Johannes Jung (SPD)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Johannes Jung
Jahrgang
1967
Berufliche Qualifikation
Politikwissenschaftler MA, wissenschaftlicher Mitarbeiter
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Karlsruhe-Stadt
Landeslistenplatz
23, über Liste eingezogen, Baden-Württemberg
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(...) Diese fordert, dass die Bahn auch künftig in öffentlicher Hand bleiben müsse. Das Schienennetz und ein funktionierender Eisenbahnbetrieb in Nah- , Fern- und Güterverkehr sei ein unverzichtbarer Bestandteil öffentlicher Daseinsvorsorge. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Wirtschaft
14.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Abgeordneter Jung,

im Handelsblatt gab es einen Artikel zu den Plänen der EU, in den Markt für Milch und Butter einzugreifen: www.handelsblatt.com

Wenn wir die Milchbauern vor der Marktwirtschaft retten, warum dann nicht auch andere Wirtschaftszweige - wo bleibt der Grundsatz der Gleichbehandlung?

Warum erhebt die Bundesregierung hierzu keinen Einspruch und wie stehen Sie zu dieser Frage?

Ich freue mich auf Ihre Antwort und danke im Voraus,

Antwort von Johannes Jung
2Empfehlungen
21.07.2009
Johannes Jung
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre e-Mail in Sachen "EU - Markt für Milch und Butter". Die Landwirtschaft befindet sich insgesamt im Umbruch. Die Milchbauern sind derzeit besonders betroffen, da die Weltmarktpreise dazu geführt haben, dass Milchbauern zu Preisen produzieren sollen, die ihr Überleben zunehmend gefährden.

Die Politik wird keine Bestandsgarantie für einzelne Betriebe geben, aber dafür sorgen, dass jeder einzelne eine Chance hat, seine Zukunft zu überdenken und entsprechend zu Handeln. Aus Sicht der SPD sollen nach 2013, also mit der Neugestaltung der Agrarsubventionierung, die Landwirte für das honoriert werden, was sie tatsächlich an gesellschaftlichen Leistungen erbringen (Grünlanderhalt, Offenhaltung und Attraktivität der Landschaften, Wassermanagement, Artenvielfalt etc). An diesen Neuregelungen arbeitet die SPD gegenwärtig. Bei der Frage der Milch- und Butterpreise kann derzeit jeder Verbraucher sein eigenes Verhalten korrigieren, in dem er erstens nicht bei Discountern kauft und sich zweitens für Ökoprodukte entscheidet. Meine Frage an Sie: Wo kaufen Sie Ihre Milch und Butter? Eigenverantwortung ist das Schlagwort. Sie entscheiden mit, ob die Landwirte wieder zu auskömmlichen Preisen produzieren können und damit alte Instrumente wie Intervention oder Agrarexportsubventionen überflüssig werden.

Mit freundlichen Grüßen
Johannes Jung
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Frage zum Thema Internationales
24.07.2009
Von:

In Ihrem Beitrag vom 28.11.2008 schreiben Sie, Deutschland würde sich für einen gerechten Frieden im Nahen Osten einsetzen.

Die Realität sieht jedoch etwas anders aus: Deutschland subventionniert die IDF. www.defenseindustrydaily.com www.fas.org www.washingtonpost.com www.jpost.com

Ganz davon abgesehen, dass diese Milliardensubventionen häufig grobe Verstösse gegen das Atomare Nichtproliferationsabkommen sowie gegen die EU-Richtlinien für Waffenlieferungen darstellen, wie soll durch eine weitere Stärkung der Oppressionsmöglichkeiten und der Glaubwürdigkeit von Drohgebärden Israels gegenüber der arabischen Bevölkerung bzw. seiner Nachbarländer ein gerechter Friede herbeigeführt werden ? Wären hier nicht vielleicht eher moderierende, statt ermutigende Einflüsse auf die israelischen militärischen Ambitionen und die notorische Missachtung internationalen Rechts nötig ?

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Frage zum Thema Internetsperren
12.08.2009
Von:
Erb

Sehr geehrter Herr Jung,

zu dem von ihnen befürworteten ZugErschwG einige Fragen:
1. Halten Sie ein Stopp-Schild für nützlich um den Missbrauch von Kindern zu verhindern?
Was sagen sie zu der Aussage zahlreicher Experten, dass das Stopp-Schild sogar von Laien innerhalb weniger Sekunden umgangen werden kann? Falls sie nicht der Meinung sind, das Stopp-Schild sei in der Praxis wirkungslos, inwieweit haben Sie einen informationstechnischen Hintergrund, dies besser als die erwähnten Experten beurteilen zu können?
2. Glauben bzw. befürworten Sie, dass diese Zensureinrichtung in naher Zukunft auch für andere Seiten(rechtsextreme Inhalte, "Killerspiele", Gewaltdarstellung) usw. genutzt werden wird?
3.Glauben sie nicht, dass dieses Gesetz die Gewaltenteilung, die in Art. 20 des Grundgesetzes festgeschrieben ist, aufhebt, da keinerlei Kontrollmöglichkeit über das BKA besteht?

Mit freundlichen Grüßen,
Erb
Antwort von Johannes Jung
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19.08.2009
Johannes Jung
Sehr geehrter Herr Erb,

vielen Dank für Ihre Fragen vom 12. August 2009.

Zu Ihren Fragen im Einzelnen:

1. In einem haben Sie Recht: Die Zugriffsperrung – oder "Stopp-Schild", wie Sie es nennen – kann umgangen werden. Dies bedeutet aber nicht, dass diese Maßnahme ineffektiv ist. Denn ein Teil der Zugriffe wird dadurch auf jeden Fall verhindert. Weiterhin – und das ist mindestens genauso wichtig – wird durch die Zugriffssperrung die Hemmschwelle, die in den letzten Jahren bezüglich der Kinderpornographie deutlich gesunken ist, wieder signifikant erhöht. Nur so können wir diejenigen schützen, die hilflos sind und deren Leiden durch die Verbreitung von Kinderpornographie im Internet verstärkt wird: die Kinder.

2. Das verabschiedete Zugangserschwerungsgesetz ermöglicht keine Ausweitung auf andere Bereiche. Im Gegenteil: Eine Ausweitung wird sogar deutlich ausgeschlossen. Leider wird das in den meisten Berichten und Diskussionen ausgelassen. Dies ist aus meiner Sicht aber ein zentraler Punkt, den die SPD-Bundestagsfraktion in den Verhandlungen zum Gesetzentwurf durchgesetzt hat.

3. Hierzu möchte ich auf meine Antwort vom 29.06.2009 verweisen.

Mit freundlichen Grüßen

Johannes Jung
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Frage zum Thema Integration
23.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Jung!

Wir sind eine Außenstelle der Diakonie Fachschule für Heilerziehungspflege in Karlsruhe und planen eine Studienfahrt für 21 Personen zwischen 18 und 40 Jahren in den Bundestag nach Berlin. Damit wir Zuschüsse dafür erhalten können, benötigen wir eine Einladung eines Abgeordneten unserer Stadt. Gerade das Thema Integration interessiert unsere Schüler. Wären Sie bereit?
Würden Sie uns in der Zeit vom 16.-18.06.2010 in den Bundestag einladen?
Es wäre für uns eine große Bereicherung.

Mit freundlichen Grüßen

Leitung Außenstelle Karlsruhe
Antwort von Johannes Jung
bisher keineEmpfehlungen
25.09.2009
Johannes Jung
Sehr geehrte Frau ,

besten Dank für Ihre e-Mail in Sachen Einladung in den Bundestag.
Bei entsprechendem Wahlausgang ist das kein Problem.

Ich würde Sie bitten, sich nächste Woche zwecks Organisation direkt mit unserem Berliner Büro in Verbindung zu setzen:

Tel: 030 - 227 - 71 381
johannes.jung@bundestag.de

Mit freundlichen Grüßen

i.A. Guido Laue
Büroleiter
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Frage zum Thema Gesundheit
22.10.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Jung,

ich bin chronisch krank, und will mich gegen die Schweinegrippe impfen lassen. Mein Hausarzt (ist ab nächster Woche in Urlaub) und dessen Vertreter impfen nicht. Das Risiko wäre zu hoch, man kenne diesen Impfstoff zu wenig. Daraufhin habe ich beim Gesunhheitsamt in KA nachgefragt. Die sagten mir die niedergelassenen Ärzte wären zuständig. Vorerst werde man nicht impfen.
Heute forderte das Bundesgesunhheitsministerium die Menschen auf sich impfen zu lassen.Was soll ich davon halten, wer impft mich jetzt.

MfG

speck

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