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Guten Tag Herr Poß,
mich interessiert, wie heute ein Normalverdiener in Eigenregie fürs Rentenalter vorsorgen kann. Wie bekannt ist, wird das Rentenniveau in den nächsten Jahrzehnten eher noch weiter sinken als steigen. Wer heute sein Geld in Sparbriefen, Anleihen, Aktien, Fonds und Immobilien anspart, hat es sowohl mit einer hohen (und wahrscheinlich ansteigenden) Inflation, als auch mit einer Besteuerung zu tun.
Zur Zeit liegen die Zinssätze bei sicheren Anlagen zum großen Teil unterhalb der Inflationsgrenzen, wodurch trotz Zinsen ein realer Kaufkraftverlust eintritt. Diese Zinsen werden zusätzlich einheitlich mit 25%+Soli+Kirchensteuer besteuert, so dass ein noch stärkerer realer Kaufkraftverlust eintritt. Dadurch findet praktisch eine Vermögensvernichtung statt.
Früher gab es für Kleinanleger die Möglichkeit, z.B. kleine Wohnungen bzw. Immoblienfonds, Aktienfonds und Zertifikate nach einer gewissen Zeit zu verkaufen und damit eine steuerfreie Alterssicherung zu realisieren. Leider wurden die Spekulationsfristen mit der SPD abgeschafft, so dass für Kleinanleger kaum noch Möglichkeiten bestehen, Geld ohne Kaufkraftverluste anzusparen.
Jetzt wurde von der SPD beschlossen, im Falle einer Machtübernahme die Spekulationssteuer noch weiter anzuheben, so dass zusätzlich Kaufkraftverluste bestehen.
Riester hat sich, wie die aktuellen Tests zeigen, nicht bewährt und bietet vor allen Dingen den Banken auf Staatskosten gute Einnahmemöglichkeiten. Die Bankengebühren sind teils extrem hoch.
Haben Sie eine Idee, wie dem Kleinanleger die Möglichkeit gegeben werden kann, eigenverantwortlich fürs Alter vorzusorgen?
Warum wird nicht den Menschen die Möglichkeit gegeben, in begrenzten Maße (z.B. 5000€ je Lebensjahr) steuerfrei fürs Alter anzulegen (z.B. über eine 3,5 oder gar 10 jährige Spekulationsfrist)?
Damit werden die Bankenzocker und Superreichen weiterhin ihren Beitrag zahlen, aber der Normalverdiener kann für sich und seine Familie vorsorgen.
Mit freundlichem Gruß.