Hermann-Josef Scharf (CDU)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Hermann-Josef Scharf
Jahrgang
1961
Berufliche Qualifikation
Kaufmann
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Sankt Wendel
Landeslistenplatz
4, über Liste eingezogen, Saarland
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(...) Die DB AG bleibt auch nach der Teilprivatisierung der Betriebsgesellschaften im Alleineigentum des Bundes, das heißt, das Eigentum an der Schieneninfrastruktur bleibt zu 100 % beim Bund. Damit ist auch künftig sichergestellt, dass kein privater Investor Zugriff auf die bundeseigenen Schienenwege hat. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
08.05.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Scharf,

koennen Sie mir bitte erklaeren wie es zu dem aktuellen Gesetzesentwurf bezueglich des Waffengesetzes kommt?
Ich bin selbst kein Sportschuetze oder Jaeger, aber ich spiele Paintball.
Wenn es im privaten Bereich erhebliche Maengel bezueglich der Lagerung und Zugaenglichkeit von Schusswaffen gibt, so ist es sicher nur sinnvoll und richtig die bestehenden Gesetze zu erweitern oder zu veraendern.
Was aber hat eine im Wettkampf gespielte Teamsportart damit zu tun?
Ich denke, die fuer den Gesetzesentwurf Verantwortlichen haben ein voellig falsches Bild von Paintball.
Paintball ist eine Teamsportart bei der es darum geht, das gegnerische Team durch "markieren" aus dem Spiel zu werfen. Ein Vergleich mit Voelkerball ist wohl am treffensten.
Paintball wird in Deutschland in Ligen gespielt (Bundesliga, Regionalliga etc.). Viele Spielfeldbetreiber leben von Spielern, die etwa als Betriebsausflug "Paintball spielen gehen". Durch das notwendige Spielen im Team wird das Miteinander gefoerdert und man hat zusammen einfach Spass. Ich selbst habe mit etwa 15 meiner Arbeitskollegen schon einen solchen Ausflug veranstaltet und bis auf Wenige, wollen die Meisten beim naechsten mal wieder dabei sein.
Ich will jetzt gar nicht weiter auf die in den Medien genannten Gruende zum Paintball spielen eingehen (simuliertes Toeten, militaerisches Training etc.) Diese Behauptungen entsprechen in keinster Weise den Tatsachen.
Ich bin mir sicher, Sie werden sich Ihre eigene Meinung ueber Paintball bilden. Vllt besuchen SIe ja mal ein Spielfeld und ueberzeugen sich selbst von der Harmlosigkeit des Paintballsports.

mit freundlichem Gruß

O.
Antwort von Hermann-Josef Scharf
8Empfehlungen
14.05.2009
Hermann-Josef Scharf
Sehr geehrter Herr ,

auch in meinen Augen macht ein grundsätzliches Paintball-Verbot keinen Sinn und deshalb setze ich mich in meiner Fraktion dafür ein, dass dieser Passung keinen Eingang in ein überarbeitetes Waffengesetz findet.

Wie auch aktuell der Presse zu entnehmen ist, sehen dies viele meiner Kollegen so und deshalb bin ich optimistisch, dass es zu einem solchen gänzlichen Verbot nicht kommen wird. Die aktuell ins Spiel gebrachte Verschärfung der Altersgrenzen für die Ausübung des Paintball-(Freizeit-)Sports sollte aber in Betracht gezogen und entsprechend geprüft werden. Des Weiteren wäre es zu überlegen, ob das Spielen dahingehend beschränkt werden sollte bzw. könnte, dass nur im Rahmen von Vereinen und offiziellen Turnieren gespielt werden kann, ähnlich dem Schützensport.

Mit freundlichen Grüßen
Hermann-Josef Scharf, MdB
Mitglied im Ausschuss für Gesundheit
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
15.05.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Scharf

Bitte setzen sie sich dafür ein, dass das Grundrecht auf Unverletzlichkeit der Wohnung nicht auf dem Scheiterhaufen der Medienhetze gegen Sportschützen und Jäger geopfert wird. Es geht- mehrfach statistisch belegt- von den legalen Waffen nur eine marginale, verschwindend geringe Gefährdung für die öffentliche Sicherheit aus. Auch vor dem Hintergrund der schrecklichen Morde von Winnenden darf unsere Gesellschaft dieses Grundrecht nicht über Bord werfen. Ich bin aktiver Sportschütze und war an diesem Tag geschockt und traurig über soviel Hass des Täters und ebenso über die offensichtliche Verantwortungslosigkeit seines Vaters. Eine sachliche an den Fakten orientierte öffentliche Diskussion über legal besessene Waffen der Sportschützen und Jäger muss jedoch ohne Vorverurteilung und Verdächtigung aller Legalwaffenbesitzer noch möglich sein. Ich bitte Sie auch einer neuerlichen Verschärfung des Waffenrechts nicht zuzustimmen. Wir haben in Deutschland bereits eines der strengsten Waffengesetze. Die Hürden zum Erwerb einer erlaubnispflichtigen Sportwaffe sind sehr hoch. Die Überprüfung der persönlichen Eignung der Zuverlässigkeit, Sachkunde und des Bedürfnisses durch Ämter, Behörden und Verbände gehören dazu. Bürger, die legal Waffen besitzen, dürfen nicht an den Pranger gestellt werden, schon gar nicht sollte man sie unter Generalverdacht stellen.
Bitte teilen Sie mir mit, wie Sie einer geplanten Verschärfung des Waffengesetzes mit den zurzeit in der Öffentlichkeit diskutierten Änderungen (unangemeldete Kontrollen, biometrische Sicherungen, Verbot von Paintballspielen etc.) gegenüber stehen.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Hermann-Josef Scharf
6Empfehlungen
28.05.2009
Hermann-Josef Scharf
Sehr geehrter Herr ,

wie schon in der Antwort an Herrn Kubek geschildert, bin ich gegen ein Verbot von Paintballspielen und bin dahingehend auch froh, dass ein solches Verbot – wie von vom Kabinett in dieser Woche beschlossen – nicht umgesetzt wird. Um auch persönlich einen besseren Eindruck von dieser Sportart zu bekommen, werde ich mir eine solche Veranstaltung/Spiel einmal in Natura anschauen.

Alle weiteren Änderungen werde ich allerdings mittragen. Das Kabinett beschloss folgende Regelungen:

  • bessere Kontrolle von Waffenbesitzern – Besitzer können nur unabhängig von einem Verdacht kontrolliert werden, wenn es begründete Zweifel an einer sicheren Aufbewahrung gibt,
  • Gefängnisstrafen bei schweren Verstößen (dazu ist der Nachweis eines vorsätzlichen Verstoßes gegen die Aufbewahrungspflicht von Waffen nötig) und
  • mit großkalibrigen Waffen darf nicht mehr unter 18 Jahren geschossen werden.

Mit diesen Regelungen wollen wir vor allen Dingen verhindern, dass Jugendliche "leicht" an Waffen kommen. Vergessen Sie nicht, dass der 17-jährige Täter von Winnenden mit einer großkalibrigen Pistole fünfzehn Menschen und sich selbst tötete. Die Schusswaffe gehörte dem Vater des Täters, der diese als Sportschütze legal besaß, jedoch nicht in dem vorgeschriebenen Waffenschrank sondern im Nachttisch aufbewahrte. Der Täter konnte also jederzeit auf die Waffe zugreifen.

Ich bin mir der Tatsache bewusst, dass die Verschärfung des Waffenrechts kein Allheilmittel ist, um zukünftig Amokläufe a la Winnenden auszuschließen, doch gar nichts zu tun, wäre der falsche Weg. Die jetzt vom Kabinett gebilligten Regelungen halte ich für maßvoll.

Viele Menschen werden diese Regelungen für nicht weit genug gehend einschätzen und viele Sportschützen oder Jäger für überzogen halten. Als Abgeordneter befinde ich mich mit meinen Kollegen in der Zwickmühle, beide Seiten – denn jede Seite hat gute und schlüssige Argumente – einzubinden. Das spiegelt sich meiner Meinung nach in den oben aufgezeigten Schritten wider und deshalb werde ich zustimmen.

Mit freundlichen Grüßen
Hermann-Josef Scharf, MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
19.05.2009
Von:
Ruf

Sehr geehrter Herr Scharf,
Sie äusserten sich in der Diskussion um Paintball sehr objektiv und vernünftig, wofür ich Ihnen danken möchte! In den Medien war zu lesen, dass die Koalition, um Schnellschüsse und vorschnelle Entscheidungen zu verhindern, erst gründlich über das Thema Paintball beraten und Gutachter hinzuziehen will! Ich gehe davon aus, dass das auch in Ihrem Sinne war!

Ist Ihnen bekannt, dass am 26.05.09 in den Fraktionen beschlossen wird, ob das Verhandlungsergebnis der Ausschusssitzung unverändert als Gesetz im Juni in den Bundestag eingebracht werden soll?
Aufgrund der Tatsache das Paintball als letzter von 11 Punkten auf der Gesetzvorlage zum WaffG steht und dieses an ein laufendes Verfahren zum Sprengstoff Gesetz angehängt wird, wird es dann auch so beschlossen, an diesem einen Tag in 1. und 2. Lesung, dann ist es durch! Keine 3. Lesung, keine Beratung und erst Recht kein Gutachten / Gutachter! Selbst die Abgeordneten (wie Sie) welche ein Paintballverbot für unsinnig halten, werden so trotzdem für ein Verbot stimmen, da sie entweder es nicht wissen (Abstimmung #1234567 Thema SpengstoffG, Fraktionsvorgabe "Ja”) weil nur Killerspiele auf Seite 2489 unten links in einem Absatz erwähnt wird, oder sie stimmen für das Verbot, weil sie die anderen Punkte für sinnvoll erachten (Kollateralschaden).

Keine Spur mehr von den versprochenen gründliche Beratungen und dem Einholen von Gutachten. Es ist nicht mit dem Grundsatz der Demokratie zu vereinbaren, dass getroffene Aussagen (Versprechungen) kommentarlos ignoriert (gebrochen) werden, wenn es den eigenen Zielen (Wünschen) dient! Mir ist bekannt das das Thema Paintballverbot hinreichend diskutiert wurde! Allerdings wurde mit dem heutigen Tage eine neue "Qualität" erreicht!
Wie stehen Sie also dazu, dass unter dem Deckmantel der gegebenen (aber ja nicht verbindlichen) Versprechen ein Gesetzesentwurf nicht nur am Bürger, sondern sogar an den eigenen Volksvertretern vorbei durchgesetzt werden soll?

Gruss,
W. Ruf
Antwort von Hermann-Josef Scharf
6Empfehlungen
28.05.2009
Hermann-Josef Scharf
Sehr geehrter Herr Ruf,

ein Verbot von Paintball wird es – wie angekündigt – nicht geben. Es wird auch kein Gesetzentwurf vorbei am Bürger durchgesetzt und erst recht nicht an uns Abgeordneten. Gerade vor dem Hintergrund der emotional geführten öffentlichen Diskussion wird jeder Abgeordnete darauf achten, dass er eben nicht eine solche "Fußnote" abnickt!

Abgesehen davon hat sich natürlich auch meine Fraktion im Zusammenhang mit den schrecklichen Ereignissen von Winnenden die Frage nach der Gefährlichkeit von "Spielen" wie Laserdrome oder Paintball/Gotcha beschäftigt, die in gewisser Weise das Verletzen oder Töten von Menschen realitätsnah simulieren. Die CDU/CSU-Fraktion hält dies zwar für besorgniserregend, wenn auch nicht für zwangläufig verbotswürdig und spricht sich für eine wissenschaftliche Prüfung der Gefährlichkeit dieser Spiele aus. Ich selbst werde mir bei einem Besuch eines solchen Spiels einen persönlichen Eindruck verschaffen.

Mit freundlichen Grüßen
Hermann-Josef Scharf, MdB
Mitglied im Ausschuss für Gesundheit
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Frage zum Thema Finanzen
21.05.2009
Von:

Wenn es wieder einmal neue Ausgaben gibt wird immer gleich von Gegenfinanzierung und Steuererhöhung gesprochen,warum denkt die Regierung nicht einmal darübr nach, wo man unnütze Millionenausgaben kürzen oder verhindern kann? Dann wäre auch Geld für Schulen und kindergärten vorhanden.
Antwort von Hermann-Josef Scharf
8Empfehlungen
28.05.2009
Hermann-Josef Scharf
Sehr geehrter Herr ,

solche Überlegungen bzw. Überprüfungen fließen in jeden neuen Haushalt ein. Doch das, was Sie eventuell als "unnütze" Ausgabe empfinden, das würde vielleicht Ihr Nachbar, der Arzt um die Ecke oder der Soldat in der nächsten Kaserne nicht missen wollen. Einschätzungen in dieser Hinsicht sind sehr subjektiv geprägt und deshalb lässt sich zusätzliches Geld für Schulen und Kindergärten nicht so einfach an anderer Stelle einsparen, wie man sich das vorstellt. Trotz dieser Schwierigkeiten, welche übrigens schon im kleinen privaten Familienkreis beobachtet werden können, haben wir in den letzten Jahren in den von Ihnen angesprochenen Bereichen zusätzliche Mittel bereitgestellt, da es sich dabei um wichtige Thematiken für die Zukunft unseres Landes handelt. Dies betrifft sowohl den Ausbau der Kindergartenplätze als auch die Ausgaben für Bildung und Forschung.

Mit freundlichen Grüßen
Hermann-Josef Scharf, MdB
Mitglied im Ausschuss für Gesundheit
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Frage zum Thema Sicherheit
08.07.2009
Von:
Dr.

Sehr geehrter Herr Scharf,

als Mitbürger Ihres Wahlkreises wende ich mich in einer Angelegenheit an Sie, welche ich für äußerst wichtig erachte: die aktuelle Atomwaffenpolitik. Ich will, dass Deutschland in der Frage der nuklearen Abrüstung als Mittelmacht eine aktive Rolle übernimmt.

Mit dem neuen US-Präsidenten Obama wurde die Tür für neue Abrüstungsschritte geöffnet. Es steht noch nicht fest, welche Schritte gegangen und welcher Weg eingeschlagen wird. Die Ankündigungen, den Atomteststoppvertrag zu ratifizieren und mit Russland über weitere Reduzierungen der Atomwaffenarsenale zu verhandeln, weisen in die richtige Richtung, sind aber noch kein Fahrplan in eine Welt ohne Atomwaffen.

Atomwaffen stellen eine enorme Gefahr, nicht nur physisch, sondern auch psychisch dar. Die Existenz nuklearer Massenvernichtungswaffen in Deutschland steht im Widerspruch zum nuklearen Nichtverbreitungsvertrag und dem Gutachten des Internationalen Gerichtshofes.
Ein atomwaffenfreies Deutschland wäre ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer atomwaffenfreien Welt.

Konzepte für den Weg dorthin wie der Entwurf einer Nuklearwaffenkonvention oder das Hiroshima-Nagasaki-Protokoll liegen in den Schubladen der Diplomaten und gehören auf die Verhandlungstische. Ich bedauere es, dass solchen zielführenden Bestrebungen für eine atomwaffenfreie Zukunft, trotz der Aufbruchstimmung noch zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird.

Der neuerliche Atomwaffentest von Nordkorea beunruhigt mich. Er zeigt, die Gefahr auf, wo es hinführen kann, wenn Atomwaffen und ihre Tests nicht schnell verboten werden. Wir stehen vor der Wahl: Atomwaffen für viele oder Nulllösung für alle.

Ich setze mich sehr für einen fairen Umgang mit den kommenden Generationen ein und bitte Sie mir mitzuteilen, was Sie als Abgeordneter für eine atomwaffenfreie Zukunft tun wollen und wie wir in diesem Thema zusammenarbeiten können.





Mit freundlichen Grüßen
....
Antwort von Hermann-Josef Scharf
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09.07.2009
Hermann-Josef Scharf
Sehr geehrter Herr ,

zur Beantwortung Ihrer Frage werde ich wie folgt den Vorsitzenden unserer Arbeitsgruppe Auswärtiges zitieren. Herr von Klaeden stellte in seiner Rede vom 24. April 2009 treffend fest, wie die CDU/CSU-Bundestagsfraktion einerseits die Initiative des amerikanischen Präsidenten einschätzt und sich andererseits zur weiteren Stationierung von Atomwaffen in Deutschland positioniert:

"Während der Zeit des Kalten Krieges gab es in Deutschland über viele Jahrzehnte die höchste Dichte an konventionellen und nuklearen Waffen in unserer Geschichte. Seitdem ist erfreulicherweise massiv abgerüstet worden. Die NATO hat ihr strategisches, substrategisches und taktisches Nuklearwaffenpotenzial seitdem um etwa 95 Prozent reduziert und den Bereitschaftsstatus der verbliebenen Nuklearwaffen weiter gesenkt. Gleichwohl gibt es nach Schätzung des angesehenen SIPRI-Instituts nach wie vor über 20 000 Nuklearwaffen, allein 14 000 – so SIPRI – in russischen und ungefähr 5 400 in amerikanischen Arsenalen.

[…]

Ich teile insbesondere das Bekenntnis Barack Obamas zu einer nuklearwaffenfreien Welt. Ich erlaube mir in diesem Zusammenhang den Hinweis, dass dies schon lange bindendes Völkerrecht ist; denn diese Verpflichtung steht im Nichtverbreitungsvertrag. Erreichen werden wir diese Ziele gegenseitiger und verifizierter nuklearer Abrüstung aber nur dann, wenn sich alle dieser Vision und diesem Prinzip verpflichtet fühlen.

Obama hat in seiner Rede bewiesen, dass er ein pragmatischer Visionär ist. Er hat darauf hingewiesen, dem Ziel der Abrüstung verpflichtet zu sein, aber auch, welche Schwierigkeiten damit verbunden sind. Er sagte, dieses Ziel werde nicht schnell zu erreichen sein, möglicherweise nicht zu seinen Lebzeiten. Er hat die große Entschlossenheit zur Abrüstung zum Ausdruck gebracht, gleichzeitig aber unterstrichen, dass diese Bereitschaft zur Abrüstung der Sicherheit seines Landes und der Sicherheit der Bündnispartner dienen muss. In diesem Zusammenhang hat er darauf hingewiesen, dass die Vereinigten Staaten von Amerika so lange auf Nuklearwaffen nicht werden verzichten können, wie solche Waffen existieren. Da beides dem Ziel dienen soll, die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten, gehören einerseits die Entschlossenheit zur Abrüstung und andererseits die Bereitschaft zur Aufrechterhaltung der nuklearen Abschreckung, soweit sie erforderlich ist, zusammen.

[…]

In diesen Zusammenhang gehört auch die Frage nach dem Abzug der möglicherweise noch in Deutschland stationierten taktischen Nuklearwaffen. Wir müssen leider feststellen, dass die Proliferationsgefahren in den letzten Jahren nicht abgenommen, sondern weiter zugenommen haben."

Deshalb ist die nukleare Teilhabe auch weiterhin ein wichtiges Element unserer Sicherheitspolitik. Diese Meinung habe ich auch während meiner Tätigkeit im Deutschen Bundestag vertreten, welche allerdings im Herbst diesen Jahres endet, da ich für ein Mandat im saarländischen Landtag kandidieren werde.

Mit freundlichen Grüßen
Hermann-Josef Scharf, MdB
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