Horst-Peter Stein (FDP)
Kandidat Bundestagswahl 2009
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Grunddaten
Horst-Peter Stein
Jahrgang
1960
Berufliche Qualifikation
Versicherungskaufmann, staatlich geprüfter Betriebswirt, Versicherungsfachwirt
Ausgeübte Tätigkeit
Versicherungsmakler
Wohnort
-
Wahlkreis
Oberhavel - Havelland II
Ergebnis
7,8%
Landeslistenplatz
-, Brandenburg
(...) Wir müssen in der Bildungsarbeit unsere Kinder - gleichgültig ob mit einer Behinderung oder nicht - dort pädagogisch abholen und sie individuell fördern. (...)
Kandidaten-Check
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Frage zum Thema Arbeit
09.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Stein,

mein Name ist , ich wohne in Hennigsdorf und bin daher Wähler bei der Bundestagswahl 2009 in Ihrem Wahlkreis 59 (Oberhavel-Havelland II). Ich bin sehr an der Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens interessiert.
Ich denke, dass dieses Konzept viele unserer aktuellen und zukünftigen Probleme lösen helfen könnte. Ich werde meine Stimme demjenigen Bewerber geben, der sich am stärksten für diese Idee einsetzt und habe allen Bundestagsbewerbern im Wahlkreis 59 diese Frage gestellt:

"Was halten Sie vom Bedingungslosen Grundeinkommen? Werden Sie sich, falls Sie in den Bundestag gewählt werden, dafür einsetzen, dass ein Bedingungsloses Grundeinkommen in Deutschland baldmöglichst realisiert wird ?"

Ich danke schon jetzt für Ihre eventuelle Antwort und verbleibe

mit freundlichen Grüssen
Antwort von Horst-Peter Stein
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15.08.2009
Sehr geehrter Herr ,

die FDP will mit ihrem Bürgergeldkonzept ein existenzsicherndes Mindesteinkommen schaffen. Zur Vereinfachung und gerechteren Ausgestaltung der Hilfe an Bedürftige soll künftig das liberale Bürgergeld die bestehenden Transferleistungssysteme wie beispielsweise das ALG II, die Grundsicherung im Alter und auch das Wohngeld ersetzen. Im Rahmen des liberalen Bürgergeldes wird die Anrechnung von Einkünften so ausgestaltet, dass immer der, der arbeitet und anspart, etwas mehr übrig behält als derjenige, der nicht arbeitet und für das Alter versorgt. Es handelt sich hier um ein bedingtes Grundeinkommen, das Bedürftigkeit voraussetzt und Leistungsbereitschaft voraussetzt.

Viele Grüße aus Hennigsdorf nach Hennigsdorf

Horst-Peter Stein
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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
18.08.2009
Von:

Guten Tag,

ich habe eine Öffentliche Petition an den Bundestag mit folgendem Inhalt gerichtet:

Der Bundestag möge beschließen, dass die Vergütung von Abgeordneten des Bundestags und der Landtage leistungsgerecht erfolgt, außerparlamentarische Nebentätigkeiten ausgeschlossen oder mindestens die Einkünfte daraus auf die Diäten angerechnet werden, Bürokostenpauschalen steuerrelevant zu betrachten sind und Mandatsträger bei schuldhaftem Verhalten materiell in die Verantwortung genommen werden.

Interessieren Sie sich für den vollständigen Inhalt? Oder sind Sie eher der Meinung, dass die Vergütungen der Abgeordneten leistungsgerecht und Nebentätigkeiten den Wählern gegenüber vertretbar sind?
Um Missverständnissen vorzubeugen, es geht hierbei nicht um die Höhe der Vergütungen.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Horst-Peter Stein
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22.08.2009
Sehr geehrter Herr ,

ich bin wie Sie durchaus der Meinung, dass eine leistungsgerechte Vergütung erfolgen soll. Die Schwierigkeit dürfte sein, die Leistungsgerechtigkeit in objektiv nachprüfbare Parameter zu giessen.

Nachdem ich weiterhin sehr dafür bin, dass in unserem Parlamenten engagierte Bürger mit beruflichen Background und nicht nur Berufspoliker, die von der Uni über parteiliche Instanzen an hervorgehobenen Listenplätzen plaziert werden und somit in den Bundestag kommen, sitzen, müssen diesen die Möglichkeit eingeräumt werden Ihre bisherige Tätigkeit, zumindest teilweise fortzuführen. Es sollte nur sicherlich gestellt werden, dass die persönliche Arbeitskraft überwiegend für die politische Tätigkeit erbracht werden muss. Die Einkünfte müssen offen gelegt werden.
Bürkostenzuschüsse sind Kostenzuschüsse und daher nicht von der Steuer umfasst. Eine größere Verantwortung bei schuldhaften Verhalten begrüße ich; sehe jedoch Schwierigkeit in der konkreten Festlegung. Aber hieran könnte durchaus gearbeitet werden.

Mit freundlichen Grüßen

Horst-Peter Stein
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Frage zum Thema Soziales und Familie
25.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Stein,

ich bin verantwortlich für eine Behindertenorganisation in Oberhavel. Die Bundespolitik strebt seit Jahren nachvollziehbar auch mit entsprechenden Gesetzesnovellen in den Sozialgesetzbüchern II, III, IX und XI den sogenannten Paradigmenwechsel für Menschen mit Behinderungen an. In diesem Zusammenhang wird fortwährend selbstbestimmtes Leben für Menschen mit Behinderungen in den Mittelpunkt der Diskussionen gerückt. Tatsächlich relativieren Politik und Kostenträger diese Aufgabenstellung mit dem Prä der Kostenneutralität bei der Umsetzung der Maßnahmen. Prämissen aus der Behindertenpolitik wie "Daheim statt Heim", "Persönliches Budget" bei der Leistungsinsanspruchnahme oder das "Gesetz zur Unterstützten Beschäftigung" suggerieren den großen Aufbruch im Sinne optimalerer Teilhabe am Leben in der Gesellschaft/Teilhabe am Arbeitsleben.

Sind wir in Anbetracht der bekannten Demographie und der Situation auf dem Arbeitsmarkt auf dem richtigen Weg, wenn wir Menschen mit Behinderungen versprechen, dass ihre Möglichkeiten zum Beispiel durch den Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt aus sogenannten Sondereinrichtungen günstiger würden? Schließlich wird gar von Inklusion im Sinne der EU-Behindertenrechtskonvention gesprochen. Damit verbinden sich viele Hoffnungen für behinderte Menschen und deren Angehörige.

Können wir im Land Brandenburg den Spagat zwischen der beabsichtigten integrativen Beschulung, auch von Kindern mit schweren Behinderungen, und der notwendigen Bereitstellung adäquater finanzieller Mittel auflösen? Derzeit werden Sonderschulen, besonders allgemeine Förderschulen, geschlossen. Die erforderliche Assistenz in Integrationsklassen von Regelschulen steht nicht ausreichend zur Verfügung. Wie kann Inklusion verwirklicht werden, wenn dies politische Programme von Parteien und auch Behindertenverbänden vorsehen, aber bürokratische Hürden und das nicht abgestimmte Verhalten der verschiedenen Rehaträger dem im Wege stehen?
Antwort von Horst-Peter Stein
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30.08.2009
Sehr geehrter Herr ,

Vielen Dank für Ihre Anfrage sowie für Ihr Engagement in der Behindertenorganisation. Auch wenn Ihre Frage vorzugsweise an die Landtagskandidaten zu stellen ist, da speziell ein brandenburgisches Thema angesprochen ist, teile ich Ihnen gerne mit, dass ich als Bundestagskandidat Ihre Anregung wo immer möglich unterstütze. Wir müssen in der Bildungsarbeit unsere Kinder - gleichgültig ob mit einer Behinderung oder nicht - dort pädagogisch abholen und sie individuell fördern. Ich bin überzeugt, dass durch diese "Investition" für die Betroffenen und das Gemeinwohl der größt mögliche Nutzen erzielt werden kann.

Bürokratische Hürden müssen im Einzelfall konkret angegangen werden. Sie können hierbei, nach einer Wahl, sicherlich mit meiner sowie auch der Unterstützung der FDP Landtagskandidaten für den Kreis Oberhavel rechnen.

Mit freundlichen Grüßen

Horst-Peter Stein
FDP Bundestagskandidat für den Wahlkreis 59
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Frage zum Thema Außenpolitik
06.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Horst-Peter Stein,

In letzter Zeit geraten die deutschen Soldaten in Afghanistan immer mehr in das Fadenkreuz der Taliban. Ich stelle mir daher die Frage, wie das weitergehen soll. Haben Sie eine konkrete Vorstellung wie in den nächsten Jahren, die aller Voraussicht nach noch brutaler werden, weiter in Afghanistan vorgegangen werden soll? Gibt es einen konkreten Plan, wann die Truppen abgezogen werden sollen? Haben Sie eine konkrete Begründung warum man weiterhin eine korrupte afghanische Regierung stützen soll, die zu dem auch noch Wahlfälschung bei der Präsidentenwahl im August betrieben hat? Wie will man den Menschen jetzt, nachdem man es in den letzten Jahren versäumt hatte ihnen eine Perspektive zum Drogenanbau zu geben, die Zukunft sichern? Sicher nicht in dem man weiterhin nur mit Waffen vor ihnen Patrouille läuft, sondern durch massive Aufbaumaßnahmen, im zivilen Bereich.

Ich bedanke mich im Voraus für eine Antwort.

Antwort von Horst-Peter Stein
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12.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

besten Dank für Ihre Frage.

Der Afghanistan Einsatz ist wohl aktuell die schwierigste außenpolitische Frage, die die Politik bewegt. Das Engagement vor 8 Jahren erfolgte ausschließlich vor dem Hintergrund, dass die Terrorismusgefahr gerade auch in Deutschland gemindert wird. Dies ist bis jetzt geglückt. Dass diese Bannung der Terrorismusgefahr nur durch eine Aufbauhilfe der afghanischen Zivilbevölkerung erfolgen kann und leider wohl auch die dortigen Regionalherrscher mit einbeziehen muss, ist unumstritten.

Jetzt stellt sich die Frage, ob die Soldaten vor dem Hintergrund einer kämpferischen Taliban, sich zurückziehen soll und die vergangenen Jahre, die durchaus Erfolge zeigten, komplett sinnlos waren. Dies sollte meines Erachtens nicht der Fall sein.

Die Soldaten müssen so lange bleiben bis ein halbwegs stabiler, sich selbst tragender eigener Staat dort in der Lage ist, selbst für ein Mindestmaß an Ordnung zu sorgen. Hierzu muss gearbeitet werden.

Hierbei geht es nicht um die Unterstützung des Karsai Regimes sondern allein um das Wohl der hiesigen Bevölkerung mit der angenehmen Folge, dass auch der Mehrheit der afghanischen Bevölkerung geholfen wird.

Mit freundlichen Grüßen
Horst-Peter Stein
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