Johannes Kahrs (SPD)
Kandidat Bundestagswahl 2009
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Johannes Kahrs
© Johannes Kahrs
Zur Person Johannes Kahrs
Abgeordneter für Hamburg-Mitte



Seit über 20 Jahren lebe ich in meinem Wahlkreis Hamburg-Mitte. Mein Wahlkreis ist mein Zuhause, in den Stadtteilen bin ich fest verankert. Bevor ich in den Bundestag einzog, war ich sechs Jahre lang als Bezirksabgeordneter aktiv. Ich kenne die Probleme in den Stadtteilen, ich kenne die Stärken Hamburgs, ich weiß, wie Politik vor Ort funktioniert. Durch zahlreiche Hausbesuche, Stammtische, Infostände, Stadtteilgespräche, Besuche in Betrieben, Vereinen, Schulen und Kirchen bin ich ständig in Kontakt mit den Menschen hier in Hamburg, von Billstedt bis Dulsberg, von Finkenwerder bis Barmbek.



Ich bin in erster Linie für die Bürgerinnen und Bürger meines Wahlkreises da. Ob bei Problemen mit der Rente, dem Bafög, der Gesundheits-, Mietrechts- und Steuerreform, ob beim Kindergeld oder bei Problemen mit Vermietern, ich versuche immer, weiterzuhelfen und habe stets ein offenes Ohr. Ich bin Sorgentelefon, Ratgeber und Ansprechpartner für "meine” Wählerinnen und Wähler und schenke ihren Interessen und Forderungen Gehör. Die Beteiligung der Menschen an der Politik, das Verständnis darüber, wie Politik funktioniert und wie man selbst Einfluss ausüben kann, versuche ich auch durch zahlreiche Tagesfahrten nach Berlin zu fördern. Jedes Jahr fahren mit mir Tausende Hamburger in die Hauptstadt. Nichts ist mir wichtiger als der direkte Kontakt zu den Menschen in meinem Wahlkreis.





Erfolge in Hamburg



Als Mitglied im Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz freut es mich besonders, dass die Kirche St. Katharinen in Hamburg aus dem Programm "National wertvolle Kulturdenkmäler" sechs Millionen Euro Zuschuss für die Sanierung erhält, nachdem ich mich im Haushaltsauschuss im Bundestag für das Projekt eingesetzt habe.



Mit zwei von mir in Berlin durchgesetzten Mehrgenerationenhäusern in Hamm und Billstedt fördern wir zudem ein generationsübergreifendes Netzwerk, in das jeder seine Fähigkeiten einbringen kann. Die beiden Häuser sind Drehscheibe für soziale und familiennahe Dienstleistungen, von der Leih-Oma bis zum Mittagstisch.



Für die Anwohner der Güterumgehungsbahn in Barmbek, Dulsberg, Eilbek, Hamm und Horn konnten wir in Berlin erreichen, dass der von der Bahn geplante Ausbau der Strecke auch von Lärmschutz begleitet wird. Da für den Ausbau der Strecke zu einer Hauptstrecke keine zusätzlichen Lärmschutzmaßnahmen vorgesehen sind, wollte die Bahn diese auch nicht realisieren. Da weder die Bahn noch der CDU-Senat auf die Sorgen und Nöte der 60 000 Anwohner reagierte, habe ich mich zusammen mit ehrenamtlichen und privaten Initiativen für eine Lösung eingesetzt. In dem über zwei Jahre dauernden Prozess konnte ich gemeinsam mit meinem Hamburger Kollegen Christian Carstensen die beteiligten Personen an einen Tisch bringen. Im Verlauf der Gespräche und weiteren Verhandlungen mit dem Verkehrsministerium und der Bahn ist es uns gelungen, die Widerstände gegen die Lärmschutzmaßnahmen aus dem Weg zu räumen. Die Bauarbeiten beginnen nun im Jahr 2010.





Meine Aufgabe in der Hauptstadt – Verantwortung für Hamburg



In meiner ersten Mandatsperiode habe ich als marinepolitischer Sprecher im Verteidigungsausschuss gearbeitet. Dieses "maritime" Amt hat mich als Hamburger besonders begeistert. Nach der Bundestagswahl 2002 wechselte ich in den Haushaltsausschuss des Bundestages, in dem ich bis heute vertreten bin. Der Haushaltsausschuss wacht über die Ausgaben der Bundesregierung und überprüft einzelne Kostenpunkte, um dem Bundestag seine Einschätzung dazu mitzuteilen. Der Arbeitsmarkt, Rentenausgaben, Zinsen, staatliche Zuwendungen und Staatsbedienstete machen bereits über zwei Drittel der Ausgaben aus. Nun muss überlegt werden, wie der Rest sinnvoll investiert werden kann. Dabei sollen die im Vertrag über die Europäische Union festgelegten Grenzen der staatlichen Neuverschuldung eingehalten werden. Ich bin im Haushaltsauschuss für den Einzelplan Verteidigung zuständig. Zudem bin ich im Unterausschuss Rechnungsprüfung vertreten. Im Verteidigungsausschuss bin ich nach wie vor stellvertretendes Mitglied.



Ich bin stellvertretender Vorsitzender der deutsch-türkischen Parlamentariergruppe, Sprecher des Seeheimer Kreises in der SPD und Beauftragter der SPD-Bundestagsfraktion für die Belange von Schwulen und Lesben.



Ehrenamtliches Engagement



Neben der Arbeit in den Ausschüssen und der Arbeit für den Wahlkreis liegt ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit im Bundestag auf dem ehrenamtlichen Engagement. Als ehemaliges Beiratsmitglied einer Ehrenamtsagentur liegt mir die Förderung von freiwilligem Engagement sehr am Herzen. Über 23 Millionen Menschen engagieren sich in mehr als 600 000 Vereinen und Organisationen. Diese Arbeit spielt eine wichtige Rolle in unserer Gesellschaft, sie stärkt den Zusammenhalt, überwindet soziale Schranken, verbindet und integriert. Dies Engagement kann jedoch nicht verordnet werden – es basiert auf Freiwilligkeit. Dafür muss die Politik Rahmenbedingungen schaffen, die motivieren und ermutigen. Die SPD hat durchgesetzt, dass das bürgerschaftliche Engagement von der Bundesregierung stärker unterstützt wird. Die Arbeit von Vereinen und Organisationen wird nun mit einem Programm von rund 500 Millionen Euro gefördert. Die steuerlichen Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement wurden erheblich verbessert, die Steuerbegünstigung von Spenden ausgeweitet.



Familien stärken



Auch Familien und Kinder sind ein wesentlicher Schwerpunkt sozialdemokratischer und auch meiner Politik. Wir haben mit vielen Gesetzesvorhaben Verbesserungen auf den Weg gebracht, darunter das Familienentlastungsgesetz, dem Schulgeld für Kinder aus Familien, die von Arbeitslosengeld II oder Sozialhilfe leben oder dem Anspruch ab dem Jahr 2013 auf einen Kindergartenplatz ab dem ersten Lebensjahr. Zudem setze ich mich im Bundestag insbesondere für Ausbildungs- und Arbeitsplätze für junge Menschen ein.



Dabei halte ich von weltfremden Ideologie-Diskussionen nicht viel. Ich spreche lieber über Lösungen, sehe mich als Pragmatiker, als "sozialdemokratischen Realo”. Was ich mir vorgenommen habe, versuche ich durchzusetzen.



Weitere Informationen auf www.kahrs.de
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Johannes Kahrs hat sich am Kandidaten-Check beteiligt und zu allen von 32 Thesen Position bezogen.
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Frage zum Thema Umweltpolitik
24.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Kahrs,

wie Sie wissen, ist um die Planungen für die "Wasserkunst Kaltehofe", einen neuen Freizeitpark in Rothenburgsort, ist ein heftiger Streit entbrannt. Hamburg Wasser legte ein Konzept vor, das einen großen öffentlichen Parkplatz unmittelbar neben der idyllischen "Kaltehofe Villa" vorsieht. Die Zufahrt soll über eine 500 Meter langen Abschnitt des Kaltehofe Hauptdeich erfolgen, der bisher für Kfz gesperrt ist.

Viele RothenburgsorterInnen und Kaltehofe-Fans (siehe www.hwo-digital.de) protestieren gegen diese Planung und wollen, dass der Kaltehofe-Hauptdeich autofrei bleibt. Sie schlagen für den Parkplatz einen anderen Standort vor und berufen sich dabei auf einen sog. Agenda 21-Prozess, in dem die Grundlinien für die zukünftige Entwicklung von Kaltehofe an einer Art Rundem Tisch festgelegt wurden.

Unterstützen Sie das Parkplatz-Konzept von Hamburg Wasser mit der Öffnung des Hauptdeichs für Kfz oder stimmen sie der Forderung "Kaltehofe muss autofrei bleiben" zu? Ein kleiner Tipp: Die SPD Rothenburgsort spricht sich entschieden gegen die Öffnung aus.


Hamburgs Wilder Osten
Rothenburgsort
Antwort von Johannes Kahrs
7Empfehlungen
24.09.2009
Johannes Kahrs
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage.

Die SPD-Fraktion im Bezirk Hamburg-Mitte hat sich in der Frage, wie Kaltehofe in Zukunft genutzt werden soll, darauf festgelegt, dass dort keinesfalls Durchgangsverkehr (etwa als Abkürzung nach Bergedorf) zugelassen werden darf. Kaltehofe soll Naherholungsgebiet werden. Andererseits muss dieses natürlich auch erreichbar sein. Derzeit befindet sich das Konzept in Hinblick auf etwaige Parkplätze noch in der Planungsphase, d.h., es ist noch nicht sicher, ob und wenn ja wo ein Parkplatz entstehen soll. Ich kann Ihnen daher auch zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine konkreteren Angaben machen. Auch bin ich als Bundestagsabgeordneter nicht direkt an der Kommunalpolitik bezüglich Kaltehofes beteiligt. Ich bin mir aber sicher, dass die SPD sich für ein Konzept entscheidet, dass sich an den Wünschen der Mehrheit der Rothenburgsorter orientiert.

Mit freundlichen Grüßen,


Johannes Kahrs
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Frage zum Thema Wirtschaft
25.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Kahrs,

im Streit um die Öffnung des Kaltehofe Hauptdeiches s. Frage v. Herrn Böttcher (Umweltpolitik) stellt sich mir eine zusätzliche Frage:

Aus den Bekundungen des Herrn Heller, der mit der Entwicklung "Wasserkunstinsel Kaltehofe" befasst ist, stellt sich heraus, dass die Wirtschaftlichkeit des Naherholungsparks anscheinend von den Einnahmen der Parkgebühren abhängt. Daraus erfolgt meines Verständnisses der Wunsch soviele PARKER wie möglich nach Kaltehofe zu holen und nicht wie urspünglich geplant viele Besucher dieses einmaligen Gebietes.
Kaltehofe bleibt in seiner Einmaligkeit nur erhalten, wenn der Kaltehofe Hauptdeich weiter für den öffentlichen Verkehr geschlossen bleibt. Es gibt diverse andere Möglichkeiten die Parkgebühren auf anderem Weg einzunehmen. Zum Beispiel hat Herr Schönfisch, der solarbetriebene Fortbewegungsmittel dort erprobt, vorgeschlagen solche zu benutzen. Behinderte können auch mit sog. Rikschas geholt werden u.u.u.

Erklären Sie mir bitte, inwiefern die Parkgebühren, die nur für das Parken direkt an der Villa erzielt werden könnten, als einzige Möglichkeit besteht den Park wirtschaflich zu betreiben.

Wie erklären Sie damit die Unverzichtbarkeit den Kaltehofer Hauptdeich zu öffnen?

Welche Einstellung vertreten Sie für den Bezirk Mitte gegenüber der Wirtschaftlichkeit von der Wasserkunstinsel Kaltehofe im Konflikt zwischen den Einnahmen des Parkverkehres und der damit zu erwartenden Zerstörung des unwiederbringlichen Charmes Kaltehofes, den die Besucher dort erst hin lockt?

Und wie vertreten Sie Ihre Meinung gegenüber den Rothenburgsorter SPD-Politikern, die sich auch gegen Öffnung ausgesprochen haben?

Mit freundlichen Grüßen


(Stadtteilräume Rothenburgsort e.V.)
Antwort von Johannes Kahrs
3Empfehlungen
29.09.2009
Johannes Kahrs
Sehr geehrte Frau ,

danke für Ihre Frage. Da ich mit diesem Thema aber überhaupt nicht befasst bin, möchte ich Sie bitten Ihre Fragen an die SPD-Fraktion der Bezirksfraktion von Hamburg-Mitte zu richten ( www.spdfraktion-hamburg-mitte.de ).

Mit freundlichen Grüßen,

Johannes Kahrs
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