrn Heller, der mit der Entwicklung "Wasserkunstinsel Kaltehofe" befasst ist, stellt sich heraus, dass die Wirtschaftlichkeit des Naherholungsparks anscheinend von den Einnahmen der Parkgebühren abhängt. Daraus erfolgt meines Verständnisses der Wunsch soviele PARKER wie möglich nach Kaltehofe zu holen und nicht wie urspünglich geplant viele Besucher dieses einmaligen Gebietes.
Kaltehofe bleibt in seiner Einmaligkeit nur erhalten, wenn der Kaltehofe Hauptdeich weiter für den öffentlichen Verkehr geschlossen bleibt. Es gibt diverse andere Möglichkeiten die Parkgebühren auf anderem Weg einzunehmen. Zum Beispiel hat Herr Schönfisch, der solarbetriebene Fortbewegungsmittel dort erprobt, vorgeschlagen solche zu benutzen. Behinderte können auch mit sog. Rikschas geholt werden u.u.u.

Erklären Sie mir bitte, inwiefern die Parkgebühren, die nur für das Parken direkt an der Villa erzielt werden könnten, als einzige Möglichkeit besteht den Park wirtschaflich zu betreiben.

Wie erklären Sie damit die Unverzichtbarkeit den Kaltehofer Hauptdeich zu öffnen?

Welche Einstellung vertreten Sie für den Bezirk Mitte gegenüber der Wirtschaftlichkeit von der Wasserkunstinsel Kaltehofe im Konflikt zwischen den Einnahmen des Parkverkehres und der damit zu erwartenden Zerstörung des unwiederbringlichen Charmes Kaltehofes, den die Besucher dort erst hin lockt?

Und wie vertreten Sie Ihre Meinung gegenüber den Rothenburgsorter SPD-Politikern, die sich auch gegen Öffnung ausgesprochen haben?

Mit freundlichen Grüßen


(Stadtteilräume Rothenburgsort e.V.)
Antwort von Johannes Kahrs
3Empfehlungen
29.09.2009
Johannes Kahrs
Sehr geehrte Frau ,

danke für Ihre Frage. Da ich mit diesem Thema aber überhaupt nicht befasst bin, möchte ich Sie bitten Ihre Fragen an die SPD-Fraktion der Bezirksfraktion von Hamburg-Mitte zu richten ( www.spdfraktion-hamburg-mitte.de ).

Mit freundlichen Grüßen,

Johannes Kahrs
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