Jörg Tauss (fraktionslos)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Jörg Tauss
Jahrgang
1953
Berufliche Qualifikation
Pressesprecher, Gewerkschaftssekretär
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Karlsruhe-Land
Landeslistenplatz
8, Baden-Württemberg
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(...) Selbstverständlich entscheiden in einer Demokratie Mehrheiten. Sollte allerdings die Piratenpartei bei den Wahlen im Herbst ein sehr gutes Ergebnis erzielen oder gar in den Bundestag einziehen, wäre dies ein unglaublich starkes Signal, dass mit Bürgerrechten nicht beliebig wie mit einem Abreißkalender umgegangen werden kann. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema BKA-Gesetz
30.11.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Tauss,

Sie haben mit einer Handvoll Aufrechter innerhalb der SPD gegen das BKA-Gesetz gestimmt, und dafür möchte ich mich bei Ihnen von Herzen für Ihren Mut sehr bedanken. Vielleicht wird dadurch eine Richter-Unterschrift ja nun doch noch zwingend. Ich habe auch sehr wohl registriert, dass Sie daraufhin Ihre Fraktionsspitze nun sofort abgestraft hat, dergestalt, dass man Ihnen wohl nahe gelegt hat, den stellvertretenden Sitz im Innenausschuss des Bundestages niederzulegen und Ihnen außerdem auch die Sprecher-Funktion für Datenschutz in der SPD aberkannt hat und diese Funktion ab sofort Herrn Michael Bürsch erteilt hat. Ich habe mir nun im Netz "einen Wolf" recherchiert, aber ich habe keinerlei Statements oder Äußerungen von Herrn Bürsch finden können, die nun gerade Herrn Bürsch für dieses Thema so prädestinieren. Müssen wir nun damit rechnen, daß auch dieses immer wichtigere Thema Datenschutz in der SPD zur "stromlinienförmigen Luscherigkeit" verkommt.....? Warum sonst entzieht man Ihnen dieses Thema? Waren Sie zu eigenständig und zu aufrecht oder haben Sie Ihre Funktion in den Augen Ihrer Fraktionsspitze zu ernst genommen?
Mit sehr !! freundlichen Grüßen
J.
Antwort von Jörg Tauss
41Empfehlungen
02.12.2008
Jörg Tauss
Sehr geehrter Herr Stoeckel,

vielen Dank fuer Ihre freundlichen Zeilen. Ich unterstelle Peter Struck kein Revanchefaul wegen des BKA-gesetzes. Das Problem ist die grundsaetzliche Nichtuebereinstimmung in politischen und strategischen Fragen mit dem zustaendigen Datenschutz - Berichterstatter unserer AG Innen, der ich bisher als Stellvertreter angehoert habe. Nach Entscheidung unseres Fraktionsvorsitzenden sollte ich an den Verhandlungen mit der Union nicht mehr beteiligt sein, sondern allenfalls noch meinem Kollegen Buersch zuarbeiten. Dieser Bitte komme ich aus nachvollziehbaren Gruenden als derjenige, der dasThema in den letzten Jahren in der SPD - Fraktion bearbeitet hat, verstaendlicherweise nicht nach.

Mit freundlichen Gruessen
Joerg Tauss
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Frage zum Thema Schulen
12.12.2008
Von:

Sehr geehrter Hr. Tauss,
Ich bin Schüler einer zehnten Klasse (Realschule) vor kurzem hatten wir die mündliche Prüfung im Fach Englisch und unsere Lehrerin meinte das sie zur Note uns keine Begründung geben darf, und das dies vom Bundesland so geregelt sei das der Lehrer dem Schüler die Note der mündlichen Prüfung nicht begründen darf.
Ich war wegen der Note nicht aufgebracht sondern wegen diesem Verbot gegenüber den Schülern, da ich mich verbessern wollte und rauskriegen wollte was meine Fehler waren um mich verbessern zu können, dies ist ja nicht möglich. Deswegen frage ich Sie ob sie mir eine plausible Begründung geben können wieso dies verboten ist.

Mit freundlichen Grüßen
P.
Antwort von Jörg Tauss
6Empfehlungen
17.12.2008
Jörg Tauss
Sehr geehrter Herr ,

da ich nicht weiß aus welchem Bundesland sie kommen, empfehle ich, sich direkt an das zustaendige Kultusministerium in Ihrer Landeshauptstadt zu wenden. Dessen ungeachtet verwundert es mich, dass Ihnen Ihre Lehrerin jenseits der moeglichen Rechtslage keine entsprechenden Tipps gibt.

Mit freundlichem Gruß
Joerg Tauss
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
04.01.2009
Von:

Hallo Herr Tauss,

wie lange wird es dauern bis die Umweltzonen wieder abgeschafft werden?

In Berlin gibt es ja schon klare Ergebnisse dieser Plakettenaktion. Die Plaketten haben überhaupt keinen umwelt-schützenden Nutzen, lediglich die Stadt/Staatskassen werden ordentlich aufgefüllt. Siehe: www.bz-berlin.de und www.umwelt-plakette.de

Wenn wirklich die Umwelt geschützt werden soll, warum bekommen Autos wie VW Tuareg, Porsche Cayenne, usw. eine grüne Plakette. Die Feinstaubausstoß hängt nur mit dem Diesel-Verbrauch der Fahrzeuge zusammen - Mit nichst sonst.
Benziner produzieren keinen Feinsteib, da hier eine saubere Verbrennung stattfindet. Von dem her sollten sie komplett außer Acht gelassen werden. Wenn sie schon einmal hinter einem startendem Diesel-Fahrzeug und zum Vergleich hinter einem Benziner standen, wissen sie, wovon ich rede. Siehe auch: www.bauunternehmen.com

Ebenso ist erwiesen, dass 95% des Feinstaubs von der Industrie, dem Reifenabrieb und vom Bremsstaub verursacht werden und vorallem von den nicht-plakettierten LKW verursacht werden. In folgendem Beitrag wird von 5% Feinstaub berichtet, die tatsächlich von PKW produziert werden: www.schenker.de und

Außerdem sind die Messstationen direkt an Hauptverkehrszonen oder Kreuzungen aufgestellt, was sie wenig repräsentativ machen.

Umweltschutz ist schön und gut, aber es sollte dafür wenigstens sinnvolle Gesetze geben. Für mich ich die Umweltzone reine Abzocke ohne Hand und Fuß und ohne Rechtmäßigkeit.

mfg
Antwort von Jörg Tauss
4Empfehlungen
15.01.2009
Jörg Tauss
Sehr geehrter Herr Goering,

ich gehe nicht davon aus, dass die Umweltzonen wieder abgeschafft werden. Es war ein Versuch, der sicher noch nicht optimal ausgestaltet ist, aber m. E. durchaus in die richtige Richtung zielt. Nach einiger Zeit wird sicher eine Evaluation stattfinden, die dann evtl. auch zu Korrekturen fuehren koennte.

Mit freundlichen Gruessen
Joerg Tauss
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
05.01.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Tauss,

ich komme noch einmal auf meine Frage vom 26. Oktober 2008 zum TollCollect-Vertrag zurück.

Auf Ihrer Website heißt es in einer Meldung vom 13. Juni 2008 zur Abweisung Ihrer Klage auf Auskunft nach dem Informationsfreiheitsgesetz:

"Abzuwarten bleibt nun zunächst die schriftliche Urteilsbegründung des Verwaltungsgerichtes Berlin, welches sich in einer beeindruckenden Verhandlung sehr intensiv mit den unterschiedlichen Positionen der Prozessbeteiligten auseinandergesetzt hat. Auch bleibt abzuwarten, in welchem Umfang das Verkehrsministerium nun tatsächlich Einblick in den Maut- Vertrag gewährt. Dann wird zu prüfen sein, ob gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichtes oder aber auch gegen den neuen Bescheid des Ministeriums weitere Rechtsmittel notwendig sind."

Liegt denn die Begründung des Urteils inzwischen schon vor? Oder gibt es sonst irgendetwas Neues? Oder hat sich die Sache etwa endgültig erledigt?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Jörg Tauss
5Empfehlungen
07.01.2009
Jörg Tauss
Sehr geehrter Herr Mueller,

die Urteilsbegruendung liegt vor. Ich werde sie demnaechst auf meiner Homepage veroeffentlichen. Wir werden gegen das Urteil in 2. Instanz vorgehen.

Mit freundlichen Gruessen
Joerg Tauss
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Frage zum Thema Finanzen
09.01.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Tauss,

es ist mal wieder so weit, ich muss die Steuer machen, das geht ja nur noch mit Elster und alle Jahre wieder ärgere ich mich, dass bei der Finanzverwaltung offensichtlich nur das Betriebssystem Windows bekannt ist. Wer, wie ich, Linux-Nutzer ist, oder die Nutzer von Apple-Computern kuckt in die Röhre und ist gezwungen, sich nur für diesen Zweck (!) ein Windows zu installieren.

Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie Ihren Einfluss dahingehend geltend machen könnten, dass Nutzer von anderen Betriebssystemen als Windows nicht weiter benachteiligt werden und der zunehmende Trend zu offenen Standards auch bei der Steuererklärung Einzug hält.

Mit besten Grüßen
Antwort von Jörg Tauss
18Empfehlungen
21.01.2009
Jörg Tauss
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage vom 9. Januar 2009 in welcher Sie in erster Linie auf Ihre Schwierigkeiten als Linux-Nutzer in Kombination mit ELSTER verweisen.

Dazu ein paar Informationen vorweg:
Seit über einem Jahrzehnt setze ich mich intensiv für Open-Source-Produkte und entsprechenden Lösungen ein und habe gemeinsam mit anderen Abgeordneten des Deutschen Bundestages etliche "Open Source-Schlachten" geführt und führe diese auch heute noch. Dies gilt auch für den Einsatz von Open-Source-Produkten im Deutschen Bundestag, der seit 2002 einen Einstieg in die Migration hin zu Open Source geschafft hat. Ich halte dies immer noch für das richtige Signal, insbesondere aus ordnungs-, wettbewerbs- und standortpolitischen sowie demokratischen Gründen. Ich erinnere in diesem Zusammenhang an den Antrag "Offene Standards", den Sie mit der Drucksachennummer 16/5927 beispielsweise auf den Seiten des Bundestages einsehen können. Meine Skepsis gegenüber amerikanischen Unternehmen mit einer langjährigen, nahezu monopolartigen Stellung im Bereich von Software-Lösungen, ist überdies - und trotz positiver Entwicklungen - noch nicht gewichen. Der von Ihnen beschriebene Trend hin zu offenen Standards ist deutlich erkennbar und ich unterstütze diese Entwicklung außerordentlich.

Die von Ihnen angesprochenen Probleme zwischen Linux und ELSTER, dem System der deutschen Finanzverwaltungen, mit dem einen elektronische Steuererklärung über das Internet eingereicht werden kann, sind mir bekannt, lassen sich aber mit einem Blick in die "Historie" erklären. Ziel von ELSTER war es, die Abgabe und Bearbeitung von Steuererklärungen durch den Einsatz moderner Kommunikationsmittel bürgerfreundlicher und weniger verwaltungsaufwändig zu gestalten. Entwickelt wurde eine bundeseinheitliche Software, die Entwickler von Steuer-, Finanz- oder Lohnbuchhaltungsprogrammen beim Einhalten von Schnittstellenspezifikationen unterstützt und Transaktionen mit den Rechnern der Steuerverwaltung ermöglicht. In dieser frühen ersten Phase basierten die kommerziellen Steuererklärungsprogramme nahezu ausschließlich auf Windows-Betriebssystemen, so dass auch die Entscheidung für das damals marktbeherrschende Windows-Betriebssysteme nachvollziehbar ist. Zumal man eine größtmögliche Zielgruppe kurzfristig erreichen wollte.

Nun ist es auch das erklärte Ziel der Bundesregierung, den Einsatz von
Open-Source-Software zu fördern, und somit existieren bereits seit langem Lösungen, die insbesondere eine Kompatibilität zu im betrieblichen Bereich üblicherweise zum Einsatz kommenden Systemen ermöglichen. Ein ähnliches Angebot wird nun auch für die Betriebssysteme Mac OS und Linux angestrebt, einen verbindlichen Termin für die Einführung konnte mir das zuständige Bayerische Landesamt für Steuern allerdings noch nicht nennen. Ich wurde allerdings auf unterschiedliche Zwischenlösungen und webbasierte Anwendungen verwiesen, die sich auch auf der Seite www.elster.de finden. Darüber hinaus soll die frei zugängliche Anwendung www.taxbird.de verbesserte Kompatibilität zwischen Linux und ELSTER gewährleisten.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen, trotz nicht unmittelbarer Zuständigkeit, in dieser Frage ein wenig weiterhelfen.

Mit freundlichen Gruessen
Joerg Tauss
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Ihre Frage an Jörg Tauss
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